Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Willkommen in der Hauptstadt, Roland Huber! Freitag 2013-07-12
Ein Stückerl näher nach Wien war der super nette Dreihaubenkoch Roland Huber ja schon vor ein paar Monaten gerückt. Ist er doch mit Toni Mörwald nach dessen Abgang aus dem Kremser »Kloster Und« ins Stammhaus nach Feuersbrunn übersiedelt, um dort »Toni M.« und »Traube« neu zu positionieren.
Roland Huber bei der Zubereitung einer Speise

Ungefähr 12 km näher ist das, mit 64 km Entfernung aber trotzdem zu weit für einen abendlichen Hupfer. Nun ist aus dem Hupfer ein Umfaller geworden. Roland Huber kocht nämlich zweimal in der Woche in Tonis »Kochamt« in der wunderschönen Ferstel-Passage in Wien, die der Galleria in Mailand kulinarisch sowieso in nix mehr nachsteht mit Xocolat und Vulcanothek und Beaulieu und nun auch damit.

Zweimal pro Woche also kann man Rolands Küche in Form eines Vier-, Sechs- oder Acht-Gangmenüs dort genießen, jeweils am Mittwoch zu mittag mit Menüstart um 12.30 Uhr und am Donnerstag Abend mit Menüstart um 18 Uhr. Die Menüs variieren und demzufolge variiert auch die Weinbegleitung, die gestern mit unter anderem Jahrgangs-Pommery, 2003 Gelber Muskateller von Bründlmayer in der Magnum - yeah!, 2009 Riesling Gaisberg von Hirsch und 2005 Brunello von Gaja einfach fabelhaft war.

Wir hatten das große Menü, das inklusive dreier Amuses aus zwölf Gängen bestand und eine echte Freude war. Roland ist am Foto gerade bei der Zubereitung der 2. Vorspeise »Kapuzinerkresse mit Paradeiser, Liebstöckel und Camelina (Leindotter)«. Besonders in Erinnerung geblieben sind auch die »Reinanke mit Radi, Topinambur, Sellerie und Steinpilz« und das »Beinfleisch mit Karfiol (da werden alle Karfiol-Hasser bekehrt), Pistazienöl und Kikuna«.

Man muss unbedingt vorreservieren, Platz ist für rund 20 Personen und man sollte halbwegs pünktlich sein, damit die anderen Gäste nicht warten müssen. Ein echter Restaurantbetrieb funktioniert dort wegen der Miniküche nicht. Aja, der Garten im Hinterhof ist wunderschön und eignet sich super für Grillereien. Nächsten Dienstag, 16. Juli, bringt übrigens Quester seine Fische und legt sie ab 19 Uhr gemeinsam mit Toni auf den neuen Webergrill. Nur die Fische nicht den Toni.

www.moerwald-kochamt.at
syl
Gute Idee - Gourmetfreuden Sonntag 2013-07-07
Von Katharina Seiser auf Facebook weitergepostet und hier sehr gerne aufgegriffen. Es gibt eine neue Service-Seite im Web, die das Suchen nach Gourmet-News in den dortigen unendlichen Weiten erübrigt. Auf Gourmetfreuden tragen sich willige Blogger ein und mittels RSS werden ihre News zu den News auf der neuen Plattform.

Logo von Gourmetfreuden

Das meiste davon sind Rezepte, klar. Aber auch vieles andere gibt's. Alle News werden nach Aktualität und automatisch unter  »deutschsprachig« oder »international« gelistet. Produkt-Kategorien laden zum Kochen ein. Wer also ein Bärschlein braten möchte, wird unter »Fisch« fündig, logisch. »Vegetarisch«, »Restaurants«, »Backen«, »Kaffee« und weitere Kategorien ermöglichen gezieltes Suchen nach anderen Dingen.

Über 150 Blogs sind in der Zwischenzeit eingetragen, es werden sicherlich noch mehr werden. Die Quellen sind selbstverständlich alle angeführt und aufgelistet. Gute Idee! Wir werden reinschauen.

