Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

VORWEIHNACHTLICHES SAHNEHÄUBCHEN Montag 2009-11-23

Die Körpersprache. Ein gleichermaßen überschätztes wie unterschätztes Thema, wie ich finde. Überschätzt deshalb, weil in aller Munde. Und weil so viel geschrieben und verbreitet wurde, was aus meiner Sicht Nonsens ist. Siehe zahlreiche Gestiken und Körperhaltungen, die angeblich immer und überall und bei jedem und jeder dasselbe bedeuten.

 Samy Molcho

Vor dem Oberkörper verschränkte Arme? Abwehr! Mitnichten, mir ist einfach oft kalt.

Unterschätzt deshalb, weil wir im Alltag trotzdem oft darauf vergessen, dass unser Körper mitspricht. Das Gesagte entweder unterstreicht oder konterkariert. Und gewisse Gestiken oder Körperhaltungen zu kennen, die bei unseren Gesprächspartnern eventuell Irritation auslösen, kann durchaus hilfreich sein.

„REVOLVERHALTUNG”: Die Hände wie zum Gebet verschränkt, nur die Zeigefinger stehen wie eine Pistole vor - wirkt bedrohlich (no na).

BEIDE HÄNDE IN DIE HOSENTASCHEN stecken, demonstriert eine klare Einstellung: Das sind die Fakten, handeln müsst ihr. Ich muss es nicht!

STACHELSCHWEIN: Die Hände sind verschränkt, die Finger stehen wie Stacheln nach vorne ab. Könnte Angst oder auch Abwehr signalisieren.

NESTELN an Kleidung, Tüchern, Krawatten, Schmuck oder Uhren: Da möchte vielleicht jemand etwas Lästiges loswerden.

Soweit ein Mini-Ausschnitt. Wen's interessiert, die Koryphäe hierzulande ist Samy Molcho. Seine Bibel ist „alles über körpersprache”, erschienen im Mosaik Verlag.

Eines scheint mir an dieser Stelle auf jeden Fall wichtig: So sehr wir an unserer Körpersprache arbeiten, verstellen bringt nix, authentisch bleiben.

Ruth

NEUE PROTESTWELLE - DER FEINSCHMECKER WIRD AKTIV Sonntag 2009-11-22

Offenbar ist noch nicht aller Tage Abend. J. J. Prühm und nun endlich auch Der Feinschmecker werfen sich in die Bresche. Bis 1. Dezember kann man sich noch engagieren.

Unterstützt auch ihr die Protestaktion!

Blick auf die Mosel Landschaft

Hier geht's zur Feinschmecker-Protestseite

Die internationalen Proteste gegen das Brückenungetüm durch die Weinregion Mosel wurden ignoriert, der Bau der Autobahntrasse hat begonnen. Trotz Gegengutachtens zum angeblichen volkswirtschaftlichen Nutzen.

Tatsächlich sind ernsthafte Schäden für die Landschaft, abrutschende Weinhänge und eine entsprechend verschmutzte Luft in einer der schönsten und renommiertesten Weinregionen Deutschlands zu erwarten.

Das Projekt stammt übrigens aus den 1960er Jahren vom damaligen Mainzer Verkehrsminister, der den Beinamen „Trassen-Heinrich“ trug. Die Brücke sollte Teil einer Truppenaufmarschstraße werden. Die Erinnerung an Charly Chaplins „Konzentrationslager-Heinrich“ drängt sich auf. Allerdings ist das, was an der Mosel passiert, ganz und gar nicht zum Lachen. Der zuständige Minister bleibt stur, die ersten Gräben sind gegraben. Aber wie gesagt, vielleicht lässt sich das Ding doch noch stoppen.

Auszug aus Dr. Katharina Prühms Appell:

„Nun hat auch der Feinschmecker eine Protestaktion gestartet: www.der-feinschmecker.de/go/moselprotest. Es wäre nun wichtig, dass sich nicht nur internationaler, sondern schnell gerade auch großer nationaler Protest gegen das Projekt entwickelt. Rechtlich ist offensichtlich nichts mehr zu machen, sämtliche Klagen etc wurden abgewiesen, somit besteht nur noch die Möglichkeit, politisch etwas zu bewegen. In französischen Weinbauregionen etwa gab es auch ähnliche Geschichten und da haben nationale und internationale Proteste auch in der Planung weit gediehene Straßenbauprojekte noch stoppen können. Darauf hoffen und dafür kämpfen auch wir.

Aktuell bitten wir insbesondere um eine Unterstützung der Protestaktion des FEINSCHMECKERs, die bis zum 1. Dezember läuft. Das Mitmachen ist ganz einfach und schnell erledigt, indem man die o.g. Seite aufruft, Namen und Adresse eingibt, das Kästchen „Ja, ich protestiere…“ anklickt, den Sicherheitscode eingibt und dann den Protest losschickt. Es würde uns sehr freuen wenn Sie und Ihre Kollegen unterzeichnen könnten und Sie alle möglichst viele weitere Menschen motivieren könnten, ebenfalls mitzumachen: Familienmitglieder, Geschäftspartner, Freunde… jede Stimme macht den Protest stärker und den Druck auf die Politik größer. ...“

Hier geht es zu einem ZDF-Video zum Thema

syl
JOSÉPHINE - hinter jedem großen Wein steht eine Frau Freitag 2009-11-20

Was wäre die Champagne ohne die Veuve Clicquot? Ohne sie dächte die Welt wohl noch immer, das köstliche Wein-Prickeln im Champagner wäre ein Hinweis auf verdorbene Ware.

