Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Mis(s) Representation - eine Doku über das Frauenbild in den Medien Donnerstag 2017-04-20
Weil der Wäscheproduzent Palmers erst kürzlich mit einer Kampagne in den Negativschlagzeilen war. Weil das Thema grundsätzlich sehr hohe Relevanz hat. Weil wir uns kaum Gedanken darüber machen. Weil es an der Zeit ist, dass wir gemeinsam mit unseren Söhnen und Töchtern genauer hinsehen.
Ein Screenshot vom Abspann des Films mit dem Titel

Es geht in dieser aus dem Jahr 2011 stammenden Doku Miss Representation von Regisseurin Jennifer Siebel Newsom um das Frauenbild in den Medien und was es mit uns als Gesellschaft macht. Mit uns Frauen und unseren Töchtern, mit unseren Söhnen und natürlich auch mit den Männern. Es geht darum, dass Frauen in den Medien mit wenigen Ausnahmen einem optischen Ideal entsprechen müssen und speziell in der Werbung, aber auch in vielen Filmen und Serien als Objekt dargestellt werden. In Mis(s) Representation kommen viele Frauen (u.a. Geena Davis, Condoleezza Rice, Jane Fonda, ...) & Männer, Mädchen & Burschen zu Wort, die das Thema entsprechend diffizil und komplex aufgreifen und verstehen lassen.

Weil dieses Frauenbild, das zum Teil sehr politisch gesteuert ist, etwas mit  uns macht. Es lässt junge Männer zu Machos werden (ohne dass sie das sein möchten), weil man auf Frauen herabblickt. Es lässt Frauen sich als Objekte fühlen. Als Objekte, deren Wert geringer ist als der von Männern. Mit der fatalen Konsequenz, dass diese Frauen keine Führungspositionen anstreben. Objekte können nicht führen, Objekte werden geführt. Männer bleiben in der Führung, Frauen bleiben Sekretärin. Zuhause, im Unternehmen, in der Politik. Mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft.

Der große Erfolg von Miss Representation hat aus der Doku die Bewegung The Representation Project erwachsen lassen. Es richtet sich an junge Leute, Lehrende, Coaches, NGOs und Unternehmen und möchte das Außen- und Selbstbild von Frauen und Männern zurechtrücken und auf die Medienmacher/innen Einfluss nehmen. Der zweite Film Jennifer Siebel Newsons beleuchtet übrigens als Pendant das Bild der Männer in den Medien und heißt The Mask you live in. Genauso wichtig und sehenswert!

Schauen Sie sich diese Filme mit Ihren Kindern – sobald sie in der Pubertät sind – an. Sie werden Sie hellhöriger und -sichtiger machen. Es sind wichtige Filme, die auch an den Schulen gezeigt werden müssen. Sie können die Gesellschaft verändern, hin zu einer besseren.

theepresentationproject.org
syl
Textil-Detox Mittwoch 2016-07-06
Für mich als Konsumentin gibt es zig Themen, die mich beschäftigen oder zumindest beschäftigen sollten. Da geht es zum Beispiel um Herkunft, Inhaltsstoffe und Erzeugung von Lebensmitteln. Da geht es um Transportwege von Produkten aller Art, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen oder faire Bezahlung. Oder um Gift in unserer Kleidung. Das Detox-Catwalk-Sujet: weiße Schrift auf dem Gesicht einer asiatischen Frau
© www.detoxcatwalk.de
Die Umweltschutzorganisation Greepeace bewertet auf der Online-Plattform Detox-Catwalk 19 Modemarken anhand des Einsatzes giftiger Chemikalien.
Greenpeace hat die »Detox my Fashion«-Kampagne im Juli 2011 gestartet. Im Rahmen der sogenannten Detox-Verpflichtung geht es um die Eliminierung von schädlichen Chemikalien bis zur 2020-Deadline. 76 internationale Modemarken, Händler und Lieferanten konnten bereits gewonnen werden, mitzumachen.

