Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Uiuiui. Freitag 2012-08-03

40 Grüne Veltliner aus zehn Ländern, zwei Piraten anderer Rebsorten aus der Schweiz. And the winner is – Germany! Jawohl, richtig gelesen. 

Dieter Hübler und Laurenz Maria Moser organisierten ein internationales Grüner-Veltliner-Tasting in Wien.

Die deutsche Flagge im Wind 
Neben neun österreichischen Weinen gab es acht aus Neuseeland, vier aus Tschechien und den USA, je drei aus Deutschland, der Slowakei und Australien, zwei aus Ungarn und je einen aus Italien und Argentinien zu verkosten. In der Verkosterrunde saßen Weinjournalisten, Weinexperten und Weinproduzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der GV »Vom Balkon der Pfalz 2009« vom Weingut Weegmüller ging als Siegerwein hervor. Auch wenn die Plätze zwei bis vier mit Markus Hubers »Berg 2010«, Ebner-Ebenauers »Alte Reben 2011« und Laurenz V »Silver Bullet 2011« an renommierte hiesige Betriebe ging, ein bisserl zwickt's schon, oder?

Andererseits spannend zu sehen – und zu schmecken offenbar – was sich anderweitig bei der österreichischen Parade-Patrioten-Rebsorte so tut. Mehr davon gibt's noch dieses Jahr ind London, Berlin und den USA. 2013 folgen Tastings in Dubai, Hong Kongund Asien. Man darf gespannt sein.

Quelle: Decanter

Ruth

ajie

ajie  21.10.2014 10:57

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sehr interessant

tom  03.08.2012 20:35

da wäre es sehr fein gewesen dabei zu sein. wäre wirklich interessant wie der GV so in anderen Ländern ausgebaut wird. und postiv überraschend das man das bei euch zu erst erfährt, und nicht bei anderen "weinmagazinen"! und den deutschen GV würde ich gerne mal verkosten.
lg und schönes weekend

Kein Ländermatch Mittwoch 2012-08-01

Deutschland gegen Italien, Bayern gegen Bologna. So könnte der Blogeintrag hier beginnen. Könnte er, soll er aber nicht. Denn ein Ländermatch ist nicht das, was ich möchte. Auch wenn ich hier die beiden Destinationen aus kulinarischer Perspektive miteinander vergleiche. Und das Ergebnis – das kann vorweggenommen werden – leider eindeutig ist.

Gedeckter Tisch nach einem Essen mit Tassen, Gläsern und offener Weinflasche 

Wissend, dass mit der und in der italienischen Küche auch nicht alles eitel Wonne ist, vielleicht sogar gerade dort nicht (kürzlich hab ich mich mit einem Blogeintrag über die mafiösen Machenschaften der Lebensmittelindustrie geärgert), frage ich mich trotzdem, warum zwischen diesen beiden Ländern kulinarisch solche Welten liegen. Ich war kürzlich in beiden unterwegs, der Vergleich machte mich – zumindest diesmal – sicher.

Warum verkochen die einen mit einer Selbstverständlichkeit die landeseigenen Produkte, sind mit Selbstbewusstsein traditionell und schaffen es dabei trotzdem, zeitgemäß zu sein? Warum finden sich auf den Speisekarten der anderen in jedem beliebigen »gutbürgerlichen« Gasthaus Mozzarella mit Tomate, asiatische Spießchen mit Mango und Chili und Griechischer Bauernsalat? Und das alles geschmacklos im eigentlichen Sinn des Wortes?

Vielleicht ein wenig polemisch und emotional, doch ganz und gar ehrlich: In Bologna habe ich in jeder abgelegenen Trattoria, in jeder winzigen Enoteca, in jeder beliebigen Gelateria einfach gut gegessen. In Bayern war ich nach wiederholten Recherchen (zu Fuß suchend und im Netz surfend) irgendwann genervt und dann nach jedem Essen enttäuscht und fassungslos. Will »der Gast« einfach nicht mehr? Braucht er nicht mehr? Erwartet er nicht mehr? Ist Mittelmäßigkeit das Maß der Dinge?

