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#österreichseidank - Danke, Katharina Seiser Donnerstag 2016-12-01
Weil wir in einem guten Land leben, das so viele schlecht machen. Weil wir uns dessen bewusst sein müssen, was wir alles haben. Deshalb postet Autorin und Foodbloggerin Katharina Seiser auf Facebook unter #österreichseidank die Dinge in unserem alltäglichen Leben, die es besonders und gut machen.
Katharina Seiser auf einem Screenshot ihrer Facebook-Seite

Ich möchte hier die Dinge aufreihen, die ich als besonders wichtig erachte. Katharina als Foodbloggerin hat noch eine ganze Menge mehr, dort nachzulesen.

Und so beginnt sie:
»vor 5 wochen und 2 tagen hatte ich meinen dritten schweren (und gleich wieder doppelten) bandscheibenvorfall mit starken schmerzen und einer teillähmung eines armes. dem österreichischen gesundheitssystem - in form von fünf tollen ärztinnen und ärzten, einer hervorragenden physiotherapeutin, einem diagnoseinstitut und der sva - verdanke ich, dass ich 37 tage danach 1. schmerzfrei bin und 2. mein arm bereits wieder fast zur gänze funktioniert. warum ich das schreibe? es gehört einfach viel mehr gelobt in diesem wunderbaren land. ganz besonders jetzt.

* für das wahrscheinlich beste trinkwasser der welt.
* dafür, dass die müllabfuhr funktioniert. keine selbstverständlichkeit, wie man beim reisen merkt.
* "Wa(h)lnüsse für das Volk!" mein rezept für #nusspotize steht im neuen falter, meinungs- und pressefreiheit #österreichseidank #bpw16 ‬
* den über 20.000 biobäuerinnen & -bauern, die knapp 20 % der landwirtschaftlich genutzten fläche österreichs bio bewirtschaften.
dafür, dass wir frauen auch mal in der finstern heimgehen können, ohne uns gleich fürchten zu müssen.
* für die funktionierende energieversorgung: wärme, strom, gas.
* für freie und geheime wahl(en).
* für die verlässlichen öffis, vor allem in wien.
* für den radiosender ö1 und all die engagierten journalistinnen und journalisten dahinter
*** Gefüllte Paprika [Anm. Stellvertretend für all die guten Dinge zum Essen und Trinken, die Katharina auflistet, weil ich sonst nicht mehr nachkomme.]

Elisabeth Aibler: Dafür dass wir unsere Politiker kritisieren dürfen ohne eingesperrt zu werden.
Dafür dass wir demonstrieren dürfen.
Dafür dass wir diskutieren dürfen.
Dafür dass wir wählen dürfen.

www.facebook.com/katharina.seiser
syl

#österreich

syl  01.12.2016 15:52

Es ist aber so. Viele wissen es gar nicht zu schätzen, wie gut es uns in Mitteleuropa geht. Alleine die Wertschätzung für unser gesundes Wasser fehlt, trinkbares Wasser ist international betrachtet ein Geschenk. Und vieles mehr. Das hat nichts mit Nationalismus zu tun.

Mich würde allerdings sehr interessieren, wer sich selbst als "Cunt" bezeichnet.

#österreich

Immanuel Cunt  01.12.2016 14:13

Nationalismus durch die Hintertür, oder was soll das hier sein? "Weil wir in einem guten Land leben, das so viele schlecht machen." Wenn ich so etwas schon lese.

Hier wird Persönliches mit Nationalem auf oberflächlichste Art und Weise vermischt. Das ist gefährlich.

Wenn man sich unbedingt für die Innereienküche bedanken möchte, reicht es, das beim Koch bzw. bei der Köchin zu tun. Dafür muss nicht gleich Österreich als Nation bemüht werden.

Sorry, aber dieser Hashtag und die Art und Weise, wie er verwendet wird, sind absoluter Blödsinn.

Ein cooler Typ II Montag 2016-11-28
Da schließe ich mich der Kollegin an. Aus zweierlei Gründen: A hat Rudi Pichler mich in ganz frühen Jahren als mein Chef beim Salon Österreich Wein »massiv beeinflusst«. Im Sinne von hochqualitiativer Weinwahl. B hat er das offenbar auch bei meinem Bruder, dem Koch, getan. Ihn hat er mit seinem Riesling Federspiel zu einem Gericht inspririert.
Ruth Havel, Rudi Pichler und Sylvia Petz
Nachzulesen im aktuellen Enos World Wine, in dem unter anderem folgendes steht: »Rudi Pichler, Petzens Lieblingswinzer aus der Wachau, war seinerzeit im Meinl am Graben aufgetaucht und hatte ihm einen leichten Federspiel-Riesling mitgebracht, der Kindheitserinnerungen weckte: Gerüche, Geschmacksnoten, die Petz schon in zartem Alter im Gasthaus der Familie an der oberösterreichischen Donau aufgesogen hatte, Erinnerungen an eine Rahmsuppe, die er bereits als Kind aß und liebte.« Gefolgt vom Rezept selbst, nachzutrinken mit besagtem Riesling, versteht sich.

