Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Ebner-Ebenauers grad ohne Worte Sonntag 2012-09-16

Falls sich jemand wundert, dass Ebner-Ebenauers grad gar nichts von sich hören lassen, werfe einen Blick auf dieses Bild. So schaut's aus zur Zeit am Poysdorfer Weingut. Das Weinviertler Winzerpaar hat alle Hände voll zu tun ...

Selbstverständlich werden die prognostizierten Bauzeiten für Zu- und Umbau nicht nur nicht eingehalten, sondern verdoppelt. Selbstverständlich wird auch alles viel teurer als geplant und selbstverständlich kann ein Weingut so etwas zu Lesebeginn ganz und gar nicht brauchen. So war's nicht ausgemacht!

Baustelle mit großem Graben bei Ebner-Ebenauer
Jetzt hilft nur »Augen zu und durch« und Daumendrücken für ein rasches Bauende. Und vor allen Dingen und trotz allem für eine gute Lese!

www.ebner-ebenauer.at
syl

Frommer Wunsch Sonntag 2012-09-16
Auf Sardinien ist das Fastfood noch nicht angekommen. Nicht im Inneren des Landes, nicht an den Küsten und auch nicht auf den sardischen Inseln, auf die wir unsere Füße gesetzt haben. Auf Sardinen schmeckt's noch wie bei Mamma. Egal, in welche Pizzeria, Trattoria, in welches Restaurant man stolpert.
Kaffeetisch in Sardinien

Die Pizza wird zu Recht mit Stolz gebracht. Duftend, gerade richtig belegt und mit den genau richtigen Zutaten und nicht mit irgendwelchen Schummelsachen. Selbst in ganz einfachen Häusern, in denen die Tische mit Plastiktischtüchern gedeckt sind und von Tischkultur keine Rede ist. Selbst dann. Die Pizzeria könnte andernfalls gleich zusperren.

Die Pasta ist immer! al dente und saftigschlatzig, und eigentlich will und braucht man gar nicht mehr. Sie ist es selbst dann, wenn sie auf der touristischen Schifffahrt zur Inselgruppe La Maddalena serviert wird. Selbstverständlich frisch gekocht. Und wehe, sie wäre es nicht gewesen. Sie würde wohl hochkant im smaragdgrünen Meer gelandet sein. Mit italienischen Mitreisenden ist nicht zu spaßen!

Der Caffè, der Cappuccio, er ist dem Barista immer ein Anliegen. Nie würde er ihn nicht ristretto oder ohne die perfekte Schiuma rüberreichen. 100e am Tag, 100e erst nach prüfendem Blick und anerkennendem inneren Pfiff zum Gast entlassen. Der würde ihn anders auch gar nicht akzeptieren.

Es ist wahrscheinlich genau dieses Spiel zwischen anspruchsvollem Gast und anspruchsvollem Gastgeber. Einem Gastgeber, der zu Recht stolz ist auf seine Arbeit. Der am liebsten selbst gerne essen und trinken möchte, was er serviert. Der wahrscheinlich seinen Gast jedes Mal um genau diesen Moment beneidet, wo der sich mit Muße über sein Essen hermachen darf.

Und es ist mein frommer Wunsch an unsere heimischen Restaurantbesucher und Gastronomen. Mehr Anspruch an und Wissen um echte Qualität und Stolz auf das eigene Schaffen. Und es ist meine frommer Wunsch, dass es in Italien so bleiben möge. Wissend, dass das schon lange nicht mehr der Fall ist. Aber zumindest auf Sardinien ist bislang das Fastfood noch nicht angekommen.

syl
Ein Wochenende unplugged. Dienstag 2012-09-11

Das letzte Wochenende war anders. Denn auf der Alm, der einen, gibt's nicht nur keine Sünde, sondern auch keinen Mobiltelefon-Empfang. Sprich keine Anrufe, keine SMS, keine E-Mails, kein Facebook, kein gar nichts. Was erfrischend viel ist. 

Ein völlig neues, oder wieder entdecktes, Gefühl, das geliebte Smartphone bei der Ankuft wegzulegen, nicht regelmäßig nachzuschauen, ob das Leben »draußen« weitergeht. Kein letzter Mail-Check noch schnell vor dem Schlafengehen, keine Überlegungen, ob das Telefon in der Nacht auf laut oder leise ist.

