Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Triple A – mein Rating für den Mühltalhof Samstag 2017-02-11
Das erste Mal war es mit der fabulösen respekt-Gruppe, dass ich im Mühltalhof einkehren durfte. Es waren damals – im Winter 2015 – so rundum gute Tage, dass klar war, dieser Besuch würde nicht der letzte gewesen sein. Vor kurzem war es endlich wieder soweit. Zeitgemäß sind wir mit der Bahn angereist.
Der Mühltalhof von der teilweise zugefrorenen Mühl aus gesehen

Schon alleine die Fahrt von Linz nach Neufelden ist höchst empfehlenswert. Der Zug dorthin besteht aus der Lok, die gänzlich mit Grafiti bemalt ist und nur hält, wenn jemand zu- oder aussteigt. Die Route führt malerisch durchs Mühlviertel, mitten durch den Wald an einem Bach entlang. Man fühlt sich zeitversetzt und bereits hier entspannt. Am Bahnhofshäuschen angekommen ging's ein paar Schritte durch den Schnee zum Hotel. Eindrückliches Reisen mit unseren Spuren von hier nach dort.

Der Empfang war herzlich wie gewohnt, Johanna Rachinger-Eckl ist die perfekte Gastgeberin. Während unsere Koffer aufs ZImmer gebracht wurden, konnten wir ein kleines Neufeldner Bier im Stüberl vor dem Kamin genießen und überlegen, wie wir das mit dem Saunagang halten würden. Der Spa-Bereich liegt in der unteren Etage des Hauses, der Ruheraum mit aufschiebbarer Glasfront direkt vor der Mühl, die in diesem Teil aufgestaut ist und wie ein ruhiger zugefrorener See vor uns lag.

Nach der reinigenden Sauna war's Zeit fürs große Menü mit Weinbegleitung. Wir teilten unseren Tisch mit einem Ehepaar in Ruhestand, Stammgästen. Mit genügend Raum zwischen uns für Privatsphäre und genügend Nähe für hin und wieder ein humorvolles Plauscherl. Besonders als wir die sagenhaft gute Blunznvorspeise serviert bekamen, die die beiden nicht erhalten hatten, mussten wir uns intensiver austauschen. Der aufmerksame Service bekam's mit und hat die Blunzn als späten Gruß aus der Küche nachgebracht. Wie schön! So ging's durch den Abend. Ein Festmahl von Vater und Sohn Rachinger. Ein Hoch auf die beiden!

Selbstverständlich wird hier regional und saisonal gekocht, ohne Tomaten oder Erdbeeren im Winter. Nicht umsonst zählt der Mühltalhof zu den nachhaltigst wirtschaftenden Betrieben Österreichs und sind beide Küchenchefs Mitglied beim Kochcampus. Die Weinbegleitung – weil die Sommelière erkrankt war, diesmal von Johanna persönlich – war mehrheitlich österreichisch, unter anderem von Lieblingswinzer Claus Preisinger.

Unser Zimmer ein moderner behaglicher Raum mit Schneeluftschnuppern bei geöffnetem Fenster und vollkommender Stille. Ab und zu konnte man die schräge bemalte Lok gegenüber den Berg entlang fahren sehen.

Das nicht endend wollende Frühstück mit selbst geräuchtertem phantastischen Saibling - ich glaube, ich habe ihn vom Buffet nach und nach ganz alleine verdrückt - großartigem eingerexten Gemüse und einem Wake-up-Champagner am sonnenbeschienenen Fenstertisch. Schön!

Abschließend – vorm jetzt aber wirklich letzten Glas Champagner – noch ein entspannter Spaziergang rüber zur Heim-art-Station mit ihren beeindruckenden Installationen von Johannas Mann Joachim Eckl und - mit Johannas Erlaubnis - der Erkundung des faszinierenden Geländes. Pflichtprogramm beim nächsten Besuch!

