Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Lese 2014 - Lagebericht aus dem Weinviertel Freitag 2014-09-26
Dass die heurige Weinlese mit allen Wassern gewaschen ist, weiß man hinlänglich. Regional gibt es aber trotz allem große Unterschiede, die wir hier am Beispiel unserer Kunden und Freunde näher beleuchten möchten. Den Anfang macht Herbert Zillinger, stellvertretend für das südliche Weinviertel.
Lotti im Weingarten

Er schreibt: »Wenn wir Lotti, unseren Traubenhund, nicht hätten. Sie bewacht unsere raren gesunden und deshalb umso wertvolleren Trauben. Denn heuer macht uns die Lese ganz schön zu schaffen. Diese anstrengendste Lese aller Zeiten, der Fäulnisdruck ist nach wie vor enorm.

Wir sind seit 10 Tagen mit einem kleinen feinen und hochmotivierten 4-köpfigen Team im Weingarten unterwegs, und mit Lotti. Anfangs haben wir die Traubenzonen freigestellt (entblättert), damit die Beeren schnell abtrocknen können. Jetzt sind wir ständig am Ausselektionieren von faulem Traubengut. Es bleibt leider nicht viel brauchbare Ware übrig; aber das, was bleibt, ist sehr vielversprechend.

Qualitativ ist wirklich noch alles möglich, quantitativ ist es ein Desaster. Gut, dass Lotti aufpasst wie ein Haftlmacher. Gute Vorarbeit, Nervenstärke und rigorose Selektion werden einen Top-Jahrgang im Weißweinbereich möglich machen. Gestern haben wir den Grünen Veltliner Vogelsang geernet. Die wenigen verbliebenen Trauben könnten nicht schöner und aromatischer sein! Jetzt hoffen wir auf einen ordentlichen Altweibersommer für all die anderen Trauben, die noch draußen sind.«

Das hoffen wir auch und wünschen Herbert, Carmen, Lotti und all ihren Kolleginnen & Kollegen alles Gute für die kommenden Wochen.

www.zillingerwein.at
syl

Handels-Servicewüste Wien Freitag 2014-09-26

Als würden sie sich vor uns fürchten. Als wären wir unerwünscht. Als würden sie uns gar nicht wahrnehmen. Oder nicht wahrnehmen wollen. So kamen meine beiden Kinder und ich uns vor, als wir uns gestern am Nachmittag zum obligaten Herbst-Shoppen aufmachten. Also ein paar

Mariahilfer Straße, Wien

Dinge besorgen wollten, die Jugendliche für den Herbst halt so brauchen.

Wer »sie« sind? Die Verkäuferinnen und Verkäufer in diversen Geschäften auf der Mariahilfer Straße. Gleich vorweg: Ich zähle mich zu den Menschenfreundinnen, bin meist gut gelaunt und freundlich und sehe in meinen Mitmenschen, also auch in Verkäuferinnen und Verkäufern, prinzipiell einmal mir wohlgesonnene Personen. Gestern wurde ich am laufenden Band enttäuscht.

Egal ob in diversen (großen) Schuh-, Mode-, oder Sportgeschäften, wirklich willkommen waren wir nirgends. Ein paar Szenarien gefällig? Ein Riesen-Schuhgeschäft, in dem im Untergeschoß viel Verkaufspersonal und kaum Kunden unterwegs waren. Wir duchsuchten (sichtlich!) stapelweise Schuhkartons nach der passenden Größe. Zwei Meter neben uns unterhielten sich zwei Verkäufer/innen (sichtlich!) gelangweilt und rührten kein Ohrwaschel. Wollten sie vielleicht gar keine Ware loswerden?

Nächstes Schuhgeschäft, diesmal im ersten Stock. Keine Kunden, ein Verkäufer. Wir (sichtlich!) auf der Suche nach etwas Bestimmten, er begrüßt uns (gezwungenermaßen, er kam gerade um die Ecke und lief uns quasi in die Arme) und verzog sich dann. Wahrscheinlich wartete er geduckt hinter dem Ladentisch, bis wir wieder weg waren. Ähnliche Szenarien in diversen Outlets der bekannten Modeketten. Dazu kam, dass ein klassisches Kleidungsstück wie der Dufflecoat zwar nicht ausgedient hat (wir wurden schlussendlich fündig), er Verkäufer/innen jedoch kein Begriff mehr ist. »Bitte was suchen Sie?«

Ich möchte unseren Blog nicht zur Jammerbühne umfunktionieren und vor allem keine oberflächlichen Schuldzuweisungen machen. Ich finde es nur erschreckend, wie unprofessionell die »Menschen am Kunden« sind, wie schlecht sie offenbar geschult und wahrscheinlich auch geführt werden und wie sehr sich die Unternehmen damit schaden. Weil 1.) definitiv Umsatz verloren geht und 2.) Kunden so kaum zu Stammkunden werden.