Eine Flasche Pol Roger zum Kühlen in der Giesskanne

Eine Übung, die es durchaus verdient, wiederholt zu werden. Trotz oder gerade wegen »kein Warmwasser in der Hütte, Plumpsklo mitten im Wald und selbstverständlich kein Strom«. Und wie man sieht, ich hab mich getröstet!

Ruth
Weine zum Niederknien - Judith Beck & Markus Altenburger Donnerstag 2012-09-06
Normalerweise verkosten wir mit unseren Winzern bei uns oder bei ihnen. Klare Kosten-Nutzen-Rechnung (übrigens ein ziemlich wichtiges Wort in Zeiten wie diesen). Dieses Tasting fand aber woanders statt. Nämlich in der Hermanngasse 13, der großstädtischen Dependance vom Joiser Markus Altenburger. Judith Beck, Markus Altenburger, Luzia Schrampf und Angelika Deutsch neben den Verkostungsflaschen

Kost also auch nix. Für uns. Für andere schon, aber nur ganz wenig und dringend zu empfehlen als Location für kleine Events und um Altenburger leer zu kaufen.

Gekostet haben wir viel. Das gesamte Beck'sche und Altenburger'sche Sortiment rauf und runter und im lieben professionellen Freundeskreis. Wie man sieht, waren die Weine zum Niederknien. Dass es keine stinklangweilige Verkostung war, sieht man auch. Danke für all die wunderbaren Bonmots und Bonvins!

Aja, die Lieblingsweine. Schon alleine wegen der Geschichte der Neuburger von Altenburger. 4x als Leithaberg DAC eingereicht, 4x als nicht typisch gescheitert. Altenburger meint wegen des Säureabbaus. Fein, salzig und mineralisch ist der Wein. Denn der Kalk dort habe viel »Kalkaktivität. Der Kalk bei uns liegt nicht einfach herum«. Der Leithaberg rot 2010 soundso - Frau Deutsch schreibt »straffe Leichtfüssigkeit«. Und der Chardonnay vom Kalk 2011, der ist schon seit einiger Zeit einer unserer Freitags-Mittags-Weine.

Von Judith der Rosé-Sekt, frisch in der Flasche und vom Blaufränkisch. Von markierten Stöcken im Weingarten. Stöcke, die aus irgendeinem Grund nie so reif werden wie die anderen. Dann der Blaufränkisch 2011 vom Neusiedlersee, aus unterschiedlichen Lagen und mit feiner Finesse. Eine Tautologie, hier passt sie. Und Judith 2009. Aus viel Blaufränkisch, weniger St. Laurent und noch weniger Merlot. Irgendwann ganz ohne. Die beiden Judiths wachsen gemeinsam, nur was stimmig ist, bleibt bestehen.

Also danke allen, dass ihr dabei wart. Danke für den schönen Abend und danke für das wunderbare Feedback!

www.markusaltenburger.com
www.weingut-beck.at
syl
Warum trotzdem Bio kaufen? Donnerstag 2012-09-06

So, nun ist es amtlich: Bio ist nicht gesünder. Studien belegen, dass Bio-Nahrungsmittel im Vergleich zu Nahrungsmitteln aus der konventionellen Landwirtschaft kaum gesundheitliche Vorteile hinsichtlich der untersuchten Nährwerte und Vitamine bieten.

Warum also trotzdem zur teureren Bio-Nahrung greifen?

Biogemüse mit Radieschen und Spargel
 

Zum Einen, weil die Studien nur Lebensmittel analysierten, jedoch nicht die Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Und zum Anderen, weil keine gentechnisch veränderten Pflanzen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird die Umwelt geschont, da keine synthetischen Düngemittel verwendet werden. Weiters sind die Standards in der Tierhaltung höher.

Vielleicht sollte auch noch daran gedacht werden, dass biologische Lebensmittel keine belastenden Pestizide, Hormone, Fungizide, Antibiotika und weitere Gifte aufnehmen, die ja nicht so selten Allergien auslösen.

Und es gibt ein weiteres Plus: der Geschmack. Bio-Lebensmittel schmecken besser. Auch wenn über Geschmack ja nicht gestritten werden kann, so gibt es tatsächlich objektive Sensoriktests, die das belegen.

Auch wenn Bio laut Studien nicht besser ist, so gilt es auch hier, die Ergebnisse zu hinterfragen. Denn es gibt ja doch ein paar Gründe, warum Bio besser ist.

Quelle: »Die Presse«, 4.9.2012

Mirjana

hierzu auch unbedingt diesen artikel lesen

syl  10.09.2012 16:50

http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-liebe-biogemuese-studie-,1472602,17199022.html

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