Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Captain HIRSCH Freitag 2010-04-16

Wir können wahrlich stolz sein auf unsere Kunden. Innerhalb weniger Monate haben es zwei unserer Schützlinge mit einem Wein der Woche an Bord des Captain gebracht. Und speziell für diesen, den Winzer Johannes Hirsch aus dem niederösterreichischen Kamptal, aktiv zu sein, macht großen Spaß.

Wegen der Weine zum einen. Denn wie schreibt der Captain, dessen Welt seit kurzem in zartes Flieder getaucht ist?

 Johannes Hirsch auf der Website von CaptainCork

Riesling DAC Zöbing 2009. „Im Glas ein klarer Wein, helle Farbe, keine Schlieren, frisch. In der Nase dann eine deutlich ausgeprägte und verankerte Sortengenauigkeit, frische Zitrusfrüchte, etwas Rauch, etwas Melone, ein ganz klein wenig Aprikose (Marille), auch etwas Weingartenpfirsich, etwas Gummireifen, etwas Duschgel eines modernen deutschen Viersternhotels (diese spanischen Ketten mit ihren Wellness-Zonen). Mineral und kaltes Messer Im Mund dann metallische Frische, Mineralität, scharfes und helles Messer, schöner Fluss, große Frische, große Trinkanimation, Zitrone, Minze, etwas Basilikum (?!), etwas saure Drops. Aufgrund des exzellenten Jahrgangs 2009 auch am Gaumen lange anhaltend und in Erinnerung bleibend. Mehr kann man von dieser Preis-Leistungs-Bombe nicht erwarten." So also spricht der Captain.

Kleiner Wein ganz groß. Ob der Hirsch weiß, was er da in der Flasche hat?

Wegen des Winzers selbst zum anderen. Feinster Humor im Mund mit metallischer Frische. Wenn's spät wird, etwas Rau(s)ch und scharfes Messer für die Gummireifen. Vor der Kontrolle saure Drops. Ich war schon immer davon überzeugt, dass der Wein das Wesen des Winzers widerspiegelt.

Nur eins gibt's zu bemängeln: mein Keller ist zur Zeit bar jedes Hirschen!

www.weingut-hirsch.at

Der andere Captain-Eintrag galt dem Winzerpaar Marion und Manfred Ebner-Ebenauer in Poysdorf. www.ebner-ebenauer.at

syl

Fanta

frau amsel  21.04.2010 08:56

War da nicht auch ein deutlicher Fanta-Ton?

And the winner is a man - Best Sommelier of the World Freitag 2010-04-16

Schade, hat nicht sein sollen für die Teilnehmerinnen. Aber ein Anfang ist gemacht, in drei Jahren schaffen es noch mehr Frauen in die Zielgerade. Dieses Jahr heißt der Gewinner des Titels Best Sommelier of the World Gérard Basset, Master of Wine, Master Sommelier und Träger des Wine MBA. Wie schon im Vorfeld vermutet.

Niemand sonst auf Erden trägt diese drei Titel gleichzeitig, nun ist er auch noch bester Sommelier der Welt. Basset ist zudem designierter Vorsitzender des französischen Komitées des Decanter World Wine Awards. Respekt!

Gérard Basset

Gegen 51 Mitstreiter hat sich der einundfünzigjährige gebürtige Franzose in Chile bravourös durchgesetzt und ist der erste Brite, der diesen Titel mit nach Hause nehmen darf. Sechs Anläufe hat es gebraucht, nun ist er am Ziel angekommen.

Er empfand diese Prüfung übrigens als größere Herausforderung als die zum Master of Wine. Den MW sieht er als Marathon, diese Weltmeisterschaft als einen 100-Meter-Sprint, bei dem kein Fehler erlaubt ist.

Der Best Sommelier in the World Wettstreit wird von der Association de la Sommellerie Internationale (ASI) alle drei Jahre durchgeführt und wird von Moêt et Chandon unterstützt. Unser Vertreter Gerhard Retter hat noch ein paar Anläufe. Wie man sieht, braucht gut Ding oft Weile.

www.decanter.com
syl

Frauen mit cochones Freitag 2010-04-16

Das weibliche Universum schlägt zurück. Beim gestrigen Durchgang des World's Best Sommelier Wettbewerbs in Chile gelangten gleich vier Frauen unter die besten zwölf Prüflinge und somit ins Viertelfinale. Die zwei Kanadierinnen, Elyse Lambert und Véronique Rivest, die Norwegerin, Merete Bø, und die Rumänin, Julia Gosea - zudem die erste Osteuropäerin, die es jemals soweit gebracht hatte - sollten am Nachmittag dann im Halbfinale noch ihre Klingen wetzen.

ein Paar roter Kirschen

Sobald Ergebnisse bekannt werden, wird hier berichtet. Die Szenen, die sich gestern nach Bekanntgabe der Namen der KandidatInnen, die im Bewerb weiterkommen sollten, abgespielt haben, dürften eher einem Rockkonzert als einen Sommelierwettbewerb geglichen haben. Schaulustige standen auf den Tischen, um einen Blick auf die kreischenden, weinenden und sich umarmenden Sommelières werfen zu können. Offenbar ist der Druck bei solchen Veranstaltungen nicht unerheblich.

