Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Ganz schön dunkel hier Dienstag 2015-01-20
Wenn man sich die Bassena-Postings der letzten Wochen so ansieht, dann hängen diese voller Trauer und schlechter Nachrichten. Manchmal geht's nicht anders, aber grundsätzlich soll das hier doch ein genussvoller Blog sein. Einer voller Lebensfreude und Spaß. Unsere geliebte Bassena!
Tobias Moretti & Jeanette Hain im Auto

Da kommt David Ruehms Satire »Der Vampir auf der Couch« gerade recht, um das Ruder  herumzureißen und wieder mehr Licht und Lachen reinzubringen. Und so muss eine, die schon beim Gedanken an Vampire die Gänsehaut kriegt, bei Dunkelheit im Wald volle Hosen hat und  bis heute keinen Schritt in eine Geisterbahn gesetzt hat, sagen: »So ein Spaß!« Nach Only Lovers Left Alive der zweite Blutsauger-Film, der wirklich wirklich gefällt.

Wir hatten das Glück, vergangenen Samstag zum Filmspecial mit dem Regisseur geladen zu sein. Der Film spielt im düsteren Wien Siegmund Freuds und handelt vom unglücklichen Grafen Geza von Közsnöm (Tobias Moretti), der seine Frau Gräfin Elsa von Közsnöm (Jeanette Hain) am liebsten pfählen möchte, um sie nach 500 Jahren Ehe endlich loszuwerden.

Er findet in einer jungen Frau seine alte Liebe Nadila wieder und versucht sie - auf seine Weise - zu gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen. Wortwitz und schräge Dialoge prägen den Film und machen ihn neben seiner Ästhetik ausnehmend sehenswert. Für mich ist der folgende Dialog jetzt schon ein Klassiker. Das, was man hier nicht verstehen kann, scheint im Film relativ klar: »Sie kann nicht sein, was sie war, denn sie war nicht das, was sie ist.« - »Was sollte sie denn sein, was sie nicht war?« - »Das wird sie sehen, wenn sie wieder so ist, wie sie war. Dann kann sie werden, was sie ist, aber nicht war.« Schön!

Fein war auch, dass das Special nicht nur durch David Ruehm, sondern auch durch seine Winzerfreunde und ihre Weine zum Special wurde. Gerhard Pittnauer (Pinot Noir Baumgarten!), Thomas Schwarz (Rosésekt von Blaufränkisch, Syrah und Merlot!!) und Elisabeth Rücker waren vor Ort und haben ausgeschenkt. Die Blutwurst, die ebenfalls gereicht wurde, habe ich mir geschenkt.

Musste ich doch weiterziehen, um beim Petz im Gußhaus Milzagnolotti zu essen. So köstlich, dass vielleicht sogar das Ehepaar von Közsnöm daran Gefallen und wieder zueinander gefunden hätte.

Aja, und noch etwas fällt mir gerade ins Auge. Diese Flasche Kopfensteiner Blaufränkisch Szapary 2011, die zufälligerweise hier vor mir steht. Das letzte Mal hab ich diesen Wein getrunken, als ich über Only Lovers Left Alive geschrieben habe. Ich habe wohl Blut geleckt ...

Hier und mit Klick aufs Bild geht's zu einem Filmtrailer
www.dervampiraufdercouch.at
syl

Die Sektsteuerstory Mittwoch 2015-01-14
Einen Staat zu managen, ist sicher keine leichte Sache. Zu schauen, dass sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten, dass die Ausgaben sinnvolle sind (wer auch immer das definiert) und die Einnahmen so lukriert werden, dass sie möglichst wenig Schaden anrichten. Auch hier ist es sicherlich sehr komplex und extrem schwierig, Auswirkungen zu berechnen und darzustellen. Schon klar. Und ich bin weitest möglich davon entfernt zu glauben, das Einnahmen-Ausgaben-System Österreichs auf neue Beine stellen zu können.

Hie und da beschleicht mich allerdings das Gefühl, dass ein bisschen Hausverstand im einen oder anderen Fall manch (scheinbare) Fehlentscheidung verhindern hätte können.

