Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Geht's noch? Die »besten« Sekte Österreichs auf Konsument.at Dienstag 2011-11-29
Ein echter Knaller. Genau. Den haben möglicherweise die Leute vom Konsumentenschutzmagazin. Als Testsieger einer Verkostung von 27 Sekten aus dem Supermarkt ging ein Schaumwein vom Diskonter um
€ 1,59 hervor. Laut Testprotokoll schmeckt er »gut bis herausragend«. Schützt uns bitte vor den Schützern!
Screenshot von konsument.at

So steht es geschrieben: »Qualität ist bei Sekt nach wie vor keine Frage des Preises. Im Gegenteil!« Sic! Und als Argument für das Ergebnis wird die Kostjury »Profis vom Bundesamt für Weinbau« genannt und blind sei die Probe gewesen. Mag ja durchaus sein. Mag auch sein, dass die Sekte tatsächlich so halbwegs trinkbar waren. Aber hat diesen Leuten schon einmal jemand klar gemacht, welch Wein bei € 1.59 Verkaufspreis in der Flasche sein kann? Zumindest zwei Margen, die Flasche, der Stoppel, die Folie, das Etikett, der Karton, das Marketingbudget (Diskonter!), der Transport und die Listungsgebühr werden von diesen € 1,59 abgedeckt. Möglicherweise fehlt noch was.

Was also kann der Sekt? Bei einem Wert von geschätzten 33 Cent pro Flasche? Das also heißt bei Konsument.at Qualität? Billigste Industrieware, Künstdünger, künstlich gezüchtete Hefen und was weiß der Himmel für Zusatzstoffe. Die Bubbles ordentlich reingepresst, ein bisschen Dossage aus Kristallzucker und fertig. Das Zeug ist wenige Wochen nach der Ernte auf der Flasche.

Das unterminiert die Arbeit seriöser Produzenten und die echte Qualität guter Sekte, von denen die meisten flaschenvergoren sind und zumindest ein Jahr auf der Hefe liegen. Schon das kostet ein Eck mehr als diese € 1,59. Auf den Rest des kostenpflichtigen Artikels verzichten wir hier gerne.

Hier noch die Liste der verkosteten Sekte. Welches der Sieger war, steht im zahlungspflichtigen Teil: Ritter Sekt, Winzerhaus Brut, MM Extra Sekt, Hochriegl Trocken, Haus Österreich Riesling Sekt, Vintage Selection Sekt, Schloss Königstein Österreichischer Sekt, Hochriegl Blanc de Blancs, Schlumberger Gold, Monte Christo Dry, Klostersekt Brut, Baronesse Sekt, Cantador Silvernote, Diplomat Österreichischer Sekt, Kupferberg Brut, Söhnlein Brillant Jahrgangssekt, Henkell Trocken, Römer Krönung, Szigeti Welschriesling, Schlumberger White Secco, Kupferberg Gold, Henkell Blanc de Blancs, Marquis Bernard Jahrgangssekt, Goldeck Veltliner Sekt, Engel Riesling Sekt, Rittsteuer Primus, Light live Light live alkoholfrei

www.konsument.at (2. Seite kostenpflichtig)
syl
Die COPs sind unterwegs! Vorsicht Suchtgefahr. Freitag 2011-11-25

Wenn Sie glauben, absolut falsch zu sein, dann sind Sie richtig. Beim Club of Plenty, einer Initiative von Winzer Roland Velich, Autor Christian Seiler und Philipp Furtenbach von den AO&s. Der COP »beschäftigt sich mit Essen und Trinken und den vielfältigen damit verbundenen Fragen zur täglichen Ernährung«. Er veranstaltet außergewöhnliche genussphilosophische Events wie im Spätsommer »Kreide«, ein Koch-Ess-Trink-Diskussions-Get-together im Kreidebergwerk im burgenländischen Müllendorf. Jetzt lädt COP zu »IMBISS«, Wiener

Die Tafel beim Club of Plenty

Forum zur Imbisskultur, noch bis 23. Dezember. Eingemietet in ein leerstehendes Gassenlokal am Bauernmarkt in der Innenstadt. Und wie schon oben erwähnt, man glaubt nicht, dass sich hinter dieser unbeleuchteten, zugeklebten Tür etwas auftun könnte. Tritt man zögerlich ein, befindet man sich in mehr oder weniger nichts. Baustelle. Aber nicht davon abschrecken lassen, Sie sind genau richtig!

