Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Ein schönes Buchprojekt: autochthone Küche & Rebsorten Italiens retten Sonntag 2016-10-02
Es sind zwei wahre Liebhaber guter Weine und guten Essens, die sich dieses schönen Projekts angenommen haben. Helmut Knall und Leo Quarda, zwei Wein- Haudegen, die sich das hehre Ziel gesteckt haben, die regionalen Originalrezepte und Weine Italiens aus der Versenkung zu holen und zu bewahren.
Ein Teller mit Spaghetti und Vongole
Auf dass die Cucina della Nonna, die Oma-Küche, überlebe! Auf dass die Rebsorten überleben, die nicht in den Supermärkten zu finden sind, weil sie zu besonders, zu fordernd, zu wenig bekannt sind. Weil das genau die Dinge sind, die wir suchen, wenn wir eine Reise tun.


Zur Zeit geht es darum, das Projekt zu finanzieren. Knalli bereist Italien und forscht und isst und trinkt und schreibt. Leo ist zuhausegeblieben, forscht und isst und trinkt und schreibt auch hier und versucht, uns für sein Projekt zu gewinnen.

Denn: »Retten Sie mit uns diesen Schatz! Helfen Sie uns, diese regionalen Spezialitäten in ein Buch zu fassen. Sichern wir die Original-Rezepte. Verkosten und beschreiben wir die regionalen Tropfen, damit sie auch bei uns bekannt und gefragt werden, dann werden sie auch überleben. Wir schreiben das Standardwerk dazu.«

Eine wirklich schöne Sache! 15.000 Euro müssen die beiden Herren für ihr Projekt aufbringen, damit sie loslegen können, fast die Hälfte ist geschafft. 29 Tage haben sie noch Zeit, und Zeit ist Geld. Danke auch für Ihre Unterstützung! Ein bissl Philantrophie kann nie schaden, denn immerhin geht es um unser aller Genuss.

Hier geht's zum Crowdfunding: startnext.com/genussallitalia
syl
Faszinierendes Handwerk - in einer chinesischen Nudelmanufaktur Freitag 2016-03-25
Slow food vom Allerfeinsten und Schönsten. Dieser transparente Vorhang hier rechts besteht aus Nudeln. Händisch geformt aus einem Riesenpatzen Mehl und Wasser, über Tage bearbeitet und gezogen. Echtes Kunsthandwerk in einer chinesischen Nudelmanufaktur, Know how und Gefühl. Dies alles soll bitte nie verloren gehen. Der Nudelmacher vor einem Vorhang voller feiner Nudeln
Schauen Sie sich diesen faszinierenden Film an. Der Ton schmerzt zwar in den Ohren, aber er lässt sich ja einfach wegklicken. Es ist eine Freude fürs Auge!
Hier geht's zum Video, Dauer 3,24 MInunten.
syl
Gewusst wie! Brot backen für zuhause. Samstag 2015-10-17

Barbara van Melle, die umtriebige und unglaublich engagierte Chefin von Slow Food Wien, hat sich auf die Reise gemacht. Zu den zwölf besten Bäckern des Landes. Weil der Duft eines frischgebackenen Brotes für sie zum besten überhaupt gehört und sie dem echten Brotbäckerhandwerk auf den Grund gehen wollte.

Das Buch auf dem Brotsackerl mir zwei Handsemmeln

Sie hat daraus ein Buch gemacht: »Der Duft vom frischen Brot«. Die darin porträtierten Bäcker verbindet, dass sie ihren Beruf mit großer Leidenschaft ausüben. Dass sie für das Handwerk und die hohe Qualität ihres Brotes stehen und sie wie in alten Zeiten schon in aller Herrgottsfrühe in der Backstube werken. Weil sie eben nicht in den großen Sack greifen, fertige MIschungen mit Wasser und Hefe anrühren und in den Ofen schieben. Sondern, weil sie noch oder wieder richtig backen und sich um ihren wertvollen Sauerteige kümmern, die immer am Leben erhalten werden müssen und ihre Brote zu dem machen, was wir so lieben. Duftend, außen knusprig, innen mollig, voller Geschmack und Substanz und über viele Tage haltbar.

Diese Bäcker sind echte Ausnahmeerscheinungen in Zeiten industrialisierter Broterzeugung, Backmischungen und im Supermarkt fertiggebackener tiefgefrorener Weckerl und Brotlaibe. Sie stehen gegen das vielzitierte Bäckersterben und bereichern als Pioniere oder Quereinsteiger die Branche.

Barbara hat sie alle besucht und nach ihren Rezepten die Brote zuhause nachgebacken. Das war ihr wichtig, dass alles auch mit dem ganz gewöhnlichen Haushaltsherd funktioniert, für den es eine einzige Bedingung gibt: Er muss auf 250 Grad heizbar sein. Dann funktioniert alles. Und Steine braucht man. Warum ist im Buch nachzulesen.

So wie Barbara muss am einfach ans Werk gehen. Auch um die Scheu zu verlieren, vorm »richtigen« Brotbacken. Wofür man keine speziellen Öfen benötigt, in die man oben alles reinwirft und wo dann unten das fertige Brot rauskommt.

