Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Was für ein Jahrgang Freitag 2012-06-15

Gemeinhin wird ja behauptet, mein Geburtsjahrgang sei aus weinqualitativer Sicht eher bescheiden gewesen. In kaum einer Weinbauregion auf diesem Planeten seien aus der Ernte 1970 richtig gute Weine entstanden. Vor ein paar Tagen wurde ich (wieder einmal) eines Besseren belehrt. Ach wär das Lernen doch immer so ein Genuss!

Völlig vermummt kam die Flasche auf den Tisch, sollte doch niemand erkennen, was uns da in einer vinophilen Freundes- und Freundinnen-Runde kredenzt, ich würde sogar sagen offenbart wurde.

Leere Flasche 1970 Clos de la Roche

Beim ersten Reinriechen war – so glaub ich mich zumindest erinnern zu können – allen klar, dass wir da großes Kino in den Gläsern hatten. Mich beeindruckte die Kombination aus schön dreckig und trotzdem edel, aus eindeutig gereift und trotzdem mit Biss und Spannung. Schwer in Worte zu fassen, ich geb's zu, wie jeder Schluck ein wahrhaftes Erlebnis war und immer neue Facetten dieses Weines zum Vorschein kamen. Sie merken, ich schwelge. Und bin in Gedanken beim 1970er Clos de la Roche von der Domaine Armand Rousseau Pere et Fils in der wunderbaren Burgund.

Abertausend Dank an den edlen Spender für diesen großartigen Wein, der für mich der Wein des Abends war. An einem Abend, an dem ausschließlich Herzblutweine getrunken wurden. 

Ruth

Danke für den Tipp!

Ruth  19.06.2012 13:08

Was mäßige Jahrgänge oft so liefern ...

Rousseau

mag. W. Traube  19.06.2012 10:34

Unbedingt noch den 2001er probieren! Soll ja auch ein "mässiges" Jahr gewesen sein.

Servus Rosi! Donnerstag 2012-06-14

Was braucht die Welt schwedische Königskinder? Die Welt braucht österreichischer Winzerskinder!

Und da ist auch schon eins! Wir gratulieren Carmen und Herbert Zillinger zu Rosi! Herzlich willkommen, liebe kleine Weinviertlerin!

syl

Baby mit Weintrauben
Brotlose Arbeit Mittwoch 2012-06-13
Sie tun es, ich tue es und die meisten anderen tun es auch. Nämlich sein täglich Brot nicht beim Bäcker ums Eck zu kaufen, sondern in einem Schwung mit allen anderen Sachen im Supermarkt. Aus Zeitgründen, aus Bequemlichkeit und auch deshalb, weil ums Eck kein Bäcker mehr ist. Und das ist ein Dilemma!
Illustration eines Bäckers mit einem Korb Brot

»Bäcker beißen sich an Supermärkten die Zähne aus« hieß es im Standard vom
12. Juni 2012. Denn nur noch jeder zweite Österreicher kaufe beim Bäcker ein, bei dem in Folge die Umsätze einbrechen. Mist aber auch! Und die anderen zweiten Österreicher vermissen die Bäcker nicht einmal, keine Spur von Nostalgie. Logisch, wenn man aus Zeit- und Organisationsgründen gar nicht an sie denkt und auch keine sieht.

Und so schreite das Sterben der österreichischen Bäckereien (Der Standard schreibt »das Sterben der Bäcker«, aber das wäre dann doch etwas zu fatalistisch ...) schneller voran als von der Branche erwartet. Bei den Fleischern und Schustern war es ähnlich, in vielen Städten gibt es gar keine Betriebe mehr.

Den Bäckern drohe nun ein ähnliches Schicksal. In den letzten vier Jahren haben sie laut aktueller Marktuntersuchung der GfK 30 % ihrer Kunden verloren. 75 % des Umsatzes gehörten in der Zwischenzeit dem Lebensmittelhandel, 21 % seien dem Fachhandel verblieben. Handelsdiskonter erlebten zugleich einen Zuwachs von
22 %.

26 % der 2.800 Befragten gaben an, dass sie das Verschwinden der kleinen Bäcker nicht stören würde. Und nur ein Drittel der kleinen Betriebe schaffe es, konstant in der Gewinnzone zu bleiben. Die großen expansionshungrige Filialisten wie Mann, Ströck und Felber verdichten speziell in Wien ihr Netz und machen es den Kleinen zusätzlich schwer. Nur hippe Boutiquebäckerein reüssieren hier wirklich.

