Rote geerntete Trauben in grünen und blauen Plastikbehältern in Weingarten

Bassena - unser Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Das Wort zum Ferragosto Mittwoch 2012-08-15

Ich finde, es muss einmal gesagt werden! Gerade weil Ferragosto ist oder auch trotzdem. Und finden Sie nicht auch, dass »Ferragosto« viel besser klingt als »Mariä Himmelfahrt«? Die Feriae Augusti, also Augustus Ferien, wurden von Kaiser Augustus am 15. August, dem heißesten Tag des Jahres, festgelegt.

Drei Champagnerflaschen im Einkaufskorb

Er bestimmte, dass dieser Tag nicht nur für die freien Römer, sondern auch für die Sklaven ein arbeitsfreier Tag sein sollte. Also, weg vom Mac. Sklaven und Römer, trinkt Champagner! Denn das sind meine (Lilys) Worte:

»Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin, und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin; und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.«

Danke, Madame Lily Bollinger, Sie sprechen mir aus der Seele!

syl
Hallo Judith und Markus! Aber hallo! Mittwoch 2012-08-08

Zeige mir deine Kunden und ich sage dir, wer du bist. Bitte schön, sehr gerne! Denn über unsere Winzer definieren wir uns. Passen Wein und Chemie, dann passt's. Dann sind wir stolz und froh, für sie arbeiten zu dürfen. Und sie freuen sich hoffentlich auch ein bisschen, mit uns zu arbeiten. Also, wir freuen uns sehr über Judith Beck aus Gols und Markus Altenburger aus Jois. Ein herzliches »Willkommen« den beiden Burgenländern in unserer Runde. Beider Weine lieben wir, beider Weine werden wir demnächst allesamt und gesammelt verkosten.

Porträt von Judith Beck mit Rotweinglas

Wer Interesse hat, schicke uns ein Mail. Besonders schön ist es, dass wir auch gleich etwas über beide zu sagen haben. So wird Judiths Pinot Noir 2009 im aktuellen WeinWisser mit 16+ von 20 Punkten höchst lobend erwähnt. »Exzellent vinifiziert«, meint der Wisser Stephan Reinhardt.

Markus hingegen hat's dem Vinaria Guide 2012/13 angetan. Gleich zweimal fünf Sterne gibt es. Für Chardonnay Jungenberg 2010 »an klassische Montrachets gemahnend« und Blaufränkisch Jungenberg 2009 »ganz oben im heimischen Blaufränkisch-Ranking«.

Markus Altenburger mit einer Flasche Jungenberg 2010 im Vordergrund
Und dann gibt es natürlich noch viel viel mehr zu sagen über Judith und Markus. Pinot-Noir-Spezialistin die eine, Blaufränkisch-Könner der andere. Peu à peu werden wir uns eintrinken und einarbeiten, das eine lieber als das andere. Aber auch das sehr gerne. Aja, da wäre noch etwas: Wer nicht gerne so weit fährt, für den hält Markus Altenburger eine Dependance in Wien bereit. Die »Hermanngasse 13« in der Hermanngasse 13, 1070 Wien. Verkostung, Verkauf und Veranstaltungen. Markus ist donnerstags dort anzutreffen, 12 bis 18 Uhr.

www.weingut-beck.at
www.markusaltenburger.com
& www.hermanngasse13.at
syl

Uiuiui. Freitag 2012-08-03

40 Grüne Veltliner aus zehn Ländern, zwei Piraten anderer Rebsorten aus der Schweiz. And the winner is – Germany! Jawohl, richtig gelesen. 

Dieter Hübler und Laurenz Maria Moser organisierten ein internationales Grüner-Veltliner-Tasting in Wien.

Die deutsche Flagge im Wind 
Neben neun österreichischen Weinen gab es acht aus Neuseeland, vier aus Tschechien und den USA, je drei aus Deutschland, der Slowakei und Australien, zwei aus Ungarn und je einen aus Italien und Argentinien zu verkosten. In der Verkosterrunde saßen Weinjournalisten, Weinexperten und Weinproduzenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der GV »Vom Balkon der Pfalz 2009« vom Weingut Weegmüller ging als Siegerwein hervor. Auch wenn die Plätze zwei bis vier mit Markus Hubers »Berg 2010«, Ebner-Ebenauers »Alte Reben 2011« und Laurenz V »Silver Bullet 2011« an renommierte hiesige Betriebe ging, ein bisserl zwickt's schon, oder?

