Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog

Wir kommunizieren I Wir positionieren I Wir beraten & begleiten

Die COPs sind unterwegs! Vorsicht Suchtgefahr. Freitag 2011-11-25

Wenn Sie glauben, absolut falsch zu sein, dann sind Sie richtig. Beim Club of Plenty, einer Initiative von Winzer Roland Velich, Autor Christian Seiler und Philipp Furtenbach von den AO&s. Der COP »beschäftigt sich mit Essen und Trinken und den vielfältigen damit verbundenen Fragen zur täglichen Ernährung«. Er veranstaltet außergewöhnliche genussphilosophische Events wie im Spätsommer »Kreide«, ein Koch-Ess-Trink-Diskussions-Get-together im Kreidebergwerk im burgenländischen Müllendorf. Jetzt lädt COP zu »IMBISS«, Wiener

Die Tafel beim Club of Plenty

Forum zur Imbisskultur, noch bis 23. Dezember. Eingemietet in ein leerstehendes Gassenlokal am Bauernmarkt in der Innenstadt. Und wie schon oben erwähnt, man glaubt nicht, dass sich hinter dieser unbeleuchteten, zugeklebten Tür etwas auftun könnte. Tritt man zögerlich ein, befindet man sich in mehr oder weniger nichts. Baustelle. Aber nicht davon abschrecken lassen, Sie sind genau richtig!

Denn dann tut sich's tatsächlich auf. Eine lange Tafel im unverputzten Raum, bequeme mit grauem Filz überzogene Polsterbänke, auf denen es sich sicherlich auch gut schlafen lässt, und insgesamt eine gute Atmosphäre. Auch bedingt durch die Anwesenheit der Philipps Furtenbach und Riccabona. Kochende Nomaden, die sich niederlassen, wo sich's kochen lässt. Das kann im Wald sein, in der Kreide oder eben in der leerstehenden Urbanität. Kochstelle in der Baustelle. Von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr nachts wird hier Essen angeboten, zum Mitnehmen oder um damit vor Ort zu verweilen und sich auszutauschen.

Wobei Essen bei den AO&s immer etwas Besonderes darstellt. Ausschließlich saisonale Lebensmittel selbst gefangen und gehäutet oder von persönlich bekannten Produzenten. Gestern gab es zum Beispiel eine wunderbar mollige Karfiolsuppe (keine Sorge, nix von muffigkohligem Geruch und Geschmack), einen großartigen Salat aus zart gebratenen Wurzeln, Apfel und Rotkraut und dann diese Wurst da oben. Sie kommt vom steirischen Freilaufschwein, in die Haut kam sie mittels eines Wurstmaschinenprovisoriums mit kollabierendem Elektromotor und auf den Teller wunderbar grob und würzig. Geschmack aus der Kindheit. Bergkäse in dreierlei Reifegrad bildete den Abschluss und das Ganze gab es um mehr als günstige 20 Euro. Wein gibt es natürlich auch. Und wo Velich draufsteht ist entweder Velich drin oder Wein von anderen bekannten Winzern mit dem gewissen Salz.

Das Ganze ist aus rechtlichen Gründen als Verein deklariert, man kommt und isst und bleibt und geht irgendwann wieder. Um bald darauf wiederzukommen. Großartig!

Club of Plenty/Wiener Forum zur Imbisskultur
23. Dezember 2012, täglich von 10 bis 22 Uhr
1010 Wien, Bauernmarkt 1, Eingang Freisingergasse
www.cop.org und www.aound.net
syl

25 Jahre voller Dynamik. Die Österreich Wein Marketing. Und wir? Donnerstag 2011-11-24
Wir sind mit unseren etwas mehr als zwei Jahren ja noch sehr jung. Und doch alte Häsinnen in Gewerbe und fast von ÖWM-Anfang an mit dabei. Nicht, dass wir die Gründungsjahre der Österreich Wein Marketing, damals Österreichische Weinmarkting- service Gesellschaft, Willi Klinger und sein Team - Bild von Anna Stöcher

schon ganz bewusst miterlebt hätten. So alt sind wir nun wieder auch nicht. Gegründet wurde ja 1986, als die ganze Welt mit hochgezogener Braue auf unsere Winzer und ihre Weine blickte. Als die heimische Weinwelt darnieder lag, niemandem mehr nach österreichischen Weinen zumute war und alles erstarrt war. Da traten ein paar entschlossene Männer auf den Plan, um das Bild wieder zurechtzurücken. Den österreichischen Wein wieder salonfähig zu machen und seinen guten Ruf wiederherzustellen. Die ÖWM wurde geboren. Und die ÖWM-Chefs (gar nicht so viele) und ihre Leute haben über die Jahre tatsächlich das Wunder vollbracht: 25 Jahre später gilt der österreichische Wein weltweit als hervorragend, die Exportzahlen sind prächtig und wir können zurecht wieder stolz sein auf unsere Produzenten. Und das, was sie unterstützt durch die ÖWM, geschafft haben.

