Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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G'schmackig. Sonntag 2012-07-22

Was lieben wir doch die italienische Küche. Mozzarella di bufala, Prosciutto di Parma, pomodori pellati aus echten San-Marzano-Tomaten und noch so viel mehr. Gut, dass so viel von dem herrlichen Zeug seinen Weg auch nach Österreich findet. Buonissimo!

Die italienische Flagge im Wind 

Oder doch nicht so? In der Tageszeitung »Die Presse« vom 19. Juli 2012 prangt eine geschmackvolle Überschrift am Titelblatt: »Das große Geschäft mit falschem Essen«. Da schwant Böses. So wachse der Zweig der sogenannten »Agromafia« in Italien schneller als die meisten anderen mafiösen Geschäftsfelder. Mehr als 12,5 Milliarden Euro jährlich werde mit gefälschten Lebensmitteln der organisierten Kriminalität umgesetzt. Und sie mischen alle ordentlich mit: die neapolitanische Camorra, die sizilianische Cosa Nostra und die kalabrische 'Ndrangheta. 

Man lese und fürchte sich: »Die Produktion und der Handel mit gepantschtem oder gefälschtem Essen treffen so gut wie jedes italienische Exportprodukt«. Juhu. Vom Olivenöl kursieren ja schon länger diverse Gruselgeschichten, hurtig weiter geht's mit gefälschtem Valpolicella Ripasso oder Amarone, moldawischen, mit Pestiziden verseuchte Äpfeln, San-Marzano-Tomaten aus China, Bresaola-Schinken mit Rindfleisch aus Uruguay.

Leider arbeitet die Mafia so gut, dass sie auch die Fälschung von Qualitätssiegeln wie DOP, das italienische Herkunft und strenge Normen sichert, perfekt beherrscht.

Mir macht das alles Angst. Und irgendwie wollte ich mir die romantische Vorstellung, dass den Italienern wenigstens das Essen heilig ist, lange nicht nehmen lassen. Die ragazzi machen mir's aber nicht leicht.

Quelle: »Die Presse« vom 19. Juli 2012, Seite 1

Ruth

Doch dann kam die BÖG Donnerstag 2012-07-19
International wurden Termine und Daten verglichen, damit der VINEUS, die Aufmerksamkeit bekommt, die er auch verdient: die Oscars werden bereits im Februar 2013 verliehen, Justin Bieber kommt zum Glück schon im März 2013 nach Wien. Somit erklärten wir den April zum VINEUS-Monat und haben daher gleich die Mitte des Monats, den 15. April 2013, als den Abend der Verleihung auserkoren ...... doch dann kam die BÖG.
Sylvia Petz und Ruth Havel beim Verrücken einer Blumenvase vor dem Vineus Logo

Voller Vorfreude wurde sofort auf Facebook und Twitter der 15. April 2013 als der Tag der Tage angekündigt. Die ersten Zusagen und Anfragen zu Tischreservierungen trafen auch sofort ein ...... doch dann kam die BÖG.

Denn diesmal findet die BÖG-Gala nicht im Rahmen der GAST-Messe statt, sondern eine Woche später. Aufmerksame Leser und Leserinnen unserer Facebook-Seite kontaktierten uns sofort, um uns auf diese Terminkollision hinzuweisen, denn an diesem Tag kommt die BÖG.

Nun gut, das VINEUS-Team ist flexibel, dynamisch und unkompliziert. Und somit wird daher DER österreichische Weinpreis eine Woche darauf in sensationellen Rahmen vergeben. Somit ist nun der 22. April 2013 der VINEUS-Tag, denn an diesen Tag kommt nicht die BÖG. 

Mirjana

Perpetuum vinobile aus dem Weinviertel Dienstag 2012-07-17

Es muss nur einmal ins Laufen kommen. Und wenn's dann läuft, läuft's.

Laufen tut's seit geraumer Zeit bei Herbert Zillinger, Winzer im wein- viertlerischen Ebenthal. Den skep- tischen Blick kann er sich also getrost sparen. Und so wie's aus- sieht, reißt der Lauf auch in Zukunft nicht ab. Warum auch.

Grafik von Herbert Zillinger mit seinen Weinflaschen

So richtig! angefangen hat alles im letzten Jahr im Staate Dänemark, als Herberts Rosésekt Indiskret bei einem Champagnertasting ziemlich frech aufgezeigt hat. So schnell war selten ein Wein ausverkauft wie dieser.

Jetzt kam mit dem Grünen Veltliner Weintalried 2011 mit 92 Punkten im aktuellen A LA CARTE ein GRAND-CRU-SIEG: »(Fassprobe) Gelber Apfel in Konzentration, saftig und animierend, strahlt richtig, Mango und Lychee; knackig, gutes Pfefferl, feine Mineralik, schöne Länge.«

Der VINARIA Weinguide legt mit high scores nach: Zillinger ist mit drei Sternen Aufsteiger und rangiert nun für das Fachblatt unter den besten Weißweinwinzern Österreichs. »(...) Schon die Leichtweine sind in der Kategorie 'leider geil' anzusiedeln. (...) Absolutes Glanzstück ist dieses Jahr der Traminer Profund 2011, ein gleichermaßen großzügiger wie perfekt abgestimmter Wein, der zu den besten Traminern Österreichs (5 Sterne und Top!) zählt. (...)«

Auch die deutsche WEINWIRTSCHAFT/Meininger-Verlag hat ein Auge auf den Weinviertler geworfen, siehe anhängendes Pdf: »(...) Seine Stilistik ist für das Weinviertel noch immer ungewöhnlich. Lange Maischestandzeiten, Spontangärung und möglichst lange Zeit auf der vollen Hefe geben seinen Weinen einen komplexen Stil, wie geschaffen für die gehobene Weinviertel DAC Reserve Stufe.«

Dass Herbert Zillinger großartige Weine keltert, ist auch längst im Ausland angekommen. 60 % der Gesamtproduktion werden exportiert. Besonders viel Fans sitzen übrigens - genau! - im Staate Dänemark. Zillingers Weine werden u.a. im Radio, Nomas kleinem Bruder, ausgeschenkt.

