Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Entspannt französisch Dienstag 2012-06-19

Vive la France. Schön langsam gibt es in dieser Stadt ja doch die eine oder andere Lokalität, zu der's einen hinziehen kann, wenn man Lust auf französisches Lebensgefühl bekommt. Im »Le Troquet« in der Kirchengasse weht ganz entspannter, unaufgeregter flair français. Ein Lokal, als wär's immer schon hier gewesen.

Innenraum des Le Troquet

Angenehme Musik, angenehme Leute, angenehmes Essen. Die Speisekarten kommen in der Aufmachung uralter Singles daher (sehr ansprechend!), das Angebot ist überschaubar und französisch bodenständig. Croque Monsieur, Croque Madame, Steak frîtes, Quiches in mehrfacher Ausführung und sonst auch noch so einiges.

Das Getränk hier rechts war mir allerdings zu grün und zu süß, der Name ist mir entfallen. Minz-Soda auf französisch halt. Quelque truc à la menthe.


Ein Glas Minz-Soda

Quel dommage, einen Nachteil gibt's: Es darf geraucht werden. An Tagen, an denen es so warm ist, dass die Türe offen steht und man nah genug an derselbigen sitzt, pas de problème. Sonst glaub ich schon.

Auf der Website www.letroquet.at findet sich genau diese Info, nicht mehr und nicht weniger:

Kirchengasse 18, 1070 Wien
01 522 06 81
bonjour@letroquet.at
Montag–Samstag 11–01.30 Uhr
Feiertags geschlossen  

Ruth

Tolles Lokal - mir gar nicht aufgefallen

Alexander Surowiec  22.07.2012 21:07

Guten Abend,
ich bin heute über den Blog von Katharina Seiser auf euren Blog gestoßen.
Ihr habt wirklich interessante Beiträge! Vor allem das Lokal in der Kirchengasse 18 (letroquet), werde ich in den kommenden Tagen aufsuchen. Sieht sehr ansprechend aus! Danke für den Tipp!

Beste Grüße
Alex

P.S. Schaut mal auf unsere Seite vorbei: www.clubare.com
BG

Was für ein Jahrgang Freitag 2012-06-15

Gemeinhin wird ja behauptet, mein Geburtsjahrgang sei aus weinqualitativer Sicht eher bescheiden gewesen. In kaum einer Weinbauregion auf diesem Planeten seien aus der Ernte 1970 richtig gute Weine entstanden. Vor ein paar Tagen wurde ich (wieder einmal) eines Besseren belehrt. Ach wär das Lernen doch immer so ein Genuss!

Völlig vermummt kam die Flasche auf den Tisch, sollte doch niemand erkennen, was uns da in einer vinophilen Freundes- und Freundinnen-Runde kredenzt, ich würde sogar sagen offenbart wurde.

Leere Flasche 1970 Clos de la Roche

Beim ersten Reinriechen war – so glaub ich mich zumindest erinnern zu können – allen klar, dass wir da großes Kino in den Gläsern hatten. Mich beeindruckte die Kombination aus schön dreckig und trotzdem edel, aus eindeutig gereift und trotzdem mit Biss und Spannung. Schwer in Worte zu fassen, ich geb's zu, wie jeder Schluck ein wahrhaftes Erlebnis war und immer neue Facetten dieses Weines zum Vorschein kamen. Sie merken, ich schwelge. Und bin in Gedanken beim 1970er Clos de la Roche von der Domaine Armand Rousseau Pere et Fils in der wunderbaren Burgund.

Abertausend Dank an den edlen Spender für diesen großartigen Wein, der für mich der Wein des Abends war. An einem Abend, an dem ausschließlich Herzblutweine getrunken wurden. 

Ruth

Danke für den Tipp!

Ruth  19.06.2012 13:08

Was mäßige Jahrgänge oft so liefern ...

Rousseau

mag. W. Traube  19.06.2012 10:34

Unbedingt noch den 2001er probieren! Soll ja auch ein "mässiges" Jahr gewesen sein.

Servus Rosi! Donnerstag 2012-06-14

Was braucht die Welt schwedische Königskinder? Die Welt braucht österreichischer Winzerskinder!