Thema Sektsteuer. Sie wurde am 1. März 2014 wiederbelebt, nachdem sie 2005 unter Wolfgang Schüssel »auf null gestellt« wurde. Sie blieb also bestehen, brachte aber keine Einnahmen mehr. Daher war es offenbar ein Leichtes, sie letztes Jahr zu reaktivieren. Sicher viel einfacher, als hätte man sie neu einführen müssen. Ein Euro pro Liter wird eingehoben, gar nicht wenig.

Wie auch immer. Die Einnahmen sind offenbar so gering (drei Millionen Euro bis September, hochgerechnet 12 bis 15 Mio. im Jahr, Kosten für die Steuereintreibung nicht eingerechnet!), dass die ÖVP-Experten in der Reformkommission die Abschaffung der Schaumweinsteuer als »vordringliche Maßnahme« sehen. Und das nach nicht einmal einem Jahr!

Der Schaden aufgrund von Wettbewerbsnachteilen gegenüber ausländischen meist nicht besteuerten Prosecco- und Frizzante-Produzenten und Umsatzeinbußen von bis zu 30 % und den damit verbundenen Konsequenzen wir Arbeitsplätzeschwund in der Branche ist da überhaupt noch nicht berücksichtigt.

So wie jede Geschichte hat sicherlich auch die Sektsteuerstory zumindest zwei Seiten und muss von mehreren Perspektiven beleuchtet werden. Und als wehrhafte Ablehnerin von Schwarz-Weiß- oder Richtig-Falsch-Denken möchte ich auch hier kein Urteil fällen (kann ich aufgrund fehlender Fachkompetenz auch gar nicht). Irgendwie hab ich aber das Gefühl, da wurde im Überschwang potenzieller zukünftiger Einnahme-Gefühle wie so oft unüberlegt, unstrategisch und völlig willkürlich (damit halt irgendwas passiert) gehandelt. Die Kollateralschäden baden eh andere aus.

Quelle: Die Presse

Ruth

Imagine no religion. Freitag 2015-01-09

Irgendwie fällt es grad schwer, positiv zu denken, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen, an das Gute im Menschen und auf der Welt zu glauben. Ich möchte es trotzdem tun. Und zumindest im Kleinen dafür sorgen, dass Liebe und Frieden möglich sind. Und mir vorstellen, was alles möglich wäre. So wie er.

Imagine

© YouTube

Ruth

Je suis Charlie - ich bin Charlie Donnerstag 2015-01-08

Weil es niemand so gut wie Gudrun Harrer in ihrem Artikel im Standard ausdrücken kann, kommt hier nur sie zu Wort. Das Foto (Bertrand Guay/AFP/Getty Images) zeigt das Team der Agence France Press.

Harrer, Gudrun »Abscheu und Widerstand«, Der Standard, 7. Jänner 2015

Redaktionsmitglieder mit Schildern »Je suis Charlie«
Da gehen sie hin Montag 2015-01-05
Ich seh sie beide tanzend vor mir. Thierry Manoncourt, Eigentümer von Chateau Figeac in Bordeaux, wie er über 80jährig mit seiner Frau Marie-France übers Parkett gleitet. Serge Hochar, Eigentümer von Chateau Musar im Libanon, wie er mit seiner lieben Freundin Márta Wille-Baumkauff tanzt und mit mir,
Thierry Manoncourt & Serge Hochar mit Champagnergläsern
wann immer wir einander begegnet sind. Getanzt haben diese großen Männer auch mit ihren Weinen und wohl auch mit dem Leben. Jetzt sind sie beide nicht mehr. Thierry hat sich bereits 2010 auf den Weg gemacht, jetzt ist ihm Serge nachgefolgt. Wehmut und Trauer. Wehmut auch angesichts dessen, dass die Zeit der ganz großen Feste vorbei ist. Aber auch Dankbarkeit, dass ich diese Feste erleben und diese wunderbaren Männer kennenlernen durfte. Ich bin sicher, sie lächeln und tanzen.
Foto: Herbert Lehmann
syl
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