Meine Sicht der Dinge: Die Katze beißt sich im Handel in den Schwanz. Der Kostendruck ist enorm, ja, auch weil wir alle zu wenig für die Produkte bezahlen. Da wird dann auch beim Personal gespart. Und zu wenig Bezahlung und Wertschätzung schlagen sich halt schlussendlich beim letzten Glied in der Kette nieder. Blöd nur, dass es das Glied ist, das am unmittelbarsten an den (potenziellen) Kunden dran ist.

Ruth
Warum in die Ferne schweifen. Plädoyer für den Semmering. Sonntag 2014-09-21

Die Blockseminare meiner CSR-Ausbildung werden immer außerhalb Wiens in zertifizierten Bio-Hotels abgehalten. Nach der Rogner Therme Bad Blumau und dem SPES-Hotel in Oberösterreich war nun das Panoramahotel Wagner am Semmering dran. Abgesehen von der »interessanten Servicelandschaft«, auf den Punkt gebrachter O-Ton eines Kollegens, und dem jetzt nicht ganz so tollen Gebäude, hab ich selten so schön gewohnt.

In einem wunderbaren kleinen Dachzimmer mit atemberaubenden Blick übers Gebirge. Ich Heidi! Mein Bett stand entlang der Fenster mit der Matratze auf der Höhe des Fensterbrettes. Und so lag ich, als die Sonne frühmorgens aus dem Nebel tauchte, halb im Bett und halb im Freien. Staunend.

Sonnenbestrahlt und ruhig. So war der Semmering dieser Tage. Dieses vergessene Gebiet muss man entstauben und für die nahen Wienerinnen und Wiener wieder interessant machen. Fürs Abschalten, Wandern oder auch schnell einen Hupfer zum Schifahren. Und wenn man hoch oben ist, fürs Staunen.

Die Sonne bricht durch den Nebel zwischen dem Bergen Nebeltürme und die dunkle Sonne
Das Südbahn-Hotel im Morgenlicht Letzte Nebelschwaden um das Kurhaus
Klare Sicht auf die Berge
Ein Falter auf Brombeerstauden
 
syl
Spannende Weine vom Wagram Donnerstag 2014-09-18
Vorigen Samstag lud Anton Bauer auf sein Weingut nach Feuersbrunn, um seinen aktuellen Jahrgang zu präsentieren. Wir durften nicht nur bei Organisation und Pressearbeit unterstützen, sondern auch mitverkosten. Und während wir, wie ständig in diesen Wochen, um die
Anton Bauer und Klaus Egle

Weine 2014 bangten, probierten wir großartige weiße 2013 und rote 2012. Launig und professionell kommentiert von Klaus Egle. Dazu gab es Wissenswertes über die Feuersbrunner Böden (von Andreas Scheidel) und über Betonei, Fass & Co (Karl-Heinz Seif).

Jetzt aber zum Wichtigsten, den Weinen. Am Programm standen der neue Jahrgangs-Rosésekt 2012, drei Grüne Veltliner, ein Riesling und ein Pinot Blanc, und bei den roten Pinot Noir, Zweigelt, die Cuvée Wagram Reserve, Merlot und Cabernet Sauvignon.
Toni Mörwald und Anton Bauer

Jeder Wein überzeugte mich mit »ganz viel Persönlichkeit«. Anders kann ich es gar nicht ausdrücken. Und nachdem ich nicht vorhabe, hier alle Weine im Detail zu beschreiben, beschränke ich mich auf die drei Novitäten im Hause Anton Bauer. Die da wären: der oben genannte Rosésekt 2012, der Pinot Blanc Rosenberg und der Riesling Alte Reben, beide 2013, beide zur Hälfte im Betonei gereift.

Der 2012 Rosésekt besteht aus dem Saftabzug von 80 % Pinot Noir, 10 % Zweigelt, 10 % Chardonnay und reifte ein Jahr in Stahltank und Holzfass. Der Sekt gefällt mir ob seiner Frische gepaart mit Cremigkeit, er ist vollmundig und stoffig, trotzdem mit Leichtigkeit und Frische, hat burgundische Noten, feine Beerenfrucht und Biskuitaromen. Könnte mich problemlos daran gewöhnen!