Andererseits spannend zu sehen – und zu schmecken offenbar – was sich anderweitig bei der österreichischen Parade-Patrioten-Rebsorte so tut. Mehr davon gibt's noch dieses Jahr ind London, Berlin und den USA. 2013 folgen Tastings in Dubai, Hong Kongund Asien. Man darf gespannt sein.

Quelle: Decanter

Ruth

sehr interessant

tom  03.08.2012 20:35

da wäre es sehr fein gewesen dabei zu sein. wäre wirklich interessant wie der GV so in anderen Ländern ausgebaut wird. und postiv überraschend das man das bei euch zu erst erfährt, und nicht bei anderen "weinmagazinen"! und den deutschen GV würde ich gerne mal verkosten.
lg und schönes weekend

Kein Ländermatch Mittwoch 2012-08-01

Deutschland gegen Italien, Bayern gegen Bologna. So könnte der Blogeintrag hier beginnen. Könnte er, soll er aber nicht. Denn ein Ländermatch ist nicht das, was ich möchte. Auch wenn ich hier die beiden Destinationen aus kulinarischer Perspektive miteinander vergleiche. Und das Ergebnis – das kann vorweggenommen werden – leider eindeutig ist.

Gedeckter Tisch nach einem Essen mit Tassen, Gläsern und offener Weinflasche 

Wissend, dass mit der und in der italienischen Küche auch nicht alles eitel Wonne ist, vielleicht sogar gerade dort nicht (kürzlich hab ich mich mit einem Blogeintrag über die mafiösen Machenschaften der Lebensmittelindustrie geärgert), frage ich mich trotzdem, warum zwischen diesen beiden Ländern kulinarisch solche Welten liegen. Ich war kürzlich in beiden unterwegs, der Vergleich machte mich – zumindest diesmal – sicher.

Warum verkochen die einen mit einer Selbstverständlichkeit die landeseigenen Produkte, sind mit Selbstbewusstsein traditionell und schaffen es dabei trotzdem, zeitgemäß zu sein? Warum finden sich auf den Speisekarten der anderen in jedem beliebigen »gutbürgerlichen« Gasthaus Mozzarella mit Tomate, asiatische Spießchen mit Mango und Chili und Griechischer Bauernsalat? Und das alles geschmacklos im eigentlichen Sinn des Wortes?

Vielleicht ein wenig polemisch und emotional, doch ganz und gar ehrlich: In Bologna habe ich in jeder abgelegenen Trattoria, in jeder winzigen Enoteca, in jeder beliebigen Gelateria einfach gut gegessen. In Bayern war ich nach wiederholten Recherchen (zu Fuß suchend und im Netz surfend) irgendwann genervt und dann nach jedem Essen enttäuscht und fassungslos. Will »der Gast« einfach nicht mehr? Braucht er nicht mehr? Erwartet er nicht mehr? Ist Mittelmäßigkeit das Maß der Dinge?

Sollte ich überheblich, schwarz-weiß-denkend, verallgemeinernd oder Pro-Italia rüberkommen, ist das ganz und gar nicht meine Absicht. Es war mir einfach ein Bedürfnis, meine Eindrücke los zu werden. Und mich würde interessieren, wie andere das sehen.

Ruth

Muss es nicht

Ruth  02.08.2012 08:51

Muss es nicht, könnte es aber. Wär halt fein, auch in diesen Gegenden erfreulich zu essen. Und zu trinken. Von den Weinkarten hab ich ja noch gar nicht angefangen ...

ganz einfach..

klimek  01.08.2012 14:31

..es sind mentalitätsunterschiede. noch vor jahren war es noch viel schrecklicher. und das wird sich auch nicht ändern. muss es auch nicht..