Und falls Sie wissen möchten, warum Herbert Zillinger nicht mehr im Falstaff-Guide angeführt ist, können Sie das hier an seiner Facebook-Pinwand nachlesen.

www.zillingerwein.at
syl

wer bin ich ;-)

tom  31.07.2012 15:47

sorry, komme erst jetzt zum antworten.
genoß im wahsten sinne des worte meinen urlaub,
ganz ohne internet und co.
mhh, also ich bin der tom, der euch damals bezüglich holymoly bilderrätsel mal was geschickt hat. der tom der eigentlich eh hin und wieder hier seine kommentare abliefert und gerne ließt. der tom, der gute weine liebt, besonders eben von zillinger und hirsch ;-)

genial

syl  22.07.2012 08:57

lieber tom, freut uns und herbert natürlich außergewöhnlich, dass seine weine so munden. welcher der vielen toms versteckt sich denn hinter diesem?

lieben gruß,
syl

genial

tom  21.07.2012 21:55

stimmt, Herbert Zillingers Weine sind wirklich genial. Die gesamte Palette zu empfehlen! Einfach grandios wie wunderbar sie auch zu einer Menüfolge passend eingesetzt werden können. Aber da sind uns scheinbar die Dänen einen Schritt voraus.
Lieber Herbert Zillinger, weiter so phantastische feine Weine "machen".
Es ist immer wieder eine Reisenfreude soche Weine im Glas zu haben.

Harsche Kritik Sonntag 2012-07-15
Das klingt ja nicht gerade berauschend. Mehr als fünf Milliarden Euro wurden in den letzten Jahren für die Reform des europäischen Weinmarktes von der EU-Kommission locker gemacht, die Auswirkungen seien laut EU-Rechnungshof viel zu gering. Vor allem die Rodungsprämien von mehr als einer Milliarde Euro werden scharf kritisiert. Diese wären mit Beträgen zwischen 1.450 und 12.300 Euro pro Hektar viel zu hoch gewesen und nach einem Jahr sogar noch einmal erhöht worden. Daher konnten mit dem vorhandenen Budget nur rund 175.000 Hektar Weinberge, das sind 5 % der europäischen Gesamtfläche, gerodet werden.
Blick in einen grünen Weingarten 

Weitere 4,2 Milliarden Euro wurden für die Erneuerung und Verbesserung der Rebflächen und Kellereien bereit gestellt. Die österreichischen Winzerinnen und Winzer haben davon rund 57 Millionen bekommen. Was laut Josef Pleil vom österreichischen Weinbauverband einen Investitionsschub von ungefähr 200 Millionen ausgelöst hat. Immerhin.

Quelle: Der Standard, 14./15. Juli 2012, Seite 17

Ruth

La rossa. La grassa. Wir kommen wieder! Donnerstag 2012-07-12
Ein großartiges Geburtstags–geschenk! Dank gilt dem Gatten der Jubilarin. Die zu ihrem 40er drei Tage Italien mit vier Freundinnen – eine für jedes Lebensjahrzehnt – zu Füßen gelegt bekam. Gut, dass ich mit besagter Freundin studiert habe, gut, dass wir gemeinsam ein sehr prägendes Semester an der Sorbonne in Paris erledigt haben. Gut, dass ich dabei war!!!!
Fussfoto der Freundinnen in Sandalen 
Freitag in der Früh in den ersten Flieger nach Bologna gestiegen, Sonntag am Abend den letzten zurück an die schöne blaue Donau genommen. Dazwischen drei Tage schwatzen (no na ned), schlendern, shoppen (ein bisschen), sightsee-en, schlemmen. Kilometerweise Arkaden (portici) machten die Hitze erträglich und den Regen zur absoluten Nebensache.
Alte Gebäude in Bologna
Die nächsten Danksagungen (Mille tante!) gebühren dem Dottore Commercialista aus Wien mit Zweitkanzleisitz in »la rossa« sowie der Jugendliebe einer Mitreisenden mit Wohnsitz ebendort. Deren Tipps für Trattorie, Enotece, Cremerie (nachdem das Eis in »la grassa« mit Mascarpone gemacht wird, werden aus Gelaterie eben Cremerie) waren 1A.
 La Montanara in Bologna 
Ein Reiseführer der besonderen Art verhalf uns zu wirklich besonderen Stadtan- und -einsichten. Nachhaltig in Erinnerung blieben der Anblick der Neptun-Statue von einem ganz speziellen Punkt aus gesehen (Rückenasicht mit überraschendem Detail), die flüsterbaren Gewölbe und eine mumifizierte Heilige, die sich vor uns versteckte.
Die Sorbetteria in Bologna

Fazit: Bologna, wir kommen wieder. Sì! Sì! Sì!

Ruth

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