Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Gebacken! Donnerstag 2017-04-20
»Des Möh waas ned, dass' ka Kerndl mehr is!« Das Mehl weiß nicht, dass es kein Körndl mehr ist!  Wenn Bäckermeister Fritz Potocnik in Fahrt kommt, ist er nicht zu bremsen. Und in Fahrt kommt er dann, wenn's ums Brot geht. Also immer. Für ihn. Weshalb er mit über 60 Jahren nochmals durchstartet.
Fritz Potocnik und Elisabeth vor einer Stellage mit Brotkörben
Zweifach. Einerseits mit seiner Bio-Backstube BROTocnik im Waldviertler Burgerwiesen, wir haben berichtet. Andererseits mit der Waldviertler Bio-Backschule der Slow-Food-Aktivistin und Autorin Elisabeth Ruckser. Beide sind – ich darf das sagen – Spinner und Spinnerin genug, sich das anzutun. Unsere noch ungebackenen Kunstwerke: Salzstangerl und Teig auf einer Küchenplatte aus Holz

Denn reich werden die beiden nicht mit ihren Workshops, weil viel zu aufwändig. Aber geliebt :)

Ihre Backkurse zu den unterschiedlichen Themen wie Sauerteig, Volkornbrot, Brot & Gebäck sind immer ausgebucht. Sie halten sie zumeist in Fritz' Backstube in einem umgebauten Bauernhof ab. Manchmal gehen sie damit auch auf Tour, wie vor ein paar Tagen. Und so kamen wir in Wien in den Genuss des Brotbackens, gleich bei uns ums Eck im Kochstudio ichkoche.at.

Dort haben wir auch erfahren, dass das Mehl nicht weiß, dass es kein Korn mehr ist. Denn das Mehl verhalte sich immer so, als wäre es das noch. Im Frühjahr hat es die Tendenz zu keimen und wird aktiv. Über den Winter schläft es und ist dann anders zu behandeln. Weil es per se und im Teig auch anders reagiert. Spannend!

Überhaupt, Mehl ist nicht gleich Mehl. Es unterscheidet sich nach Jahrgang und Sorte, nach Boden und Jahreszeit, nach Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur. Allerdings nur dann, wenn es unbehandelt und nicht konditioniert ist. Ein Thema, bei dem der Bäckermeister in Rage gerät. Industrielle Brote! Sie seien für viele unverträglich, weil gutes Brot Zeit brauche für die Fermentierung und Enzymierung, damit der Körper es gut aufnehmen kann. Zeit sei in der Industrie jedoch Mangelware, hier werde mit allerlei Hefen, Backtriebmittel und Zusatzstoffen getrixt. Industrielles Brot sei Betrug am Konsumenten und mache krank.

Es ist lehrreich und unterhaltsam, Fritz Potocnik zuzuhören. Und wenn's zum Praktischen kommt – was ist die Ura und wie wird diese zum Sauerteig (hier nachzulesen) – dann wird er wieder leise und höchst geduldig. Und so haben wir Semmerl gemacht (funktioniert super!), Salzstangerl gewuzelt (funktioniert noch weniger gut), Mohnflesserl geflochten (funktioniert okay) und Brotwecken aus Sauerteig geformt (geschummelt). Was dann aus dem Ofen kam, hat sagenhaft gut geduftet und geschmeckt. Das Brot habe ich für die Haltbarkeit nach Fritz' Rezept übrigens nochmals gebacken. Es ist heute nach drei Tagen noch saftig wie am ersten Tag und die Kruste beständig resch.

Elisabeth geht dem feurigen Bäcker zur Hand, erläutert, ergänzt und übersetzt die Bäckersprache in eine allgemein verständliche. Ein gutes Team, das es versteht, mit Spaß und Freude an die Sache heranzugehen und beides weiterzugeben. Sehr empfehlenswert und jederzeit sehr gerne wieder!

bio-backschule.at
Fotos: Andrea Peller & syl

syl

Mis(s) Representation - eine Doku über das Frauenbild in den Medien Donnerstag 2017-04-20
Weil der Wäscheproduzent Palmers erst kürzlich mit einer Kampagne in den Negativschlagzeilen war. Weil das Thema grundsätzlich sehr hohe Relevanz hat. Weil wir uns kaum Gedanken darüber machen. Weil es an der Zeit ist, dass wir gemeinsam mit unseren Söhnen und Töchtern genauer hinsehen.
Ein Screenshot vom Abspann des Films mit dem Titel

Es geht in dieser aus dem Jahr 2011 stammenden Doku Miss Representation von Regisseurin Jennifer Siebel Newsom um das Frauenbild in den Medien und was es mit uns als Gesellschaft macht. Mit uns Frauen und unseren Töchtern, mit unseren Söhnen und natürlich auch mit den Männern. Es geht darum, dass Frauen in den Medien mit wenigen Ausnahmen einem optischen Ideal entsprechen müssen und speziell in der Werbung, aber auch in vielen Filmen und Serien als Objekt dargestellt werden. In Mis(s) Representation kommen viele Frauen (u.a. Geena Davis, Condoleezza Rice, Jane Fonda, ...) & Männer, Mädchen & Burschen zu Wort, die das Thema entsprechend diffizil und komplex aufgreifen und verstehen lassen.

