dunkelrote und gelbe Weinblätter an herbstlichen Rebstöcken

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Ein Wochenende unplugged. Dienstag 2012-09-11

Das letzte Wochenende war anders. Denn auf der Alm, der einen, gibt's nicht nur keine Sünde, sondern auch keinen Mobiltelefon-Empfang. Sprich keine Anrufe, keine SMS, keine E-Mails, kein Facebook, kein gar nichts. Was erfrischend viel ist. 

Ein völlig neues, oder wieder entdecktes, Gefühl, das geliebte Smartphone bei der Ankuft wegzulegen, nicht regelmäßig nachzuschauen, ob das Leben »draußen« weitergeht. Kein letzter Mail-Check noch schnell vor dem Schlafengehen, keine Überlegungen, ob das Telefon in der Nacht auf laut oder leise ist.

Eine Flasche Pol Roger zum Kühlen in der Giesskanne

Eine Übung, die es durchaus verdient, wiederholt zu werden. Trotz oder gerade wegen »kein Warmwasser in der Hütte, Plumpsklo mitten im Wald und selbstverständlich kein Strom«. Und wie man sieht, ich hab mich getröstet!

Ruth
Weine zum Niederknien - Judith Beck & Markus Altenburger Donnerstag 2012-09-06
Normalerweise verkosten wir mit unseren Winzern bei uns oder bei ihnen. Klare Kosten-Nutzen-Rechnung (übrigens ein ziemlich wichtiges Wort in Zeiten wie diesen). Dieses Tasting fand aber woanders statt. Nämlich in der Hermanngasse 13, der großstädtischen Dependance vom Joiser Markus Altenburger. Judith Beck, Markus Altenburger, Luzia Schrampf und Angelika Deutsch neben den Verkostungsflaschen

Kost also auch nix. Für uns. Für andere schon, aber nur ganz wenig und dringend zu empfehlen als Location für kleine Events und um Altenburger leer zu kaufen.

Gekostet haben wir viel. Das gesamte Beck'sche und Altenburger'sche Sortiment rauf und runter und im lieben professionellen Freundeskreis. Wie man sieht, waren die Weine zum Niederknien. Dass es keine stinklangweilige Verkostung war, sieht man auch. Danke für all die wunderbaren Bonmots und Bonvins!

Aja, die Lieblingsweine. Schon alleine wegen der Geschichte der Neuburger von Altenburger. 4x als Leithaberg DAC eingereicht, 4x als nicht typisch gescheitert. Altenburger meint wegen des Säureabbaus. Fein, salzig und mineralisch ist der Wein. Denn der Kalk dort habe viel »Kalkaktivität. Der Kalk bei uns liegt nicht einfach herum«. Der Leithaberg rot 2010 soundso - Frau Deutsch schreibt »straffe Leichtfüssigkeit«. Und der Chardonnay vom Kalk 2011, der ist schon seit einiger Zeit einer unserer Freitags-Mittags-Weine.

Von Judith der Rosé-Sekt, frisch in der Flasche und vom Blaufränkisch. Von markierten Stöcken im Weingarten. Stöcke, die aus irgendeinem Grund nie so reif werden wie die anderen. Dann der Blaufränkisch 2011 vom Neusiedlersee, aus unterschiedlichen Lagen und mit feiner Finesse. Eine Tautologie, hier passt sie. Und Judith 2009. Aus viel Blaufränkisch, weniger St. Laurent und noch weniger Merlot. Irgendwann ganz ohne. Die beiden Judiths wachsen gemeinsam, nur was stimmig ist, bleibt bestehen.

Also danke allen, dass ihr dabei wart. Danke für den schönen Abend und danke für das wunderbare Feedback!

www.markusaltenburger.com
www.weingut-beck.at
syl
Warum trotzdem Bio kaufen? Donnerstag 2012-09-06

So, nun ist es amtlich: Bio ist nicht gesünder. Studien belegen, dass Bio-Nahrungsmittel im Vergleich zu Nahrungsmitteln aus der konventionellen Landwirtschaft kaum gesundheitliche Vorteile hinsichtlich der untersuchten Nährwerte und Vitamine bieten.

Warum also trotzdem zur teureren Bio-Nahrung greifen?

Biogemüse mit Radieschen und Spargel
 

Zum Einen, weil die Studien nur Lebensmittel analysierten, jedoch nicht die Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Und zum Anderen, weil keine gentechnisch veränderten Pflanzen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird die Umwelt geschont, da keine synthetischen Düngemittel verwendet werden. Weiters sind die Standards in der Tierhaltung höher.

Vielleicht sollte auch noch daran gedacht werden, dass biologische Lebensmittel keine belastenden Pestizide, Hormone, Fungizide, Antibiotika und weitere Gifte aufnehmen, die ja nicht so selten Allergien auslösen.

Und es gibt ein weiteres Plus: der Geschmack. Bio-Lebensmittel schmecken besser. Auch wenn über Geschmack ja nicht gestritten werden kann, so gibt es tatsächlich objektive Sensoriktests, die das belegen.

Auch wenn Bio laut Studien nicht besser ist, so gilt es auch hier, die Ergebnisse zu hinterfragen. Denn es gibt ja doch ein paar Gründe, warum Bio besser ist.

