Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Zickenalarm in der Kochshow Samstag 2010-05-08

Lanz kocht. Die Freitagspätabendkochshow des ZDF gibt auch Einblicke ins Zwischenmenschliche. Besonders mag ich dabei Sarah Wiener, die sich in ihrer Arte-Serie über Frankreichs Küchen immer als "Saraaahh Winööööhr" vorstellte, was mich gleichzeitig fremd schämen ließ und auch belustigte.

Sarah Wiener in Unterwäsche auf einer Ledercouch

Sarah Wiener glänzt in der Show gerne als eifrigste Kritikerin ihrer meist männlichen Kollegen, wenn es ums Verkosten geht, hat aber selbst kein Problem, ihre vollkommene Unbelecktheit am Herd zur Schau zu stellen. Während die Herren als Gentlemen dieses "Zu süß" oder "Zu salzig" oder "Ich mag eigentlich kein Fleisch" kommentarlos hinnehmen und ihrerseits mit Komplimenten glänzen. Ja, die Damen, die Herren, da kann man sich was abschneiden von der guten alten Schule.

Doch vergangenen Freitag schaue ich nach langer Zeit wieder mal zu und erlebe einen Höhepunkt. Wahrscheinlich wegen des am Sonntag nach dem Freitag folgenden Muttertags hat einer der Redakteure eine helle Minute und man lud die Mütter der Köchinnen und Köche ein, sich live von den Kindern bekochen zu lassen. Wie gesagt, noch interessanter als die Rezepte das Zwischenmenschliche.

Kollegin Poletto war es, die an diesem Abend zum Schlag gegen die Kollegin aus Berlin ansetzte und er sollte vernichtend sein. Da hatte die Wiener schon die Vorspeise des Schweizer Kochs kritisiert "Ich hätte da noch etwas Obstessig reingetan. Ich mag kein Süß-Sauer", scheiterte sie an der selbst gestellten Aufgabe, Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat halbwegs so hinzukriegen wie Mama.

Poletto, die ihren Steinbutt mit mitleidigem Blick zur Kollegin darauf vorbereitete, dass sein Auftritt etwas später erfolgen würde, weil "das mit den Bratkartoffeln länger dauert", landete einen Todesstoß ganz ohne Küchenmesser. Da waren die Bratkartoffeln gerade mit dem jungen Spinat vermengt, da war alles serviert, da folgte die Antwort auf die Frage "Und wie schmeckt's der Frau Poletto?" mit der Geschliffenheit einer japanischen Messerklinge. Die Poletto: "Also ich weiß nicht, wieso hier alle von kross reden? Da ist nichts kross." Um dann mit einem weiteren gut gezielten Schwung mit dem Samuraischwert nachzusetzen. "Es gibt eben Gerichte, die gelingen Hausfrauen sehr gut, und andere Gerichte, die gelingen Köchen sehr gut. Dieses ist ein Gericht für Hausfrauen."

Und sagte damit nichts anderes als: Und die Wiener bringt nicht einmal das zusammen. Auch Kollege Lafer ließ sich von diesem Ausbruch dazu verleiten, sein - nachvollziehbares - Rezept für gelungene Bratkartoffeln noch ein zweites Mal zum Besten zu geben. Ist das der Beginn der Entlarvung Sarah Wieners, die auch schon mal live Dalken anbrennen ließ, als Köchin ohne Ausbildung?

Herr Rabl

Bitter-Scharf - gibt's so was? Darf's das geben, Herr Rabl?

Madam Reich  08.05.2010 14:44

„Under construction“ ist derzeit Sarah Wieners Website. Im Hamburger Bahnhof gibt’s Theater und Menü von ihr. Und als "Bildungsbotschafterin 2010" wurde sie im März auf der Bildungsmesse Didacta ausgezeichnet. Ob auf Bahnhöfen oder unbedeutenden Messen - seit 2008 wurden rund 500 LehrerInnen und ErzieherInnen an Schulen und Kitas zu „BotschafterInnen“ der Koch- und Ernährungskurse von Sarah W. „weitergebildet“. Etwa 5.000 Kinder in 33 Städten haben bisher in Deutschland von dem Angebot, äh, den nicht krossen Kartoffeln samt Spinat „profitiert“. Womöglich auch eine Erklärung dafür, warum die Deutschen bei PISA so schlecht abschneiden und daher sehr gerne aus der PISA-Studie aussteigen möchten. Kann halt nicht jeder wie zum Beispiel Frau Poletto Koch beim Heinz Winkler in Aschau lernen. Oder wie Tim Mälzer mal in seiner Sendung "ganz spontan" zu Sarah sagen: "Bitte, verschon mich und das Publikum mit deinen Ansichten."