Und was wäre Bordeaux ohne Joséphine de Beauharnais, die Geliebte Napoleons und spätere Kaiserin? Man würde nie und nimmer von Bordeaux gehört haben. Denn wie der Daily Telegraph kürzlich berichtete, fand man nach Joséphines Tod ihr Kellerbuch mit über 13.000 aufgelisteten und fast ausschließlich aus dem Bordelais stammenden Flaschen.

Gemälde von Joséphine de Beauharnais

Ein Hohn auf die damalige Burgunder-Mode in Frankreich. Und revolutionär. Denn Napoleons Vorgänger hatten keine einzige Flasche Bordeaux im Keller.

Und ein Zeichen für den wunderbaren Geschmack und Weitblick dieser Frau. Es lässt sich also etwas mutig aber doch mit Fug und Recht behaupten, dass es Joséphine war, der Bordeaux seinen heutigen Ruf verdankt. Und eine weitere Erklärung, warum ihr der kleine Kaiser so ergeben war. Und auch dafür, warum die Kaiserin auf diesem Bild so malerisch dahingestreckt liegt ...

Hier geht's zur wunderschönen Schnulze "Joséphine"

syl
SALZ - WASSER - FISCH Dienstag 2009-11-17

macht BACALAO! Torrfisk, Stocca-
fisso
oder Stockfisch heißt er anderswo. Der Fisch der deutschen Variante wird nach seinem Lebensende mit seinem Abschnittspartner zum Trocknen aufgehängt. Dieser baskische „Bacalao“ kommt ohne Trocken aus, wird nur durch Salzen haltbar gemacht und dann gefroren.

Bacalao-Zungen
Kokotxas von Giraldo

Bacalao, ehemals Armeleuteessen, findet sich heute auf der Einkaufsliste der großen iberischen Dreisterne-Chefs. Eine Abordnung des baskischen Bacalao-Produzenten Giraldo - Lieferant vieler spanischer offizieller Veranstaltungen und besagter maestros de cocina - war in Wien und bat zur Verkostung diversester Teile seines exklusiven Fisches. Denn von Zunge bis Schwanz, Rückgrat und Haut wandert alles in die Pfanne. Kokotxas, baskisch für Zungen, etwa kamen leicht sautiert in Olivenöl und zart und frisch wie Muscheln. Auch so groß wie Muscheln. Große.

Dann Teile des Filets wie vom frischen Fisch. Kaum zu glauben, dass die vom selben stocksteif daliegenden Trumm waren, das kurz davor noch auf der Platte lag. Entsalzter tiefgekühlter Fisch, der beim Auftauen etwas Wasser lässt, das mit reinem Olivenöl aufgeschlagen eine köstlich mollige Sauce ergibt. Und diese mit dem zart angebratenen Fisch perfekte Harmonie.

Grundsätzlich ist zu diesem Bacalao zu sagen: Erstaunlich, wie frisch der salzkonservierte Fisch am Gaumen wirkt. Im Geschmack und in der Konsistenz. Fein, dass er nun auch in Österreich zu haben ist. In absehbarer Zeit in der gehobenen Gastronomie und ab Mitte Dezember rechtzeitig für die Weihnachtstafel für private Liebhaber bei Umar-Fisch am Wiener Naschmarkt. Zum Kunden gelangt der Bacalao von Giraldo entsalzt und in Handarbeit nach jahrhundertealter Tradition zum Weiterverarbeiten aufbereitet. Streng kontrolliert und mit der Angel gefischt.

Interessenten wenden sich an www.gourmetconsult.eu

Nachsatz: Offenbar wirkt sich die Krise gut aus auf den Fischbestand. Die Fischlager sind nach wie vor voll. Von ihnen zehrt man. Und die Fischbestände erholen sich in der Zwischenzeit und hoffen auf überlegtere Fischproduzenten nach der Baisse.

syl
EINE TROUVAILLE AUS DER CHAMPAGNE Dienstag 2009-11-17

"Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten."
Brillat-Savarin

Knappe 30.000 Hektar groß ist das Gebiet. Kalkhaltige Böden und drei Rebsorten sind verantwortlich für das weltweit begehrte Luxusgetränk der Champagne. Champagner! Der edle Schaumwein aus Chardonnay, Pinot Noir oder Pinot Meunier lässt so manches Genießer-Herz höher schlagen und so manche Geldbörse erblassen.

Große Namen gibt es zuhauf: Krug, Dom Pérignon (ein Mönch, der den Champagner der Legende nach erfunden hat), Pol Roger, Salmon-Billecart, Salon, Jacquesson und wie sie alle heißen. Die man halt so kennt.

Und dann gibt es die, die man halt nicht so kennt. Kleine feine Champagnerhäuser mit begrenzten Mengen und oftmals großem Stoff. So ein Exemplar, eine echte Trouvaille, durfte ich diese Woche zu mir nehmen:

Louise Brison, Champagne brut magnum millésime 2001. 50 % Chardonnay, 50 % Pinot Noir. Feinste Perlage, vielschichtig. Briochenoten, Zitrusfrüchte, Quitten, dezente tropische Aromen, absolut ausgewogen zwischen frischer Säure und eleganter Finesse.

Wer also einmal in Noé-Les-Mallets vorbei kommt, Zwischenstopp unbedingt einplanen!

Flasche Louise Brison Champagne brut magnum millésime 2001

www.louise-brison.fr

Ruth

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