Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Oster-Striezel-Backen-Generalprobe bestanden Sonntag 2014-04-06
Es war, wie so oft: Auch wenn's spannend ist, Zeit zum Tratschen bleibt meistens. So auch beim großartigen Brotback-Seminar mit Roswitha Huber am zweiten Tag des Food-Symposiums »Anständig essen« in Bad Hofgastein (die Kollegin hat berichtet). Aber wir haben immerhin zum Thema »Backen« getratscht.
Kinderhände, die Teig machen 
Während wir also an Roswitha Hubers Lippen hingen, erzählte Barbara van Melle von ihrem unschlagbar guten Striezelrezept. Freundlicherweise schickte sie es nach dem Wochenende gleich aus und freut sich als edle Rezeptlieferantin sogar, wenn wir es weiter teilen. Was ich hiermit tu.
80 g Dotter (ca. vier Stück), 110 g Kristallzucker, 10 g Salz, 20 g Rum, 10 g Vanillezucker und die abgeriebene Schale einer Zitrone verrühren. 110 g Butter schmelzen und mit der Dottermasse vermischen. 60 g Germ in 320 g lauwarmer Milch auflösen und ebenfalls in die Masse geben. Dann mit 750 g glattem Mehl verkneten.

Um die Hälfte gehen lassen. Flechten, noch einmal gehen lassen, mit Ei und eventuell Hagelzucker bestreuen. Oder wie in unserem Fall die Kinderseite mit buntem Streusel. Bei 180 Grad 35 Minuten backen.

Fazit: Das Rezept ist fantastisch und mein Sohn ein großartiger Striezelbäcker!

Generalprobe bestanden, Ostern kann kommen!

Ruth

Wieninger ist Hajszan-Neumann ist Wieninger Freitag 2014-04-04
Der Lieblings-Ex-Chef ist jetzt noch größer. Wobei er eh schon recht imposant aussieht im Vergleich zu seiner Lieblings-Ex-Mitarbeiterin da auf dem Foto. Aber raten Sie einmal, wem bei der Rangelei die Magnumflasche Chardonnay zugefallen ist. Eben. Auf die Größe kommt es zumeist einfach nicht an.
Sylvia Petz und Fritz Wieninger rangeln um eine Flasche Chardonnay, Foto Lalo Jodlbauer

Die Freude war damals groß über den vinophilen Zugewinn. Jetzt darf sich der Winzer über einen noch viel größeren freuen: Er hat das Weingut Hajszan-Neumann in Grinzing übernommen. Nicht gekauft, wie fälschlicherweise kolportiert wurde, nur übernommen. Stefan Hajszan, Gastronom und Vater von Zwillingen, ist die Mehrfachbelastung zuviel geworden. Und g'scheit wie er ist, hat er rechtzeitig die Reißleine gezogen und den Betrieb samt Restaurant und Buschenschank seinem Freund Fritz Wieninger übertragen.

Der freut sich wie ein Schneekönig über die perfekt gepflegen und biodynamisch bewirtschafteten 20 Hektar Weingärten am Nußberg. Ein wahres »Geschenk«, von dem er nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Die Marke »Hajszan-Neumann« wird übrigens bestehen bleiben. Mit Vereinfachung und Bündelung von Strukturen da und dort.

Gepresst etwa wird die gesamte Lese in Stammersdorf im Stammhaus werden, wonach der Grinzinger Most wieder retour nach Grinzing gefahren wird. So kann eine der sündteuren Pressen eingespart werden, und der Chef muss nicht zwischen den Presshäuern hinundher-radeln. Dafür stehen bei Hajszan-Neumann ab sofort ein perfekter Fuhrpark und eine professionelle Mannschaft auch für die Wieninger-Weingärten am Nußberg parat. Perfetto!

