Rote Ribiseln am Stock

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Sprachlos vor Wut Dienstag 2013-04-09

Montag-Morgen, Einser-Kastel im Standard, diesmal ein schlechter Start in die Woche. Berichtet Severin Corti doch von einem schier unfassbaren Gesetz. Wieder einmal geht's um Lebensmittel. Und wieder einmal profitieren die mit Geld und Macht und Einfluss.

Kornfeld 
Seit US-Präsident Barack Obama letzte Woche den Zusatz 735 zum Haushaltsgesetz unterzeichnet hat, haben Gen-Konzerne wie Monsanto quasi Narrenfreiheit. »Künftig können Gerichte selbst bei begründeten Zweifeln an der Umwelt- oder Gesundheitsverträglichkeit neuer genmanipulierter Produkte deren Anbau und Verkauf nicht verhindern.« Wie bitte?

Der Zusatz wurde offenbar anonym ins Gesetz geschwindelt, wie das passieren konnte, keiner weiß es. Monsanto-Lobbyisten feiern den Sieg, Bio-Bauern, Konsumentenschützer und wache Geister der Zivilgesellschaft sind über den »Monsanto Protection Act« entsetzt.

Auch wenn das Gesetz formal nur bis September gültig ist, es ist zu befürchten, dass sich Monsanto und Konsorten auch danach wieder irgendwie zu helfen wissen.

Quelle: Der Standard

Ruth
Zwei Fäuste für ein Halleluja Mittwoch 2013-04-03

Der Pinzenteig war der älteren Tochter ein Anliegen. Er war alleine ihr Job und wehe, wir hätten uns an ihn herangemacht. Kaum jemals wurde mit derart großer Ernsthaftigkeit gewogen, vermischt und wurden Eier getrennt. Das Rühren durfte dann aber doch die Maschine übernehmen, und das Gehen war ganz dem Teig überlassen. Ausnahmsweise.

Der Teig nahm das Gehen offenbar wörtlich, er wollte sich, wie man sieht, aus dem Staub machen. Und hat nicht mit den Fäusten der jüngeren Tochter gerechnet. Die ihn ziemlich flott klein gemacht und zurück getrieben haben.

Übergegangener Pinzenteig

Der Teig kam zum Erliegen. Und wollte noch einmal gehen, um erneut niedergemacht zu werden. Keine Chance gegen diese Fäuste! Schlussendlich wurde er dreigeteilt, sein neuerliches Aufbäumen blieb lachhaft und wurde mit drei mal drei herzhaften Scherenschnitten endgültig gekappt. Aus dem Ofen kamen drei Pinzen! Noch warm am Karsamstag verkostet, und: »Halleluja!« Rebstöcke müssen leiden und Teige gehören verprügelt, nur dann macht das Ergebnis glücklich.

Glücklich machte auch die Verwertung zwei Tage später. Die Pinzenrestln fanden sich in einem wunderbaren Scheiterhaufen wieder. Klassisch mit Schneehaube aus den verbliebenen Eiklar. Ein Traum von einem Scheiterhaufen! Für nächstes Jahr wurden schon Pläne geschmiedet: doppelt soviele Pinzen, für die künftigen Scheiterhaufen in Hülle und Fülle zum Einfrieren.

Wer nach dem Pinzenrezept sucht, wird auf Esskultur fündig. Das Rezept des Scheiterhaufens basiert auf der unendlichen und rein tradierten Erfahrung der Mutter der Töchter.
syl
Kunstvoller Genuss Montag 2013-04-01
Das Argument, warum ich unbedingt in oder in der Nähe von Österreichs einziger Großstadt (ja, ich weiß, ist alles relativ) leben möchte, ist nicht zuletzt das kulturelle Angebot. Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen. Nun, das mag sein. Allein die Frequenz, mit der ich eben diese kulturellen Einrichtungen aufsuche, könnte höher sein. Doch ab sofort wird alles anders, zumindest beim visuellen Kulturgenuss, bin ich doch seit kurzem stolze Besitzerin einer Jahreskarte für das Kunsthistorische Museum in Wien (inklusive Kunstkammer!). Vergleichsweise läppische € 34 verschaffen mir außerdem Vogelstatue im Kunsthistorischen Museum 

zusätzlich ein Jahr lang Eintritt in die Neue Burg, die Kaiserliche Schatzkammer Wien, die Kaiserliche Wagenburg Wien, das Museum für Völkerkunde, das Österreichische Theatermuseum und ins Schloss Ambras Innsbruck. Wann immer mir also danach ist, einen Abstecher in eines der Häuser zu machen, und sei es nur, um eine kleine Runde zu drehen, kann ich das nun leichten Schrittes und Gewissens tun.

Zur Prämiere mit der neuen Karte waren die Kinder mit. Die übrigens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in allen Bundesmuseen freien Eintritt genießen! Wir entschieden uns für die Ägyptisch-Orientalische Sammlung. Und das war ein Volltreffer. Ich war selten mit so begeisterungsfähigen, begeisterten, wissbegierigen und neugierigen Menschen in einer Aussstellung.

Zum Abschluss streiften wir noch kurz durch einen Teil der Gemäldegalerie. Und beschlossen, nachdem die Aufnahmefähigkeit schon etwas strapaziert war, beim nächsten Mal im ersten Stock zu beginnen.

