Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Outing Montag 2013-11-04
Vor einigen Wochen noch selbst geschwächt von bösem Husten und Halsweh holte ich mir an dieser Stelle mit einem Sommerhit Urlaubsfeeling zurück. Dieser Tage bin ich quasi Vorsteherin im heimischen Lazarett und ein ein wenig musikalischer Erheiterung wieder nicht abgeneigt. Und oute mich hier mit einem meiner Lieblingsklassiker. Es warad wegen der Stimmung. 

Während die Kollegin sich ernster und geistig herausfordender Themen annimmt, um unsere Bassena zu füllen, vergnüge ich mich quasi im Schlagermillieu. Seit Kindheitstagen ABBA-Fan (Ich war Ende der 70er-Jahre als kleine Volksschülerin sogar auf einem Konzert in der Stadthalle!) stehe ich dazu, dass »Dancing Queen« meine Stimmung einfach hebt. Immer wieder. Die Kollegin möge mir verzeihen. Und danke, dass sie es trotzdem mit mir gewagt hat!

Und noch ein zweites akustisches Stimmungs-Kleinod zieh ich mir immer wieder gerne rein: »Don't stop me now« von Queen. Mir geht's schon wieder besser, ich merke es!

»Dancing Queen«, ABBA
»Don't stop me now«, Queen

Ruth

Kleiner Schnitt mit großer Wirkung Sonntag 2013-11-03

Manchmal liest man Zeitung und denkt bei jedem 2. Artikel: »Das wäre was für die Bassena«. So auch heute. Da aber Zeit und Lust eingeschränkt sind, gibt es für Sie nur dieses eine Weinthema, kurz zusammengefasst aus der Sonntagspresse. Den Rest können Sie ja selber lesen.

Noch grüne Weintrauben am Rebstock - im Frühling

Es geht um ein Forschungsprojekt an der Wiener Universität für Bodenkultur, durchgeführt von Dissertanten Michael Griezler zum Thema »Trauben ausdünnen«, einer speziellen Arbeit im Weingarten. Hierbei werden die kleinen Trauben nach der Blüte oder die schon größeren aber noch nicht reifen Trauben von den Rebstöcken geschnitten. Ziel ist es, die Qualität der am Stock verbleibenden Trauben zu erhöhen (die Inhaltsstoffe aus dem Rebstock werden so auf weniger Trauben aufgeteilt) und/oder die Weinmenge zu reduzieren.

Manche Winzer schneiden auch von den Trauben das untere Stück weg. Diese »Traubenteilung« hat den zusätzlichen Effekt, dass die Beeren lockerer sitzen, besser durchlüftet werden und dadurch eine geringere Gefahr durch Fäulnis und Pilzbefall besteht.

Griezler testete drei Methoden an zwei aufeinanderfolgenden Jahren an Zweigeltstöcken im Neusiedlersee-Hügelland: Traubenteilung und Ausdünnung zwei Wochen nach der Blüte und Einzeltrauben-Ausdünnung, bei der nur eine Traube pro Trieb am Stock verbleibt. Er verglich diese mit Trauben von nicht ausgedünnten Stöcken mit jeweils zwei Trauben pro Trieb. Die Jahrgänge boten zusätzlichen Variantenreichtum, 2010 war feucht und kühl, 2011 warm und trocken.

Der Doktorand maß wöchentlich eine ganze Reihe an Parametern wie Fotosynthese-Leistung, Wasserhaushalt, Traubengröße und -gewicht, Inhaltsstoffe in Beeren und Blättern. Es stellte sich heraus, dass Ausdünnung generell den Rebstock schont, die Blätter enthalten durch ihn mehr Wasser, was speziell in trockenen Jahren immens wichtig ist. Offenbar kann dieser Effekt über die Jahre noch gesteigert werden, denn so Michael Grieszler: »Man stelle sich das über Jahrzehnte vor, wenn es in zwei Jahren schon so augenscheinlich ist.« So augenscheinlich nämlich, dass der Unterschied mit freiem Auge erkennbar ist.

