Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

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Die richtigen Fische fischen Donnerstag 2014-01-30

Schon wieder ein Beitrag über Dinge, die wir essen. Jene, die wir aus verschiedensten Gründen nicht (mehr) essen sollten, werden immer mehr. So auch bei den Fischen. Leider.

Greenpeace hat vor kurzem seinen Fischratgeber 2014 publiziert.

verschiedene Fische

Und der verheißt nichts Gutes. Von 46 angeführten Fischen hat genau EINER ein uneingeschränkt grünes Hakerl, das für »empfehlenswert« steht. Der Karpfen. Der Hering und der Afrikanische Wels sind »mit Ausnahmen empfehlenswert«, der Rest leider »nicht empfehlenswert«. Immerhin gibt's für manche dieser Fische kleine Ausnahmen, die sich auf die Herkunft beziehen.

Insgesamt wurden für den aktuellen Fischratgeber 110 Speisefisch-Arten aus etwa 550 Wildfischbeständen und 112 Herkunftsländer von Aquakulturen bewertet. Mit Wissenschaftlern wurde eine Methode entwickelt, um mit Hilfe von einfachen Fragen feststellen zu können, ob ein Fischfang nachhaltig ist oder nicht. Wobei für nachhaltige Fischerei gilt: »Sie hält den Bestand der Zielart auf einem gesunden Niveau, ohne andere Arten des Ökosystems negativ zu beeinflussen.«

Bestehende Zertifikate hätten laut Greenpeace Stärken und Schwächen und sollten mit dem Fischratgeber abgeglichen werden. Das MSC (Marine Stewardship Council) bewertet nachhaltige Wildfischereien, die Zertifikate ASC (Aquaculture Stewardship Council) und »Global G.A.P.« beziehen sich auf Aquakulturen. FOTS (Friend of the Sea) zertifiziert beides.

Wer den Fischkauf ernst nimmt, muss sich also informieren.

Hier gibt's den Fischratgeber zum Download.

Ruth

Unfassbarer Wahnsinn Donnerstag 2014-01-23
Dass die gerechte Verteilung von Ressourcen auf dieser Welt leider ein – so wie es ausschaut – unerreichbarer Traum ist, wissen wir hinlänglich. Dass wir in den Industrieländern diesbezüglich auf die Butterseite gefallen sind, auch. Die Zahlen, die das Magazin GEO in

seiner aktuellen Ausgabe anführt, haben mich allerdings schier vom Hocker geschmissen: Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel endet als Abfall. Ein DRITTEL!!!

Ursache Nummer 1: Der Lebensmittelhandel und seine Kunden in den Industrieländern schmeißen schlicht und ergreifend Essen weg. Abgelaufenes, nicht mehr perfekt aussehendes, überflüssiges.

Ursache Nummer 2: Lebensmittel, die ohne zu ernten auf den Feldern verrotten. So werden cirka 1,4 Milliarden Hektar (!), das sind 28 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen der Welt, für die Produktion von Lebensmitteln beackert, die es nie bis zum Konsumenten schaffen.

Ursache Nummer 3: In den Entwicklungsländern fehlt es oft an notwendigen Lagermöglichkeiten und kostbare Lebensmittel vergammeln.

Somit werden Jahr für Jahr an die 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verschwendet! Deren Erzeugung verursacht übrigens die Kleinigkeit 3,3 Milliarden Tonnen CO2. Von den Menschen, die verhungern und die mit diesen Lebensmitteln geretten werden könnten, gar nicht zu reden.

Ich bin sprachlos, wütend und entsetzt.

Quelle: GEO, 01/Januar 2014

Ruth

Trinken Sie! Moderater Weinkosum für unsere Seele. Mittwoch 2014-01-22
Wein hält Leib und Seele zusammen, jetzt liegt es auf dem Tisch. In einer breit angelegten spanischen Studie - 5.505 ältere Teilnehmer/innen, die bis zu sieben Jahre lang bebachtet wurden - kam man dahinter, dass die Leute mit moderatem Alkoholkonsum weniger häufig Gefahr liefen, depressiv zu werden, als Abstinenzler. Zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche machen's aus. Aber bitte nicht mehr, sonst geht der Schuss nach hinten los. Da der Schreibenden gerade der Mund wässrig wird, wird hier für einen Hupfer in den Weinkeller kurz unterbrochen. Danke für Ihre Geduld!
Illustration: All you need is a glass of wine.