Weil dieses Frauenbild, das zum Teil sehr politisch gesteuert ist, etwas mit  uns macht. Es lässt junge Männer zu Machos werden (ohne dass sie das sein möchten), weil man auf Frauen herabblickt. Es lässt Frauen sich als Objekte fühlen. Als Objekte, deren Wert geringer ist als der von Männern. Mit der fatalen Konsequenz, dass diese Frauen keine Führungspositionen anstreben. Objekte können nicht führen, Objekte werden geführt. Männer bleiben in der Führung, Frauen bleiben Sekretärin. Zuhause, im Unternehmen, in der Politik. Mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft.

Der große Erfolg von Miss Representation hat aus der Doku die Bewegung The Representation Project erwachsen lassen. Es richtet sich an junge Leute, Lehrende, Coaches, NGOs und Unternehmen und möchte das Außen- und Selbstbild von Frauen und Männern zurechtrücken und auf die Medienmacher/innen Einfluss nehmen. Der zweite Film Jennifer Siebel Newsons beleuchtet übrigens als Pendant das Bild der Männer in den Medien und heißt The Mask you live in. Genauso wichtig und sehenswert!

Schauen Sie sich diese Filme mit Ihren Kindern – sobald sie in der Pubertät sind – an. Sie werden Sie hellhöriger und -sichtiger machen. Es sind wichtige Filme, die auch an den Schulen gezeigt werden müssen. Sie können die Gesellschaft verändern, hin zu einer besseren.

theepresentationproject.org
syl
Die Übergabeprofis: Wir reden mit den Eltern Mittwoch 2017-04-19

Nun gut, der erste Termin mit den Eltern, die nicht wirklich davon überzeugt sind, dass »darüber reden« etwas bringt, steht an.

Teil 4: Wie läuft dieses – durchaus kritische – Gespräch also ab?

Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

Egal in welches Gespräch man mit wem hineingeht, davor gilt es, die eigene innere Haltung zu hinterfragen. Sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und für sich zu klären, welche Ziele man erreichen möchte. Für uns als Beraterinnen geht es um Respekt vor den Meinungen aller, Unvoreingenommenheit, Allparteilichkeit und neutrale Sichtweisen so gut es geht. Unser Ziel ist es, eine gute und tragfähige Gesprächsbasis für den gesamten Übergabeprozess zu schaffen.

Für die direkt Betroffenen, sprich Eltern, Kinder oder sonstige Involvierte, ist das natürlich ungleich schwieriger. Und trotzdem sollten auch für sie Respekt, Wertschätzung und eine gelungene Übergabe als gemeinsames Ziel im Vordergrund stehen.

In unserem Praxisfall geht es beim ersten Gespräch wie schon erwähnt ganz klar um Vertrauensaufbau. Das heißt: die Eltern erst einmal reden lassen. Um Dampf abzulassen, alles auf den Tisch zu legen, die Meinung sagen zu können ohne sofortigen Widerstand und nicht zuletzt jemanden gegenüber zu haben, der aufmerksam und interessiert zuhört. Und Fragen stellt. Klingt vielleicht komisch, aber oft nicht mehr selbstverständlich: Mit jemandem sprechen, der wirklich konzentriert und mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuhört und mit ehrlichem Interesse Fragen stellt.

Sobald klar ist, dass wir die Sorgen und Ängste der Eltern ernst nehmen, eine neutrale Haltung haben und auf dem Weg zum Ziel – der gelungenen Übergabe für alle – unterstützen möchten, wird offene und ehrliche Kommunikation möglich.

Hier im Überblick hilfreiche Voraussetzungen für gelungene Gespräche ganz allgemein:

* eine wertschätzende, respektvolle und vorurteilsfreie innere Haltung
* ehrliches Interesse am Gegenüber
* aufmerksam und interessiert zuhören
* nicht interpretieren und bewerten, sondern zuhören und hinterfragen: »fragen statt sagen«
* andere Meinungen und Sichtweisen akzeptieren (was nicht heißt, dass man mit diesen auch einverstanden ist)
* das gemeinsame Ziel des Gesprächs immer im Auge behalten

Wer diese Punkte berücksichtigt und sich bewusst macht, legt einen wichtigen Grundstein für gute Gespräche.

=> Demnächst geht's weiter!

www.uebergabeprofis.at
Die Übergabeprofis – Der Start in unserem Praxisfall Sonntag 2017-04-16

Papier ist geduldig. Und ein Blog im Internet ebenso. Was in der Theorie Hand und Fuß hat, muss auch in der Praxis bestehen.