VINEUS Wine Culture Award Freitag 2010-05-07
Sollte jemand von Ihnen Freunde aus der Wein- und Kulinarik-Branche haben und/oder gerne Wein trinken und/oder gerne gut essen, was ja nicht so abwegig ist, andernfalls würden Sie das hier wohl auch nicht lesen, also wenn dem allem so ist, gehen Sie doch auf www.vineus.at und verhelfen Sie ihnen zum VINEUS. Ihren Freunden.
Vineus Logo

Mittels dieses Wine Culture Awards bedanken wir und unsere Partner C+C Pfeiffer und Alpe Adria Weindepot uns bei allen, die sich für die österreichische Weinkultur besonders engagieren. Bei den Sommeliers, Gastronomen, Hoteliers, Newcomer-Winzern und Persönlichkeiten, die also ihr Leben in den Dienst des Weins gestellt haben. Nachzulesen alles auf der Website. Abgesehen von der Trophäe gibt's die Gewinner noch einiges mehr. Auch nachzulesen.

Aber auch Sie können gewinnen und mit den Schreiberinnen dieses Blogs endlich einen Abend verbringen. Am Freitag, dem 11. Juni 2010, im Wiener MAK. Fünf x zwei Eintrittskarten sind zu gewinnen, wenn Sie mit abstimmen. Wir werden auch mit Ihnen tanzen, versprochen!

www.vineus.at
syl
ES MUSS NICHT IMMER CHAMPAGNER SEIN Donnerstag 2010-05-06

Voller Überraschungen so ein Leben. Immer wieder auch einmal im Glas. Geschehen letzte Woche.

Ein wunderbar unprätentiöses Lokal, herrliche Sicht und Sprudel im Glas. Der erste Schluck nach einem anstrengenden Tag, Genuss. Briochearomen, zarte Zitrustöne, frisch und elegant zugleich, feinstes Mousseux.

Etikett des Crémant de Bourgogne Brut

Champagner, keine Frage. Oder? Tja, nicht ganz. Ein Crémant de Bourgogne. Céline und Laurent Tripoz liefern mit diesem Schaumwein "zero dosage" aus 100% Chardonnay einen sehr würdigen Vertreter der Kategorie, biodynamisch. Auf elf Hektar wird rund um Loché im Maconnais bereits seit 2006 Demeter-zertifiziert gearbeitet. Und das ganze zu einem umwerfend guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Leider, leider, das wunderbare Produkt ist in Österreich nicht erhältlich. Da hilft nur das Online-Bestellen. Oder hinfahren und vor Ort kosten und kaufen.

Auch wenn die Website optisch nicht umwerfend ist, hier geht's zum Weingut.

Ruth

WIE KRANK IST DAS? ESSEN OHNE SCHMECKEN. Donnerstag 2010-05-06
Aus gegebenem Anlass (schlechtes Wetter, ansteckende Krankheiten) widmen wir uns der Krankenkost. Die Krankheit ist, wie wir ja wissen, der schlimmste Feind der Gesundheit. Für den essenden und trinkenden, also schmeckenden Menschen ist schon eine kräftige Erkältung mit ihren Wirkungen auf Rachen, Gaumen und Nase ein Armageddon.
zerknülltes Taschentuch

Er liegt im Bett und fieberträumt davon, dass das Fieber runtergeht. Ist das Fieber unten, träumt er von einem Essen, das schmeckt. Das ihm schmeckt. Denn der erkältete Mensch ist auf die primitiven Geschmackspapillen seines Gaumens angewiesen. Nix ist mit den Geruchszellen der Nase, die ihn erst zwischen Wein und Wasser entscheiden lassen. Er ist kein Feinschmecker mehr, er ist ein Keinschmecker.

Aber irgendwas muss ja rein in den Magen, wenn der Hunger hat. Was empfiehlt sich in der Krise? Zum Beispiel, wenn fast nichts mehr geht, Toast mit Butter. Der Toast gibt Geruchsblinden ein beruhigend warmes Gefühl im Mund. Knusprig ist er auch. Und wenn man ihn lange beißt, wird er süß. Die Butter braucht es wegen des Umamis. (Ich bevorzuge Bauernbutter, unpasteurisiert, falls gerade nicht vorhanden: bretonische mit oder ohne Salz. Und Sie?). Ein Ei dazu wäre schon Verschwendung.

Hatschi, sagt der Kranke und nicht Prost. Und nimmt ein heißes Gemisch aus Zitrone, scharfem Ingwer, Honig und Wasser zu sich. Es hilft über diese und andere Schwächen des Tages. Beim Honig, so hörte ich beim Gemüsehändler, sagt man, es sei wichtig, einen aus der Region zu nehmen (Radiusgrenze 80 Kilometer). Krank und bedürftig ersteht der Kranke im anhaltenden Fieberwahn den besten und teuersten Arkazienhonig, den der Gemüsemann im Angebots führt. Ein Catering wäre schön.