Das Glas moderat gefüllt mit BattenfeldSpaniers Hohen-Sülzen Riesling 2011 melde ich mich zurück und drücke in Zahlen aus:

5 bis 15 g Alkohol täglich und Ihr Risiko, an einer Depression zu erkranken, liegt um 28 Prozent niedriger, als wenn Sie genuss- und weinlos dahinwelken. Das ist ja schon einmal was. Untersucht wurde in dieser epidemiologischen Studie eigentlich der Einfluss mediterraner Ernährung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit der erwähnten Gruppe Spanierinnen und Spanier, die alle ein hohes Erkrankungsrisiko in sich trugen. Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten wurden jährlich neu abgefragt und aktualisiert. Da in Spanien Wein das hauptsächliche alkoholische Getränk ist, war die Auswertung seines Einflussen für die Wissenschaft geradezu ein Leichtes.

Und bitte: Wer über die gesamte Studiendauer die empfohlene Menge bis maximal 15 g Alkohol täglich (rund 200 ml Wein) oder in Summe eben zwei bis sieben Gläser Wein pro Woche zu sich genommen hatte, wies sogar ein um 43 Prozent geringeres Depressionsrisiko auf. Eine klare Verstärkung des Effekts durch entspannten Weingenuss über die Jahre.

Also, liebe Leserinnen und Leser. Trinken Sie Wein! Aber trinken Sie moderat, damit Ihnen das Herz noch über viele viele Jahre lang im Leibe lacht!

Quelle: Gonder, Ulrike. Hrg. Deutsche Weinakademie. Moderater Weingenuss - weniger Depressionen. In: vinomed. Magazin für Wein, Genuss & Gesundheit. Verlag systemd GmbH, Lünen. 1/2014. S. 6
syl
Hörsaal-Slam - Prädikat wertvoll! Sonntag 2014-01-12

»Eines Tages, Baby, werden wir alt sein«. Julia Engelmann, Studentin an der Hochschule in Bielefeld, bei ihrem Poetry Slam. Über verpasste Chancen und ungelebte Träume.

Großartig vorgetragen und zu Recht beinahe 1.000.000 Klicks auf Youtube. Wenn Sie das lesen, sind es schon wieder mehr.

Julia Engelmann bei ihrem Slam
Tun Sie einfach, was Julia Ihnen sagt. Damit Sie nicht dann, wenn Sie alt sind, sagen müssen: »Beinahe hätten wir uns einmal gesagt, wieviel wir uns wert sind.«

Zum Film: hier oder auf das Bild klicken.
syl

Österreichs Weißweine sind die bestbewerteten in der Financial Times Samstag 2014-01-11
Es ist wirklich ein Grund, stolz zu sein auf unsere Winzer. Österreichs Weißweine haben in den letzten 15 Jahren von Master of Wine Jancis Robinson in ihrer Financial-Times-Rubrik durchschnittlich höhere Punkte erhalten als alle anderen. Und wer sollte es besser wissen als diese Grande Dame!
Grafik aus der Financial Times

Um es auf den Punkt zu bringen, das legendäre London-Tasting 2002 lebt!

Im erwähnten Artikel, der letzte Woche in der FT erschienen ist, beschreiben Robinson und Co-Autorin Valentina Romei die Entwicklung des internationalen Weinmarkts. Die hier einkopierte Grafik findet sich am Fuß des Beitrages. Der wirklich lesenswert ist:

Wie der Weinkonsum in den traditionellen Weinländern weniger wird und der internationale Gesamtkonsum trotzdem steigt. Welche alkoholischen Getränke bei den Jugendlichen die Nase vorne haben und welche weinproduzierenden Länder quantitativ auf der Überholspur sind. Was sich insgesamt getan hat in den letzten Jahren. Lesenswert für alle Weininteressierten und speziell für alle Produzenten und Händler!

Quelle: Financial Times
syl
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