Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Fake Tomatoes Montag 2012-07-02

Kann man bitte unser Essen endlich in Ruhe lassen? Wer immer sich gewundert hat, warum die Tomaten in den Steigen auf den Märkten und in den Supermärkten alle gleich- mäßig rot sind - wo bitte gibt es so etwas auf Tomatenstauden? - kriegt jetzt die Antwort. Eh klar, alles fake!

Man züchtet die Farbe in die Frucht.

Drei rote Tomaten

Wer bitte braucht das?  Wie im Standard vom letzten Samstag nachzulesen ist, versuchen Züchter seit Jahrzehnten, Tomaten ein gleichmäßiges Rot zu verleihen. Was bei der ganzen sinnlosen und manipulierenden Panscherei  verloren geht, ist der Geschmack. Das künstliche Rot zerstört ein für ihn zuständiges Gen, zeigten nun Biochemiker der University of California auf.

Ist das Gen intakt, werden mehr Chloroplasten gebildet, die neben dem Geschmack auch das Grün unreifer Tomaten herausbilden, aber die vollständige Rotfärbung verhindern. Jetzt sucht man nach einer neuen Methode, Tomaten genetisch so zu verändern, dass Geschmack und Rot passen. Himmel, aber auch!

Quelle: Der Standard, 30. Juni 2012
syl
Eine Stilkunde. Wahrlicher Genuss. Sonntag 2012-07-01
Ein wenig bange ist mir gerade zumute, der Schreibfluss mag nicht so recht einsetzen. Hab ich doch gerade nach erquicklichen Lesestunden unter dem Apfelbaum ein Sonderheft der Wochenzeitung »Die Zeit« zu Ende gelesen, in dem sich alles um die schriftliche Sprache dreht. »Wie Sie besser schreiben. Eine Deutsch-Stilkunde in 20 Lektionen« von Wolf Schneider. Viele Jahre Journalist in vielen Funktionen für viele Medien, später verantwortlich für den Aufbau der Henri-Nannen-Schule, die er bis 1995 leitete. Auch heute noch bildet er Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus, ist Sprachlehrer in der Wirtschaft, in Medien, für Behörden.
Cover des Sonderhefts "Wie Sie besser schreiben" der Zeit 

2011 wurde er für sein publizistisches Lebenswerk mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Kein Wunder, dass ich Respekt habe. Und diese Zeilen zögerlicher als sonst schreibe.

20 Lektionen wie »Im Anfang war das Tun« (ein Plädoyer für das Verb), »Warum wir am Passiv« leiden oder »Mit Satzzeichen Musik machen«, die ich nicht nur gelesen, sondern vor allem auch genossen habe. Dazwischen gestreut hat Schneider kurze Abrisse zu  »Sprachmeistern« wie Goethe und Schiller, Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Friedrich Nietzsche, Franz Kafka und Thomas Mann. Gespickt mit Beispielen aus deren Schaffen. Pures Lesevergnügen. Und wie ich finde Pflichtlektüre für alle, die mit dem Schreiben irgendwie ihr Geld verdienen.

Ruth

Zeugnis-Verteilung Freitag 2012-06-29
Rechtzeitig zum Schulschluss rückt auch das Falstaff-Magazin mit seinen Noten raus. Mit dem Ranking der 100 besten Weingüter Österreichs. Die Bewertung der letzten zehn Jahre, der aktuelle Falstaff-Weinguide und die internationale Bedeutung der Weine/Winzer waren die Kriterien.
Die Top 6 der Falstaff Top 100 aufgelistet

Wir freuen uns darüber, dass viele unserer Kunden und Freunde unter diesen Top 100 zu finden sind. Keine Überraschungen, logische Platzierungen. Es sind dies im Besonderen Fritz Wieninger auf Platz 11, Rudi Pichler auf Platz 14, Johannes Hirsch auf Platz 27, Angerhof-Tschida auf Platz 29, Markus Huber auf Platz 54, die Velich-Brüder (Heinz 21 und mit Panta Rhei Newcomer, Roland/Moric 59), Walter Buchegger 62 und und und. Wir gratulieren von Herzen und sind stolz!

Weiters finden sich je ein Wein von Rudi Pichler, Fritz Wieninger und Markus Huber unter den Top 10 Weißweinen und vor allen Dingen rangieren unter den Newcomern lauter liebe Freunde. Auf die wollen wir heute trinken! Die gesamte Liste als Pdf im Anhang.