Sollte ich überheblich, schwarz-weiß-denkend, verallgemeinernd oder Pro-Italia rüberkommen, ist das ganz und gar nicht meine Absicht. Es war mir einfach ein Bedürfnis, meine Eindrücke los zu werden. Und mich würde interessieren, wie andere das sehen.

Ruth

Muss es nicht

Ruth  02.08.2012 08:51

Muss es nicht, könnte es aber. Wär halt fein, auch in diesen Gegenden erfreulich zu essen. Und zu trinken. Von den Weinkarten hab ich ja noch gar nicht angefangen ...

ganz einfach..

klimek  01.08.2012 14:31

..es sind mentalitätsunterschiede. noch vor jahren war es noch viel schrecklicher. und das wird sich auch nicht ändern. muss es auch nicht..

Böse Hagelschäden in Poysdorf - bis zu 50 % Ausfall am Weingut Ebner-Ebenauer Montag 2012-07-23
Vorrangig räumen wir hier positiven und genüsslichen Meldungen Platz ein. Ganz selten müssen wir aber auch über weniger gute Dinge berichten. So wie jetzt. Denn das Weingut Ebner-Ebenauer im weinviertlerischen Poysdorf wurde letzte Woche vom Hagel heim- gesucht.
Hagelkörner

Zum 2. Mal innerhalb von zwei Wochen! Die Schäden sind massiv. Manche Weingärten sind zu 100 % betroffen, besonders schlimm ist es in den Lagen Birthal, Steinberg, Hubertus und Muckern. Bis zu 50 % Ausfall bei Hermanschachern (schluchz!), etwas weniger

Die beschädigten Weintrauben
in den anderen Lagen. Insgesamt werden Marion und Manfred Ebner-Ebenauer heuer um 50 % weniger Wein füllen. Wie man am unteren Bilder sieht, ist teilweise wirklich alles hin. Keine Blätter mehr am Stock. Was bedeutet, dass verbliebene Trauben nicht mehr versorgt werden können. Das war's für heuer. Die beschädigten Weinstöcke

Und so wie es aussieht, sind viele Triebe derart beschädigt, dass sich der Ausfall bis ins nächste Jahr hinzieht. Gibt es keine Triebe, fällt auch der Schnitt ins Wasser. Ein Trauerspiel! Speziell heuer, wo die Baustelle groß (Eine neue Produktionsstätte ist am Entstehen, damit nicht im Hof gerebelt und gepresst werden muss.) und der finanzielle Bedarf höher ist als sonst.

Gott sei Dank lässt sich mit dem 2011er, von dem es viel und in hohen Qualitäten gibt, das Schlimmste überbrücken. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, dass sich - wie schlussendlich eh immer - alles ausgeht. Und Leute: Kauft mehr Ebner-Ebenauer!

Weingut Ebner-Ebenauer
syl

verlust

syl  26.07.2012 12:44

alles alles gute! ihr werdet auch das meistern. und in den 2020er-jahren könnt ihr dann viel erzählen ...

was soll ich sagen...

marion ebner-ebenauer  26.07.2012 12:02

foto 1: hagelkörner
foto 2: ein weingarten nach dem ersten hagelschauer mit 20% verlust
foto 3: ein weingarten nach dem zweiten hagelschauer mit 100% verlust

Die Marillenprinzessin war da Sonntag 2012-07-22
Eigentlich war es ja andersrum. Wir waren bei der Marillenprinzessin, aber so klingt es besser. Ein wenig nach Weihnachten. Ein wenig nach Geschenk. Was es heuer auch war. Denn nur ein Drittel der üblichen Ernte konnte die Prinzessin einfahren, den größeren anderen Rest hatte sich der Frost geholt.
Marillen beim Verkochen

Und nur die Wenigen, die Gebenedeiten, die sich zur Stammkundschaft zählen dürfen, konnten deshalb heuer bedient werden. Dem lieben Rudi Pichler sei Dank, zählen wir seit einigen Jahren dazu und durften unsere Steigerl abholen. Treu, wie wir sind, haben wir uns auch gerne im Anschluss auf ein wunderbares Glas Champagner bei ihm auf der Terrasse einladen lassen und auf das eine oder andere Glas Veltliner und Riesling mehr. Dankbar und treu, wie wir sind, musste auch ein wenig Wein in den Kofferraum. Vor allen Dingen der Weißburgunder musste mit. Der von der Ried Kollmütz mit den alten Rebstöcken. Der mit der Mineralik vom Gföhler Gneis und Löss. Der musste mit.