Böse Hagelschäden in Poysdorf - bis zu 50 % Ausfall am Weingut Ebner-Ebenauer Montag 2012-07-23
Vorrangig räumen wir hier positiven und genüsslichen Meldungen Platz ein. Ganz selten müssen wir aber auch über weniger gute Dinge berichten. So wie jetzt. Denn das Weingut Ebner-Ebenauer im weinviertlerischen Poysdorf wurde letzte Woche vom Hagel heim- gesucht.
Hagelkörner

Zum 2. Mal innerhalb von zwei Wochen! Die Schäden sind massiv. Manche Weingärten sind zu 100 % betroffen, besonders schlimm ist es in den Lagen Birthal, Steinberg, Hubertus und Muckern. Bis zu 50 % Ausfall bei Hermanschachern (schluchz!), etwas weniger

Die beschädigten Weintrauben
in den anderen Lagen. Insgesamt werden Marion und Manfred Ebner-Ebenauer heuer um 50 % weniger Wein füllen. Wie man am unteren Bilder sieht, ist teilweise wirklich alles hin. Keine Blätter mehr am Stock. Was bedeutet, dass verbliebene Trauben nicht mehr versorgt werden können. Das war's für heuer. Die beschädigten Weinstöcke

Und so wie es aussieht, sind viele Triebe derart beschädigt, dass sich der Ausfall bis ins nächste Jahr hinzieht. Gibt es keine Triebe, fällt auch der Schnitt ins Wasser. Ein Trauerspiel! Speziell heuer, wo die Baustelle groß (Eine neue Produktionsstätte ist am Entstehen, damit nicht im Hof gerebelt und gepresst werden muss.) und der finanzielle Bedarf höher ist als sonst.

Gott sei Dank lässt sich mit dem 2011er, von dem es viel und in hohen Qualitäten gibt, das Schlimmste überbrücken. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, dass sich - wie schlussendlich eh immer - alles ausgeht. Und Leute: Kauft mehr Ebner-Ebenauer!

Weingut Ebner-Ebenauer
syl

verlust

syl  26.07.2012 12:44

alles alles gute! ihr werdet auch das meistern. und in den 2020er-jahren könnt ihr dann viel erzählen ...

was soll ich sagen...

marion ebner-ebenauer  26.07.2012 12:02

foto 1: hagelkörner
foto 2: ein weingarten nach dem ersten hagelschauer mit 20% verlust
foto 3: ein weingarten nach dem zweiten hagelschauer mit 100% verlust

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Brustkrebs-Schleife HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSERER BASSENA!

 

Hier lässt sich's tratschen oder »havelundpetzen«. Wie früher an der Bassena, dem Wasserbecken in den Gängen der Wiener Wohnhäuser, wo oft der einzige Zugang zu Fließwasser war. Neues aus der Branche, Trouvaillen aus Küche und Keller, die besondere Lokalentdeckung und so manches, was uns am Herzen liegt, werden wir hier erzählen. Diskutieren Sie mit uns, widerlegen Sie uns oder noch besser, geben Sie uns Recht. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Input!

DIE THEMEN:
> Der praktizierte Genuss
Wo wir waren und wo es uns gefallen hat. Gänzlich subjektive gastronomische Eindrücke ohne Sterne, Pünktchen und Gläser. Manchmal geht es aber auch um andere genussvolle Dinge.

> Bag-In-Box
Hier geht es um Dinge, die uns oder andere zu Recht oder Unrecht freuen oder ärgern aber auf jeden Fall bewegen. Wie der Bag-In-Box. Eine Schachtel mit Sackerl mit Flüssigkeit. In die man nun auch in Österreich Wein abfüllen darf. Was hitzige Debatten hervorruft.

Bag-In-Box also. Wussten Sie übrigens, dass sein antiker Vorläufer ein Schlauch aus Ziegenleder war und schon damals zur Aufbewahrung von Wein diente?

> Herr Rabl
Der Mann mit der feinen Klinge ist da. Alexander Rabl, pointierter Gastrokritiker des österreichischen Gourmet-Magazins A LA CARTE nun auch in der Bassena. Ab sofort und ohne Maulkorb. havel & petz übernehmen keine Haftung. Für den Herrn Rabl. Denn der Herr Rabl ist vollkommen unberechenbar.

> Grätzel
Wo es uns gefällt. Wir freuen uns über unser ruhig gelegenenes urbanes Büro im unteren Gumpendorfergrätzel. Denn hier in der Nähe des Naschmarktes tut sich's.

> Purple Wine
Purple Wine
und ein herzliches Dankeschön an Jancis Robinson MW.

Wir freuen uns sehr, Ihnen hier Auszüge einiger Filme aus Jancis Robinson's Wine Course, ausgezeichnet mit dem James Beard Award, zeigen zu dürfen.

> Schweinemeise
Ein bisschen Speisenkarten-sprachbewahrerinnen möchten wir hier sein. Über entsprechende Beispiele aus dem In- und Ausland freuen wir uns ganz besonders!