Triple-A-Rating für den Mühltalhof! Für den herzlichen Empfang & die allumfassende Gastfreundschaft, das entspannte stilsichere Ambiente und die kulinarische & vinophile Beglückung! Vielen Dank für alles!

Hotel-Restaurant Mühltalhof
Unternberg 6, 4120 Neufelden
Tel.: +43 7282 6258, E-Mail: reception@muehltalhof.at, www.muehltalhof.at
syl

Foto © Mühltalhof

Stammlokal im 9. Montag 2017-01-16

Schön langsam kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass das »Wine & Dine« von Joseph und Chenli Kiang in der Grünentorgasse zu meinen Stammlokalen gehört. Oder besser gesagt mein einziges Stammlokal ist. Für manch »wahre« Stammgäste mag ein Besuch pro

Kiang Wine and Dine - Blick in die Kueche

Monat für diese Zuschreibung zu wenig sein. In meiner Welt ist diese Frequenz zweifellos Stammlokal-tauglich. Mein Faible für das Kleinod im Servitenviertel basiert auf mehreren Komponenten. Die da wären: die unglaublich herzlichen Gastgeber/innen. Die unglaublich 

Kiang Wine and Dine - Oktopussalat

nette Atmosphäre. Die unglaublich spannende (und laufend wechselnde) Weinkarte. Und selbstredend die unglaublich köstlichen Gerichte. Wie zum Beispiel mediterran anmutenden Oktopussalat, Hühnerinnereien (!), Quallensalat (!), scharfe Ganbian-Fisolen oder Fladenrolle mit

Kiang Wine and Dine – Huehnerinnereien

gebratenem Lammfleisch und Lauch. Bestellt wird prinzipiell gar nicht, egal in welcher Runde, wir verlassen uns immer voll und ganz auf die Kiang'schen Empfehlungen flüssiger und fester Natur. Und damit fährt man ausgesprochen gut. Besonders gefreut haben wir uns diesmal über den 2015 Binger Riesling vom Quarzit vom Weingut Riffel in Rheinhessen. Wie schön, wenn man unverhofft auf Weine unserer Kunden stößt. Wer noch nicht dort war ist selber schuld und kann das natürlich jederzeit ändern. Wärmste Empfehlung!

www.kiangwine-dine.com


Ruth

Borderlinerin Mostarda di cipolle e arance Donnerstag 2016-12-29
Die C hat einen neuen Freund, den F aus der Nähe von Siena. Und die beiden halten es offenbar so, dass sie erst einmal übers gemeinsame Kochen herausfinden möchten, ob sie überhaupt zueinander passen und miteinander können. Denn das Kochen ist der Gratmesser schlechthin für eine Beziehung.
Ein Stück Pecorino und ein Glas mit der Aufschrift »Mostarda - Cipolle - Arance«

Der F, echter Italiener, der er ist, hatte Lust auf Mostarda di cipolle e arance (Zwiebel-Senfsauce mit Orangen) und noch mehr darauf, sie mit der C gleich selbst zu machen. Eine echte Feuerprobe für eine junge Liebe angesichts der 0,8 kg weißer Zwiebeln, die kleingeschnitten und mit den 1,2 kg Orangen verkocht werden wollten. In den Topf wollten später auch noch 0,7 kg Zucker, 0,25 l Weißweinessig, ein Löfferl Salz und eine unbestimmte Menge frischer Chili. Das Senföl, wegen dessen die beiden halb Wien durchforstet und unruhig gemacht haben, steht in keinem der vielen Rezepte, die sich online finden, erwähnt. Hätten sie sich vielleicht also sparen können. Aber dann hätt's halt anders geschmeckt. Und wenn ich mich richtig an die Schilderung erinnere, haben sie zwar Senföl, aber keinen Essig verwendet. Dürfte also alles nicht so eng gefasst sein. Ja, und dann wurde sanft erhitzt. Erst Obst und Gemüse etwa eine 3/4 Stunde lang und dann alles zusammen mit dem Rest noch eine weitere gute Stunde.

