Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Genuss ist ... Sonntag 2010-02-07

... sich und sein Umfeld mit Augenzwinkern sehen zu können.

CaptainCork sei Dank, er hat's ausgegraben und gepostet. Wingald Boning erfreut sich als Weintester deutscher „Spitzengewächse”. 15 Jahre her, nach wie vor gültig. Die Sprache, nicht die Weinqualität. Die ist top. Insbesondere aus Rheinhessen, siehe hier.

www.captaincork.com
syl

Wigald Boning auf der CaptainCork Website

Was ist bei Ihnen in Niedersachsen los.Der halbe LV tritt zurfcck. Die eine mobbt den anderen. Niemand kann mit nienamd. Und Sie werden auf DeutschlandEcho als neuer Landesvorsitzender vorgeschlagen.

Bianca  27.09.2012 06:42

Was ist bei Ihnen in Niedersachsen los.Der halbe LV tritt zurfcck. Die eine mobbt den anderen. Niemand kann mit nienamd. Und Sie werden auf DeutschlandEcho als neuer Landesvorsitzender vorgeschlagen.

Brasserie as brasserie can. Das BOULINGRIN Mittwoch 2010-02-03

Die Brasserie Boulingrin gleich ums Eck in Reims. Die Leute von Krug gehen dorthin mittagessen und waren so nett, uns für für den Abend einen Tisch zu reservieren. Krugs Stammbeisl also. Das hatte was. Und schon beim Betreten des Lokals war eines klar: „Hier sind wir richtig!” Ein Traum von Brasserie.

Fruits de mer bei der Brasserie Boulingrin

Art Deco, rotes Leder, Messing, Terrrazzoboden, bestens besucht und angeregte Stimmung, wohin man blickte. Die gutgelaunten nie schmähstaden Kellner und Kellnerinnen agierten wie in einer gutgeölten Maschinerie. Ein Spektakel. Pure Inspiration. Und wir bekamen Lust auf Eiweiß.

Erst die Austern, Gillardeau, nicht zu groß. So frisch, dass man meinte, das Meerwasser noch zischen zu vernehmen. Dann die Fruits de mer. Taschenkrebs, Langostinos, Meermandeln, Bulots (Wellhornschnecken), Bigorneaux (Strandschnecken). Ein Gemetzel! Irgendwie durfte dann nur noch rohes Fleisch sein. Beef Tatare mit Affentempo bei Tisch angemacht. Aus dem Handgelenk und kein Ei dabei. Wunderbar klar im Geschmack mit vielen Kapern und ordentlich Senf. Perfekt die Konsistenz.

Ein Spektakel auch die kongenialen Gäste rundherum, deren Genießen man vibrieren spürte. Auf jedem Tisch eine Flasche Weins oder Champagners. Bei uns letzteres. What else? Und immer wieder diese erste essentielle Frage: Warum haben die Franzosen so viel Art de vivre und wir so wenig?

Anders, aber ebenfalls sehr empfehlenswert die Brasserie Flo. Entspannt und mit Niveau. Deshalb die zweite essentielle Frage: Kann es sein, dass man auf die Sterneküche abseits der ganz Großen wie Ducasse in Frankreich gut und gern verzichten kann und man sich auf die Brasserien konzentrieren sollte? La vie en rose!

www.boulingrin.fr
www.floreims.com
syl
BLÜTENWEISSE WESTE - Kocht der Koch? Montag 2010-02-01

Das Zwei-Sterne-Restaurant L’Assiette Champenoise liegt in einer Enklave in Tinqueux, einer Vorstadt von Reims in der Champagne. Ein hübsches Anwesen benannt nach dem Gründer Jean Pierre Lallement und umgeben von einer weißen Mauer. Außerhalb dieser liegt die Stadt, und wüsste man nicht, dass man sich im Herzen der Champagne befindet, wähnte man sich in Bratislava vor der Wende. Das mit Reims verschmolzene Tinqueux wie auch Reims selbst sind unglaublich hässlich, Plattenbauten, Vorstadtflair und wegen des Straßenbahnbaus bis Mitte 2011 eine Großbaustelle. Bloß Reims’ Stadtkern ist französisch. Aber den hat man gleich einmal gesehen.

