Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Gruß ans Universum Samstag 2015-02-28

Kommen Sie gut nach Hause, Mr. Spock! Danke für viele faszinierende Momente.

Und kein Drama, dass das Wort »Genuss« für Sie nicht existent war. Filmgenuss zum Beispiel, wie ich ihn gerade mit diesem wunderbaren Märchen »Madame Mallory und der Duft von Curry« erleben konnte.

Captain Spock mit eingefügten Weintrauben

Und dazu mit einem Glas Rotwein einfach auf der Couch gelegen bin und nach intensiven Tagen die Seele ausbaumeln ließ. Das konnten Sie nie. Aber, kein Drama und kein Bedauern. Denn Ihnen war's soundso egal. Auf jeden Fall war's für uns sehr schön, dass Sie da waren!

syl
Ganz easy, der Chance Freitag 2015-02-27

Um in Change-Prozessen erfolgreich zu sein, muss man nicht alle Beteiligten von Wandel und Ziel überzeugen. Man braucht nur die kritische Masse - hier schwanken die Zahlen, manche reden von 12 bis 15 % - auf seiner Seite zu haben, ein großer weiterer Teil wird durch diese überzeugt und zieht nach.

Ein Fotoschausscnitt von Kathrin Hartmann auf dem Titel ihres Artikels

Der Rest ist der ohne Meinung, dem's eh wurscht ist und dann irgendwie schon  mitmacht. Die große träge Masse der Mitläufer.

Nun, die deutsche Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann ist eine aus der kritischen Masse. Sie hat sich gerade intensiv mit dem Thema (Lebensmittel-)Konzern und seiner kommunizierten Nachhaltigkeit auseinandergesetzt: Was ist reine Schönfärberei und was ist echte Überzeugung. Nun, echt ist nur ganz wenig. Nichts Neues, wir sind ja nicht mehr ganz so naiv wie früher. So natürlich auch das leidige Palmöl, das selbst aus »nachhaltiger Produktion« alles andere als nachhaltig ist. Augenauswischerei. Palmöl muss auf den Index! Thunfisch - haha, der Rewe-Konzern hat erst kürzlich publiziert, nur noch Thunfisch aus nachhaltiger Fischerei anzubieten. Geht's noch? Bis auf Weißen Thun gehört diese bedrohte Fischart auf den Index! Von wegen nachhaltige Fischerei.

ALSO: Supermärkte und Diskonter, erklärt Hartmann im Gespräch mit medianet, seien Teil eines unfairen, ausbeuterischen Systems und das Einkaufen sei dort daher problematisch: »Die Tatsache, dass im Supermarkt ein paar Produkte angeboten werden, die ‚Bio' oder Fairtrade sind, ändert überhaupt nichts an der Struktur und den Einkaufspraktiken von Handelsketten, die für einen großen Teil der weltweiten Armut sowie Klima- und Umweltzerstörung mitverantwortlich sind.«

ABER: Leute wie Kathrin Hartmann sind auf der richtigen Seite. Sie ist eine von denen, die andere zu sich rüber ziehen können. Wir, die anderen, müssen nur hören, was sie zu sagen hat. Und nach und nach sickert's. Und nach und nach gehen wir rüber auf ihre Seite. Und nach und nach setzt der Change-Prozess ein. Klingt irgendwie ganz einfach :O)

