Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Landpartie - internationale Pet-nat-Verkostung von Gault&Millau am Geyerhof im Kremstal Sonntag 2017-06-11
Gault&Millau Österreich lud zur Landpartie. Denn »zwei Drittel aller österreichischen Haubenrestaurants finden wir am Land«. Grund, ab sofort einmal im Jahr rauszuziehen. Thema dieser ersten Landpartie war die »1. internationale Pet-nat-Verkostung«, hinzu wurden Niederösterreichs wichtigste Köche gebeten.
Feine Zucchinestreife im Karrée, darauf ein Häufchen Fülle
Gastgeber waren Ilse, Maria & Sepp Maier am wunderschönen Bioweingut Geyerhof in Oberfucha im Kremstal. Ich kam gerade rechtzeitig zum Pet-nat-Seminar von und mit Sepp Maier, Cambridge Road aus Neuseeland, Espenhof in Rheinhessen, Alwin Jurtschitsch & Martin Arndorfer mit ihrem Projekt Fuchs & Hase.
Ein Zucchinipackerl mit Zahnstochern fixiert
Pet nat ist ein ursprünglich hergestellter Schaumwein, bei dem halbvergorener Most in die Flasche kommt und dort mitsamt der Hefe fertiggärt. Rauskommt zumeist ein wunderbar frisches prickelndes Vergnügen. Am Bild mit der grünen Flaschen schaut Sepp gerade nach, wieweit die Hefe in den Hals steht.
Die Zucchinipackerl in der Pfanne mit dem Zucchinirest
Denn dieser Pet nat war noch nicht degorgiert (Entfernung der Hefe). Weshalb Sepp die Flasche auch in eine Wasserwanne hielt, damit durch den Druck der natürlichen Kohlensäure nicht allzuviel des köstlichen Sprudels verloren ging. Am Bild hier rechts die Hefe, die aus der Flasche zischt. So sieht das also aus.
Die fertig gebratenen Zucchinipackerl in der heißen Pfanne
Was zeichnet Pet nat weiters aus? Es gibt keine Vorgaben, aber ungeschriebenes Gesetz ist schwefelfreie Produktion und diese im Idealfall bio. Manche Winzer lassen sie naturtrüb, dann kann's beim Öffnen der Flasche raussprudeln wie hier. Andere degorgieren und füllen mit demselben Stoff wieder auf.
Die fertig gebratenen Zucchinipackerl in der heißen Pfanne
Und das Fest an sich? Es war bezaubernd. Das Gut Geyerhof ist wunderschön, seine Gebäude sind stilvoll in Stand gehalten, Alt fügt sich in Neu. Die Verköstigung durch die Köche war hervorragend, speziell das Fischgericht von Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher. Auch Toni Mörwalds Schweinsbauch mit Kraut war fein.
Die fertig gebratenen Zucchinipackerl in der heißen Pfanne
33 internationale Winzer haben ihre Pet nats und Weine präsentiert, darunter viele deutsche und ein paar Italiener. Besonders spannend war Lance Redgwell mit seinen Weinen aus Neuseeland, der schon vor 16 Jahren mit Pet nats begonnen hat. Das Hasenetikett: »Because the wine is somehow psychedelic.« Stimmt!
Die fertig gebratenen Zucchinipackerl in der heißen Pfanne
Gault&Millau
www.geyerhof.at
syl
Empfehlenswerter Winzer-Blog von Franz Reinhard Weninger Mittwoch 2017-04-12
Im Weinbereich gibt es unzählige Blogs, die meisten behandeln das Thema Weinverkostung und -bewertung. Der Blog von respekt-Winzer Franz Reinhard Weninger geht im Gegensatz dazu in die Tiefe des Winzerseins: seine biodynamisch gepägte Philosophie und was er wie in Weingarten und -keller lebt. Eine Zeichnung von Franz, auf der er die Reaktionen Oxidation und Reduktion darstellt
Wer an dieser Thematik interessiert ist, ist auf der Website von Franz bestens aufgehoben, siehe auch seinen letzter Beitrag. Dort geht es um Reduktion und Oxidation beim Wein, wie es dazu kommt und was es mit dem Wein macht. Prädikat wertvoll!
www.weninger.com/blog
syl
CSR-Guide – für innovative Unternehmen Montag 2017-02-20
CSR steht für unternehmerische Gesellschafts-Verantwortung (Corporate Social Responsibility) und ist in Zeiten von Globalisierung – wenn nationale Gesetze nur noch am Rande relevant sind – und Klimawandel für jede Art von Organisation und Unternehmen unabdingbar geworden. Sei sie oder es noch so klein oder groß.
Das lindgrüne Cover des Buches
Organisationen, die unternehmerische Verantwortung ernst nehmen, sind
  1. innovativer, weil sie sich andere zukunftsfähige Lösungen und Produkte überlegen müssen
  2. krisenfester, weil sie weniger riskant agieren, auf allen Ebenen Controlling betreiben und Kennzahlen zur Verfügung haben
  3. flexibler, genau aus diesen Gründen
  4. bessere Arbeitgeber und halten ihre Mitarbeitenden längerfristig
  5. in Summe am Markt und wirtschaftlich erfolgreicher.

