Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

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Stippvisite nach Salzburg Montag 2018-06-18

Die Großeltern pflegten ihre Sommer im Salzburgischen zu verbringen, eine Stadtwohnung in Hallein diente für Jahrzehnte als Homebase. Und war somit auch für uns Enkelkinder Dreh- und Angelpunkt diverser sommerlicher Aktivitäten. Ich war also schon früh regelmäßig in der dazugehörigen

Geheime Specerey in Salzburg
Landeshauptstadt. Und irgendwie ist Salzburg auch heute noch etwas Besonderes für mich, ein bissel heimatlich fühle ich mich immer noch. So war die Freude groß, kürzlich für einen Kunden in die Stadt an der Salzach zu reisen und einen Abend die Gelegenheit zu haben, mit einer Salzburger
Gastraum Geheime Specerey
Freundin Neues zu entdecken. Und die langjährige Freundin kennt micht gut und weiß, womit sie mir eine Freude macht. Nach einem ausgedehnten Spaziergang in der Altstadt und dem Kapuzinerberg kehren wir in der »Geheimen Specerey« ein. Ein kleines Lokal mit großem Weinkeller in der Altstadt.
Blick über Salzburg bei Nacht
Geschmackvolles Interieur, schmackhafte Küche, feine Weinauswahl. Und dann wird's schick. Wir kehren auf der Dachterrasse des Hotels Stein ein, im Lokal »Seven Senses«. Grandioser Blick über die Stadt, lässige Terrasse, coole Drinks. Vor allem die Gin-Karte hat es uns angetan, so ein Gin Tonic passt ja bekanntlich immer. Übers Essen kann an dieser Stelle nicht berichtet werden, ausgeschaut hat es jedenfalls köstlich. Reservieren kann glaub ich nicht schaden.

Geheime Specerey

Seven Senses

Ruth

Kreativer Umgang mit komplexen Sachverhalten Dienstag 2018-05-29

Was hat ein Blogbeitrag mit dem Titel »Kreativer Umgang mit komplexen Sachverhalten« in unserer Genuss-Bassena zu suchen? Ich finde, sehr viel. Denn worauf ich hinweisen möchte, ist ein Beitrag des Kabarettisten Timo Wopp (der mir bis gestern völlig unbekannt war), der für mich wahrer Schaugenuss ist.

YouTube-Video Timo Wopp
Bei ihm geht es um eine lustvolle Erklärung komplexer Sachverhalte in der Businesswelt, bei der er seine PowerPoint-Präsentation quasi jongliert. Ja, klingt schräg, und macht er wie ich meine sehr gut. Mehr sei an dieser Stelle auch gar nicht gesagt respektive geschrieben, einfach anschauen!


Der Jongleur auf YouTube

Ruth

Frühe Traubenblüte Dienstag 2018-05-22

Durch den langen Winter kam der Frühling heuer ja sehr verzögert, wir hatten bis in die erste Märzwoche Schnee in den Weinbergen. Die gesamte Natur stand über Wochen in den Startlöchern, und als es endlich warm wurde, explodierte sie geradezu. Alles blühte gleichzeitig, sogar die Nadelbäume im Wald blühten.

Knospende Traubenblüte in Großaufnahme mit einer bereits geöffneten Blüte
Und auch die Temperaturen schnalzten in die Höhe. Was zum Effekt hatte, dass die Rebstöcke einen Extrazahn beim Austrieb zulegten, die Verspätung aufholten und nun sogar wieder früher dran sind, als es der langjährige Schnitt zeigt. Wobei dies in den letzten Jahren ja immer öfter vorkommt. Auf jeden Fall blüht der Chardonnay in vielen Regionen zwei Wochen früher als geplant, und auch ich habe gestern eine geöffnete Rebblüte entdeckt.