www.medianet.at
syl
Bei Joseph & Li ins Jahr des Schafes hinübergetanzt Sonntag 2015-02-22
Am 18. Februar war chinesische Silvesternacht und wir waren eingeladen, zu Joseph und Li in die Weinbar zu kommen. Wobei »Weinbar« nicht ganz zutreffend ist. Li: »Actually we wanted to offer wine with a little bit of food. Now people come for our food and we serve a little bit of wine with it.« Der Teig wird in Stücke geschnitten und dann in Kugeln gerollt
Food & Wine Bar also. Wobei in Josephs Minilokal am Yppenplatz durchaus viel Wein fließt. Aber, es wird zumindest auch genauso viel gegessen, viel phantastisches chinesisches Streetfood. Zuviel. Weshalb übersiedelt wird in ein Lokal mit größerer, mit echter Küche. Im Mai werden die Flaschen gepackt. Die Teigblätter werden befüllt
Der Platz ist gefunden, im Servitenviertel im 9. Bezirk. Bis dahin wird wie gehabt daheim gekocht und in der Bar aufgewärmt. Aber wenn die wunderbaren Jiaozi - Teigtaschen mit Gemüse und Fleich gefüllt - ausgehen, dann muss in der Bar Raum geschafft werden. Li fabriziert sie so flott, dass man mit den Augen Ruckzuck werden die Jiaozi geformt
kaum folgen kann. Ohne sich die Finger schmutzig zu machen, denn die Fülle kommt mit den Stäbchen auf den dünnen Teig. Der wird zusammengewuzelt, fertig. Und dann ist das, was auf den Teller kommt, einfach ein Gedicht. Ein Gedicht waren auch die Weine. Die von Joseph sowieso, aber auch andere. Ein besonders schönes Exemplar
Einer der Gäste packte einen 2002er Mouton (leichter Kork?) aus, ich hielt mich zu den Jiaozi lieber an den Rotgipfler von Alphart und den Roten Veltliner von Toni Bauer. Die passten auch zum lauwarmen Melanzanisalat mit Koriander, den ich gleich zweimal bestellen musste. Und zum Bang-Bang-Huhn mit Sesamsauce. Angerichtet!
Und auch zum Hering in pikanter Soyasauce. Wiewohl ich natürlich zur chinesischen Grande Reserve 2009 vom Cabernet Sauvignon nicht »nein« sagen konnte und auch nicht zum Donauwalzer um Mitternacht. Ins Jahr des Schafes hinübergetanzt. Danke für den Tanz, Hannes. Danke für den tollen Abend, Joseph & Li! Eine Grand Reserve aus China mit Weinglas

www.www.facebook.com/kiangwinebar
syl

Ferne Weinnachfrage Montag 2015-02-16
Die WM in Beaver Creek ist vorbei, ein paar österreichische Medaillen konnten nach Hause gebracht werden. Hab ich mir sagen lassen. Man erkennt recht rasch, mein Interesse für den Schisport, den passiven, hält sich in Grenzen. Viel spannender finde ich da schon, was ÖWM-Chef Willi Klinger am letzten Freitag im Wirtschaftsblatt zu sagen hatte. Grüner Veltliner Alte Setzen
Die Nachfrage nach Wein aus Österreich in den USA steigt kontinuierlich, der Einbruch im Zuge der Krise 2008 war nur ein temporärer, es geht schon länger wieder aufwärts. So sind die USA nach Deutschland und der Schweiz wert- und volumenmäßig der drittgrößte Exportmarkt für Österreichs Winzer und Winzerinnen. Fast zwei Millionen Liter gehen pro Jahr nach Übersee, und werden dort hoffentlich auch getrunken.

Am liebsten immer noch der Grüne Veltliner (am Bild noch im Vor-Wein-Zustand), laut Willi Klinger der »unangefochtene Star«, mit dem man überall den Fuß in die Tür bekommt. Doch anderen Rebsorten ziehen nach. Vor allem die, die es sonst kaum wo gibt. So wie Blaufränkisch, Zweigelt oder St. Laurent.

Beliebt sind die Weine aus der Alpenrepublik vor allem in den Großstädten der Ost- und Westküste und in Chicago. Der Rest, und der ist bekanntlich ziemlich riesig, ist offenbar noch eher unbeackert.

Der Markt ist sicherlich nicht einfach, die Importzölle und das System mit Zwischenhändlern machen es nicht leichter und den Wein vor allem nicht günstiger. Jedoch, glaubt man Gerhard Kracher, der weiß, wovon er spricht: »Der Markt hat ein Riesenpotenzial.«


Quelle: Wirtschaftsblatt, 13. Februar 2015, Seite 6

Ruth

Alle Jahre wieder: mit uns kein Lei Lei! Montag 2015-02-16

Oder glaubt jemand im Ernst, wir würden ihm dieser Tage mit Zylinder und Krönchen die Tür öffnen? Mit Prosecco und Wurstbrötchen empfangen? Mit Luftschlangen werfen?

Mitnichten! Aber nur an diesem Tag können wir das Foto da rechts verbraten. Und uns darüber freuen, dass einen niemand zwingen kann, Villacher Fasching zu schauen. Dass wir nicht in die Eiserne Jungfrau kommen, wenn wir Helau! und Lei Lei! verweigern.

 Sylvia Petz mit Zylinder und Ruth Havel mit Krone

Dass wir in einem freien Land leben. Dass endlich der Frühling kommt. Und mit ihm alles, was dazu gehört. Ein Helau allerdings, eins geht durch. Das von Nirvana: Helau, Helau, Helau.

Und dann öffnen wir eine wirklich gute Flasche Wein. Und trinken auf das Leben und darauf, dass es auch ohne Fasching viel Spaß für uns bereithält. Und viel Genuss. Immer wieder und wieder!

Foto: Citronenrot
ruth & syl
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