Bassena - unser Blog

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Der praktizierte Ungenuss Sonntag 2014-03-09

Ich hab's tatsächlich getan. Ich habe eine gebackene Heuschrecke gegessen. Und es war kein kleiner Grashüpfer. Nein, es war eine fingergroße Heuschrecke. Eine riesige. Die im Mund immer noch größer und größer geworden ist. Die ich einfach nur so schnell wie möglich wieder loswerden wollte.

 Grashüpfer auf Gräsern - Foto von Thomas Bresson

Was aber nicht ging. Weil sie dann in meinem Bauch war. Wo sie auch blieb. Eine gefühlte Ewigkeit lang. Wahrscheinlich ist sie noch immer dort, ich bin mir echt nicht sicher.

Warum ich das getan habe? Nun, einerseits wurden die Viecher im Rahmen einer Präsentation gereicht. Das neue Gourmetmagazin der Profil-Redaktion »Profil isst!« wurde im Wiener Restaurant Le Salzgries vorgestellt. Eine Geschichte im Heft handelt vom westlichen Trend, Insekten zu servieren. In asiatischen und afrikanischen Ländern Teil der traditionellen Ernährung, landen Heurschrecken, Ameisen, Maden, Mehlwürmer und Konsorten nach und nach auch in unseren kulinarischen Salons. Warum auch immer. Und so eben auch im Le Salzgries.

Andererseits, weil abertausende Menschen von diesen Dingen leben müssen und man sich nicht darüber stellen sollte. Diese Menschen leben davon und sterben ja nicht. Aber: Es war schlicht und ergreifend grauslich. Das Tier war nicht heiß und knusprig und hat auch nicht an Popcorn erinnert, wie es immer so schön heißt. Nein, das Viech war lauwarm, lätschert und geschmeckt hat es wie kaltes Hendlfett. Und die Konsistenz, die Konsistenz war einfach unerfreulich. Der Ekel war langanhaltend, der gute Burgunder konnte mit etwas Geduld den Unwohlzustand wieder etwas einrenken. Die später gereichten Ameisen und Mehlwürmer wurden dankend abgelehnt. Einmal Ekelüberwindung reicht. Fürs Leben.

syl
Frische Fische Mittwoch 2014-03-05
Was bin ich doch privilegiert. Denn einen Biofischzüchter aus dem Salzkammergut quasi zur Familie zählen zu können, das hat was. Vor allem, wenn es diesen immer wieder einmal zu uns in die Nachbarschaft und damit vor unsere Haustüre zieht. Mit gefüllter Fisch-Kühltasche, versteht sich. So geschehen am Sonntag Abend. Siehe Bild eins.
Da waren die Fische so derartig frisch, dass sie zum Zubereiten noch gar nicht bereit waren. Bild zwei stammt daher von Montag Abend. So wunderbare Forellen von Markus Mosers »Biofisch Großalm« brauchen nicht mehr als ein bisschen Salz, ein paar Brösel und die richtige Mischung aus Olivenöl und Butter in der Pfanne.

So schmeckt Fisch! 

Biofisch Großalm auf Facebook

Ruth

 
Unsinnige Wasser-nach-Hause-Träger Samstag 2014-02-15

Endlich eine Bassena in der Bassena. Einst einzige Wasserstelle in den Stiegenhäusern der alten Wiener Bürgerhäuser. Treffpunkt für Hausfrauen zum Wasserholen und auf ein Tratscherl. Als das Wiener Wasser per se durch die Mühsal noch teuer und wertvoll war.

Wertvoll ist es noch immer. Im Grunde mehr denn je. Denn keine Hauptstadt auf diesem Erdball kann seine Bewohner mit derart hochwertigem Hochquellwasser versorgen wie Wien. Sieht man von der Blei- und Nickelbelastung durch alte Leitungen und Armaturen ab.

Eine Bassena mit Wasserhahn aus Messing

Die sich leicht umgehen lässt, wenn man das Wasser vor der Entnahme eine Weile rinnen lässt. Minimale Verschwendung im Vergleich zum ökologischen Fußabdruck, den ein Liter Mineralwasser in der Plastikflasche hinterlässt. Dass dem so ist, hat eine Forschergruppe an der Wiener Boku nachgewiesen, die Ergebnisse wurden letzte Woche unter anderem in der Tageszeitung Die Presse veröffentlicht.

Konkret wurde der CO2-Fußabdruck, also die Emission von Treibhausgasen, pro Liter konsumierten Wassers untersucht. Analysiert wurden die Wasser dreier typischer Versorger.

Das Ergebnis: Ein Liter Leitungswasser entspricht 0,1 bis 0,3 Gramm CO2-Äquivalenten. Am meisten ins Gewicht fallen dabei das Leitungsnetz und die dafür anfallenden Baumaßnahmen.