Ruth

Wir waren auf der ProWein und haben wie immer eine Trouvaille mitgebracht Donnerstag 2013-03-28

Die größte Weinmesse Europas, manche sagen der Welt, ist ein Muss. Für Winzer, Journalisten, Händler und natürlich auch für Agenturen wie uns. Drei Tage Düsseldorf, 4.783 Aussteller aus 48 Ländern und mehr als 44.000 Fachbesucher aus aller Welt. Mittendrin wie immer Frau Havel & Frau Petz. Sehr spannend.

Adriana Gonzalez auf der Prowein

Was war der Zweck der Reise? Für uns als Agentur stehen einerseits klarerweise unsere Kunden im Vordergrund. Für sie haben wir am Falstaff-Stand ein Tasting veranstaltet. 13 Winzer brachten ihr Herzblut, ihren Lieblingswein. Die Veranstaltung ist gut gelaufen, unser Termin für das kommende Jahr ist schon gebucht.

Ein weiterer Grund, auf die Prowein zu fahren, ist die Pflege unserer Kontakte und allgemein das Netzwerken. Nirgendwo sonst trifft man alle. Und wir haben getroffen, was das Zeug hält. Journalisten, internationale Weingrößen, österreischische Winzer, mit denen ein Treffen aus 1000erlei Gründen bis dahin nicht zustande gekommen war, Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch Freundinnen und Freunde. Alle vereint im Wein.

Und zu guter Letzt ist selbstverständlich auch das Weinverkosten ein triftiger Grund. Auch die Weine unserer Winzer, wobei man sich hier mehrheitlich auf einen besonderen Tropfen beschränkt, damit Zeit und Gaumenfrische für die anderen seltener zu genießenden Dinge bleibt. Der VDP-Stand steht natürlich auf der Liste ganz oben. Ein Muss, und alleine für diese 100 besten Winzer Deutschlands könnten sämtliche Messetage aufgehen.

Dann gibt es aber auch noch die Winzer aus aller anderen Herren Länder. Die beste Auswahl findet sich immer am Feinschmecker-Stand und bei Smart Wines (Lieber Per, vielen Dank für das tolle Fest!) Ja, feiern muss man auch auf der ProWein. Und beim 20-Jahre-Smart-Wines-Fest gab es Musikvideos aus den 1970ern und 80ern. Alles klar, Herr Kommmissar?

Und so wie wir letztes Jahr die Weine von Ziereisen entdecken durften, entdeckten wir heuer die Weine von Lichtenberger-Gonzalez. Martin Lichtenberger ist Kellermeister bei Gernot Heinrich, Adriana Gonzalez Kellermeisterin bei Birgit Braunstein und Martin Pasler. Privat ist das junge Paar seit 2007 ein Paar. Seit 2009 macht es gemeinsam Wein, was der logische Schritt war. In Minimengen, weil's - noch - fast reine Liebhaberei ist und die großen Energien in die Weine der Chefin und der Chefs fließen. 4.500 Flaschen sind es heuer, von Lagen am Leithaberg. Alles fast gänzlich ohne Technik bereitet, mit den Füßen gestampft und im offenen Bottich vergoren. Back to the foots, sei's zu denen vom Leithaberg oder zu denen aus Spanien. Nur ein bisschen Schwefel darf sein.

Vier Weine werden gemacht. Leithaberg weiß und rot (Neuburger und Blaufränkisch), Muschelkalk weiß und rot (Grüner Veltliner und Zweigelt/Blaufränkisch). Der Favorit der Neuburger: zum Niederknien und Einlagern. Und trinken muss man ihn, vor allen Dingen trinken! Adriana, bitte um einen Karton!

www.prowein.de
www.lichtenbergergonzalez.at
syl

Gläserner Facebook-Mensch Montag 2013-03-18

Möglicherweise sagt es ja schon etwas aus über mich, wenn ich einen für mich interessanten Zeitungsartikel erst fünf Tage nach seinem Erscheinen blogge und auf Facebook poste. Zumindest zeigt es, dass ich keine Hardcore-Bloggerin und -Facebookerin bin. Aber darum geht's hier gar nicht.

Wie im Standard am 13. März zu lesen war, lassen sich mit einer Computeranalyse der Likes von

Grafik für das Facebook Like

FB-Userinnen und -Usern ziemlich genau Dinge wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und politische Einstellung ableiten. Die Ergebnisse erbringt eine im Wissenschaftsmagazin »Proceedings of the National Acedemy of Sciences« (PNAS) veröffentlichte Untersuchung von 58.000 Nutzern in den USA.

So konnte aufgrund der Likes mit einer Trefferquote von 95 % festgestellt werden, ob jemand weiß oder afroamerikanisch ist, zu 93 % stimmten Mann-Frau-Unterscheidungen überein und ob ein Mann homo- oder heterosexuell ist, konnte zu 88 % richtig erkannt werden. Noch einmal zur Erinnerung, das basiert nur auf den verteilten Likes!

Was das ganze so interessant oder eher pikant und mühsam macht, ist die Tatsache, dass Behörden und Werbetreibende sich das zunutze machen. Und auch Drittapplikationen wie TripAdvisor, Groupon oder Amazon kennen sich damit aus. Und sammeln fleißig »Gefällt mir«-Daumen.

Quelle: Der Standard, 13. März 2013, Seite 30

Ruth

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HERZLICH WILLKOMMEN
IN UNSERER BASSENA!


Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!