Eine der köstlichen Suppen vom Ramien in der Gumpendorferstraße wahrscheinlich lebensverlängernd. Aber das Ramien ist weit weg. Und dann denkt er an die vielen Geschichten von Leuten, die durch eine harmlose Erkältung ihre Riechzellen einbüßten. Diese Leute müssen nur noch mit den Geruchs- und Geschmackseindrücken der Vergangenheit leben. Kein gutes Leben. Kehrt dann (aus Erfahrung weiß man, dass es so ist) der Geruch des Kranken zurück, kommt die Ernüchterung. So gut, wie man es sich die letzten Tage erträumt hat, schmeckt Essen ja eigentlich gar nicht. Vor allem, wenn man mit dem, was an Vorräten im Kühlschrank gerade ist, selber kocht.

Herr Rabl

vetternwirtschaft

Aufstoss  10.05.2010 10:07

herr rabl,
so lasset uns gesunden in dieser kranken essenswelt.
madame reich,
schade nur, dass man sich die verwandtschaft nicht aussuchen kann.

Geschmacksnerven

Madam Reich  08.05.2010 14:10

Sehr verehrter Herr Rabl, ein Gentleman genießt und schweigt, und falls es nichts zu genießen und schmecken gibt: eben doch schweigend auf den Sandwich-Inseln verhungern ;-)

Verehrte Madame Reich, vielen vielen Dank für die Tipps. Aber ...

Herr Rabl  06.05.2010 13:32

... was passiert, wenn ich jetzt beim Namensvettern bestelle und in dem Moment, wo das Essen kommt, die eingefrorenen Riechzellen wieder auftauen?

Für den Notfall, nur für den Notfall

Madam Reich  06.05.2010 12:00

Da sich die Geschmacksnerven eh absentiert haben, hab ich mir erlaubt, in Ihrer Umgebung was zu suchen. Z.B. "Kalt, warm, süß" - das Catering von Krötzl, Walter & Sohn und gleich um die Ecke in Perchtoldsdorf den Namensvetter "Alexander, das Restaurant". Nur für den Notfall, falls eben im Kühlschrank gar nichts mehr sein sollte. Ihnen gute Besserung wünschend, Herr Rabl!

KULT-ZWEIGELT VOM VULKAN Mittwoch 2010-04-28

Nein, hier ist nicht die Rede vom Asche speienden Vulkan, der den Flugverkehr lahm legte. Sondern um einen Kult-Wein, der auf Vulkanböden gedeiht. Und das seit 22 Jahren. Vom Olivin.

Zwischen dem Zeitpunkt, an dem Georg Winkler-Hermaden nach Lehr- und Wanderjahren aufs elterliche Weingut zurückkehrte, und der ersten „Olivin-Ernte“ 1988 vergingen elf Jahre. Die Trauben stammen seit damals von den besten Lagen des Weinguts, und die Eichen für die Holzfässer (traditionell in der Gegend 300 Liter) wachsen auf den gleichen Böden, im gleichen Klima. Konsequent.

15 Jahrgänge hieß es auf Einladung vom Wiener Sommelierverein am Montag im Palais Coburg zu verkosten. Ein spannendes, lehrreiches und selbstredend genussvolles Vergnügen. Gestartet wird mit dem Original, dem 1988er. Laut Winzer ein mittelmäßiger Jahrgang. Aber ein Anfang. Über 1989, 1991 und 1993 geht's zum Jahrgang 1995. Einer der Favoriten der Autorin. Elegant in der Nase, Kirschtöne, aber auch Kräuter und Schokolade. Am Gaumen vielschichtig, auch hier elegant und fein, trotzdem mit Druck, schöner langer Abgang. Trinkfreude nach 15 Jahren.

Flasche Olivin von Winkler Hermaden 

Erwähnenswert, wie ich finde, auch 1998. Aufgrund des Jahrganges kein großer Wein, aber einer, der wunderbar angenehm zu trinken ist, Lust auf den nächsten Schluck und richtig Spaß macht.

Dann 2000, ein Spitzen-Jahrgang, der Eleganz, Harmonie, Komplexität auf der einen und Kraft und Straffheit auf der anderen Seite vereint. Hut ab.

Schließlich noch ein Jüngling, der, so meine ich, besonders hervorgehoben werden sollte. Olivin 2007. In der Nase Weichsel und Vanille, das Bouquet schmeichelt. Und trotz seiner Jugend ist der Wein auch am Gaumen schon weich und rund, mit ausgeprägter Frucht, der Alkohol gut eingebunden. Schöne Aussichten.

Zum Weingut der Familie Winkler-Hermaden
Der Wiener Sommelierverein

Ruth

PS: Angeblich war Margot Winkler-Hermaden zu einem großen Teil „schuld“, dass es den Olivin gibt. Vielen Dank!

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