Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Verliebt, verlobt, verheiratet - bitte um Nachsicht, etwas Besseres fällt mir grad nicht ein. Mittwoch 2013-09-18
Es war ein wunderbarer Abend. Barbara van Melle hatte im Namen von Slow Food Wien zum Paradeiser-Abend an die Wiener Peripherie geladen. Evi Bach kam mit Wagenladungen diversester Sorten meines Lieblingsgemüses, das eigentlich eine Beere ist. Erwin Gegenbauer kam mit den
Preisingers Edelgraben mit vielen verschiedenen Sorten Paradeiser

passenden Ölen und Essigen und Claus Preisinger mit zwei seiner großartigen Weine. Wer nicht kam, war Alexander Quester. Seine Fische waren allerdings vor Ort, er selbst musste das Bett hüten und war natürlich entschuldigt.

Wer noch gekommen war, aber viel früher als wir, weil er einiges an Mis en place vorzubereiten und zu kochen hatte, war Alexander Mayer. Gott sei Dank, war er da. Denn das, was auf den Tisch gekommen ist, war phantastisch! Speziell diese drei Tomatensuppen - »Suppe« klingt hier so profan - aus unterschiedlichen Sorten. Eine grün, eine rot und eine orangefarben, jede für sich mit einem besonderen Tomateneigengeschmack, besonders abgewürzt und überhaupt eine Wucht. Wer zu Alexander essen gehen möchte, kann dies übrigens sehr bald im Wiener Restaurant Vincent tun.

Und dann, muss ich gestehen, hab ich mich verliebt an diesem Abend. In einen der beiden Weine von Claus Preisinger. In den Edelgraben 2011, einen reinen Weißburgunder vom Leithaberg. Also Kalk und Schiefer, in diesem Falle beides. Der Wein wurde in zwei Behältnissen, 500-l-Fässern und Amphoren, mit Putz und Stengel vergoren. Dann kamen alle Chargen zusammen ins Holzfass, wo sie ein Jahr lang reifen durften. Und jetzt ist er da, der Edelgraben. Unfiltriert und ohne Schwefel. Komplex, nach Kräutern und Lindenblüten duftend. Perfekt zum Paradeisermenü und überhaupt eine Freude. Aber, was sag ich Ihnen? Kaufen Sie ihn! Oder besser nicht. Kaufen Sie ihn nicht. Lassen Sie ihn mir!

www.clauspreisinger.at
syl
Weine und Geschichten Dienstag 2013-09-10
Der gestrige Montag verlief völlig untypisch. Wir verließen die Stadt nämlich schon zu Mittag, um einem ganz besonderen Tasting beizuwohnen. Josef Umathum lud zu sich aufs Weingut und erzählte uns und unseren Mitkoster/innen anhand von sechs Dreier-Flights und einem kleinen Vorab-Exkurs zur Biodynamie sozusagen die Kurz- Josef Umathum im Weinkeller

version seines winzerischen Schaffens. Was wir hörten, war spannend, informativ und unterhaltsam, was wir schmeckten, spannend, köstlich und manchmal auch verblüffend.

Wo fang ich an? Am besten beim Rebstock, dort haben wir gestern auch begonnen. Dass die Biodynamie

Das Rührfass mit Fasstauben aus unterschiedlichen Hölzern und Beschriftung

eine gute Sache ist, davon bin ich schon länger überzeugt. Wenn ein überzeugter Winzer sie mir anhand eines Rebstockes und mit Leidenschaft erklärt, geht mir das Herz auf. Ja, so muss ich das einfach beschreiben. Und auch wenn ich mich schon länger und zeitweise auch durchaus schon intensiver mit der Thematik befasst habe, gestern hab ich wieder viel gelernt. Und wieder einmal gelernt, wie viel ich noch lernen muss. Oder müsste. Oder auch einfach darf.

Extrem-Kurzversion: Biodynamisch zu arbeiten verändert nicht nur das Tun im Weingarten, sondern beeinflusst viele Lebensbereiche. Und was in den Pflanzen dadurch passiert, ist alles wissenschaftlich nachweisbar.

Kommen wir zu den Weinen. Sechs mal drei Weine galt es zu verkosten, erkosten und erraten. Und durch dieses Sich-Schritt-für-Schritt-auf-den-Wein-Einlassen und die spannenden, informativen und unterhaltsamen Erklärungen dazu, hatte ich das Gefühl, den Winzer und wie er tickt, verstehen zu lernen. Und genau das macht Weinverkostungen für mich zu erlebenswerten Ereignissen.