Die männlichen Verteidiger ihres Reviers kommen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Australien und aus der Schweiz. Österreich ist leider nicht mehr im Rennen, unsere Vertretung Gerdard Retter ist ausgeschieden.

Der gebürtige Franzose und in Großbritannien lebende Gérard Basset, der zum sechten Mal teilnimmt, empfindet diese Prüfung als größere Herausforderung als die zum Master of Wine. Den MW sieht er als Marathon, die Weltmeisterschaft wie einen 100-Meter-Sprint, bei dem kein Fehler erlaubt ist. Er wird übrigens als hoher Favorit gehandelt. Kein Wunder. Er ist der einzige Mensch der Welt, der sich mit allen drei Titeln schmücken darf: Master of Wine, Master Sommelier und Wine MBA.

Was musste bewältigt werden? Eine ganze Reihe an Tests, unter anderem ein unter Zeitlimit verfasstes Papier in einer Fremdsprache. In ihm mussten alls Aspekte der Sommelier-Arbeit abgehandelt werden: neben Wein auch Bier, Spirituosen, Tee, Kaffee, Zigarren und Wasser.

Es bleibt spannend.

 www.decanter.com
syl

Master

Bettina  21.04.2010 11:33

Sehr spannend!!

XENOPHOBIE AM TELLER Mittwoch 2010-04-14

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass in unserem geliebten südlichen Nachbarland, nun sagen wir, leider einige Idioten am Werk sind. Ma certo, c'é Silvio. Aber den lassen wir jetzt einmal beiseite. Die Lega Nord schafft es wieder einmal, Stimmung zu machen, aufzuhussen. Selbstverständlich GEGEN etwas.

Ein Kebab offen mit allen Bestandteilen 

Mit „Sì alla polenta, no al cous cous“ bläst sie zum Halali gegen die angebliche Kebabisierung von bella Italia. Sie bedrohe die „autochthone Handelsphilosophie“, so der lombardische Landesrat Davide Boni. Na, wenn er sich da einmal nicht täuscht! 

Roberto Burdese, Nachfolger von Carlo Petrini an der Spitze von Slow-Food, sieht die Sache etwas anders. Keine Identität ohne Austausch. Und bedient sich quasi des „Herzens“ der italienischen Küche als Beispiel. Pasta al pomodoro. Wo die Tomaten ursprünglich herkamen? Aus Mexiko. Und die Nudeln? Aus China. Oder Barbaresco, Weinstolz aus dem Piemont. Die Wurzeln des Namens reichen Jahrhunderte zurück und sind – arabisch. Soviel zur identità italiana.

Außerdem, so Signor Burdese, seien es die Italiener selbst, die die Küche ihres Landes bedrohen. Mit immer höherem Fastfood-Konsum, der Abkehr von alten Obst-, Gemüse-, Käse- oder Wurstsorten (richtig, deshalb wurde Slow-Food unter anderem gegründet) und dem Wunsch, immer alles noch billiger zu kaufen.

Tja, der Reflex „die Anderen sind schuld“ ist offensichtlich leider global.

Quelle: Der Standard, 13. April 2010, S. 11

Ruth

Die spinnen, die Römer ...

Thomas Eppinger  16.04.2010 15:28

hätte Obelix dazu gesagt.

Essen und Trinken politisch zu besetzen ist aber keine Erfindung der Spinner von der Lega Nord. Das hat Mascarello schon in den 90ern mit einem Barolo gemacht, den er "No barrique, no Berlusconi" genannt hat.

Nichts als Wein im Kopf Dienstag 2010-04-13

Es war wegen der regenwassergetränkten Ledersohlen gewesen. Ich wußte, ich mußte sofort da hinein. In den Plachutta auf der Wollzeile, den mit dem gekochten Fleisch und den heißen Suppen, die so gut nach Umami schmecken.

(Umami weiß ich seit einem intelligenten Geschmacksseminar bei havels & petzens, wo ich alle Selbstachtung als Feinschmecker verlor, aber dafür einiges an Erkenntnis gewann).

Illustration eines Kalbs mit einem Weinglas am Kopf

Ich brauchte mit dem Auswählen aus der Karte nicht länger als „Luegertopf” zu sagen, ein Topf, dessen Inhalt viel sympathischer ist als sein Namensgeber, ein Wiener Bürgermeister, der der Judenfeindlichkeit nicht gänzlich abhold gewesen sein soll, wie man liest und hört. Luegertopf also.