Zusätzliche Dienstleistung und ein/zwei Spezialprodukte könnten das Mittel zum Erfolg sein, meint der Chef der Markenbäcker GmbH Michael Bruckner. Am Land böten Einzelkämpfer in der Zwischenzeit ihre Läden als Kommunikationszentren an, hier entstünden neue Dorfmittelpunkte. Wir drücken allen die Daumen und versprechen, uns künftig vor den kleinen Bäckereien einzubremsen.

Quelle: Der Standard. Dienstag, 12. Juni 2012, S. 19
syl

selber backen

syl  13.06.2012 19:19

ist eh super. nur ist das halt ziemlich zeitaufwändig.

Ich kaufe weder beim Bäcker

Ulrike  13.06.2012 16:23

noch im Supermarkt, weil es mir bei beiden nicht schmeckt!

brot woher?

katha  13.06.2012 15:09

irrtum, ich tue es nicht. never ever. weil es nicht schmeckt.

Erotikfreie Zone? Freitag 2012-06-08

Gedacht hab ich mir's eh schon, gehofft allerdings nicht. Aber offenbar sind rein platonische Beziehungen zwischengeschlecht- licher Art doch eher selten. Wenn nicht gar unmöglich. Wieder ein spannendes Ergebnis einer wissen- schaftlichen Untersuchung. Irgend- wo wird immer irgendwas geforscht.

Porträt von einem Hund und einer Katze

Jedenfalls, an der Universität von Winsconsin waren über 400 Freundschaften von Erwachsenen Untersuchungsgegenstand. Und, um es ganz kurz zu machen, egal ob Freund und Freundin single oder in einer – natürlich anderen – Liebesbeziehung sind, erotische Anziehung besteht. Wobei es vor allem die Männer sind, die in ihrer »Freundin« auch das ewig lockende Weib sehen. Sind sie gleichzeitig anderweitig vergeben, verliert diese Beziehung an Attrakivität, je anziehender die platonische Frau auf sie wirkt. Irgendwie logisch.

Frauen sehen das generell differenzierter, für sie kann ein Mann auch einfach ein Freund sein. Ohne Hintergedanken. Was beide Geschlechter an so einer platonischen Freundschaft am meisten schätzen, ist der »Einblick in die Gedankenwelt des anderen Geschlechts«. Prinzipiell eine gute Sache. Wenn die Freundschaft an sich aber dann auch alles wieder verkompliziert, nützt der Einblick wahrscheinlich wiederum wenig. It has always been the same old story ...

Die Wahrheit über platonische Freundschaft im Standard

Ruth
Heiß begehrt! Montag 2012-06-04

Angekündigt haben wir es ja schon. Die Querschnitts-Verkostung von 25 Jahrgängen der Smaragde der Vinea Wachau am Samstag, 2. Juni, in der Hofburg im Rahmen der VieVinum 2012.

EUR 60,00 pro Teilnehmer. Wie ich finde, ein stolzer Preis für eine Veranstaltung auf einer Wein-

Teilnehmer der Vinea Wachau Verkostung

messe, die zusätzlich ein Rahmenprogramm mit zahllosen kostenlosen und geführten Verkostungen bietet. Um so überraschter war ich daher über den Ansturm.

Komplett überbucht inkl. langer Warteliste ohne die neugierigen Kenner mitzuzählen, die erwartungsvoll um die Ecke bogen, in der Hoffnung doch noch einen dieser begehrten Plätze zu erhaschen. Und wie es sich für eine VIP-Veranstaltung gehört, scannte ein Security-Mann die zahllosen Anwärter mit dem Blick "Du kommst da nicht rein". In seinem Übermut verwehrte er auch Hofburg-Chefin Renate Danler energisch den Zutritt.

Die BesucherInnen, die sich glücklich schätzen konnten, einen Platz zu haben, erfreuten sich einer sehr informativen Präsentation und gehaltvollen Degustation. Selbst ausländische Gäste konnten den Ausführungen auf Englisch folgen und auch die Möglichkeit nützen, Fragen zu stellen. Natürlich war der thematische Inhalt der Veranstaltung im Vordergrund, jedoch damit selbiger auch höchst professionell transportiert wurde, waren havel & petz in Abstimmung mit Rudi Pichler aktiv involviert.

Somit gilt, Anmeldungen zu Veranstaltungen sind also doch nicht immer nur für den Gastgeber hinsichtlich der Planung und Organisation hilfreich, sondern auch für den Gast, denn sonst heißt es, "Du kommst da nicht rein".

Mirjana
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Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!