Der Pinot Blanc Rosenberg wurde 2013 erstmals zur Hälfte im Betonei mit 60 kg Ganzbeeren vergoren und nach rund sechs Monaten mit der anderen Hälfte aus dem Barrique vereint. Die Mineralik dieses Weißburgunders ist für mich schon in der Nase spürbar, am Gaumen macht der Wein Druck, zeigt Spannung. Die Säure ist lebendig und gut eingebunden, die Holzaromen bleiben ganz fein im Hintergrund. Klaus Egle zu diesem Wein: »Auch wenn er schon weg ist, ist er noch da.« Wahre Worte.

Und jetzt noch zum Riesling Alte Reben, ebenfalls ein 2013er. Die Überraschung des Abends! In der Nase eindeutige Aromen von weißem Pfirsich (wurde intensiv im kleinen Kreis besprochen), zuerst zart, dann intensiver. Am Gaumen klar und reif, mit knackiger Säure und Noten von getrockneter Marille. Gute Spannung, straff und mineralisch. Ein richtig cooler Wein.

So, und weil ich so ein Pinot-Noir-Fan bin, bring ich den jetzt doch auch noch. Jahrgang 2012. Die Lössböden der Lagen Rosenberg und Gmörk prägen die „Persönlichkeit“ dieses Pinot Noir Reserve limited Edition. Er macht mit seiner burgunder-typischen feinen Frucht, Waldbeeren-Aromen und leicht rauchigen Noten in der Nase neugierig auf den ersten Schluck. Die leichte Fruchtsüße und Cremigkeit am Gaumen werden mit frischen Elementen und elegantem Gerbstoff wunderbar ergänzt. Sehr schön!

Nach getaner Arbeit belohnte Toni Mörwald uns in seinem Restaurant mit einem köstlichen Dinner mit – jawohl, Weinen von Toni Bauer. Gereiften Weinen, sehr spannend auch sie!

Mehr Infos zu den »Weinnovitäten«

www.antonbauer.at

Ruth

Eingetrübt Freitag 2014-09-12
An ein derartiges Jahr wie dieses kann sich kein Winzer erinnern. Denn schon im Frühjahr kam es in manchen Gegenden zu massiven Hagelschäden in den Weingärten, mit Ausfällen bis zu 50 %. Und dann der verregnete warme Frühsommer, der die Weingärten zum perfekten Nährboden für Pilze machte.

Schlussendlich kam zur Nässe noch die Kälte, die Trauben konnten mangels Sonne und Wärme keinen Zucker ausbilden und Fäulnisgefahr drohte. Mit Fäulnis, Pilzkrankheiten und mangelnder Reife haben die Winzer nun auch zur Zeit der Lese der früheren Traubensorten wie Müller Thurgau und Zweigelt zu kämpfen. Viele sprechen von »Notlese«, manche von Totalausfall. Die Beeren sind vom Regen zum Platzen voll, die Häute weich. Viele Trauben platzen auch durch Pilzkrankheiten auf, und in Deutschland lehrt die Winzer ein frisch importierter Schädling das Fürchten, die Kirschessigfliege. Kein gutes Jahr!

In den wärmeren Regionen wie im Burgenland steht es um die Weinlese besonders schlimm. Im kühleren Weinviertel geht's noch so halbwegs, so auch im Kamp- und Kremstal. Aber die Chance auf ausgereifte gesunde Trauen ist auch dort gering, für die späteren Traubensorten darf man noch hoffen. Und wenn es nach dem Regen doch wieder warm werden sollte, steigt erneut der Pilzdruck. Pilze mögen es feucht und warm.

Schlimm ist es auch für alle Getreide- und Gemüsebauern. Den Feldfrüchten fehlt es wie dem Wein an Reife, Fäulnis droht auch hier. In den nördlichen Gebieten um Zwettl, Gmünd und Horn sind bereits ganze Roggen- und Weizenernten zerstört. Eine rasche rettende Maschinenernte ist wegen der nassen aufgeweichten Böden nicht möglich. Schlimm für alle Bauern, wenig angenehm wird es auch für uns. Die Preise werden steigen und die Fülle, aus der wir es gewohnt sind zu schöpfen, wird in der Form nicht mehr vorhanden sein. Schlimm für alle Wenigverdiener.

Wir wünschen allen Landwirten, Winzerinnen und Winzern, dass sich die Schäden in Grenzen halten und drücken die Daumen für eine halbwegs gute Hauptlese und -ernte! Für sie und auch für uns.

Nachtrag: Der Chef der ÖWM Willi Klinger verkündete im Ö1-Morgenjournal am Samstag, dass die gesetzlichen Bestimmungen für die heurige Weinlese bereits gelockert seien. Zucker- und Mostkonzentrat-Zugaben seien, um die Weinqualitäten zu retten, in höherem Maße möglich als in anderen Jahren. Wahrscheinlich wird man auch mehr entsäuern dürfen als üblich.

syl
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