Beispiele für solch erfolgreiche Unternehmen werden im seit 2009 jährlich erscheinenden CSR-Jahrbuch vorgestellt. Der heurige Guide wurde letzte Woche von Herausgeber Dr. Michael Fembek präsentiert und hat die Schwerpunktthemen Innovation, Start-up & Forschung. Lesenswert und Inspirationsquelle für das eigene Unternehmen. Alles ist möglich!

Empfehlung: Pollans Filmreihe »Cooked« Freitag 2017-02-17
Als vor vielen Jahren der Receiver für unseren alten Röhren-Fernseher den Geist aufgab und niemandem das »Fernsehnschaun« abging, haben wir's dabei belassen. Zuhause herrscht seither tv-freie Zone, abundzu unterbrochen von einem Film aus der TVthek oder auf Netflix.
Ein Screenshot aus dem Film - eine Aborigines-Frau mit einem gerade erlegten Leguan

Serien sind tabu, aus Selbstschutz. Ich kenne sie alle nicht, »House of Cards«, »Game of Thrones«, »Six Feet Under« und wie sie alle heißen. Denn Serie heißt: »Dauert ja nur 20 Minuten, eine Folge geht noch und schon findet man sich im Morgengrauen wieder.« Die Lösung ist ab und zu ein guter Film auf der Couch mit einem guten Glas Wein und Rundumwohlbehagen.

Vor kurzem bin ich auf COOKED gestoßen, eine vierteilige Reihe des hochgeschätzen Michael Pollan über die Evolution unserer Nahrung. Er geht ihr in COOKED auf Basis der vier Elemente Feuer (Fleisch), Wasser (Kochen mit Flüssigkeit), Luft (Brot) und Erde (Fermentation) auf den Grund. Dabei reist er in der jeweils eine Stunde dauernden Folge in die Vergangenheit und verweist von ihr auf die Gegenwart. In Teil eins - Fire - erklärt er unter anderem, warum wir warme Nahrung (für unsere Gehirn!) benötigen und zeigt den Zu- und Umgang der Menschen unterschiedlicher Lebensformen mit Fleisch. Am Bild sieht man einen gerade erlegten Leguan am Weg zu seiner Zubereitung durch eine Aborigines-Frau.

In allen Folgen geht es neben der ursprünglichen Herstellung unseres Essen darum, dass wir den Kontakt zu unserer echten Nahrung verloren haben, und mit ihr zu unseren Traditionen. Und wie wichtig es ist, diesen Kontakt wiederzufinden: für die Erhaltung unserer Kultur und unserer Lebensgrundlage Natur, deren Teil wir sind.