 Jean Pierre Lallement

Der einzige Grund, dorthinzufahren, ist also ein gastrosophischer. Champagner trinken und tafeln unter dem Aspekt des sich „Wohlfühlens“.

Weshalb wir das Lallement gewählt haben, das auch ein entzückendes Hotel beherbergt. Und vor allen Dingen das L’Assiette Champenoise. Dort angekommen, baten wir in der Bar um ein Glas Jacquesson und eine Kleinigkeit zu essen. Letzteres stellte sich in Form dreier mini Amuses Gueules fast zeitgleich mit dem Champagner ein. Ein Würfelchen Thunfisch in Sesam, ein Blättchen Salat in einem Schüsselchen aus Oblate und ein mit Fois gras gefülltes Kügelchen. Womit es dann auch getan war.

Auf die Bitte nach Essen kamen drei mini Amuses Gueules bestehend aus einem Würfelchen Thunfisch ... Küchenchef Arnaud Lallement, der seit 2002 nach dem Tod seines Vater Jean Pierre alleiniger Chef de cuisine ist und von Alain Ducasse 29-jährig als Fou-Food-Koch geholt wurde, kam allerdings mehrmals vorbei, um seine Honneurs zu machen. Äh ...

Tags darauf hatten wir einen Tisch im Restaurant reserviert und trafen uns in der Bar zum Aperitif und einem kleinen Häppchen. Woraus dieses bestand? Aus genau diesem Tris vom Vorabend. Und auch Arnaud war wieder da. Gut. À table!

Zur Auswahl standen drei Menüs: „Tout truffes noirs“, „Saveur“, „Goût“ und ein paar À-la-Carte-Gerichte. Der Einfachheit halber nahmen wir die Trüffel. Was hier nun wirklich erstaunlich war, dass mit der Vorspeise nach und nach jeder vier Teller vor sich stehen hatte. Ob hier das Menü wie in China auf einmal serviert wird? Und nach und nach war wirklich nach und nach. Mal kam ein Kellner mit einem Teller, dann zwei mit zweien und dann wieder einer.

Auf den Tellern kalte Cloches, darunter kaltes Essen. Der mit Fois gras gefüllte Raviolo wäre wirklich köstlich gewesen, hätte er ein paar Grad mehr gehabt. Der zweihandtellergroße getostete Sandwich, der dazu serviert wurde, war eine Vorspeise für sich und viel zu fett. Und so ging es weiter.

Das Bries war vortrefflich, bloß etwas unterkühlt. Und es kam als Ganzes, als Riesentrum, dessen Anblick wenig animierend war. Viel zu viel davon musste den Weg retour antreten. Quel dommage!

Der Schweinsbauch vom Pata Negra war pures Fett auf Linsen in einer fade gewürzten dünnen Suppe. Und immer dabei zwei tiefe Teller mit viel zu vielen Beilagen. Speisen fast. Trüffel gab es ebenfalls zuhauf. Hier wurde nicht gespart. Dicke Scheiben auf allen Gerichten. Bloß, kein Aroma. Styropor. Dann sehr schräg zum Abschied die „Damenspende“: ein Papiersackerl mit Brioche. Fürs Frühstück?

Irgendwie eine herbe Enttäuschung das alles. Zwei Sterne für diese Performance? In der Bar saß nebenbei bemerkt Arnaud. In blütenweißer Weste, in der wir ihn auch noch manch andere Male antrafen. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass dieser Koch nie kochte.

www.assiettechampenoise.fr
syl
EHRFURCHT IN DEN KELLERN DER CHAMPAGNE Donnerstag 2010-01-28

Für alle, die es noch nicht wissen: havel & petz waren in der Champagne. Auf Studienreise. Von Donnerstag bis Sonntag haben sie ihre kostbare Zeit dazu verwendet, große und kleinere Champagnerhäuser zu besuchen, deren Philosophie zu erfahren, Keller zu besichtigen und - ganz blöd - diverse Champagner zu verkosten. Und haben dabei viel gelernt.

Eines der Ziele befand sich in Epernay. Pol Roger.