www.gourmetfreuden.de
syl
Der Cola-Wein Mittwoch 2013-07-03

Heute habe ich darüber gelesen, dass das französische Weingut Haussmann den ersten Wein mit Cola-Geschmack auf den Markt gebracht hat.
Mit dem "Rouge Sucette" (= roter Lutscher) soll die junge "Cola-Generation" angesprochen werden. € 2.95 für die Flasche, das kann man sich im gerade-trinkfähigem Alter schon noch leisten. Aber kann das wirklich funktionieren?
Mischgetränke sind ja bei uns nichts Neues - Radler, Diesel, Spritzer, Weiß-Süß, sogar Cola-Rot wurde in unserer Jugend ab und zu getrunken. Aber ein fertiger "Wein mit Geschmack", das ist noch einmal was anderes. 75 % Trauben, 25 % Wasser und Aromen, 9 % Alkoholgehalt - probieren werd ich's auf alle Fälle.
Interessant auch die geschichtliche Verbindung zwischen Bordeaux (der Heimat des Weinguts Haussmann) und Coca Cola: die frühe Version von Coca Cola wurde 1885 mit Bordeaux-Wein hergestellt - damals hieß es "Pemberton's French Wine Coca" und war im Grunde eine Imitation des Vin Mariani.

anna

Eine Flasche des Rouge Sucette

Unwahrscheinlich schön, unwahrscheinlich skurril Montag 2013-07-01

Nach einigen Wochen harten Durcharbeitens ein Wochenende zum Durchatmen! Und das in den Bergen! Und das in Bad Gastein! Was für ein Erlebnis. Das Monte Carlo der Alpen. Eine ehemals elegante Enklave der Reichen und Schönen zwischen Dreitausendern, Almhütten und Bergbahnen, Sommerfrische und Wintersport der Sonderklasse.

Blick auf die grünen Berge mit Schneespitze 

Dass der ehemalige Nobelort heute teilweise verfällt, ist zugleich erschreckend, bizarr, aber auch schräg und – zumindest für uns Besucher – spannend. Die Bewohner sehen das wahrscheinlich etwas anders. Ein Spaziergang durch den Ort macht jedenfalls sprachlos. Ob der vergangenen Pracht, grauenvoller Bausünden und einer Gegenwart »zwischen den Welten«.

Blick auf Bad Gastein

Doch es tut sich was. Wunderbare, etwas andere Hotels (Haus Hirt – sehr empfehlenswert, Design-Hotel Miramonte und einige andere), Artists in Residence, Literaturangebote, Clubbings nach Berliner Vorbild, es tut sich wahrlich was. Landschaftlich sowieso. Die Wanderung von Sportgastein zu den beiden Bockhartsbergseen gehört sicher zu den schönsten, die ich je gemacht habe.

Also fragen wir uns abends an der Bar bei Gin Tonic: Wie konnte das passieren? Wie konnte ein Ort wie Bad Gastein, in dem alles da ist (Berge sommers wie winters, gute Luft sommers wie winters, traumhafte Gegend sommers wie winters) so in Vergessenheit geraten? So derart vom Radar vieler Erholungssuchender fallen? Gründe gibt es zuhauf, logisch. Die haben wir alle nachgelesen. Doch wir finden, Bad Gastein verdient es, erneut besucht zu werden. Oder, anders ausgedrückt, wir verdienen es, wieder einmal ein paar Tage in einem Ort zu verbringen, der irgendwie aus der Zeit gefallen scheint.

Haus Hirt
Hotel Miramonte

Ruth

Schräg, oder?

Ruth  05.07.2013 08:18

Das ist schon schräg, oder? Wie gesagt, die Bad Gasteiner/innen sehen das wahrscheinlich anders, aber ich finde es fast schon wieder wunderbar, dass es so etwas in unserer schnelllebigen Welt gibt. Jahrzehnte Pause und schön langsam tut sich wieder was.

Ich war vor 35 Jahren zuletzt in Gastein . . .

Michael Pronay  03.07.2013 18:30

. . . und es hat sich genau gar nichts verändert. War damals genauso, wie es Ruth berichtet.

Schöne neue Weingärten Montag 2013-07-01
Es wird nicht alles schlechter im Leben. Was definitiv besser wird, sind die Weingärten. Oder viele von ihnen und nach und nach. Statt toter Erde zwischen den Zeilen trifft man immer öfter auf blühendes Leben. Den Winzern, die umdenken und biologisch oder byodnamisch anbauen, sei Dank. Hier ein Blick auf einen lebendigen Weingarten in Gumpoldskirchen.

Blick auf einen Weingarten in Gumpoldskirchen

Leider stehen da und dort gelbe Weinstöcke, weiter unten im Tal sind viele Weingärten komplett kaputt. So, wie ein Winzer, den wir dort angetroffen haben, meint, könnte es am vielen Wasser liegen, das die Erde ausgewaschen hat. Für heuer bedeutet das leider Ernteausfall, da die Trauben durch das fehlende Chlorophyll nicht reifen können. Blödes Wetter!
syl
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