Der älteste Wein des Nachmittags wurde 1979, der jüngste 2012 gekeltert. Jeweils drei Jahrgänge einer Sorte oder einer Lage kamen in die Gläser, manchmal auch ganz spontan noch ein vierter. Und ganz am Schluss drei Süßweine, Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese aus verschiedenen Rebsorten und Jahrgängen.

Die Unterschiede zwischen einem heißen und einem kühlen Jahrgang, zwischen »vor der Biodynamie« und danach oder zwischen weniger lang und länger im Fass gereift waren manchmal leichter, manchmal schwieriger nachzuvollziehen, spannend waren sie in jedem Fall. Und jeder Wein für sich ein besonderes Geschmackserlebnis.

Ob die Weine durch das biodynamische Arbeiten besser geworden sind, maßt Josef Umathum sich nicht an, zu beurteilen. Haben sich ja nicht nur die Weine, sondern auch er und damit auch seine Art, zu verkosten, verändert. Und ihm geht es nicht darum, mit seinen Weinen Punkte zu erzielen, sondern Geschichten zu erzählen. Ich finde, das gelingt ihm ziemlich gut.

Ruth

Großartiges Thailand - und alles ist möglich Dienstag 2013-09-10

Etwas verwackelt, aber egal. Man bleibt staunend zurück. Ein Youtube-Kurzfilm, auf Link oder Bild klicken.

syl

Ein thailändischer Markt an und direkt auf den Schienen eines Zuges, der regelmäßig hier durchfährt.

Lehrreiche Ferien Mittwoch 2013-09-04
Zwischen den ersten beiden Fotos - eins vom ersten und eins vom letzten gebührend gefeierten Urlaubstag -  liegen Wetterwelten. Kälte und Regen, Kollegenschweine vom Schnee. Es soll ja schon Auguste gegeben haben, wo auch der vorbeigeschaut hat. Aber schlussendlich war uns die Sonne wieder hold und alles war gut. Zwei spielende Mädchen von hinten im See
Und ich hab viel gelernt in diesen Ferien: 1. Die Dichte der aufgestellten Polohemdkrägen ist nirgends höher als am Wörthersee. 2. Man darf den Töchtern die Freude am Essen nicht verderben, nur weil man selbst fast immer - So viel Balsamico und Convenience! Aber bin schon still. - etwas daran auszusetzen hat.
Im See schwimmende Champagnerflasche und -gläser
3. Kein Dialekt ist weniger sexy als der der Kärntner. Trotzdem können sich dahinter sehr nette Menschen verbergen. 4. Man soll weniger selbstkritisch sein. Es passt schon. Selbst die Oberschenkel passen, meinen die Töchter. 5. Man hat nicht so viele gute Freunde wie man denkt. Aber die, die man hat, sind umso besser. Vielen Dank nochmals!
Der Wörthersee vom Boot aus gesehen.
syl
Bio, innen und außen. Montag 2013-09-02
havel & petz goes green. Und ich wurde zur Beauftragen für dieses Projekt erkoren. Also beschäftige ich mich momentan mit Toilettenpapier aus Recyclingmaterial, mit Öko-Strom und der Suche nach Dienstleistern, die sich ebenso der Nachhaltigkeit verpflichten.
Beim Thema Lebensmittel tu ich mir da leicht, kaufen doch Sylvia und Ruth eh immer schon Regionales, Saisonales und Faires. Beim Gemüse unter Anderem von Ja! Natürlich.
Tomaten mit Verpackung aus Zellulosefolie von Ja! Natürlich

Ja! Natürlich ist bekannt für seine Produkte aus biologischer Landwirtschaft und Fair Trade - und natürlich für das Schweinderl. Und auch das Thema Green Packaging ist ihnen wichtig: laut eigener Aussage wurden seit 2011 bereits 100 Tonnen Plastik durch Verpackungen aus Karton, Naturfaser und Zellulosefolie eingespart. Letzteres besteht zu fast 100% aus Holz und kann ganz einfach über die Bio-Tonne entsorgt werden.
 Bemerkenswert!

Übrigens: sollten Sie sich mit Ihren Dienstleistungen/Produkten in unserem Credo wiederfinden, melden Sie sich doch mal. Denn zu groß kann ein Netzwerk eigentlich nie sein.

anna

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