Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

EIN BISSCHEN SISSYPHOS – TERRA MADRE DAY am 10. Dezember 2009 Mittwoch 2009-12-02

Beharrlichkeit ist eine der Tugenden, die die Schnecke auszeichnen. Und vielleicht auch ein wenig Verblödung im positivsten Sinne. Denn ihr Weg dauert grundsätzlich ewig. Und hätte sie ein Bewusstsein für seine Dauer und Länge, würde sie ihn sich nicht antun.

Minischnecke auf einem Finger

Sie ist ein bisschen vergleichbar mit den Leuten von Slow Food. Deren Symbol sie im Übrigen darstellt, wenngleich aus anderen Motiven. Es geht ihnen auf zwei Worte runtergebrochen um das "langsame Essen" als Counterpart zu Fast Food.

Vor genau 20 Jahren wurde der internationale Verein Slow Food in Paris gegründet, ursprünglich von Carlo Petrini 1986 in Turin ins Leben gerufen. Es handelt sich um eine Initiative für gute, saubere und faire Lebensmittel, Esskultur, Genuss und regionale Vielfalt. Die Terra Madre ist mit schlichten Worten das Rahmenprogramm von Slow Food und Teil des von Slow Food International initiierten, weltumspannenden Netzwerks zur Verteidigung der Biodiversität und der bäuerlich und handwerklich produzierten Lebensmittelvielfalt.

Am 10. Dezember finden also auf der ganzen Welt Slow-Food-Veranstaltungen statt. In Österreich wird unter anderem das Thayataler Blondvieh von Elisabeth Ruckser artgerecht in die Röhre geschoben. Heidensterz, Türkensterz und andere Sterze und möglicherweise garniert mit Schweizer Minaretten werden in Graz aufgetischt. Ums "Miteinander essen und reden" geht es in Linz. Etwas schräg das gesamte Programm, und manchmal blitzt beim Lesen desselbigen ein Geschmack oder Geruch aus der Kindheit auf. Es findet sich unter diesem Link

Zurück zur positiven Verblödung. Voller Optimismus, Idealimus, Altruismus und vieler anderer -ismen muss man sein, um sich das anzutun. Gegen Konzerne aufzustehen, im Kleinen zu versuchen, Dinge zu bewegen, weil man an das Große glaubt. Und unglaublich, wie es sickert. Der Weg ist lang und weit, aber wenn man daran glaubt, kommt man Schritt für Schritt voran. Wie die Schnecke zu ihrem Blatt.

Danke Barbara van Melle, danke Elisabeth Ruckser, danke all den anderen, dass sie sich das antun. Ehrenamtlich! Und danke Carlo Petrini.

syl
SAMSTAG MITTAG AUF DEM LAND Montag 2009-11-30

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So läuft es auch an der Österreichischen Weinakademie. Konkret: Überprüfung des mühsam angeeigneten Wissensstoffes über die Welt der internationalen Weine und Spirituosen am Vormittag. Zur Belohnung dann ein Essen in einem der höchst dekorierten Restaurants Österreichs. Im Landhaus Bacher in Mautern.

Strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Novembertemperaturen draußen. Edles und trotzdem behagliches Ambiente drinnen. Ich fühle mich irgendwie ein wenig nach Frankreich versetzt. À la: Ein Sonntag auf dem Lande. Doch jetzt zum Essen und Trinken, deshalb sind wir ja da.

Thomas Dorfer und Lisl Wagner-Bacher

Koch des Jahres Thomas Dorfer mit Schwiegermama Lisl Wagner-Bacher

Der Gruß aus der Küche: Tafelspitzsülzchen mit Krenschaum im Knusperstanizel, feiner Lauchkuchen am Löffel. Gerade recht, um den Hunger und vor allem den Appetit zu schüren.

Die Vorspeise: Waldviertler Saibling mit roten Rüben gebeizt, Kressesalat und gelierter Kren-Buttermilch. Farblich eine wahre Wucht, geschmacklich höchster Genuss. Dazu gibt's Traisental DAC, Riesling Engelreich 2008 von Markus Huber.