Frühe Blüte heißt naturgemäß frühe Reife, rund 100 Tage rechnet man ab der Blüte. Was bedeutet, dass die Lese wieder Ende August beginnen wird, in einer noch viel zu warmen Periode des Jahres mit Auswirkungen auf die Aromatik der Trauben: hoher Zucker, niedrige Säure, viel Tannin, … Scheiß Klimawandel!

syl

Weinmachendes Geschwister-Trio aus dem Weinviertel Dienstag 2018-05-22

Mathias, Viktoria und Leonhard Schödl betreiben gemeinsam – noch unterstützt von ihrem Vater – im weinviertlerischen Loidesthal ihr gleichnamiges Familienweingut. Mathias ist der Winzer, Viktoria und Leonhard studieren noch und unterstützen in allen Belangen, auch beim Weinmachen.

Ein Ausschnitt vom Schödl-Veltliner Blumenthal, dahinter ein volles Glas

Und das funktioniert wunderbar! Nach dem Relaunch ihres Gesamtauftritts mit dem unverkennbaren Etikett folgt nun die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung, Mathias liebäugelt auch schon mit der biodynamischen. Da jubelt das Nachhaltigkeitsherz!

Und der Wein? Kosten Sie selbst! Dieser hier etwa, der Grüne Veltliner von der Ried Blumenthal 2017, hat Megapfeffer. Etwas nach Apfel und Kräutern, mineralisch und leicht salzig, gute frische Säure. Fein! Falstaff vergibt 90 Punkte, an andere Weine des Weinguts noch mehr.

Die drei Geschwister musizieren übrigens auch miteinander, weshalb ein regelmäßiger Blick auf die Termine ihrer Website lohnt: Ende Juli ist es wieder so weit.

Weingut Schödl Loidesthal
Hauptstrasße 76, 2225 Loidesthal
Tel. +43 2532 88523, E-Mail: mail@weingutschoedl.at
www.weingutschoedl.at
syl

Lasst die Gärten blühen! Montag 2018-05-21

Österreich hat nicht mehr genügend Ackerfläche, um sich selbst zu ernähren. Wir sind Europas trauriges Schlusslicht hinsichtlich Flächenversiegelung. Kein anderes Land ist so verhüttelt, baut so viele Supermärke und Straßen wie wir: täglich auf einer Fläche von 35 Fußballfeldern.

Eine Hand mit vielen kleinen Walderdbeeren

Das bewirkt einerseits vermehrt Überschwemmungen und Hochwässer, weil das Regenwasser nicht mehr versickern kann. Andererseits einen massiven Verlust an Biodiversität, weil auf der verbliebenen landwirtschaftlichen Fläche und in unseren Gärten Monokulturen herrschen. Mit ein Grund für das Insekten- und Bienensterben. Wir haben 80 % weniger Insekten als noch in den 1980er-Jahren, wie in den letzten Jahren immer wieder verlautbart wurde. Auch nachzulesen auf Wikipedia.

Was können wir tun? Viel!
* weniger Fleisch essen: Eine Kalorie Planze benötigt ein Siebtel der Fläche, die eine Kalorie Fleisch braucht. Wir verschwenden unsere Äcker an Futterpflanzen (und Biosprit).
* biologische Lebensmittel von kleinen Bauern, die die Fruchtfolge aufrechterhalten und so für mehr Leben in und auf ihren Böden sorgen.

UND
* mehr Wiesen statt Rasen in unseren Gärten und auf allen Freiflächen und Dächern! Können Wiesen nicht mehr blühen, weil sie zu früh und zu oft gemäht werden, sähen sich Gräser, Kräuter und Blumen nicht mehr aus, und unsere Gärten werden zu Monokulturen und verminderten Lebensräumen von Tieren und Insekten. Lässt man hingegen da und dort ein Stück Wiese im Garten wachsen, kommt alles ruckzuck zurück, und Auge und Schmetterlinge erfreuen sich an der blühenden Pracht. Zusatzgoodie: Auch die Wald- & Wiesenerdbeeren kommen wieder, siehe die köstliche Ernte vom vergangenen Wochenende, vom Liegestuhl aus gepflückt. Ein Genuss wie in unserer Kindheit. Lasst unsere Gärten blühen, es lohnt sich!

syl
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