Allen voran gelten Benetton, Inditex (Zara, Bershka, Massimo Dutti u.a. Marken) und H&M als Vorreiter und haben bereits den Status »Avantgarde« erreicht. »Im Wandel« sind unter anderem C&A, G-Star, Mango, Valentino, Puma oder Adidas. Die Ziele vermutlich nicht erreichen bis 2020 werden zum Beispiel Esprit oder Nike. Doch sind sie immerhin Teil der Kampagne. Marken wie Diesel, D&G, Versace oder die LVMH Group schaffen nicht einmal das. Gefällt mir gar nicht!

Auch wenn's wieder ein Thema mehr ist, über das wir uns den Kopf zerbrechen sollten, Gift an die eigene Haut zu lassen ist definitiv keine gute Idee. Ganz abgesehen davon, dass irgendjemand unsere giftige Kleidung herstellt. Und das ist sicherlich ebenfalls nicht sehr gesundheitsförderlich.

Die Catwalk-Kriterien im Detail als PDF

Ruth

Plötzlich Winzer! Wie Generationenübergabe am Weingut funktionieren kann. Teil 1 Sonntag 2016-03-27
Die einen möchten noch nicht wirklich loslassen, die anderen stehen bereits in den Startlöchern. Die einen hängen am über viele Jahre aufgebauten Lebenswerk, die anderen kommen mit neuen Ideen und wollen nicht selten alles »anders« machen. Eltern und Kinder im Spannungsfeld. Überblick Generationenübergabe
Beim Thema Generationenübergabe in Familienunternehmen – und dazu gehören auch fast alle Weingüter hierzulande – spielen sich verschiedene Prozesse auf verschiedenen Ebenen ab. Wie zum Beispiel finanzielle, rechtliche, steuerliche, betriebswirtschaftliche. Die Basis, damit eine Übergabe für alle Beteiligten positiv verläuft, ist aus unserer Sicht der Prozess auf der persönlichen, der emotionalen Ebene.

Was macht die Übergabe eines Familienunternehmens denn eigentlich so besonders, oder so heikel? Die Eltern sind gefordert, ihr Lebenswerk, mit dem sie sich stark identfizieren, loszulassen. Darauf zu vertrauen, dass die Jungen es gut weiterführen. Die wiederum wollen »ihr eigenes Ding« machen und Neues ausprobieren und umsetzen. Der Wunsch nach raschen Veränderungen ist oft groß. Auf beiden Seiten gibt es große Emotionen: Ängste, Hoffnungen, Sorgen Wünsche, aber auch Zuversicht und Mut.

Ein weiterer Punkt sind die Verstrickungen zwischen Familie und Unternehmen. Die privaten und beruflichen Rollen sind nicht immer klar zu trennen, das kann zu Konflkten und Spannungen führen. Was hilft? Transparent machen und darüber reden!

Was die Sache im Weinbau zusätzlich besonders macht, ist die Tatsache, dass heute gepflanzte Rebstöcke erst nach vielen Jahren guten Wein erbringen. Dass man also als Winzer oder Winzerin lange Zeit und für die nächste Generation vorausdenkt und investiert. Da wäre es natürlich schön, wenn der Sohn oder die Tochter das wertschätzt und im Sinne der Eltern entsprechend weiterführt.

Es gilt: Nur wer das Weingut verändert und modernisiert, kann es bewahren und wirtschaftlich erfolgreich machen. Nur dort, wo die Alten sich wirklich aus dem Unternehmen zurückziehen, können die Jungen ihren eigenen Weg gehen. So paradox es klingen mag: Wer sein Lebenswerk erhalten möchte, muss es loslassen und mit aller Konsequenz übergeben können.

Die wichtigste Basis in diesem Spannungsfeld ist der respektvolle und wertschätzende Umgang miteinander. Dazu gehört es, miteinander zu reden. Und dazu gehört es, einander zuzuhören. Am besten offen und unvoreingenommen.