Wie das mit der Buschenschank am Eichelhofweg sein wird, wird sich bald weisen. Fix ist sie auf jeden Fall, mitten im Weingarten mit Blick auf Wien. Die Freude ist groß! Nur der in den letzten Jahren etwas überdimensioniert gewesene Bauch vom Lieblings-Ex-Chef ist plötzlich wieder ganz klein. Er und das neue Weingut stehen ihm hervorragend zu Gesicht.

www.wieninger.at
www.hajszanneumann.com
Foto: Lalo Jodlbauer
syl
»Essen ist Politik«, so die Akteure von »Anständig essen« Dienstag 2014-04-01
Weil es mit spannenden Vorträgen und »so kann's nicht weitergehen« nicht getan ist, haben die Akteure von »Anständig essen 2014« - Food-Symposium in Bad Hofgastein am 28. und 29. März - einen Forderungskatalog an Politik und Schulverantwortliche erstellt. Sie sagen dem dickmachendenChristian Seiler bei seinem Vortrag. Foto: Philipp Horak

Schul-Essen, den krankmachenden Jausen und Getränken an den Schulbuffets den Kampf an. Denn 24 Prozent aller Schulkinder zwischen sieben und vierzehn Jahren sind laut österreichischem Ernährungsbericht 2012 übergewichtig oder fettleibig. In Anbetracht dieser Zahlen seien die Verantwortlichen zum Handeln aufgefordert, lautet der Konsens der Mitwirkenden an »Anständig essen 2014«. Die da sind: Christian Seiler, Organisator und Gastgeber für den Gastein Tourismus, Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler, Slow-Food-Wien-Chefin Barbara van Melle, »Food-Detektiv« Hans-Ulrich Grimm, Journalistin Elisabeth Ruckser, Brotkönnerin Roswitha Huber, Käsemeister Stephan Gruber und Gastronom Sepp Schellhorn. Und wir. Aber das ist eh klar.

Was im Forderungskatalog alles drinsteht und was sonst noch alles los war in Bad Hofgastein, können Sie hier nachlesen, Fotorückschau inklusive.

www.anstaendigessen.com
Foto: Philipp Horak
syl

Flotti karotti Sonntag 2014-03-30

Apfelschälen für Heimwerker und Heimwerkerinnen. So schnell hat noch nie ein Früchtchen seine Hülle abgelegt. Macht offensichtlich auch Spaß. Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr, wenn's um den selbstgebackenen Apfelstrudel geht.

Zum Facebook-Film
syl

Apfelschälen mittels Bohrmaschine
Turbulenter März und wie's grad kommt. Donnerstag 2014-03-27
Im Märzen der Bauer. Im Märzen auch wir. Denn es geht ganz schön rund. Kaum gelandet, siehe den Beitrag zur Reifeprüfung der Kollegin weiter unten, geht's auch schon wieder weiter. Denn »Anständig essen« steht an. Die Essensgespräche des Journalisten Christian Seiler in Bad Hofgastein.
Magnolienbaum mit halb offener Blüte von unten

Sie sind heuer der - allgemein gar nicht so guten - Kinder-Ernährung und ihren Folgen gewidmet. Spannende Vorträge, eine Bestandsaufnahme und Forderungen an die, die das Sagen haben, wird es geben. Gutes Essen und gutes Trinken wird es geben. Und ein Treffen unter Freunden und Gleichgesinnten. Und viele blühende Magnolienbäume auf dem Weg dahin und am Weg zurück. It's springtime!

Weil grad der Espresso dampft, hier rasch noch eine positive Meldung: Kaffee ist okay! Im Standard wurde nämlich gestern eine Metastudie des Fachblattes »Circulation« erwähnt, aus der hervorgeht, dass Kaffeekonsum das Schlaganfallrisiko nicht erhöht. Im Gegenteil: Wer durchschnittlich 3,5 Tassen Kaffee trinke, habe ein um 20 Prozent geringeres Risiko als Menschen, die keinen Kaffee trinken. Bedenklich werde es erst ab 10 Häferln.

Und weil das jetzt auch grad so passt, muss erwähnt werden, dass hockerln beim Stuhlgang besser ist als sitzen. Zu langes Trohnen und Pressen auf den Sitztoiletten fördere Hämorrhoiden, Verstopfung, Krampfadern und - hier also doch - Schlaganfälle. So steht es im aktuellen Format mit dem Schwerpunktthema »Darm«. Das nur so zum Drüberstreuen.

www.anstaendigessen.com
Abstract/Circulation
syl
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