Womit die beiden sich die Zeit vertrieben, während das Gemisch dahinköchelte und seine Wohnung mit wohlriechenden Dämpfen ausfüllte, wollen wir uns maximal vage vorstellen. Auf jeden Fall gossen sie danach die Mostarda noch heiß in viele kleine beschriftete Gläser und teilten diese partnerschaftlich untereinander auf. Dürfte also alles gut gegangen sein.

Eins der Gläser brachte C letztens mit einem gereiften Stück Pecorino zu mir nach Hause. Die Mostarda schmeckt naturgemäß würzig-süßlich-schärflich-köstlich und passt wahrscheinlich etwas besser zu einem Weichkäse als zum leicht scharfen Pecorino. Küssen sollte man danach nur den F oder auch den H, falls der mitgenascht hat.

Und wenn der großen Tochter und mir, so wie heute, dauernd nach irgendwas der Sinn steht: süß? sauer?? pikant??? was???? Dann passt die Mostarda perfekt, auf einem kleinen Stückchen Brot. Sie ist alles zugleich, eine geschmackliche Borderlinerin. Sie macht uns und unsere Sinne endlich glücklich und zufrieden.

Eines der vielen Rezepte auf Italienisch zum exakteren Nachlesen und Nachkochen
syl

Mostarda & Co

syl  16.01.2017 13:45

Ciao F,
It was a real pleasure tasting your creation and listening to the story of C. And I am very much looking forward to meeting you ;)
Ciao,
syl

Mostarda & Co.

F  15.01.2017 22:21

It 's been funny reading the story, especially I must say a very detailed description which completely reflects the actual facts

thanks for the free advertising ;-)

ciao from "F"

#österreichseidank - Danke, Katharina Seiser Donnerstag 2016-12-01
Weil wir in einem guten Land leben, das so viele schlecht machen. Weil wir uns dessen bewusst sein müssen, was wir alles haben. Deshalb postet Autorin und Foodbloggerin Katharina Seiser auf Facebook unter #österreichseidank die Dinge in unserem alltäglichen Leben, die es besonders und gut machen.
Katharina Seiser auf einem Screenshot ihrer Facebook-Seite

Ich möchte hier die Dinge aufreihen, die ich als besonders wichtig erachte. Katharina als Foodbloggerin hat noch eine ganze Menge mehr, dort nachzulesen.

Und so beginnt sie:
»vor 5 wochen und 2 tagen hatte ich meinen dritten schweren (und gleich wieder doppelten) bandscheibenvorfall mit starken schmerzen und einer teillähmung eines armes. dem österreichischen gesundheitssystem - in form von fünf tollen ärztinnen und ärzten, einer hervorragenden physiotherapeutin, einem diagnoseinstitut und der sva - verdanke ich, dass ich 37 tage danach 1. schmerzfrei bin und 2. mein arm bereits wieder fast zur gänze funktioniert. warum ich das schreibe? es gehört einfach viel mehr gelobt in diesem wunderbaren land. ganz besonders jetzt.

* für das wahrscheinlich beste trinkwasser der welt.
* dafür, dass die müllabfuhr funktioniert. keine selbstverständlichkeit, wie man beim reisen merkt.
* "Wa(h)lnüsse für das Volk!" mein rezept für #nusspotize steht im neuen falter, meinungs- und pressefreiheit #österreichseidank #bpw16 ‬
* den über 20.000 biobäuerinnen & -bauern, die knapp 20 % der landwirtschaftlich genutzten fläche österreichs bio bewirtschaften.
dafür, dass wir frauen auch mal in der finstern heimgehen können, ohne uns gleich fürchten zu müssen.
* für die funktionierende energieversorgung: wärme, strom, gas.
* für freie und geheime wahl(en).
* für die verlässlichen öffis, vor allem in wien.
* für den radiosender ö1 und all die engagierten journalistinnen und journalisten dahinter
*** Gefüllte Paprika [Anm. Stellvertretend für all die guten Dinge zum Essen und Trinken, die Katharina auflistet, weil ich sonst nicht mehr nachkomme.]