Lieblingswinzer aus der Wachau! Rudi, hörst du? Mit dem Bruder und dessen Frau war ich übrigens das erste Mal bei Rudi zuhause am Weingut, auch das muss irgendwann Anfang der 1990er-Jahre gewesen sein. Dort habe ich meinen allerersten Wein gekauft, den von der Kollegin unten erwähnten Weißburgunder. Eine Köstlichkeit, mit der sich der Kreis schließt.

Falls Sie das Rezept von der Rahmsuppe nachlesen, nachkochen möchten, hier geht es zum gesamten Artikel im Enos, verfasst von Herausgeber Eckhard Supp, zu dem mir auch eine ganze Menge an Erinnerungen einfiele. Aber das ist eine andere Geschichte ...

www.rudipichler.at
Fotocredits: Monika Löff (Frau Havel, Herr Pichler, Frau Petz)
syl

Ein cooler Typ Sonntag 2016-11-27
Und wieder einmal ist es ein Wein, der mich dazu bewegt, einen Blog-Beitrag zu verfassen. Weil er ein ganz besonderer Genuss ist. Und weil der Winzer zu den ganz besonders liebenswerten Menschen gehört. Auch das darf finde ich eine Rolle spielen. Umso mehr in Zeiten wie diesen. Der Winzer, den ich
GV Wösendorfer Kollmütz 2013 Rudi Pichler
meine, ist Rudi Pichler aus Wösendorf. Und der Wein sein Grüner Veltliner Smaragd 2013 vom Wösendorfer Kollmütz. Mein mehr oder weniger geheimer Lieblingswein von Herrn Pichler ist sein Weißburgunder aus ebenjener Lage. Für mich der beste Beweis, dass Eleganz und Kraft, Finesse und Körper einander nicht ausschließen. Was so und so begrüßenswert ist, nicht nur beim Wein. (Das musste jetzt sein, man verzeihe mir.)

Über den Grünen Veltliner liest man auf der Weinguts-Website, dass die über 40 Jahre alten Rebstöcke, die auf steilen Steinterrassen verwurzelt sind, Weine von fordernder Mineralität gepaart mit komplexen Fruchtaromen hervorbringen. Und genau diese Mineralität, unterlegt mit einer feinen Würzigkeit, ist es, die mich schon beim ersten Reinriechen fasziniert und mich immer und immer wieder »nachschnüffeln« lassen. Am Gaumen ist es die Kombination aus erfrischender Leichtigkeit und festem Rückgrat, aus fruchtigen Noten und straffer Würze, die mir schlicht und ergreifend wahnsinnig gut schmeckt. Müsste ich den Wein mit einem Mann vergleichen, so stellte ich mir einen attraktiven, durchaus durchtrainierten Typen vor, der seine Vorzüge aber nicht vorlaut raushängen lässt, sondern gelassen und unprätentiös auftritt. Ganz gentleman-like eben.

Lieber Rudi, da ist dir ganz großes Kino gelungen, danke schön!

www.rudipichler.at

Ruth

Generationenwechsel am Weingut – Vortrag am Montag, 28. November, 18 Uhr Sonntag 2016-11-27
Am kommenden Montag ist es wieder soweit. Gemeinsam mit Rechstanwalt Bernhard Schatz und Betriebswirt Christian Kirchmeier halten wir einen Vortrag zum Thema »Generationen-wechsel am Weingut. Wie eine Betriebsübergabe gut über die Bühne geht.« Die beiden Herren und wir sind ein gut eingespieltes Team und beraten als DIE ÜBERGABEPROFIS.
Screenshot der Website

Vortragsort ist die Landwirtschaftskammer in Eisenstadt.
Und darüber sprechen wir:

• worauf es in der Kommunikation zwischen den Generationen ankommt
• worauf es aus rechtlicher Sicht ankommt
• worauf es aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ankommt
• weitere Erfolgsfaktoren einer gelungenen Übergabe

Vortragende:
* Kommunikationsberaterinnen Ruth Havel & Sylvia Petz/havel & petz
* Betriebswirt Hans Christian Kirchmeier/G9 Recovery Partners
* Rechtsanwalt Bernhard Schatz/bpv Hügel Rechtsanwälte

Montag, 28. November, 18 Uhr
Landwirtschaftskammer Burgenland, Rittsteuersaal,
Esterhazystraße 15, 7000 Eisenstadt

Anmeldung unter: office@havel-petz.at
Die Teilnahme ist kostenlos.

www.uebergabeprofis.at
syl

Fleischgelüste Montag 2016-11-07
Stundenlang gegartes Lamm-Osso-Buco im Hintergrund. St. Laurent 2009 von Gerhard Pittnauer im Vordergrund neben einer wilden Zitrone aus Süditalien. Welch köstlicher Wein. Welch köstliches Fleischgericht! Oh umami!