Quelle: »Die Presse«, 4.9.2012

Mirjana

hierzu auch unbedingt diesen artikel lesen

syl  10.09.2012 16:50

http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-liebe-biogemuese-studie-,1472602,17199022.html

Ein Hoch auf gute Öffentlichkeitsarbeit Samstag 2012-09-01

Wasser auf unseren Mühlen. »Wenn die Erträge sinken, wird zuerst bei den Kommunikationsausgaben gekürzt – sinnvoll wäre das Gegenteil.« Norbert Schulz-Bruhdoel, Agenturbesitzer und Mitbegründer des Heidelberger Instituts Oeffentlichkeitsarbeit.de, erklärt im Standard-Interview seine Sicht der PR-Dinge.

Illustration von zwei leeren Sprechblasen 

Zu den größten Fehlern, die Unternehmen hinisichtlich seiner Kommunikation nach innen und außen machen können, gehört es, ganzheitliche Kommunikationskonzepte zu zerlegen und nur Einzelmaßnahmen umzusetzen, in Krisen gänzlich abzutauchen und die falschen Leute für die PR einzustellen oder zu beauftragen. Öffentlichkeitsarbeiter (und -arbeiterinnen!) stünden noch immer oft als »Paradiesvögel« da, obwohl das Arbeitsfeld der Kommunikation komplex ist und – so wie alle anderen Bereiche auch – professionelle Umsetzer/-innen und Umsetzung braucht. Das Verständnis »von oben« fehle oft, egal ob Öffentlichkeitsarbeit intern betrieben oder externe Agenturen beauftragt werden.

Besonders wichtig sei es, dass der PR-Verantwortliche nicht als konformer Ja-Sager, sondern als kritisch-konstruktiver Geist mit kreativem Potenzial verstanden wird.

Fazit: »PR ist Teil der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit, von kompetenten Fachleuten betrieben und von den Unternehmensverantwortlichen unterstützt, ist im heutigen Wettbewerb ein unverzichtbarer Produktionsfaktor, dessen Leistung darin besteht, einem Unternehmen nach innen und außen Profil zu geben und diese Profil konturenscharf zu erhalten.«

Ganz unsere Rede.

Quelle: »Der Standard«, 1./2. September 2012, Seiten K1 und K2

Ruth

Keine Bubenstreiche Dienstag 2012-08-28
Dirk Würtz zählt zu Deutschlands wichtigsten Weinbloggern, und wer auf Facebook dem Wein zugetan ist, kommt um ihn und seine Postings nicht herum. Was uns heute besonders freut. Denn Dirk war auf auf der großen VDP-Probe Etikett des Kühling-Gillot Pettenthal Riesling GG

der großen Großen Gewächse 2011. Aber, wenn er schreibt:
»Ich weiss nicht, ob ich jemals einen Wein im Glas hatte wie den Pettenthal von Kühling-Gillot. Ich habe am ganzen Körper Gänsehaut! Soviel Ausdruck, soviel Herkunft habe ich ganz selten in einem Riesling wahrgenommen. Hier ist tatsächlich der pure Stein im Glas. Absolut perfekt! Wahnsinn! Das geht nicht mehr besser, nur noch anders. Ihr Leute, kauft alle von diesem unfassbaren Stoff und erlebt, was Herkunft tatsächlich bedeutet.«
Dann muss ich ihm ganz vehement widersprechen! Bitte kauft nicht alle diesen Wein. Der Spanier soll alles in den Keller legen, ihn für uns reifen lassen und peu à peu nach Wien bringen!

Und wenn der Würtz schreibt:
»Battenfeld-Spanier ist angekommen! Eine rundum logische und schlüssige Angelegenheit sind HOs Weine. Klar, auf dem Punkt, null verspielt, enorm ausdrucksstark und ganz bedingungslos in Sachen Herkunft. Der Schwarze Herrgott zeigt seine Nähe zur Pfalz. Der Frauenberg ist der pure Stein und das Kirchenstück steht wie eine Festung. Grosses Kino! Fazit: Das Pettenthal von Kühling-Gillot gehört unter Schutz gestellt und ist für mich einer der besten Weine des Jahrganges.«
Dann hat er unbedingt Recht, gell Frau Deutsch? (Frau Deutsch hat sich heute in den Schwarzen Herrgott verliebt!) Aber bitte, kauft uns nicht alles weg!

Dass der Wittmann soundso und der Wagner ebenfalls gelobhudelt werden, freut uns übrigens nicht minder. Soviel message in a bottle! Groß sind sie geworden.

Und weil's so schön ist, setzt auch Helmut Knall noch einen drauf: »Beste Gesamtkollektion!« Nachzulesen auf seiner Facebook-Pinnwand.
www.battenfeldspanier.de und www.kuehling-gillot.de und www.wuertz-wein.de
syl

der spanier

syl  28.08.2012 15:26

danke für deinen kommentar. du hast natürlich absolut recht! :) es kann nur einen geben!

I agree.

Knalli  28.08.2012 15:02

Ich kann dem Würtz nur zustimmen. Grosses Kino. Aber eines muss ich korrigieren. Das kann nur EIN Spanier.

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ruth havel & sylvia petz
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f +43 (1) 581 13 50
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www.havel-petz.at

Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!