COOKED ist unterhaltsam, lehrreich – selbst für unsereins, die wir in dieser Materie zuhause sind – und unterlegt mit wunderschönen Bildern. Prädikat wertvoll!

syl
Triple A – mein Rating für den Mühltalhof Samstag 2017-02-11
Das erste Mal war es mit der fabulösen respekt-Gruppe, dass ich im Mühltalhof einkehren durfte. Es waren damals – im Winter 2015 – so rundum gute Tage, dass klar war, dieser Besuch würde nicht der letzte gewesen sein. Vor kurzem war es endlich wieder soweit. Zeitgemäß sind wir mit der Bahn angereist.
Der Mühltalhof von der teilweise zugefrorenen Mühl aus gesehen

Schon alleine die Fahrt von Linz nach Neufelden ist höchst empfehlenswert. Der Zug dorthin besteht aus der Lok, die gänzlich mit Grafiti bemalt ist und nur hält, wenn jemand zu- oder aussteigt. Die Route führt malerisch durchs Mühlviertel, mitten durch den Wald an einem Bach entlang. Man fühlt sich zeitversetzt und bereits hier entspannt. Am Bahnhofshäuschen angekommen ging's ein paar Schritte durch den Schnee zum Hotel. Eindrückliches Reisen mit unseren Spuren von hier nach dort.

Der Empfang war herzlich wie gewohnt, Johanna Rachinger-Eckl ist die perfekte Gastgeberin. Während unsere Koffer aufs ZImmer gebracht wurden, konnten wir ein kleines Neufeldner Bier im Stüberl vor dem Kamin genießen und überlegen, wie wir das mit dem Saunagang halten würden. Der Spa-Bereich liegt in der unteren Etage des Hauses, der Ruheraum mit aufschiebbarer Glasfront direkt vor der Mühl, die in diesem Teil aufgestaut ist und wie ein ruhiger zugefrorener See vor uns lag.

Nach der reinigenden Sauna war's Zeit fürs große Menü mit Weinbegleitung. Wir teilten unseren Tisch mit einem Ehepaar in Ruhestand, Stammgästen. Mit genügend Raum zwischen uns für Privatsphäre und genügend Nähe für hin und wieder ein humorvolles Plauscherl. Besonders als wir die sagenhaft gute Blunznvorspeise serviert bekamen, die die beiden nicht erhalten hatten, mussten wir uns intensiver austauschen. Der aufmerksame Service bekam's mit und hat die Blunzn als späten Gruß aus der Küche nachgebracht. Wie schön! So ging's durch den Abend. Ein Festmahl von Vater und Sohn Rachinger. Ein Hoch auf die beiden!

Selbstverständlich wird hier regional und saisonal gekocht, ohne Tomaten oder Erdbeeren im Winter. Nicht umsonst zählt der Mühltalhof zu den nachhaltigst wirtschaftenden Betrieben Österreichs und sind beide Küchenchefs Mitglied beim Kochcampus. Die Weinbegleitung – weil die Sommelière erkrankt war, diesmal von Johanna persönlich – war mehrheitlich österreichisch, unter anderem von Lieblingswinzer Claus Preisinger.

Unser Zimmer ein moderner behaglicher Raum mit Schneeluftschnuppern bei geöffnetem Fenster und vollkommender Stille. Ab und zu konnte man die schräge bemalte Lok gegenüber den Berg entlang fahren sehen.

Das nicht endend wollende Frühstück mit selbst geräuchtertem phantastischen Saibling - ich glaube, ich habe ihn vom Buffet nach und nach ganz alleine verdrückt - großartigem eingerexten Gemüse und einem Wake-up-Champagner am sonnenbeschienenen Fenstertisch. Schön!

Abschließend – vorm jetzt aber wirklich letzten Glas Champagner – noch ein entspannter Spaziergang rüber zur Heim-art-Station mit ihren beeindruckenden Installationen von Johannas Mann Joachim Eckl und - mit Johannas Erlaubnis - der Erkundung des faszinierenden Geländes. Pflichtprogramm beim nächsten Besuch!

Triple-A-Rating für den Mühltalhof! Für den herzlichen Empfang & die allumfassende Gastfreundschaft, das entspannte stilsichere Ambiente und die kulinarische & vinophile Beglückung! Vielen Dank für alles!

Hotel-Restaurant Mühltalhof
Unternberg 6, 4120 Neufelden
Tel.: +43 7282 6258, E-Mail: reception@muehltalhof.at, www.muehltalhof.at
syl

Foto © Mühltalhof

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ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



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