Teil 3: Wie gehen wir die Sache also in unserem Fallbeispiel an?


Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

Sich mit der gesamten Familie an einen Tisch zu setzen und die Übergabe von der einen an die nächste Generation mit all ihren Begleiterscheinungen zu besprechen, ist aus unserer Erfahrung ein guter Start. Denn wir sind überzeugt, dass eine regelmäßige, offene und ehrliche KOMMUNIKATION die halbe Miete ist. Doch was tun, wenn – wie in unserem Fall – die Jungen das genauso sehen, die Übergeber jedoch nicht? Was, wenn schon die Frage »Externe Unterstützung ja oder nein?« zu unangenehmen und aufreibenden Diskussionen führt? Was also, wenn der erste gemeinsame Tag – wie im vorigen Posting beschrieben – nicht so einfach umzusetzen ist? Hier kann die Frage nach dem gemeinsamen Ziel, nach der Zukunft für die Zeit nach der Übergabe helfen.

* Was eint uns, wenn wir uns vorstellen, dass uns die Übergabe gemeinsam gut gelungen ist?
Über das Wie der Übergabe herrscht zu Beginn sehr oft Uneinigkeit. Es ist häufig noch völlig unklar, wer danach welche Rolle, Aufgaben und Verantwortungen hat. Oft steht noch nicht einmal fest, ob überhaupt jemand aus der Familie übernehmen wird und wer das sein könnte. Und doch gibt es (fast) immer ein gemeinsames Wunschbild: Dass schlussendlich alle Familienmitglieder mit den Entscheidungen, die getroffen wurden, zufrieden sind.

Dieser Fokus auf ein positives Ziel, und sei es am Beginn noch so unklar und schwammig, ermöglicht es, die Aufmerksamkeit und die Energie der Beteiligten weg von »Alt gegen Jung«, von »unsere Vorstellungen versus eure Vorstellungen« zu lenken. Der Blick kann im wahrsten Sinne nach vorne gerichtet werden, die viel zitierte Lösungsorientierung wird erleichtert.

Wie sieht das in unserem Fall konkret aus? Wir greifen zum Telefonhörer und fragen die Eltern, was sie sich für die Übergabe am meisten wünschen. Die Antwort: »Dass wir uns guten Gewissens zur Ruhe setzen können und das Gefühl haben, dass unser Lebenswerk in guten Händen ist.«

Unser Angebot für ein unverbindliches Erstgespräch, in dem wir erklären, was wir aus unserer Sicht dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen, ist die Basis. In einem ersten Schritt sprechen wir nur mit den Eltern, so kann Vertrauen entstehen. Bei einem darauf folgenden Gespräch mit beiden Generationen werden dann die nächsten TO DOs besprochen.

=> Welche Themen in diesem ersten Gespräch auf den Tisch kommen, folgt übermorgen Donnerstag.

www.uebergabeprofis.at
Die Übergabeprofis - Wie wir's angehen Freitag 2017-04-14

Manchmal ist der Donnerstag auch der Freitag, so eng wollen wir's nicht sehen. Aber kommen wir zum Thema:

Teil 2: WIE gehen wir's in den ÜBERGABE-BERATUNGEN an?

Nun, der allerallererste Schritt ist der, dass wir uns

Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

mit der gesamten Familie zusammensetzen, miteinander reden und viele Fragen stellen. Und die allererste Frage lautet generell:

* Warum sitzen wir hier?
Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Denn oft ist der Prozess schon in Gange und stockt aus irgendwelchen Gründen. Oft sind es Unsicherheiten der Eltern, die sich fragen, ob sie es so richtig machen. Oft sind es die Kinder, die es dann doch so nicht wollen. Oft sind es auch Reibereien, die sich auftun, und sehr oft sind es die unausgesprochenen Dinge, an die sich die Übergebenden und/oder Übernehmenden nicht herantrauen, um sich oder andere nicht zu verletzen.

Die pragmatischeren Fragen sind:
* Wann soll übergeben werden & warum?
* Was soll übergeben werden & warum?
* Wie soll übergeben werden & warum?
* An wen soll übergeben werden & warum?
* An wen soll nicht übergeben werden & warum?
* …

Aus den Antworten und Stimmungen in der Familie ergibt sich das Weitere. Ein erster gemeinsamer Tag, an dem wir die Weichen stellen und uns anschauen, was das eigentliche Ziel ist. Ein Tag, an dem vor allem die ROLLEN geklärt werden. Die in der FAMILIE und die im WEINGUT. Die, wie sie JETZT sind, und die, wie sie DANN sein sollen. Und die, die im PROZESS wichtig sind.

=> Wie das in unserem FALL aussieht, folgt kommenden Dienstag.

www.uebergabeprofis.at
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