Denn dann tut sich's tatsächlich auf. Eine lange Tafel im unverputzten Raum, bequeme mit grauem Filz überzogene Polsterbänke, auf denen es sich sicherlich auch gut schlafen lässt, und insgesamt eine gute Atmosphäre. Auch bedingt durch die Anwesenheit der Philipps Furtenbach und Riccabona. Kochende Nomaden, die sich niederlassen, wo sich's kochen lässt. Das kann im Wald sein, in der Kreide oder eben in der leerstehenden Urbanität. Kochstelle in der Baustelle. Von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr nachts wird hier Essen angeboten, zum Mitnehmen oder um damit vor Ort zu verweilen und sich auszutauschen.

Wobei Essen bei den AO&s immer etwas Besonderes darstellt. Ausschließlich saisonale Lebensmittel selbst gefangen und gehäutet oder von persönlich bekannten Produzenten. Gestern gab es zum Beispiel eine wunderbar mollige Karfiolsuppe (keine Sorge, nix von muffigkohligem Geruch und Geschmack), einen großartigen Salat aus zart gebratenen Wurzeln, Apfel und Rotkraut und dann diese Wurst da oben. Sie kommt vom steirischen Freilaufschwein, in die Haut kam sie mittels eines Wurstmaschinenprovisoriums mit kollabierendem Elektromotor und auf den Teller wunderbar grob und würzig. Geschmack aus der Kindheit. Bergkäse in dreierlei Reifegrad bildete den Abschluss und das Ganze gab es um mehr als günstige 20 Euro. Wein gibt es natürlich auch. Und wo Velich draufsteht ist entweder Velich drin oder Wein von anderen bekannten Winzern mit dem gewissen Salz.

Das Ganze ist aus rechtlichen Gründen als Verein deklariert, man kommt und isst und bleibt und geht irgendwann wieder. Um bald darauf wiederzukommen. Großartig!

Club of Plenty/Wiener Forum zur Imbisskultur
23. Dezember 2012, täglich von 10 bis 22 Uhr
1010 Wien, Bauernmarkt 1, Eingang Freisingergasse
www.cop.org und www.aound.net
syl

25 Jahre voller Dynamik. Die Österreich Wein Marketing. Und wir? Donnerstag 2011-11-24
Wir sind mit unseren etwas mehr als zwei Jahren ja noch sehr jung. Und doch alte Häsinnen in Gewerbe und fast von ÖWM-Anfang an mit dabei. Nicht, dass wir die Gründungsjahre der Österreich Wein Marketing, damals Österreichische Weinmarkting- service Gesellschaft, Willi Klinger und sein Team - Bild von Anna Stöcher

schon ganz bewusst miterlebt hätten. So alt sind wir nun wieder auch nicht. Gegründet wurde ja 1986, als die ganze Welt mit hochgezogener Braue auf unsere Winzer und ihre Weine blickte. Als die heimische Weinwelt darnieder lag, niemandem mehr nach österreichischen Weinen zumute war und alles erstarrt war. Da traten ein paar entschlossene Männer auf den Plan, um das Bild wieder zurechtzurücken. Den österreichischen Wein wieder salonfähig zu machen und seinen guten Ruf wiederherzustellen. Die ÖWM wurde geboren. Und die ÖWM-Chefs (gar nicht so viele) und ihre Leute haben über die Jahre tatsächlich das Wunder vollbracht: 25 Jahre später gilt der österreichische Wein weltweit als hervorragend, die Exportzahlen sind prächtig und wir können zurecht wieder stolz sein auf unsere Produzenten. Und das, was sie unterstützt durch die ÖWM, geschafft haben.

Die ÖWM-Chefs und ihren Teams, sie machten und machen einen großartigen Job! Es waren und sind dies Wolfgang Lusak (1986 – 1989), Engelbert Prassl (1990), Walter Kutscher (1991 – 1993), Bertold Salomon (1994 – 2001), Michael Thurner (2002 – 2006) und seit 2006 Willi Klinger. Die gesamte Weinwelt beneidet uns um diese großartige schlagkräftige Equipe, ihre tollen Veranstaltungen, professionellen Organisationen und Serviceleistungen. Und wir sind stolz, seit Anfang der 1990er auch immer mit dabeizusein. Bis heute. Schön, dass es die ÖWM gibt!

Herzliche Gratulation zum Geburtstag!

Foto: ÖWM/Anna Stöcher

www.oesterreichwein.at
syl

Achtung – limitierte Auflage! Dienstag 2011-11-22

Die Entstehungsgeschichte dieses Weines ist nichts für Feministinnen oder Personen, denen Gleichberechtigung auch nur im Ansatz in irgendeiner Form ein Anliegen ist. Trotzdem soll hier von ihm berichtet werden. Denn für die Entstehungsgeschichte kann ja niemand was. Schon gar nicht der Winzer.