Die ÖWM-Chefs und ihren Teams, sie machten und machen einen großartigen Job! Es waren und sind dies Wolfgang Lusak (1986 – 1989), Engelbert Prassl (1990), Walter Kutscher (1991 – 1993), Bertold Salomon (1994 – 2001), Michael Thurner (2002 – 2006) und seit 2006 Willi Klinger. Die gesamte Weinwelt beneidet uns um diese großartige schlagkräftige Equipe, ihre tollen Veranstaltungen, professionellen Organisationen und Serviceleistungen. Und wir sind stolz, seit Anfang der 1990er auch immer mit dabeizusein. Bis heute. Schön, dass es die ÖWM gibt!

Herzliche Gratulation zum Geburtstag!

Foto: ÖWM/Anna Stöcher

www.oesterreichwein.at
syl

Achtung – limitierte Auflage! Dienstag 2011-11-22

Die Entstehungsgeschichte dieses Weines ist nichts für Feministinnen oder Personen, denen Gleichberechtigung auch nur im Ansatz in irgendeiner Form ein Anliegen ist. Trotzdem soll hier von ihm berichtet werden. Denn für die Entstehungsgeschichte kann ja niemand was. Schon gar nicht der Winzer.

So trug es sich vor einigen Jahren zu, dass der Winzer, um den es hier geht, Heinz Weixelbaum aus dem idyllischen Örtchen Strass im Strassertale, von der sogenannten Nikolaibruderschaft einen Weingarten geschenkt bekam. Nicht einfach so. Nein, weil er männlich ist, die Strasser Ortsbürgerschaft besitzt, verheiratet ist und einen Sohn hat. Nur wer diese vier strengen Kriterien erfüllt, hat die Chance, so einen »Lebensgrund« zu bekommen. Stirbt ein solcher Winzer, fällt das Grundstück zurück an die Bruderschaft und wird neu vergeben. An einen Weinbauern, der männlich ist, die Strasser Ortsbürgerschaft besitzt, verheiratet ist und einen Sohn hat.

Eine Flasche Weixelbaum Anno Dazumal 

Und das alleine genügt nicht. Ist einmal in einer Winzerfamilie eine Frau am Ruder, dann ist es vorbei. Für immer. Dann fällt diese Familie aus dem Bruderschafts-Reigen raus. So viel zur Gleichberechtigung. Doch genug damit, jetzt geht es um den Wein.

Nun, des Winzers erster Gedanke nach Erhalt des Geschenkes (rund 2.600 m2): Roden. Doch dann, ein zweiter Blick. Und die Idee, die über 60 Jahre alten Veltliner-Rebstöcke doch lieber zu erhalten. Also, Rebstöcke wieder aufrichten, hegen und pflegen. Und einen großartigen Wein keltern. Wie früher, ohne Einsatz moderner Kellertechnik. Die Trauben werden direkt nach der Lese gepresst, entschleimt und dann kommt das Ganze ins große Holz, wo es cirka zehn Wochen gärt. Spontan, versteht sich. Ein halbes Jahr bleibt der Wein auf der Hefe, wird dann umgezogen (kommt also weg von der Hefe), wird leicht geschwefelt, kommt noch einmal ins Holz und reift dann ein Jahr im Stahltank, bevor er gefüllt wird. Gut Ding braucht Weile.

Jetzt ist er da, der erste Jahrgang ANNO DAZUMAL. Eine Wucht von Wein. Für mich, um es kurz zu machen, ein strammer Südländer mit coolem Charme. Südliche Macchia, Salzigkeit, straff und doch vielschichtig, bestens proportioniert, burgundisch. Was soll ich sagen, am besten selber kosten!

Für Bestellungen und auch so:

Das Weingut Weixelbaum

Ruth

That addresses several of my concerns actaully.

Jennah  11.12.2011 23:59

That addresses several of my concerns actaully.