Und da ist auch schon eins! Wir gratulieren Carmen und Herbert Zillinger zu Rosi! Herzlich willkommen, liebe kleine Weinviertlerin!

syl

Baby mit Weintrauben
Brotlose Arbeit Mittwoch 2012-06-13
Sie tun es, ich tue es und die meisten anderen tun es auch. Nämlich sein täglich Brot nicht beim Bäcker ums Eck zu kaufen, sondern in einem Schwung mit allen anderen Sachen im Supermarkt. Aus Zeitgründen, aus Bequemlichkeit und auch deshalb, weil ums Eck kein Bäcker mehr ist. Und das ist ein Dilemma!
Illustration eines Bäckers mit einem Korb Brot

»Bäcker beißen sich an Supermärkten die Zähne aus« hieß es im Standard vom
12. Juni 2012. Denn nur noch jeder zweite Österreicher kaufe beim Bäcker ein, bei dem in Folge die Umsätze einbrechen. Mist aber auch! Und die anderen zweiten Österreicher vermissen die Bäcker nicht einmal, keine Spur von Nostalgie. Logisch, wenn man aus Zeit- und Organisationsgründen gar nicht an sie denkt und auch keine sieht.

Und so schreite das Sterben der österreichischen Bäckereien (Der Standard schreibt »das Sterben der Bäcker«, aber das wäre dann doch etwas zu fatalistisch ...) schneller voran als von der Branche erwartet. Bei den Fleischern und Schustern war es ähnlich, in vielen Städten gibt es gar keine Betriebe mehr.

Den Bäckern drohe nun ein ähnliches Schicksal. In den letzten vier Jahren haben sie laut aktueller Marktuntersuchung der GfK 30 % ihrer Kunden verloren. 75 % des Umsatzes gehörten in der Zwischenzeit dem Lebensmittelhandel, 21 % seien dem Fachhandel verblieben. Handelsdiskonter erlebten zugleich einen Zuwachs von
22 %.

26 % der 2.800 Befragten gaben an, dass sie das Verschwinden der kleinen Bäcker nicht stören würde. Und nur ein Drittel der kleinen Betriebe schaffe es, konstant in der Gewinnzone zu bleiben. Die großen expansionshungrige Filialisten wie Mann, Ströck und Felber verdichten speziell in Wien ihr Netz und machen es den Kleinen zusätzlich schwer. Nur hippe Boutiquebäckerein reüssieren hier wirklich.

Zusätzliche Dienstleistung und ein/zwei Spezialprodukte könnten das Mittel zum Erfolg sein, meint der Chef der Markenbäcker GmbH Michael Bruckner. Am Land böten Einzelkämpfer in der Zwischenzeit ihre Läden als Kommunikationszentren an, hier entstünden neue Dorfmittelpunkte. Wir drücken allen die Daumen und versprechen, uns künftig vor den kleinen Bäckereien einzubremsen.

Quelle: Der Standard. Dienstag, 12. Juni 2012, S. 19
syl

selber backen

syl  13.06.2012 19:19

ist eh super. nur ist das halt ziemlich zeitaufwändig.

Ich kaufe weder beim Bäcker

Ulrike  13.06.2012 16:23

noch im Supermarkt, weil es mir bei beiden nicht schmeckt!

brot woher?

katha  13.06.2012 15:09

irrtum, ich tue es nicht. never ever. weil es nicht schmeckt.

Erotikfreie Zone? Freitag 2012-06-08

Gedacht hab ich mir's eh schon, gehofft allerdings nicht. Aber offenbar sind rein platonische Beziehungen zwischengeschlecht- licher Art doch eher selten. Wenn nicht gar unmöglich. Wieder ein spannendes Ergebnis einer wissen- schaftlichen Untersuchung. Irgend- wo wird immer irgendwas geforscht.

Porträt von einem Hund und einer Katze

Jedenfalls, an der Universität von Winsconsin waren über 400 Freundschaften von Erwachsenen Untersuchungsgegenstand. Und, um es ganz kurz zu machen, egal ob Freund und Freundin single oder in einer – natürlich anderen – Liebesbeziehung sind, erotische Anziehung besteht. Wobei es vor allem die Männer sind, die in ihrer »Freundin« auch das ewig lockende Weib sehen. Sind sie gleichzeitig anderweitig vergeben, verliert diese Beziehung an Attrakivität, je anziehender die platonische Frau auf sie wirkt. Irgendwie logisch.

Frauen sehen das generell differenzierter, für sie kann ein Mann auch einfach ein Freund sein. Ohne Hintergedanken. Was beide Geschlechter an so einer platonischen Freundschaft am meisten schätzen, ist der »Einblick in die Gedankenwelt des anderen Geschlechts«. Prinzipiell eine gute Sache. Wenn die Freundschaft an sich aber dann auch alles wieder verkompliziert, nützt der Einblick wahrscheinlich wiederum wenig. It has always been the same old story ...

Die Wahrheit über platonische Freundschaft im Standard

Ruth
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