75 bis 140 g CO2 hingegen sind es pro Liter Wasser in der Plastikflasche (abhängig von Gebinde und Wiederbefüllbarkeit). Die Flaschenproduktion fällt hier trotz hoher Recyclingrate am meisten ins Gewicht.

Auf gut Deutsch heißt das, dass ein Liter Plastikwasser rund 100 Mal mehr Treibhausgase verursacht als ein Liter Leitungswasser. Weiters bedeutet das, dass es idiotisch ist, mit Plastik kontaminiertes Wasser teuer zu kaufen, nach Hause zu schleppen und damit die Umwelt zu belasten, anstatt einfach den Wasserhahn aufzudrehen und günstiges, sauberes und viel besseres Wasser zu entnehmen. Schön blöd, wer das so hält.

Quelle: Die Presse am Sonntag, 9. Februar 2014, S. 24
syl
Only Lovers Left Alive - Lieblingsfilm & -Soundtrack Dienstag 2014-02-04
Selten hat ein Film so nachgewirkt. Große Liebe über die Jahrhunderte, Adam und Eve. Zwei Vampire. Große Schauspieler, große Melancholie und tiefe Verzweiflung. Langsame Schnitte, wenig Handlung ohne einen Hauch von Langeweile, wunderschöne Bilder unterlegt von einem großartigen Soundtrack.Eve und Adam im Schlaf

Red eyes and tears. Er stammt von Jozef van Wissem, die Musik zum Teil von Meister Jim Jarmusch selber. Der lebensmüde Adam schreibt seit Jahrhunderten Musik, er sammelt alte Instrumente, speziell Gitarren. Gitarrenklänge geben das Thema vor, ein auch optischer Höhepunkt ist die libanesische Sängerin Yasmin Hamdan bei ihrem Auftritt in einer Bar. Auf Youtube leider nur mit Standbild.

Hören Sie rein, gehen Sie ins Kino. Der Film lebt von der Großleinwand, die Originalversion ist Pflicht, der Soundtrack schon unterwegs zu mir.

Danke, Jim Jarmusch. Danke, Tilda Swinton und Tom Hiddleston. Danke, Jozef van Wissem. Danke, Thomas Kopfensteiner für den passenden Rotwein danach. Blaufränkisch Szapary 2011. Ich finde, Eisenberg schmeckt immer ein bisschen nach Fleisch und Blut.

Hier oder mit Klick aufs Bild geht es zum kurzen Film-Trailer.
Die Filmkritik vom deutschen Musikmagazin Rolling Stone.
syl

funnel of love

syl  11.02.2014 11:36

geht immer. in jeder version. so wie pinot :) herzlichen dank!

klingt interessant

Tom  10.02.2014 21:18

oh ja, das könnte ein Film sein der gefällt, passende Musik, passender Wein, übrigens grandiose Wahl, obwohl je nach Stimmung auch eventuell ein gereifter Pinot Noir auch passen würde.
bei mir lief dabei vor ein paar Monaten zufällig diese Version...
http://www.youtube.com/watch?v=EUmLXch0o1s

Der kleine und der große Krug Freitag 2014-01-31
Ein bisschen erinnert die Geschichte an die des Goldhasen. Der mächtige Schweizer Lindt-&-Sprüngli-Konzern gegen den kleinen österreichischen Schoko-produzenten Hauswirth. Den Streit konnte Lindt 2012 für sich in entscheiden, Hauswirth darf seinen Osterhasen in der ursprünglichen Form nicht mehr produzieren.
Je eine Flasche Krug Champagner und Krug Wein

Das österreichische Magazin Format weiß nun von einem anderem Fall zu berichten. Vor einigen Jahren habe sich ein international Mächtiger auf einen kleinen österreichischen Produzenten eingeschossen, das noble Champagnerhaus Krug auf das gleichnamige Gumpoldskirchner Winzerhaus. Champagne Krug gehört zu LVMH, dem größten Luxuskonzern der Welt. Dessen Tochter Moët Hennessy Champagne Service (MHCS) hat seinerzeit die Wortbildmarke »Krug« für Weine, Champagner, Schaumweine und alkoholische Getränke schützen lassen und klagt das Winzerhaus auf Unterlassung und Namensänderung.

Dessen Wein wird aber nachweislich – durch eine von Maria Theresia unterzeichnete Urkunde – seit 1746 unter der Bezeichnung »Krug«, dem Namen der Winzerfamilie, produziert. Die Weinmarke ist also fast 100 Jahre älter als die Champagnermarke. LVMH wolle indes sogar die Domaine www.krug.at einfordern.

»Da setzt es bei mir aus«, so Winzer Gustav Krug, »Es kann mir niemand verbieten, meinen eigenen Namen zu verwenden. Außerdem haben wir die Domaine in Österreich geschützt, nach dem heimischen Prinzip: first come, first serve.«

Wir drücken Gustav Krug die Daumen, dass sein Streit besser ausgehe als der um den Goldhasen.

Quelle: format.at
syl

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