Das Anwesen genau so, wie sich zwei österreichische, durchaus frankophil angehauchte Menschen das halt vorstellen.

alte verstaubte Champagner-Flaschen

Gediegen, gepflegt, geschmackvoll. Und der Empfang und die Betreuung überaus herzlich. Der Directeur Export Laurent d'Harcourt kümmert sich persönlich um uns, führt uns mit Verve und feinem Humor durch die ehrfurchterregenden Keller, um uns danach großzügig einige der weltweit bekannten und begehrten Champagner verkosten zu lassen.

Die da wären: Gleich zu Beginn etwas Neues, die Cuvée „Pure“ aus allen drei zugelassenen Rebsorten Pinot Meunier, Pinot Noir und Chardonnay. Ein Champagner wie geschaffen für havel & petz. Mineralisch, elegant, keine Dosage. Einfach pur.

Danach der Klassiker des Hauses, Pol Roger Brut Réserve. Eine Basis-Cuvée, die manch „große Champagner" anderer Häuser in den Schatten stellt. Der typische Brioche-Ton in der Nase wird abgelöst von überraschend frischen Tönen am Gaumen. Eine Kombination, die Freude macht.

Und es ging großartig weiter. Der Jahrgang 1999 kam in die Gläser. Blanc de Blanc Vintage der Extraklasse. Wir waren derart begeistert, den haben wir am nächsten Tag zum Abendessen gleich noch einmal genossen.

Et à la fin, Cuvée Sir Winston Churchill. Legendär. Seit 1975 steht dieser Champagner für straffe Mineralität und Struktur auf der einen und feine Eleganz auf der anderen Seite. Ein würdiger Abschluss.

Merci Ms. d'Harcourt! Es war uns ein Fest.

„Drinking Champagne in Epernay is like listening to Mozart in Salzburg …“ (www.epernay.fr/en/). Wir meinen: much better.

PS: Auf dem Foto ist ein „Flaschenstoß“ zu sehen, aufgenommen von einer Leiter aus über zwei Metern Höhe. Die Fotografin kann sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wieviele solcher Stöße insgesamt im Keller in Epernay lagern. Jedenfalls viele ...

Ruth


HORIZONTALLY CHALLENGED Montag 2010-01-25

Nein, nicht was Sie denken. Obwohl man der Idee der horizontalen Herausforderung durchaus etwas abgewinnen könnte. Wenn's denn nicht täglich sein muss.

Gemeint sind mit den "horizontally challenged people" übergewichtige Menschen. Politically correct gesprochen in den USA. Der Einfalls-reichtum der Amerikaner, wenn es um das Vermeiden ihnen unangenehmer Wörter geht, ist erstaunlich. "Menschen mit Horizontal-erweiterung" wäre auch noch eine Möglichkeit.

Illustration eines Nilpferds in Tütü

Schon klar, dass man so vermeiden möchte, Menschen zu verletzen. Nennt man sie "dick", "fett" oder "schwergewichtig", kann das schon passieren. Ein heikles Terrain. "Horizontally challenged " lenkt von den Speckfalten allerdings keinen Hauch ab, und im deutschprachigen Raum ist der Lacher soundso garantiert.

PC-Begriffe nützen sich im Übrigen ab, wenn ihre Schaffung nicht mit der gleichzeitigen Veränderung der sozialen Wirklichkeit einhergeht. "Negro -> black people -> coloured people -> African-Americans", was nützt's? Die Schwarzen in Amerika sind noch immer nicht gleichgestellt. Laut des Philosophen Slavoj Laut Žižek versuche die Geisteshaltung der "politischen Korrektheit" durch ihre zirkuläre Selbstbezogenheit alle Spuren der Begegnung mit "dem Realen" zu beseitigen.

Auf gut Deutsch, würden die Amerikaner der Tatsache ins Auge sehen, dass viele Mitbürger schlicht und einfach zu dick sind, könnten Maßnahmen dagegen gesetzt werden. Eine kleine Gesundheitsreform wäre zum Beispiel schon ein ganz guter Anfang. Und die nach und nach wieder mehr in die Vertikale kommenden horizontally challenged people hätten nach und nach vielleicht auch wieder mehr Spaß, wenn sich ihnen eine horizontale Herausforderung anderer Art stellt.

Quellen: Die Presse vom 21. Jänner 2010 und www.wikipedia.org

syl
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