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Ein Land sieht rot Sonntag 2011-03-20

Roland Velich war der Erste, der mit einem seiner Rotweine für internationale Aufmerksamkeit gesorgt hat: 95 Parker-Punkte für Blaufränkisch Neckenmarkter Alte Reben 2006. Ein Wendepunkt, der schlussendlich auch Österreichs Rote in den Fokus der Weinwelt rücken ließ. Ein internationales Pinot-Noir-Tasting 2010 in Singapur, gewonnen von Fritz Wieningers Pinot Noir Grand Select 2004, tat ein Weiteres.

Jetzt kam die Bestätigung aus London. Die Weinmarketing hatte zum alljährlichen Tasting ins Institute of Directors geladen, und diesmal sollte auch Jancis Robinson MW ausschließlich auf der Suche nach Österreichs Rotweinen dort vorbeischauen.

Schiefer Königsberg

Manche der Weine fand Jancis »really really exciting« mit dem Zusatz, dass hier eher von den höherpreisigen Lagen-Weinen um die 20 £ die Rede ist. Potential sieht sie in drei Rebsorten: dem fruchtigen Zweigelt, der auch in günstigeren Preisklassen gute Qualitäten bringt. Hier unterstreicht sie ihre Erleichterung darüber, dass Österreichs Winzer sich von ihrer »love affair« mit dem Barrique wieder erholt haben. Es punktet Leth mit dem Gigama 2008.

Dem saftigen St. Laurent, mit seinen »obscure origins«, auch wenn er zuweilen etwas süßlich daherkommt und dem österreichischen Pinot Noir in Punkto Struktur und Langlebigkeit nicht ganz das Wasser reichen kann. Top: Reinischs Holzspur 2004 vergleicht sie dank seiner rauchigen Noten und seidigen Textur mit einem Côte Rôtie.

Dem charaktervollen Blaufränkisch. Für Jancis der Rotwein, mit dem Österreich tatsächlich ein Zeichen setzt. Seine frischen Aromen, sein mittelkräftiger Körper und seine Eignung, das jeweilige Terroirs klar zum Ausdruck zu bringen, machen das Besondere dieser Rebsorte aus. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den mineralischen Weinen von Leithaberg und Spitzerberg. Der höchstbewertete Wein der gesamten Verkostung: »Schiefer's racy Königsberg Blaufränkisch 2008, at £12.49 from Raeburn of Edinburgh, has to be the bargain.« Und abschließend: Der Blaufränkisch ist auf dem Weg, international das Pendant zum Grünen Veltliner zu werden.

Jancis' Favoriten des Tastings:
- Johanneshof Reinisch, Holzspur St Laurent 2004 Thermenregion
- Jurtschitsch Sonnhof, Pinot Noir 2007 Kamptal
- K+K Kirnbauer, Das Phantom 2008/Girmer (Zweigelt) 2008/Vitikult Blaufränkisch 2007 Burgenland
- Leth, Gigama 2008 Donauland
- Moric, Neckenmarkt Alte Reben Blaufränkisch 2008 Burgenland
- Muhr-van der Niepoort, Spitzerberg (Blaufränkisch) 2008/Syrah 2007 Carnuntum
- Pichler-Krutzler, Weinberg Blaufränkisch 2008 Burgenland
- Pittnauer, Rosenberg Blaufränkisch/Alte Reben St Laurent 2008 Burgenland
- Prieler, Blaufränkisch 2008 Leithaberg
- Schiefer, Königsberg*/Szapary/Reihburg Blaufränkisch 2008 Südburgenland
- Ernst Triebaumer, Blaufränkisch/Cabernet 2009 Neusiedlersee-Hügelland
- Umathum, St Laurent 2007 Burgenland
- Wohlmuth, Privat Rabenkropf Blaufränkisch 2007 Mittelburgenland

Jancis hatte übrigens in ihrem Forum schon vor dem Tasting die Frage gestellt »Are Austrian reds poised for a popularity explosion?« und mit Leuten wie David Schildknecht diskutiert. Die einhellige Meinung insbesondere zum Blaufränkisch ist positiv. What else?

Quelle: www.jancisrobinson.com
Jancis' Tasting Notes

syl


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