Und beim Bissen in den labbrig-schlatzig-gallertigen Kalbskopf schoss mir der Gedanke in den Kopf: Welcher Wein wäre hier wirklich der passende? Wäre es ein deutscher Riesling von glasklarer, kräftig gebauter Statur, oder ein kräftiger Sancerre? Würde ich einen jungen, keinen jugendlichen Bordeaux, sagen wir einen 2007er Figeac, zum Kalbskopf, der noch in seiner Schnittlauchsauce zu baden hat, bevor er mit Andacht und etwas Erdäpfelschmarrn verspeist wird, schätzen? Nicht, dass der Horitschoner Blaufränker nicht gefallen hätte. Aber das Beinfleisch. Wäre hier auch ein kräftiger weißer Beaujolais oder Hermitage ein reizvoller Gefährte zum sehnigen Fleisch, das sich an den kleinen Knochen klammert wie ein Klammeraffe? Oder eine Chardonnaypfütze aus Nappa Valley?

Ja, das sind Gedanken, die einen halt so umtreiben, wenn man sich dem Sein des Wieners widmet, dem Rindfleischessen. Nebenan nahm eine Dame reiferen Alters Platz. Mit deutlichem Fettranderl. Ihre Hose ließ hinten um einiges mehr Einblicke offen, als es dem Esser im Restaurant für seinen Appetit und sein Weltbild zuträglich ist. Zum Kalbfleisch mit Spargel bestellte sie Prosecco. Ein Glas. Und man dachte sich, dass es doch schön sei, Menschen zu sehen, die solche Fragen nach dem passenden Wein zum gekochten Kalbskopf und andere Fragen einfach nicht wirklich beschweren.

Herr Rabl

kalbsköpfe mit fettranderl in hosen mit prosecco

madam reich  17.04.2010 14:13

Sehr verehrter, hoch geschätzter Herr Rabl,

darf ich in Ermangelung eigener geistiger Ergüsse den Herrn Qualtinger zitieren?

Es gibt Leute, die keiner Fliege etwas zu Leide tun, weil sie nicht imstande sind, eine zu fangen.

Bitte weiter so. Denn Satire ist,
jemandem so auf den Fuß zu treten,
dass er es merkt,
aber nicht aufschreit. Moralische Entrüstung ist
 der Heiligenschein
 der Scheinheiligen. Übergangslösungen sind Untergangslösungen.

ledriger chardonnay?

Don Bernardo  16.04.2010 10:24

ich lese beglückt von schönen weinen, stelle sie mir vor und auch wie sie passen könnten, aber dann plötzlich stört nicht die dicke dame, sondern das doppelte P bei Napa. MonDieu, das kann doch nicht sein, der herr redakteur beleidigt die chardonnays erst als pfütze und dann das ganze Valley mit ignoranz...oder doch einfach nur ein tippfehler...na gut.

Herr Rabl

Bettina  16.04.2010 09:56

ihre spitze zunge finde ich klass!!

da fällt mir ein der ferdinand

frau petz  14.04.2010 15:36

http://www.youtube.com/watch?v=IlZcXylw8eg

Kuh

frau sprudel  14.04.2010 13:37

Oh du glückliche Kuh, du!

Die Kuh auf der Alm

Herr Rabl  14.04.2010 13:35

Sie hat es am leichtesten. Sie sitzt und käut. Manchmal steht sie und schaut. Hie und da brunzt sie auch oder kackt. Sie weiß nichts von Beziehungen. Von Proseccomenschen und Champagnersehnsüchten. Sie käut und kackt. Und die Frage, welchen Wein man zu ihrem Bein trinkt, ficht sie nicht an.

timing

frau petz  14.04.2010 13:22

dann muss man schauen, dass man's hat, wenn man's braucht. aber auf jeden fall besser abundzu ein glas champagner, das fetzt, als täglich ein schales bad im süßlichen nichts.

Champagner

frau sprudel  14.04.2010 13:17

Champagner ist auf jeden Fall vorzuziehen. Ist einfach spannender als Prosecco. Wenn auch manchmal schwieriger zu bekommen.

philosphisch betrachtet

frau petz  14.04.2010 13:14

das ist wie in beziehungen. ist man glücklicher, wenn man nicht weiß, wie champagner schmeckt und sich mit prosecco zufrieden gibt, oder ist man glücklicher, wenn man nach champagner strebt, weil man das bessere kennen und schätzen gelernt hat, sich aber trotzdem mit prosecco zufrieden geben muss, weil das leben eben hart ist?

Beneidenswert?

Fr. Amsl  14.04.2010 10:19

Bin mir nicht sicher, ob ich solche Menschen beneiden soll. Irgendwie schon, die haben's leichter. Irgendwie nicht, die versäumen auch viel.

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