Zartgrüne Triebspitzen mit rosa Rändern am Rebstock

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Schöne Eierfarben Dienstag 2018-04-03

Wir versuchen uns jedes Jahr an Öko-Ostereierfarben, weil wir die knalligen chemischen nicht wollen. Angeblich kann man die Eier ja auch mit Roten Rüben mitkochen, mit Spinat und Curcuma. Kann man auch, bringt aber nix. Die Eier bleiben Eier ohne Rot, Grün, Blau, Gelb.

4 grüne, gelbe, rosafarbene und blaue Osterreier auf einer weißen Stoffserviette

Heuer haben wir's mit den Farben von Auro probiert, auf Basis von Cochenille, Annatto, Chlorophyllin, Indiokarmin und Zitronensäure. Und schön sind sie geworden, finden wir. Anders als am Auro-Bildchen allerdings, zarter mit fast seidigem Schimmer.

Die grünen haben uns ein wenig Sorge gemacht, sie wollten keine Farbe annehmen. Erst unterm frischen Wasser haben sie sich entpuppt. Und die rosagespenkelten sollten eigentlich rot sein. Ein Schuss Essig gegen das Auslaufen hat sie verfärbt, ein Schöpfer Blau fürs unabsichtlich Abstrakte gesorgt. Am Schluss waren wir glücklich und zufrieden, und jetzt sind sie weg.

syl

Cidre! Geht immer, auch in der Fasterzeit. Sonntag 2018-03-04

In Frankreich hat man Cidre immer schon getrunken, auf den britischen Inseln den Cider. Meinereins trinkt dort den knochentrockenen und nicht süßlichen, wann immer ich dazu Gelegenheit habe (in Pubs). Nun fasst diese köstliche Getränk endlich auch bei uns Fuß. Maximal 5 % Alkohol darf Cidre in Österreich haben.

Zwei gefüllte Gläser neben der Flasche mit dem Cider vom Biohof Fischer

Ist's mehr, fällt er unter das Schaumweingesetz und bekommt 15 % mehr Steuer aufgebrummt. Eine Idiotie des heimischen Steuergesetzes, das nur für inländische Sprudel und nicht für ausländische gilt, weshalb diese verhältnismäßig billiger zu erstehen sind. Naja.

Und aja, Cidre hat demgemäß Bubbles, meist zugesetzt, manchmal auch pet-nat-gemäß durch das Fertigvergären in der Flasche entstanden. Die Bubbles unterscheiden ihn vom Apfel-, Birnenwein und -most und machen ihnen besonders köstlich. Wenn er nicht grad wie wild nach Pferdeschweiß schmeckt oder riecht, wie's so manche irische Rabauken tun. Wie unlängst auf der spanndenen, vom FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau, Schweiz, Deutschland, Österreich) organisiserten Bio-Cidre-Verkostung zu erleben, alles nachzulesen und nachzusehen hier: Tasting_forum_76.

An dieser Stelle sei nur der Fokus auf den Cider vom Biohof Fischer im Traisental gelenkt. Lorenz Fischer führt den Obstbau, Bruder Viktor macht den Wein. Schwester Juliane Fischer macht ihr eigenes Ding, nebenbei auch Weinexperimente und schreibt vor allem als Journalistin für diverse Zeitungen und Magazine. Der Cidre von Lorenz war nach etlichen wilden Beispielen beim Tasting-Forum das erste elegante Highlight, sauber, apfelfruchtig, würzig, feine Säure, hefig, mit einer zarten Süße und feinen Gerbstoffen. Vor allem ist er ohne. Ohne Schwefel, ohne Enzyme, ohne Schnickschnack und spontan vergoren, mit der Hefe gefüllt. Aus mehreren kräftigeren Apfelsorten wie Topaz, Rubinette, Elstar. Schmeckt! Und mit seinen wenigen Prozent Alkohol fast kinder- und fastenzeittauglich.