Winzer, die ausdünnen, wussten es ja schon lange. Nun liegt auch der wissenschaftliche Beweis für die positive Auswirkung ihrer Mehrarbeit im Weingarten vor: Bei Traubenausdünnung wachsen dickere Beeren (speziell bei der Einzeltrauben-Ausdünnung), ihre Qualität ist höher und der Jahresertrag ist trotz unterschiedlichen Wetters stabiler als bei nicht ausgedünnten Trauben.

Allerdings gibt es auch eine nicht ganz so positive Nebenwirkung, der Stickstoffgehalt ist im Ausdünnungsfall in den Traubenhäuten und -kernen erhöht. Und der macht die Trauben anfälliger für Pilzbefall und andere Krankheiten. Grieszler empfiehlt also, Jahr für Jahr genau abzuwägen, wofür man sich entscheidet. Was den Ratschlag für späteres Ausdünnen impliziert, da niemand das Wetter über Monate voraussagen kann, auch nicht die hundertjährigen Bauern.

Quelle: Die Presse am Sonntag, S. 24
Diss.Abstracts mit Link zum Volltext
syl

Christoph Edelbauer. Newcomer-Winzer newly betreut Freitag 2013-11-01
Zeige uns deinen Kunden und wir sagen dir, wer du bist. Ich glaube, wir sind großartig! Werfen Sie doch einmal einen Blick in unsere Kundenliste, dann werden Sie sehen. Denn dort tummeln sich bloß die Allerfeinsten. Jetzt durften wir noch einen Winzer hinzufügen. Christoph Edelbauer, Shootingstar im Kamptal.
Christoph Edelbauer im Weingarten und eine seiner Weinflaschen
Christoph Edelbauer ist in Langenlois daheim. Sein Weinkeller wurde 2013 fertig gestellt und entspricht allen Anforderungen für umweltbewusstes Bauen. Die Temperatur im Keller wird ausschließlich über Erdluft- Kollektoren reguliert, der Baukörper besteht aus mit Eisenoxyd vermischtem Beton, Eiche und Glas.
Der eisenfarbige Weinkeller

Er reagiert auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit wie ein natürlich vorkommender Rohstoff und gibt in der herbstlichen Abendsonne soviel Wärme ab, dass man darauf Ganzkörper-Wärmepackungen konsumieren könnte.

Dass ein Winzer, der so baut, biologisch arbeitet, liegt auf der Hand. Aus Überzeugung, um eine gesunde Umwelt zu hinterlassen, und »um spannendere Weine zu machen«. Spannend in zweierlei Sinn. Einerseits, weil man sich auf die Natur einlassen muss, nichts ist durch äußeren Eingriff geregelt. Andererseits, weil die Weine damit ihren eigenen Weg gehen und in der Flasche vibrierender sind. Der eine oder andere Schritt ins Biodynamische ist schon getan, es könnten durchaus mehr werden.

Äußerste Zurückhaltung pflegt Christoph Edelbauer bei der Ausstattung seiner Weine. So kommen seine Etiketten ohne Papier aus, direkter Siebdruck auf der Flasche ersetzt es. Seine Weinkartons sind ebenso minimalistisch, nur das Logo und die Kontaktdaten sind hier in weißer Farbe aufgedruckt. Visitenkarten und Drucksorten sind aus FSC-zertifiziertem Papier (Forest Stewardship Council). Bei Christoph Edelbauer ist Nachhaltigkeit kein Mascherl, sie ist Motivation.

Er hat das Weingut nach Auslandspraktika in der Pfalz, in Südafrika und Neuseeland 2003 von seinen Eltern übernommen. Da, wo heute der Weinkeller steht, waren früher eine Holzhütte, Weingärten und brachliegende Wiesen. Letztere werden nach und nach mit Weinreben bepflanzt, so wie das Gros aller Gärten von Christoph Edelbauer nach und nach neu bepflanzt wurde. Alte Reben gibt es also nur vereinzelt, aber was die jungen Rebstöcke produzieren, ist bemerkenswert.