Das Lamm kam übrigens von einer der beiden Fleischhauereien unserer Vertrauens. Vom Ringl auf der Gumpendorfer Straße. Die andere wäre der Hödl in der Loosgasse, Ecke Breitenfurter. Beides echte Fleischereien, blutig und handwerklich und beide beliefert von ihnen wohlbekannten Partnern und Bauern.

Osso buco in einer großen schwarzen Pfanne, davor eine Flasche Pitnauer und links davon eine große Wild-Zitrone
Lassen Sie uns einmal über Fleisch reden. Wie's heute ist und wie's früher war. Früher gab's den Sonntagsbraten oder das Schnitzel am Sonntag. Das war's mit dem Fleischkonsum während der Woche, außer man hatte auch am Donnerstag noch genügend Groscherl in der Tasche, um dem hier gerecht zu werden: »Montag Knödeltag, Dienstag Nudeltag, Mittwoch Strudeltag, Donnerstag Fleischtag, Freitag Fasttag, Samstag Zahltag, ...«


In unserer Kindheit hat niemand davon gesprochen, »vegetarisch« zu essen, es gab einfach kein Fleisch. Fleisch war per se kostbar und selten. Wie's heute ist, wissen wir. Der Griff ins Kühlregal, alles verpackt, alles billig. Der Österreicher, die Österreicherin isst viel zuviel davon. Der Preisdruck der Supermärkte, Massentierhaltung und Fleisch, das über die Börse gehandelt wird. Es ist und macht krank.

Wir in der Familie halten es so wie damals. Fleisch oder auch Fisch ist uns kostbar, kommt nur von wertvollen Lieferanten und im Grunde nur am Sonntag auf den Tisch oder wenn sich Gäste ansagen. Und dann mit vollem Genuss! Wie das erwähnte Osso buco.

Würden sich alle wieder auf diese alte Regel besinnen, wären die Menschen gesünder und die Welt wäre eine bessere. Abgesehen vom unmenschlichen Tierleid in der Massentierhaltung ist diese auch einer der Hauptmitverursacher des Klimawandels. »Bis zu 500 Liter Methan produziert eine wiederkäuende Kuh pro Tag; die US-Umweltbehörde schätzt, dass ein Viertel des landesweiten Methanausstoßes auf Rinder zurückzuführen ist. Gleichzeitig gehört das Gas zu den wichtigsten Einflussfaktoren des Klimawandels, da seine Treibhauswirkung fast 30-mal wirksamer ist als die von Kohlendioxid«, steht unter anderem in einem Artikel des Spectrum nachzulesen.

Weiters im Kurier von letzter Woche: »Schon jetzt gehen etwa 70 Prozent aller weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen auf das Konto von Viehzucht. Bis 2050, schätzt die Welternährungsbehörde, wird man 460 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr benötigen. Damit hätte sich der Konsum in 50 Jahren verdoppelt.«

70 Prozent allen Frischwassers der Erde fließen in die Landwirtschaft, ein Gros davon in die Viehzucht. Ein Wahnsinn, wenn man an die weltweit steigende Wasserknappheit denkt, die vielen Menschen im Süden die Lebensgrundlage nimmt. Hierzu ebenfalls Zahlen aus dem Kurier-Artikel:

 * Für 100 g Rindfleisch aus Massentierproduktion benötige ich 4.500 l Wasser und erhalte 125 kcal Nährwert.
 * Für 100 g Bio-Rindfleisch & -Erbsen benötige ich 717,5 l Wasser und erhalte 101 kcal Nährwert [Anm. Das Verhältnis Fleisch/Erbsen ist nicht angegeben.].

Ein Irrsinn, Rinderwahnsinn. Lasst uns bitte weniger Fleisch essen und dafür gute Qualität! Ohne Wachstumshormone und Medikamente, die nicht nur in der Umwelt, sondern auch in unseren Körpern ihre Wirkung tun. Ohne Tierleid und ohne die Umwelt zu zerstören. Und schlussendlich auch, um den Weltfrieden nicht zu gefähren. Wassermangel wird der große Treiber für Völkerwanderungen.

Jeder Griff ins Kühlregal ist also eine wichtige Entscheidung, die wir treffen. Unser Hebel ist größer, als wir denken. Also gehen Sie zu den Hödls und Ringls des Landes, helfen Sie diesen, dem Druck der Supermärkte standzuhalten und genießen Sie das bessere Fleisch!

fleischerei-ringl.at, Gumpendorferstraße 105, 1060 Wien
hödl-fleisch.at: Loosgasse 1, 1230 Wien
syl

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