Ein paar Dinge sind dem Falstaff-Team aber offenbar durcheinander gekommen. Fritz Wieninger liegt in der Printausgabe auf Platz 10 und nicht wie in den Online-Berichten auf Platz 11. Dafür rangiert Claus Preisinger mit dem Blaufränkisch Bühl 2009 gleich zweimal unter den Top 10 Rotweinen. Und eine interessante Diskussion zum Thema Bewertungen, Rankings gibt es hier auf Faceboook.

www.falstaff.at
syl
Feuer! Mittwoch 2012-06-27
Es gibt sympathische Kochbücher, die man sofort in die Hand nimmt, in ihnen blättert und gleich einmal im Vorratskammerl nachschaut, ob sich ein Rezept ausgeht. Es gibt weniger sympathische Kochbücher, die man halt hat, einmal durch- blättert und ins Regal stellt. »Nenis Feuerküche« fällt definitiv in die erste Kategorie.
Cover des Kochbuchs Nenis Feuerküche neben Gemüse

Das liegt vor allen Dingen an den Frauen, die es geschrieben haben. Zum einen an der strahlenden Haya Molcho, umtriebige Israelin in Wien mit inzwischen drei Restaurants und diesem ihrem zweiten Kochbuch, für das sie die Rezepte und Geschichten geliefert hat. Zum anderen an der mindestens genauso strahlenden Michaela Ernst, Wiener Journalistin und Autorin, die die Rezepte und Geschichten in Worte gefasst hat.

Hier geht's ums Grillen, Essen aus der »Feuerküche«. Feuerküche aus den Mittelmeerländern mit großem Schwerpunkt auf der aus Israel. Und da hier eine gewisse Affinität unterlegt mit Melancholie und zartem Heimweh gegeben ist, ist der Zug hin zu diesen Aromen und Gerichten und zum Feuer groß. Melanzani in all ihren Aggretatzuständen, Kichererbsen, Tomaten, insgesamt alles, was bunt und essbar ist, und natürlich auch  »Bissfestes«, wie die große Tochter liebevoll zu Fleisch sagt, kommen auf den Grill. Was man dort damit macht, wie man würzt und wendet, das sagen einem Haya und Michaela. Bebildert ist das Ganze - schön! - von Peter M. Mayr, die warme ansprechende Grafik kommt von Doris Pesendorfer.

Und falls es beim Grillen doch einmal regnen sollte: We set fire to the rain!

Feuerküche. 100 neue Rezepte für die kleine und große Flamme. Haya Molcho & Michaela Ernst. Almathea Signum Verlag. ISBN: 978-3-85002-791-5.  Preis: 29.95 EUR
syl

Sehr schf6ne Seite, auf die ich zufe4llig gestossen bin bei der Suche nach ETT-Terminen ffcr 2011. Ich habe mich etsrmal duch Eure Galerie usw. geklickert, macht einfach Lust auf Truck Trial! Weiter so!

Michel  22.07.2012 02:50

Sehr schf6ne Seite, auf die ich zufe4llig gestossen bin bei der Suche nach ETT-Terminen ffcr 2011. Ich habe mich etsrmal duch Eure Galerie usw. geklickert, macht einfach Lust auf Truck Trial! Weiter so!

Gaumenvibrato - Jacob Duijns Pinots Dienstag 2012-06-26
Schuld ist ja der Schnapsbrenner, auf dessen großem Fest wir einander wieder über den Weg gelaufen sind. Jacob Duijn, holländischer Winzer im deutsch-badischen Bühl, seine Pinots und ich. Kennengelernt haben wir einander 2008 am Weltweinfestival in Wien, auf dem er mit dem fabel- haften Jim Clendenen/Au Bon Climat über internationale Pinots parlierte.
Korken von Dujin Weinen

Seitdem hält unsere Freundschaft, und seine Weine halten, was er verspricht. Der ehemalige Sommelier (u.a. bei Witzigmann im legendären Aubergine) hat sich 1994 aufs Weinmachen verlegt, seit 2004 arbeitet er biodynamisch. Mit dem Jahrgang 2011 füllt er nur noch drei Weine, denn konsequenterweise hat er alle gepachteten Weingärten zurückgegeben und verarbeitet nur noch eigene Trauben. Dem Pinot Noir gilt dabei seine große Liebe. Der Rest der Weine ist Geschichte.

»Jannin« heißt einer der beiden Pinots, benannt nach der Tochter und vom roten Granit. »SD« steht für »Selektion Duijn«, das ist der andere, das Flaggschiff vom gelben Granit und von durchschnittlich 42 Jahre alten Rebstöcken. Der dritte Wein wird heuer der erste Rosé sein, den Jacob füllt. Den kennen wir noch nicht, freuen uns aber auf die erste Lieferung.

Letzte Woche hatten wir den Winzer bei uns zu Gast, und gemeinsam in einer feinen kleinen Runde haben wir erst seine Weine verkostet, dann seine Weine getrunken und schlussendlich seine Weine gefeiert. Großartig, wenn gute Freunde zu tollen Kunden werden. Herzlich willkommen!

www.weingut-duijn.com
syl
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