fischer-abhof.at
syl

Einfach gut. Sonntag 2018-02-25

Welch Glück, dass Martin Obenaus, Mitglied der Winzer–gruppe »Junge Wilde Winzer« und begnadeter Winzer aus Glauben–dorf im Weinviertel kürzlich bei uns in der Fillgradergasse Station machte. Erstens, weil es eine Freude ist, ihm zuzuhören, wenn er von seiner Arbeit, seinen Wein–

Sekt von Martin Obenaus

gärten, seiner Leidenschaft für die Natur und die Menschen spricht. »Ich möchte ein gutes Unternehmen führen, in dem sich mein Team wohl fühlt und einander und mir vertraut. Das zusammen mit gesunden Weingärten mit hoher Biodiversität, also viel tierischem und pflanzlichem Leben in der Erde und zwischen den Reben, sichert unseren Wohlstand und unsere Umwelt. Biologischer Weinbau ist dafür die Voraussetzung.« Klare Worte, die Martin Obenaus konsequent lebt.

Und damit komm ich zum »Zweitens«: Glück war der Besuch des Winzers für uns vor allem auch deshalb, weil er eine Flasche seines wunderbaren Veltliner-Sektes bei uns deponierte. Diese öffneten und genossen wir dieser Tage gemeinsam mit einer Freundin, die – wie wir – hohe Ansprüche an Schaumwein hat. Martin Obenaus' Vertreter hat uns alle drei überzeugt. Kraftvoll und dennoch elegant, vielschichtig und komplex, schon in der Nase an Champagner denken lassend, am Gaumen eine wahre Freude. Dank an den Winzer!

www.weingut-obenaus.at

Ruth

Wir und unsere Events bleiben green Mittwoch 2018-02-14

Seit 2013 haben wir die Lizenz für Green Events. Das heißt, wir sorgen dafür, dass Veranstaltungen zu nachhaltigen Veranstaltungen (Green Events) werden. Dafür mussten wir damals einen Event unter Supervision zertifizieren, die großartige Waldbierpräsentation in der Saint Charles Apotheke.

Heinz Nusser, Sylvia Petz, Hannes Martschin

Da jede Lizenz aber ein Ablaufdatum hat, mussten wir sie vor kurzem erneuern. Und so haben wir das Neujahrstreffen der Partnerunternehmen Nusser & Partner und Martschin & Partner »People, Planet, Prosit - nachhaltig genießen« im sagenhaften und leider inzwischen geschlossenen Pop-up-Lokal rien dahingehend begleitet. Das war vielleicht ein Fest! Und geschafft! Sie dürfen gratulieren! Die Lizenz läuft bis 2022, und bis dahin werden wir - weil's wirklich sinnvoll ist - so viele Events wie möglich green gestalten. Wie schaut's aus mit Ihrer Firmenfeier?

Foto v.l.n.r. Heinz Nusser, syl, Hannes Martschin, credits APA/Peter Hautzinger
Ruth & syl

Kein Lei Lei bei h&p! Dienstag 2018-02-13

Oder glaubt jemand im Ernst, wir würden ihm dieser Tage mit Zylinder und Krönchen die Tür öffnen? Mit Prosecco und Wurstbrötchen empfangen? Mit Luftschlangen werfen?

Mitnichten! Aber nur an diesem Tag können wir dieses Foto verwenden. Und uns darüber freuen, dass einen niemand zwingen kann, Villacher Fasching zu schauen. Dass wir ungestraft davon kommen, wenn wir Helau! und Lei Lei! verweigern.

 Sylvia Petz mit Zylinder und Ruth Havel mit Krone

Dass wir in einem freien Land leben. Dass bald der Frühling kommt. Und mit ihm alles, was dazu gehört. Ein Helau allerdings, eins geht durch. Das von Nirvana: Helau, Helau, Helau.

Und dann öffnen wir eine wirklich gute Flasche Wein. Und trinken auf das Leben und darauf, dass es auch ohne Fasching viel Spaß für uns bereithält. Und viel Genuss. Immer wieder und wieder!

Foto: Citronenrot
ruth & syl
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