Klarerweise ist durch das Kamptal viel vorgegeben: Riesling und Grüner Veltliner. Und speziell der Riesling lässt die Weinwelt aufhorchen. So vergab Falstaff-Chefredakteur gerade 93 Punkte für den Kamptal DAC Riesling Reserve 2012, siehe hier seine Kostnotiz.

Die eigentliche Liebe des Winzers gilt aber dem Pinot Noir. »Weil er so schwierig ist, ich mag die Herausforderung.« Und weil die kühlen nächtlichen Temperaturen und die Böden diese Rebsorte gut zur Geltung bringen. Sie zeigt sich bei Christoph Edelbauer als klarer »cool climate wine« und deutlich geprägt durch den jeweiligen Jahrgang. Speziell 2008 und 2011 sollte man unbedingt probieren.

Wir freuen uns, wie man sieht, über den Neuzugang. Auch weil die Chemie - und hier darf sie sehr gerne zum Zug kommen - zwischen uns so gut passt. Und weil wir uns natürlich, wie eingangs angemerkt, über unsere Kunden definieren: Wir sind green und wir sind gut! :)

www.weingut-edelbauer.at
syl
Wachau 2013 Sonntag 2013-10-27

Kein einfacher Jahrgang, aber ein spektakulärer. Darüber sind sich Winzerinnen wie Winzer in allen Weinbauregionen des Landes einig, wenn's um 2013 geht. Wiewohl die Herausforderungen des Jahres natürlich überall anders ausschauen. Rudi Pichler lieferte uns ganz aktuell den Status aus »seiner« Region.

Weinflasche und Gläser

Bevor wir dazu kommen, sei ein kleiner Exkurs erlaubt. Der Winzer, der zu unseren absoluten Lieblingen in der Wachau gehört, der großartige Weine keltert, wurde im aktuelle Gault&Millau über den Klee gelobt. Exkurs Gault&Millau-Führer 2014, das muss jetzt einfach sein:

 

»Rudi Pichler hat heuer eine der besten Serien der Wachau hingelegt. Das enorm stringente Sortiment mit Spielraum für Individualität überzeugt mit hoch mineralischen, je nach Lage mehr oder weniger wuchtigen Weinen. Ganz groß: der Veltliner Hochrain; absolut überraschend aber der Rote Veltliner Smaragd aus einer alten Mauterner Anlage. Ein archaisches Monument.« Exkurs Ende.

Ach ja, noch was: Rudi Pichlers Riesling Kirchweg Smaragd 2012 ist mit 97 Punkten bester Weißwein des Landes im neuen A-la-Carte-Guide. So, jetzt hör ich auf. Hier jedenfalls der Status aus der schönen Wachau:

Die Grünen Veltliner waren beziehungsweise sind heuer durch die Bank eher früh dran, ihre physiologische Reife ist perfekt. Die Mengen sind bedingt durch Verrieselung der Beeren bei der Blüte je nach Lage bis zu einem Drittel geringer. Die Federspiele sind so gut wie überall gelesen, jetzt sind die Smaragde dran. Die Rieslinge hängen zum Großteil noch, je nach Lage werden gerade Federspiele und Smaragde parallel gelesen.

Am Pichler'schen Weingut war gestern Grüner Veltliner vom Kollmütz dran, heute stehen Grüner Veltliner und Riesing Smaragd Achleithen und am Mittwoch  Weißburgunder vom Kollmütz – sofern das Wetter mitspielt - am Programm. Und dann zum Schluss, irgendwann kurz vor dem ersten Schnee, dann der Rote Veltliner.

