Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

»Speisekarten sind heute Märchenbücher« - Christian Petz übers Essen und Kochen an Tagen wie diesen Samstag 2013-03-02
Man kommt zur Zeit kaum zum Luftschöpfen. Ein Lebensmittel- skandal folgt auf den anderen, wöchentlich zeigt ein neues Gespenst auf. Nach dem weltumspannenden Fleischskandal flog der deutsche Bio-Eier-Betrug auf. Jetzt erfährt man, dass in Deutschland tonnenweise  Christian Petz in der Küche vor Töpfen

hochgiftiges verschimmeltes Maisfutter an Rinder, Schweine und Hühner verfüttert wurde. Die Grenzwerte wurden um ein Zehnfaches überschritten, schon geringe Überschreitungen der Höchstmenge könnten laut niedersächsischem Landwirtschaftsminister zu einer kritischen Belastung von zum Beispiel Rohmilch führen. Das Essen heute ist zum Kotzen und der einzige Ausweg ist der ganz bewusste Einkauf, im Idealfall beim kleinen Fleischer, beim Bäcker und Gemüsehändler.

Wie Holy-Moly!-Küchenchef Christian Petz das sieht, warum er aus der Spitzengastronomie weg wollte und was er von amtlichen Gütesiegeln hält, ist in einem wirklich guten Interview in der Wiener Zeitung nachzulesen.

Zitat: »Der Konsument ist einfach nicht bereit, für sein Essen einen angemessenen Preis zu bezahlen. Das ist auch kein Wunder. Was kostet ein Fertiggericht im Supermarkt? Was kostet ein Huhn oder ein Stück Schweinefleisch? Nichts! Dann geht der Konsument ins Wirtshaus und sagt: Diese Preise will ich dort auch. Wenn ich im Supermarkt sehe, was ein Kilogramm Schweinefleisch kostet, dann packt mich das blanke Entsetzen. Wie kann das funktionieren? 4,50 Euro für ein Kilo Schopf - für pures Fleisch ohne Knochen! Was bekommt dann der Bauer für ein ganzes Schwein!? Ich will mir gar nicht ausmalen, wie dieses Schwein leben musste und wie es gefüttert wurde ...«

Das Problem ist, dass das wieder nur von den Leuten gelesen werden wird, die sich der Dinge ohnedies bewusst sind. Darum ein Stoßgebet in Richtung Himmel, dass nächste Woche der nächste Skandal kommt und übernächste Woche noch einer, und wenn es irgendwie geht, bitte noch einer in der Woche darauf. Nur so wird irgendwann zu allen durchsickern, dass es an der Zeit ist, umzudenken.

www.wienerzeitung.at
Foto: Sonja Stummerer
syl
meeting jedermann: rabinovich revisited - eine Ausstellung im Jüdischen Museum Donnerstag 2013-02-28
Ich fand dieses Gesicht schon als Kind so schön. Diese Augen, die einem tief in die Seele blickten. Boris und Nina Rabinovich, aus Leningrad über Umwege nach Österreich geflüchtete Juden. Freunde meiner Eltern in meiner Jugendzeit. Boris, ein begnadeter Maler, den immer der durchdringende Geruch seiner Boris Rabinovich - Foto von Peter Felch

Zigarren umgab. Er hätte gestern seinen 75. Geburtstag gefeiert. 1988 ist er während seines einzigen Besuchs in Leningrad gestorben, fünfzigjährig nach zehnjähriger Emigration. Wenn ich heute dieses wunderbare Gesicht sehe, denke ich auch an das Gesicht meiners Vaters.

Gestern war die Vernissage von »meeting jedermann: rabinovich revisited«, einer ihm gewidmeten Ausstellung im Jüdischen Museum und organisiert von Julya Rabinovich, Schriftstellerin und Boris' Tochter. Sie »tritt in einen Dialog mit dem Werk ihres Vaters und stellt den von ihr kuratierten Arbeiten ihres Vaters eine eigene Text- und Grafikarbeit gegenüber. Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien ist eine Collage aus Retrospektive, Erinnerung und Illustration.«

Zur Ausstellung, die bis 26. Mai zu sehen ist, gibt es ein Begleitprogramm unter anderem mit einer Lesung von Doron Rabinovici während der Finissage.