Elisabeth Aibler: Dafür dass wir unsere Politiker kritisieren dürfen ohne eingesperrt zu werden.
Dafür dass wir demonstrieren dürfen.
Dafür dass wir diskutieren dürfen.
Dafür dass wir wählen dürfen.

www.facebook.com/katharina.seiser
syl

#österreich

syl  01.12.2016 15:52

Es ist aber so. Viele wissen es gar nicht zu schätzen, wie gut es uns in Mitteleuropa geht. Alleine die Wertschätzung für unser gesundes Wasser fehlt, trinkbares Wasser ist international betrachtet ein Geschenk. Und vieles mehr. Das hat nichts mit Nationalismus zu tun.

Mich würde allerdings sehr interessieren, wer sich selbst als "Cunt" bezeichnet.

#österreich

Immanuel Cunt  01.12.2016 14:13

Nationalismus durch die Hintertür, oder was soll das hier sein? "Weil wir in einem guten Land leben, das so viele schlecht machen." Wenn ich so etwas schon lese.

Hier wird Persönliches mit Nationalem auf oberflächlichste Art und Weise vermischt. Das ist gefährlich.

Wenn man sich unbedingt für die Innereienküche bedanken möchte, reicht es, das beim Koch bzw. bei der Köchin zu tun. Dafür muss nicht gleich Österreich als Nation bemüht werden.

Sorry, aber dieser Hashtag und die Art und Weise, wie er verwendet wird, sind absoluter Blödsinn.

Ein cooler Typ II Montag 2016-11-28
Da schließe ich mich der Kollegin an. Aus zweierlei Gründen: A hat Rudi Pichler mich in ganz frühen Jahren als mein Chef beim Salon Österreich Wein »massiv beeinflusst«. Im Sinne von hochqualitiativer Weinwahl. B hat er das offenbar auch bei meinem Bruder, dem Koch, getan. Ihn hat er mit seinem Riesling Federspiel zu einem Gericht inspririert.
Ruth Havel, Rudi Pichler und Sylvia Petz
Nachzulesen im aktuellen Enos World Wine, in dem unter anderem folgendes steht: »Rudi Pichler, Petzens Lieblingswinzer aus der Wachau, war seinerzeit im Meinl am Graben aufgetaucht und hatte ihm einen leichten Federspiel-Riesling mitgebracht, der Kindheitserinnerungen weckte: Gerüche, Geschmacksnoten, die Petz schon in zartem Alter im Gasthaus der Familie an der oberösterreichischen Donau aufgesogen hatte, Erinnerungen an eine Rahmsuppe, die er bereits als Kind aß und liebte.« Gefolgt vom Rezept selbst, nachzutrinken mit besagtem Riesling, versteht sich.

Lieblingswinzer aus der Wachau! Rudi, hörst du? Mit dem Bruder und dessen Frau war ich übrigens das erste Mal bei Rudi zuhause am Weingut, auch das muss irgendwann Anfang der 1990er-Jahre gewesen sein. Dort habe ich meinen allerersten Wein gekauft, den von der Kollegin unten erwähnten Weißburgunder. Eine Köstlichkeit, mit der sich der Kreis schließt.

Falls Sie das Rezept von der Rahmsuppe nachlesen, nachkochen möchten, hier geht es zum gesamten Artikel im Enos, verfasst von Herausgeber Eckhard Supp, zu dem mir auch eine ganze Menge an Erinnerungen einfiele. Aber das ist eine andere Geschichte ...

www.rudipichler.at
Fotocredits: Monika Löff (Frau Havel, Herr Pichler, Frau Petz)
syl

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