Ruth

Faszinierendes Handwerk - in einer chinesischen Nudelmanufaktur Freitag 2016-03-25
Slow food vom Allerfeinsten und Schönsten. Dieser transparente Vorhang hier rechts besteht aus Nudeln. Händisch geformt aus einem Riesenpatzen Mehl und Wasser, über Tage bearbeitet und gezogen. Echtes Kunsthandwerk in einer chinesischen Nudelmanufaktur, Know how und Gefühl. Dies alles soll bitte nie verloren gehen. Der Nudelmacher vor einem Vorhang voller feiner Nudeln
Schauen Sie sich diesen faszinierenden Film an. Der Ton schmerzt zwar in den Ohren, aber er lässt sich ja einfach wegklicken. Es ist eine Freude fürs Auge!
Hier geht's zum Video, Dauer 3,24 MInunten.
syl
Gewusst wie! Brot backen für zuhause. Samstag 2015-10-17

Barbara van Melle, die umtriebige und unglaublich engagierte Chefin von Slow Food Wien, hat sich auf die Reise gemacht. Zu den zwölf besten Bäckern des Landes. Weil der Duft eines frischgebackenen Brotes für sie zum besten überhaupt gehört und sie dem echten Brotbäckerhandwerk auf den Grund gehen wollte.

Das Buch auf dem Brotsackerl mir zwei Handsemmeln

Sie hat daraus ein Buch gemacht: »Der Duft vom frischen Brot«. Die darin porträtierten Bäcker verbindet, dass sie ihren Beruf mit großer Leidenschaft ausüben. Dass sie für das Handwerk und die hohe Qualität ihres Brotes stehen und sie wie in alten Zeiten schon in aller Herrgottsfrühe in der Backstube werken. Weil sie eben nicht in den großen Sack greifen, fertige MIschungen mit Wasser und Hefe anrühren und in den Ofen schieben. Sondern, weil sie noch oder wieder richtig backen und sich um ihren wertvollen Sauerteige kümmern, die immer am Leben erhalten werden müssen und ihre Brote zu dem machen, was wir so lieben. Duftend, außen knusprig, innen mollig, voller Geschmack und Substanz und über viele Tage haltbar.

Diese Bäcker sind echte Ausnahmeerscheinungen in Zeiten industrialisierter Broterzeugung, Backmischungen und im Supermarkt fertiggebackener tiefgefrorener Weckerl und Brotlaibe. Sie stehen gegen das vielzitierte Bäckersterben und bereichern als Pioniere oder Quereinsteiger die Branche.

Barbara hat sie alle besucht und nach ihren Rezepten die Brote zuhause nachgebacken. Das war ihr wichtig, dass alles auch mit dem ganz gewöhnlichen Haushaltsherd funktioniert, für den es eine einzige Bedingung gibt: Er muss auf 250 Grad heizbar sein. Dann funktioniert alles. Und Steine braucht man. Warum ist im Buch nachzulesen.

So wie Barbara muss am einfach ans Werk gehen. Auch um die Scheu zu verlieren, vorm »richtigen« Brotbacken. Wofür man keine speziellen Öfen benötigt, in die man oben alles reinwirft und wo dann unten das fertige Brot rauskommt.

Am Freitag war Barbara auf Buch-Signier-Tour in drei Wiener Buchhandlungen, jeweils mit einem anderen der porträtierten Bäcker und Kostproben aus seiner Backstube. Ich hatte das Glück, auf Josef Schrott zu stoßen, der seine Bäckerei auf der Mariahilferstraße 159 betreibt. Es gab ein himmlisches Eräpfelbrot - Kindheitserinnerung!, Handsemmeln, genauso wie sie sein sollen, und flaumige Briochekipferl. Josef Schrott bietet übrigens immer wieder einmal Führungen durch seine Backstube, was wir sehr gerne einmal mitmachen werden. Und das Erdäpfelbrot steht schon auf der Ich-backe-mir-ein-Brot-Liste.

»Der Duft von frischem Brot«, siehe Brandstätterverlag
www.slowfood.wien
syl

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