Die Hauptspeise: Zweierlei vom Stubenkücken mit herbstlichem Gemüse, Gewürzjus und Radicchio-Schupfnudeln. Genau die richtige Balance zwischen edel-elegant und angenehm unaufgeregt. Ein feiner Genuss. Der Wein? Kreimelberg Roter Veltliner 2008 vom Weingut Setzer in Hohenwarth.

Das Dessert: Törtchen von Apfel, Traube und Zwetschke auf Sauerrahmsauce und schwarzem Nusseis. Ein Klassiker schon 1993 und ganz zurecht als Jubiläumsgericht wieder auf der Karte. Auch dazu natürlich Wein aus Österreich: Erlesenes vom Riesling 2005, Petra Unger. Ein Traum in Süß.

Der Nachmittag kann kommen!

www.landhaus-bacher.at

Ruth

SCHRUMPFENDE WEINWELT macht FRANKREICH wieder zum GRÖSSTEN WEINPRODUZENTEN WELTWEIT Samstag 2009-11-28

Um geschätze 73.000 ha ist die europäische Rebfläche im Jahr 2009 geschrumpft. Ausgleichszahlungen der EU für die Rodung unwirt-schaftlicher Weinberge machen es möglich. Aus diesem Grund wurde Frankreich wieder zum weltweit größten weinproduzierenden Land, so die Internationale Organisation of Vine and Wine (OIV).

Weingarten in Winterlandschaft
© ÖWM/Lukan

Das zweitplatzierte Italien musste den Top-Rang nach umfassenden Rodungen 2009 an Frankreich zurückgeben. 11.900 ha Weinland hat es stillgelegt, Frankreich 10.300 ha und Spanien 45.000 ha. Für das kommende Jahr sind weitere 55.000 ha in Europa vorgesehen.

Insgesamt werden weltweit 268 Mio. hl Wein produziert. Frankreich hat 2009 um 9 %  auf  45,7 hl zugelegt, Italien produziert mit 45,5 hl um 3 % weniger als im Vorjahr und Spanien als ehemals größter Weinproduzent mit 34,2 hl um 6 % weniger.

Quelle: www.decanter.com
syl
Sag einfach VOATSIPERIFERY – PFEFFER IM ABGANG Mittwoch 2009-11-25

Der Mann trat überraschend in mein Leben. Seine Schokolade auch. Ich hatte zuvor weder von ihm, Bertil Åkesson, noch von seiner  edlen und edel konfektionierten „Single Plantation Chocolate“ gehört. Beeindruckend die Schokolade. Der Mann auch.

Bertil Åkessons Vater verliebte sich in den 1970ern in die Insel Madagaskar, kaufte Plantagen und ließ sich dort nieder.

rote Schokoladebohnen

Nichts also mit der aufregenden Geschichte vom bösen ausbeuterischen Großgrundbesitzer mit Stammbaum im 19. Jahrhundert. Der Sohn baut Straßen, damit die Kinder seiner Angestellten mit dem Schulbus fahren können und schafft insgesamt lebenswerte Alltagsbedingungen für seine Leute. Die Schokoladen stammen allesamt aus biologischem Abbau. Wobei dort eigentlich alles bio sei, meint er. Die Bauern hätten gar kein Geld für Dünger und Spritzmittel und ebensowenig für Bio-Lizenzen. So weit, so profan.

Åkessons Schokolade wird in Frankreich hergestellt, die Kakaobohnen stammen entweder aus Madagaskar, Brasilien oder Bali. Auf der eigenen 2.300 ha großen Plantage in Madagaskar (Für alle Interessentinnen: Bertil trägt Ring.) wachsen zwei Sorten: Trinitario und Criollo. 75 % Trinitario-Kakaoantail findet sich in den Pfefferschokoladen. Denn das ist neben der Schokolade Åkessons zweite Leidenschaft. Zehn Sorten Pfeffer kultiviert er, geben tut es weltweit um die 700.