Alle Informationen unter www.jmw.at
Foto: Peter Felch
syl

What if wild animals ate fast food - ein kurzes Youtube-Video Samstag 2013-02-23

Sachen zum Lachen. Gut, dass zumindest diese Vorstellung Fiktion bleibt.

Auf Bild oder Link klicken. Viel Spaß! Und ein schönes Wochenende trotz, im oder mit dem Schneechaos! Und guten Appetit, wenn's ans selbstgemachte Essen geht.

syl

Flamingos im Wasser
Neue Falstaff-Weinfeder Aldo Sohm Freitag 2013-02-22
Aldo Sohm ist nicht nur der netteste und bestaussehende Sommelier der Welt, sondern tatsächlich der beste. Weshalb er 2008 zum »Best Sommelier of the World« erkoren wurde. Seit 2007 ist er Weinchef im Drei-Sterne-Restaurant »Le Bernardin« in New York, wohin er 2006 übersiedelte. Der fesche Tiroler ist heute sicher einer der

Aldo Sohm beim Verkosten

wichtigsten Botschafter für österreichischen Wein in den US. Nun schickt er Botschaften auch in die andere Richtung. Beginnend mit der aktuellen Ausgabe des Falstaff-Magazins kommen »E-Mails« mit den Weinthemen, die in N.Y. gerade den Ton angeben. Den Auftakt macht das »E-Mail aus New York: Organic, Big Bottles und Beaujolais«. Spannend! Es freut uns! Und freuen tut uns auch, dass Freund Michael Madrigale, Weindirektor im Restaurant »Bar Boulud« und »Boulud Sud« (Chef Daniel Boulud), mit seinen Großflaschen Erwähnung findet. Aldos Blick zurück nach vorn, herüber und zurück.

www.falstaff.at
www.aldosohm.com
www.michaelmadrigale.com
Foto: falstaff.at
syl

Der Mensch, der Giftler Donnerstag 2013-02-21

Sollte es da draußen in den unendlichen Weiten des Universum intelligente Lebenwesen geben, die uns auf der Erde beobachten, müssen sie wohl zu dem Ergebnis kommen, dass wir nicht ganz dicht sind. Der Mensch an sich ist offenbar ein Wesen, das zu Gift neigt.

Gestern auf 3sat ging es in einer Doku um die unter anderem »giftigen« Machenschaften der globalen Lebensmittelkonzerne und deren Verflechtungen mit der Politik. Eh nichts Neues, jetzt halt wieder am Tapet. Was mich besonders erstaunt oder sogar erschüttert hat, waren Menschen, die diese Lebensmittelkonzerne dafür verantwortlich machen, sie krank und fett gemacht zu haben. Und süchtig. Ob es wirklich die Schuld der Industrie ist oder doch in der Verantwortung jedes einzelnen liegt, könnte man diskutieren. Wahrscheinlich ist es beides. Schlimm jedenfalls, was Essen aus manchen Menschen macht.

Illustration einer Flasche mit grünem Gift

Heute dann ein netter Artikel im »Standard«. Es geht auch um Hobbygärtner. Die zum Teil gar nicht wissen, was sie in ihren Gärten und auf ihren Balkonen so verwenden. 250 Herbizide sind in Österreich zugelassen, 218 davon (!) sind als umweltgefährlich eingestuft. Geht's noch?

»Der Pestizideinsatz in Feld und Garten lässt sich gut aus Analysen von Lebensmitteln ablesen und ist auch klar im menschlichen Organismus nachweisbar. Die Agentur für Lebensmittelsicherheit ermittelte in mehr als 60 Prozent ihrer Proben von konventionellen Nahrungsmitteln Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln, belegen jüngste verfügbare Daten aus dem Jahr 2010. Ein Drittel war mehrfach belastet. Negativ stachen vor allem Trauben und Marillen hervor.«

Ab November 2015 können gewissen Pflanzenschutzmittel für den privaten Gebrauch nur noch bei Vorlage eines Sachkundennachweises erworben werden. Der berufsmäßige Einsatz von Pestiziden muss seit 2011 nachvollziehbar dokumentiert werden. Ob das Auswirkungen auf deren Verwendung hat, sei dahingestellt.

Der Mensch, der Giftler.

»Die Schlacht um den Teller«, 3sat, 20. Februar 2013, 20.15 Uhr

Der Standard, 21. Februar 2013

Ruth

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.