So trug es sich vor einigen Jahren zu, dass der Winzer, um den es hier geht, Heinz Weixelbaum aus dem idyllischen Örtchen Strass im Strassertale, von der sogenannten Nikolaibruderschaft einen Weingarten geschenkt bekam. Nicht einfach so. Nein, weil er männlich ist, die Strasser Ortsbürgerschaft besitzt, verheiratet ist und einen Sohn hat. Nur wer diese vier strengen Kriterien erfüllt, hat die Chance, so einen »Lebensgrund« zu bekommen. Stirbt ein solcher Winzer, fällt das Grundstück zurück an die Bruderschaft und wird neu vergeben. An einen Weinbauern, der männlich ist, die Strasser Ortsbürgerschaft besitzt, verheiratet ist und einen Sohn hat.

Eine Flasche Weixelbaum Anno Dazumal 

Und das alleine genügt nicht. Ist einmal in einer Winzerfamilie eine Frau am Ruder, dann ist es vorbei. Für immer. Dann fällt diese Familie aus dem Bruderschafts-Reigen raus. So viel zur Gleichberechtigung. Doch genug damit, jetzt geht es um den Wein.

Nun, des Winzers erster Gedanke nach Erhalt des Geschenkes (rund 2.600 m2): Roden. Doch dann, ein zweiter Blick. Und die Idee, die über 60 Jahre alten Veltliner-Rebstöcke doch lieber zu erhalten. Also, Rebstöcke wieder aufrichten, hegen und pflegen. Und einen großartigen Wein keltern. Wie früher, ohne Einsatz moderner Kellertechnik. Die Trauben werden direkt nach der Lese gepresst, entschleimt und dann kommt das Ganze ins große Holz, wo es cirka zehn Wochen gärt. Spontan, versteht sich. Ein halbes Jahr bleibt der Wein auf der Hefe, wird dann umgezogen (kommt also weg von der Hefe), wird leicht geschwefelt, kommt noch einmal ins Holz und reift dann ein Jahr im Stahltank, bevor er gefüllt wird. Gut Ding braucht Weile.

Jetzt ist er da, der erste Jahrgang ANNO DAZUMAL. Eine Wucht von Wein. Für mich, um es kurz zu machen, ein strammer Südländer mit coolem Charme. Südliche Macchia, Salzigkeit, straff und doch vielschichtig, bestens proportioniert, burgundisch. Was soll ich sagen, am besten selber kosten!

Für Bestellungen und auch so:

Das Weingut Weixelbaum

Ruth

That addresses several of my concerns actaully.

Jennah  11.12.2011 23:59

That addresses several of my concerns actaully.

Cocooning mit feinem Lesestoff - »Legendäre Weine Österreichs« Samstag 2011-11-19

Wenn draußen graunebeliger klammer Samstag herrscht, ist es an der Zeit, es sich drinnen schön zu machen. Wein her, Kerzenlicht her und mit dem Pfarrer ab auf den Divan. Könnte ein bissl eng werden ... Gott sei Dank gibt es Weinpfarrer Hans Denk seit kurzem in schlanker Buchform. Besser gesagt seine Lieblingsweine, in Worte gefasst von Christina Fieber und Herbert Hacker. »Legendäre Weine Österreichs« nennt sich das Buch, in dem die beiden Autoren gemeinsam mit Hans Denk, der »Nase Gottes«, die Quintessenz der letzten drei Jahrzehnte des österreichischen Weinbaus auf den Punkt bringen.

Cover des Buches Legendäre Weine Österreichs

Es ist eine Reise zu 35 Winzern, gepackt in feinfühlige Porträts und gespickt mit feinsinnigen Kommentaren. Anlass der jeweiligen Reise ist immer ein besonderer Wein, ein legendärer. Sei's Jameks »gewaltiger« Riesling Ried Klaus 1977, Velichs »wahrhaft göttliches Vergnügen«, der Blaufränkisch Neckenmarkt Alte Reben 2007, Bründlmayers mit einem »gregorianischen Choral« vergleichbarer Riesling Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 1985 oder Thomas Schwarz' Rohrwolf 2007, der dem Pfarrer ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht zaubert. Und schlussendlich die rote Weinlegende Österreichs schlechthin, Triebaumers Blaufränkisch Mariental 1986: »Perfekte Harmonie. Die Schönheit dieses Weines liegt in seiner tiefen Stille und Vornehmheit.«

Die Fotos entstammen David Rühms Kamera, schöne lichte Momentaufnahmen und Stimmungsbilder. Auch Dank seiner erweckt jeder einzelne Wein, jedes Porträt die Lust, den Winzer und seinen Wein heimzusuchen. Manche Weine sind noch am Markt, bei vielen ist die Suche bereits vergebens. Schön, dass man sie jetzt zumindest nachlesen kann. Legendäre Weine und ihre Welt in feiner Prosa.

Legendäre Weine Österreichs. Christina Fieber und Herbert Hacker.
Pichler-Verlag, 2011.
syl
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