– Die Schoko mit dem schwarzen Pfeffer: fruchtigsüße Herbheit, Beerenaromen, Pinienkerne, komplexe intensivste Pfeffernoten und dann erst scharf

– Die Schoko mit dem rosa Pfeffer: da sind die rosa Pfeffernoten gleich voll da, fruchtig, Erdbeeren, Kardamom, wow

– Die Schoko mit dem Voatsiperifery oder wildem Pfeffer: Da kommt das „wow“ gleich vorne, Weihnachten, alle Gewürze dieser Welt, die Aromen werden mehr und mehr, erdig und fruchtig zugleich. Beim Wine Diploma wäre das ein glattes „Fail“: Was jetzt? Entweder erdig oder fruchtig!

Geben tut es diese pfeffrigen Noten im obersten Schokoladenhimmel Xocolat:
WIEN Freyung 2, in der Passage des Palais Ferstel, 1010 Wien, Tel. 01/535 43 63
LINZ Herrenstraße 5, 4020 Linz Tel. 0732/770989
www.xocolat.at

Voatsiperifery erhält man bei Babette's
Mühlgasse 9/3b, 1040 Wien, www.babettes.at

www.akessons-organic.com

syl
VON SCHÖNEN STEINEN UND EDLEN WEINEN Dienstag 2009-11-24

Nomen est Omen - Chateau Ducru Beaucaillou. Die „schönen Steine“, die sich in den Weingärten an den Uferhängen der Gironde verteilen, verleihen den Weinen der Familie Borie, die das Weingut seit 1941 besitzt, ihre spezielle Note. Wer schnell genug war und sich rechtzeitig um die Anmeldung kümmerte, hatte kürzlich auf der Mondovino 2009 die Gelegenheit, an einer Vertikal-Verkostung des St. Julien-Chateaus teilzunehmen.

Etikett des Chateau Ducru Beaucaillou Saint Julien

2004, 2003, 2000, 1995 und 1982 warteten darauf, von Kennerinnen und Kennern, Genießerinnen und Genießern in der Nase und am Gaumen erforscht und erfahren zu werden.

Doch der Reihe nach. 

2004: 77% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot. Intensives Granatrot. In der Nase betören Brombeere und Weichsel, florale Noten, feine rauchige Aromen. Am Gaumen ebenfalls dunkle Beeren, elegant, geschmeidig, weiche Tannine, sehr komplex. Peter Moser, der die Verkostung leitet: „Ein klassischer Ducru“.

2003: 80% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot. Ein Wetterjahr der Extreme. Extreme Hitze im Sommer, ungewöhnlich starke Regenfälle ab Ende August. Einer der kraftvollsten Jahrgänge des Chateaus. Dichte, Fülle, Eleganz, Finesse.

2000: 70% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot. Ein großer Jahrgang, der - das ist die Ausnahme - fast ausschließlich in neuem Holz war. Eine Harmonie aus schwarzer Johannisbeere, roten Früchten, rauchigem Vanille und blumigen Aromen. Extrem langer Abgang. Der Favorit der Autorin an diesem Abend.

1995: 65% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 4% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot. Ein Jahrgang, in dem der Senior noch aktiv war. Ausgeprägte Johannisbeere, Selch- und Röstaromen, Bitterschokolade. Am Gaumen Dörrfrüchte, vielschichtig, extrem balanciert.

1982: Dunkles üppiges Rot, Brombeeren, dunkle Kirschen in der Nase, elegante Tertiäraromen, Tabaknoten. Am Gaumen stoffig, samtig, elegante Beeren- und Dörrobstaromen. Vielschichtig, komplex. Ein großer Jahrgang.

22 Jahre „schöne Steine“, fünf große Weine.

Mehr zur Mondovino 2009

Ruth

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