Cocooning mit feinem Lesestoff - »Legendäre Weine Österreichs« Samstag 2011-11-19

Wenn draußen graunebeliger klammer Samstag herrscht, ist es an der Zeit, es sich drinnen schön zu machen. Wein her, Kerzenlicht her und mit dem Pfarrer ab auf den Divan. Könnte ein bissl eng werden ... Gott sei Dank gibt es Weinpfarrer Hans Denk seit kurzem in schlanker Buchform. Besser gesagt seine Lieblingsweine, in Worte gefasst von Christina Fieber und Herbert Hacker. »Legendäre Weine Österreichs« nennt sich das Buch, in dem die beiden Autoren gemeinsam mit Hans Denk, der »Nase Gottes«, die Quintessenz der letzten drei Jahrzehnte des österreichischen Weinbaus auf den Punkt bringen.

Cover des Buches Legendäre Weine Österreichs

Es ist eine Reise zu 35 Winzern, gepackt in feinfühlige Porträts und gespickt mit feinsinnigen Kommentaren. Anlass der jeweiligen Reise ist immer ein besonderer Wein, ein legendärer. Sei's Jameks »gewaltiger« Riesling Ried Klaus 1977, Velichs »wahrhaft göttliches Vergnügen«, der Blaufränkisch Neckenmarkt Alte Reben 2007, Bründlmayers mit einem »gregorianischen Choral« vergleichbarer Riesling Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 1985 oder Thomas Schwarz' Rohrwolf 2007, der dem Pfarrer ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht zaubert. Und schlussendlich die rote Weinlegende Österreichs schlechthin, Triebaumers Blaufränkisch Mariental 1986: »Perfekte Harmonie. Die Schönheit dieses Weines liegt in seiner tiefen Stille und Vornehmheit.«

Die Fotos entstammen David Rühms Kamera, schöne lichte Momentaufnahmen und Stimmungsbilder. Auch Dank seiner erweckt jeder einzelne Wein, jedes Porträt die Lust, den Winzer und seinen Wein heimzusuchen. Manche Weine sind noch am Markt, bei vielen ist die Suche bereits vergebens. Schön, dass man sie jetzt zumindest nachlesen kann. Legendäre Weine und ihre Welt in feiner Prosa.

Legendäre Weine Österreichs. Christina Fieber und Herbert Hacker.
Pichler-Verlag, 2011.
syl
Genussvoller Lesestoff Freitag 2011-11-11

Ich benutze diesen Blog jetzt einfach einmal, um schamlos Werbung zu machen. Für ein Printmedium aus dem großen Nachbarland (die hiesigen mögen mir verzeihen). Das Magazin für Essen und Leben, Effilee. havel & petz lesen es regelmäßig, bringt es doch der Briefträger immer pünktlich mit der Post. Und dann wird geknobelt, wer's zuerst haben darf. Diesmal hab ich gewonnen. Und hab schon fast alles gelesen. Wann immer es halt geht, in der U-Bahn, beim Kochen, zwischen Tür und Angel, stehend, sitzend, liegend. Hauptsache lesen.

Cover des Effilee Nummer 19

Über die unendlich vielen Möglichkeiten, Schnaps zu verkochen (äußerst scharf). Über weiße Weihnacht(en) und dazupassende weiße Gerichte (edel). Über den eleganten Rebellen Bruno Paillard und seinen Sprudel (animierend, sehr interessant). Über den Maultaschenheld Vincent Klink (Prädikat besonders wertvoll). Über die Engländer und den Aal (sehr schräg). Über die »ganz hinten in der Küche«, die Abwäscher in Restaurantküchen (spannend und zugleich berührend). Über den spanischen Thunfischfang Barbate (archaisch und schön). Über die süße Wahrheit (zuckersüß). Über Pilze zuhause zubereitet in China, Polen und Japan (sehr authentisch). Dazu kommen absolut spannende Weinempfehlungen, Buchrezensionen und Blogkritiken.

Das Heft kommt sicher nicht ins Altpapier.

Effilee, Ausgabe #19 November/Dezember 2011

Ruth

Bitte

Thomas  18.11.2011 21:17

Bitte wieder einen neuen Beitrag, ich bin süchtig nach euren genußvollen Blog.

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164  165  166  167  168  169  170  171  172  173  174  175 


ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 1 913 42 74
f +43 1 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at

Datenschutz & Cookies



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.