Am Freitag war Barbara auf Buch-Signier-Tour in drei Wiener Buchhandlungen, jeweils mit einem anderen der porträtierten Bäcker und Kostproben aus seiner Backstube. Ich hatte das Glück, auf Josef Schrott zu stoßen, der seine Bäckerei auf der Mariahilferstraße 159 betreibt. Es gab ein himmlisches Eräpfelbrot - Kindheitserinnerung!, Handsemmeln, genauso wie sie sein sollen, und flaumige Briochekipferl. Josef Schrott bietet übrigens immer wieder einmal Führungen durch seine Backstube, was wir sehr gerne einmal mitmachen werden. Und das Erdäpfelbrot steht schon auf der Ich-backe-mir-ein-Brot-Liste.

»Der Duft von frischem Brot«, siehe Brandstätterverlag
www.slowfood.wien
syl

Gegen die Unmenschlichkeit Freitag 2015-08-28
In Zeiten wie diesen fällt es mir schwer, Genüssliches in unserem Blog zu veröffentlichen, von schönen Momenten, großen Weinen oder kulinarischen Erlebnissen zu erzählen. Immer öfter stellt sich mir die Frage, welches Recht wir eigentlich haben, im Luxus Österreichs zu leben. Mensch sein in Österreich

Daher folgt jetzt auch kein praktizierter Genuss, sondern die Bitte, im Kleinen und Großen - je nach Möglichkeit - Unterstützung zu leisten und schlicht und ergreifend Nächstenliebe und Menschlichkeit zu praktizieren.
Ein Zeichen setzen können wir alle am Montag, dem 31. August, bei der »Demo für Mensch sein in Österreich« ab 18 Uhr am Christian-Broda-Platz.

Hier gibt es die wichtigsten Infos, bitte in weiß gekleidet oder mit weißen Fahnen kommen. Auch wenn's nur ein Zeichen ist, je mehr wir sind, desto mehr können wir hoffentlich bewirken.

Und sonst einfach helfen, wo es geht und das Leben trotzdem genießen, die schönen Momente bewusst erleben. Wie schon im letzten Blog: Carpe diem.

Ruth
Letztens beim Biobauern Dienstag 2015-07-14

»Ich möchte als Biobauer zumindest so viel produzieren, wie die billig arbeitenden konventionellen Bauern. Meine Böden sind gesund und vital, ohne synthetische Dünger, die alles versalzen. Es muss also einfach so sein, dass ich zumindest genauso viel ernte, wie die von ihren kaputten ausgelaugten Böden.«

Ein Bio-Zwiebelfeld vor der Stockerauer Landschaft

Der Biobauer Christian Anzböck ist Pragmatiker. Biologische Vielfalt sucht man bei ihm vergebens, siehe das Zwiebelfeld hier oben rechts. Christian produziert für eine Supermarktkette Zwiebel und Erdäpfel und für die Fruchtfolge Weizen. Erst Zwiebel, dann Erdäpfel und danach zweimal Weizen.

Frisch geerntete Zwiebeln

Genau in dieser Reihenfolge, das ist wichtig. Speziell für die Zwiebeln. Kennengelernt haben wir einander im Seminar für Nachhaltigkeits-Management. Er war der, der oft Unruhe in die Vortragenden gebracht hat: »Das hat jetzt aber wirklich nichts mit der Realität zu tun.« Dafür mochten wir ihn. Mögen wir ihn.

Die Lagerhalle für die Zwiebel mit Palettenreihen

Würden alle Bauern sich um ihre Böden so sorgen wie er, könnte die Welt gerettet werden. Sagt er. Daran glauben tut er nicht. Wissen tut er aber: Dass nach zwei Jahren Kompostdüngung seine Pflanzen viel gesünder und vitaler sind als zuvor. Jetzt wartet er auf die Genehmigung für die eigene Kompost-Produktion.

Margariten

Sie kommt hoffentlich bald, er möchte loslegen. Die Kamillen hier stehen neben dem Zwiebelfeld, das er so wie alle anderen Felder bewässert. Der Klimawandel macht's nötig. Ohne zusätzliches Wasser wäre es für heuer schon vorbei mit den Erdäpfeln und Zwiebeln.

Sein Erdäpfel-Tipp für zuhause: Erdäpfel gehören nicht in den Kühlschrank, weil sie dort »verzuckern« und schwarz werden. Aber feucht brauchen sie's. Und die Zwiebel braucht's trocken und kühl.

Christian Anzböck hat keine Website und betreibt keine Werbung. »Zahlt sich nicht aus«, meint er. »Ich hab ja nur einen Kunden.«

syl

Oh ja

Ina Pfneiszl  15.07.2015 15:43

Ich habe diesen Realismus von Christian bei dem Lehrgang ebenfalls sehr genossen und niemals werde ich seine Präsentation vom Ökosystem im Glas vergessen. Danke für den tollen BLOG liebe Sylvia

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