Und nun zieht wieder dieser wunderbare Duft durchs Haus. Wenn sie leise vor sich hinköcheln. Die Wachauer Marillen, in Etappen zu Marmelade verkocht, weil sie naturbedingt nicht alle gleichzeitig reifen. Weil manche sofort in den Topf müssen und manche erst am Tag danach. Und während die einen oben mit dem Zucker eine feine Liaison eingehen, verschmelzen die anderen unten im Backohr mit dem Blätterteig des Wachauer Marillenstrudels.

Tags darauf wird dann nur oben gekocht, wenn dicht neben der Marmelade die flaumigen Knödel gar ziehen. Klassisch aus Erdäpfelteig statt klassisch aus Topfenteig. Der Rest der Marillen wandert ins Eisfach ganz unten. Für den Winter und weil Einfrierausnahmen die Regel sind.

Marillenknödel in der Pfanne

Und falls Arthurs Tochter dieser kleine Kochlöffel mit der Aufschrift »Süßes« ins Auge stechen sollte: Ja, genau das ist er. Sofort von den Töchtern einverleibt für die süßen Dinge des Lebens, von seiner Reise zu den ihm unbekannten Orten abgehalten. Fall er ihr also ins Auge stechen sollte, dann möge Arthurs Tochter verzeichen. Ihr Löffel kocht.

syl

freude

syl  23.07.2012 16:17

die freude ist ganz meinerseits! das buch ist übrigens fertig, hat mir sehr sehr gut gefallen. hut ab vor dir, liebe astrid. jetzt muss nur noch jemand drüber schreiben ...

:)

Arthurs Tochter  23.07.2012 16:09

Und wie sie sich freut! :)

G'schmackig. Sonntag 2012-07-22

Was lieben wir doch die italienische Küche. Mozzarella di bufala, Prosciutto di Parma, pomodori pellati aus echten San-Marzano-Tomaten und noch so viel mehr. Gut, dass so viel von dem herrlichen Zeug seinen Weg auch nach Österreich findet. Buonissimo!

Die italienische Flagge im Wind 

Oder doch nicht so? In der Tageszeitung »Die Presse« vom 19. Juli 2012 prangt eine geschmackvolle Überschrift am Titelblatt: »Das große Geschäft mit falschem Essen«. Da schwant Böses. So wachse der Zweig der sogenannten »Agromafia« in Italien schneller als die meisten anderen mafiösen Geschäftsfelder. Mehr als 12,5 Milliarden Euro jährlich werde mit gefälschten Lebensmitteln der organisierten Kriminalität umgesetzt. Und sie mischen alle ordentlich mit: die neapolitanische Camorra, die sizilianische Cosa Nostra und die kalabrische 'Ndrangheta. 

Man lese und fürchte sich: »Die Produktion und der Handel mit gepantschtem oder gefälschtem Essen treffen so gut wie jedes italienische Exportprodukt«. Juhu. Vom Olivenöl kursieren ja schon länger diverse Gruselgeschichten, hurtig weiter geht's mit gefälschtem Valpolicella Ripasso oder Amarone, moldawischen, mit Pestiziden verseuchte Äpfeln, San-Marzano-Tomaten aus China, Bresaola-Schinken mit Rindfleisch aus Uruguay.

Leider arbeitet die Mafia so gut, dass sie auch die Fälschung von Qualitätssiegeln wie DOP, das italienische Herkunft und strenge Normen sichert, perfekt beherrscht.

Mir macht das alles Angst. Und irgendwie wollte ich mir die romantische Vorstellung, dass den Italienern wenigstens das Essen heilig ist, lange nicht nehmen lassen. Die ragazzi machen mir's aber nicht leicht.

Quelle: »Die Presse« vom 19. Juli 2012, Seite 1

Ruth

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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

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> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

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