Und jetzt kommt's: Die Säurewerte sind trotz des heißen Jahres durch die Bank traumhaft. Soll heißen, man darf sich auf elegante, fein ziselierte Weine mit Struktur und Persönlichkeit freuen. Rudi Pichler ist ehrlich: »So wirklich kann ich mir das nicht erklären. Es dürften die sehr extremen und wechselhafte Verhältnisse übers Jahr gewesen sein: Viel Niederschlag und Kälte im Winter und Frühjahr, ein später Austrieb, dann eine Aufholjagd, dann wieder eine Beruhigungsphase, dann Hitzeperioden und wieder Niederschlag und Kältephasen. Phasen, die einander offenbar perfekt ergänzt haben. Die Natur ist halt unergründlich.« Genau. Mehr müssen wir auch gar nicht wissen.

Ruth
Typisch amerikanisch? Dienstag 2013-10-22
Wer unseren Blog schon länger verfolgt, weiß, dass uns Themen wie dieses am Herzen liegen. Geht es uns doch in dem Luxussegment, in dem wir uns bewegen, um respektvollen, bewussten, verantwortlichen Genuss. Um den Genuss von Lebensmitteln, die uns selbst aber auch allen anderen
Maiskolben und Spritze

Menschen in der Produktionskette gut tun. Das sehen leider viele Player anders. Und leider sind das meist die großen, mächtigen, finanziell extrem gut aufgestellten. Wie Monsanto.

Das Thema ist komplex und wird nicht einfacher durch die Tatsache, dass in Amerika Lobbyismus at its best (oder worst, wie man's nimmt) betrieben wird. Ergo massig viel Geld im Spiel ist.

Der US-Bundesstaat Washington plant ein Gesetz, wonach gentechnisch veränderte Lebensmittel und Samen in Zukunft gekennzeichnet werden sollen. Um es einmal ganz parteiisch zu sagen, wir sind dafür. Monsanto erwartungsgemäß nicht. Angeblich hat der Konzern bis dato 4,2 Millionen Dollar investiert, um Meinung gegen das neue Gesetz zu machen. In die gleiche Kerbe schlagen die »Grocery Manufacturers Association« (Vertretung der Nahrungsmittelindustrie), und die Biochemie-Konzerne Bayer Cropscience, Dow Agrosciences und DuPont Pioneer, denen die Gegenkampagne die geschmeidige Summe von 13 Millionen Dollar wert war. Dafür warnen dann »besorgte« Mütter mit Kleinkindern am Arm und umsichtige Ärzte im Fernsehen vor der geplanten Kennzeichnung.

Die Verordnung mit dem Namen I-522 sieht vor, dass bei verpackten Produkten der entsprechende Gentechnik-Hinweis auf der Vorderseite augedruckt sein muss, bei unverpackten Lebensmitteln soll die Info am Regal angebracht werden. Fleisch und Milchprodukte allerdings, die von Tieren stammen, die mit genetisch verändertem Futter gefüttert wurden, wären ausgenommen, Restaurants müssten keine Infos in der Speisekarte bringen. Jedoch, wenn das stimmt, beinhalten 70 bis 80 % aller in den USA im Supermarkt gekauften Lebensmittel gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe. Nicht gerade wenig. Schon klar, dass da ein paar CEOs sich Sorgen machen. Es kann aber nicht angehen, dass einige wenige Große über Dinge entscheiden um nicht zu sagen Dinge steuern, die ganz viele Menschen betreffen und von deren Auswirkungen einfach noch viel zu wenig bekannt ist. Und die Gentechnik ist beileibe nicht das einzige schwer verdauliche Thema, wenn's um globale Nahrungsmittelherstellung, -exporte, -anbaumethoden, -transporte und vieles mehr geht.

Wir sollten uns nicht den Appetit verderben lassen und dafür sorgen, dass Genuss auch wirklich genießbar bleibt.

Der gesamte umfangreiche Bericht auf format.at

Ruth

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