Grüne halbierte Tomaten in Großaufnahme

Bassena - unser Blog

Unverhofft ist super! Dienstag 2015-06-16

Wegen der Hochzeitseinladung der Freundin des Neffens stand ein Familienurlaub an. Außerhalb der Reihe, mitten im Schuljahr und ohne prüfenden Blick aufs Konto. Vernünftig sollen die anderen sein! Und es war gut so. Das Ziel war Israel, für mich nach all den Jahren ein Heimkommen.

Der Blick auf die Hochhäuser und den Strand von Tel Aviv

Zu acht waren wir unterwegs, nach Tel Aviv, Jerusalem und ans Tote Meer. In Tel Aviv logierten wir in einer wunderbaren Wohnung mit Terrasse und Blick über die Dächer zum Meer. Tel Aviv hieß 40 Grad im Schatten wegen des »Chamsin«, wie der Shirocco in Israel heißt. Tel Aviv heißt aber auch immer Gegensätze.

Das Miznon

Arm und reich, laut und ruhig, dreckig und schmuck, religiös und weltlich. Alles zusammen. Mit vielen guten Lokalen, wenn man weiß wo. Unser Vermieter hatte uns ins Miznon geschickt, den besten Pita-Platz. Und in der Tat! Die Brottaschen werden dort vielfältigst gefüllt, meine war's mit Hühnerleber und Zeugs.

Gebräunte Karfiolköpfe

Ein wunderbar würzig gatschige Angelegenheit. Eine weitere Spezialität des Miznon ist der Karfiol. Der in roher Form als Deko herhält und gekocht und aus dem Backofen als Ganzes und am Papier auf den Tisch kommt. Nur leicht gesalzen und mit Olivenöl. Gegessen wird er mit den Händen. Fabulös!

Die Karfiolreste mit einer Hand, die sich den letzten Rest holt.

Optisch ist das Miznon purer Balagan, ein verwirrtes Straßenlokal voller Karfiolköpfe und super sympathisch. Balagan ist übrigens das wahrscheinlich wichtigste hebräische Wort und bezeichnet alles, was chaotisch ist. Balagan ist die gesamte Stadt. Aus dem Fenster hängende Wäscheständer etwa

Ein Wäscheständer außerhalb eines Fensters

gehören in gewissen Vierteln quasi zum guten Ton. Zwischendurch und immer passt Humus und Tahina, klarerweise auch mit Pita, wie in diesem netten Café in der Shenkin Street, wo wir unsere Wohnung hatten. Ein absolut empfehlenswertes Restaurant ist die Ouzeria in Florentine, dem abgesandelten

Pita. Humus und ein frischgepresster Saft

Künstlerviertel. Dort haben wir die Karte rauf und runter gegessen, perfekt in der größeren Runde zum Durchkosten. »Wir essen alles« ist hervorragend. Auch - der in Israel eher seltene - Weinservice war gut, der Sancerre kleschkalt, perfekt bei den 35 Grad im nächtlichen Schatten. Die Ouzeria ist ein Platz zum Feiern,

Ein Spruch aus der Ouzeria: Wine is cheaper than therapie.

was auch ausgiebig getan wird, weshalb man unbedingt reservieren muss. Ja, und dann ging's weiter nach Jerusalem. Eine Stadt auf vielen Hügeln, voller Inspiration und Schönheit. Auch hier Moderne und Uraltes, viele Verrückte (sorry, ihr Chassidim) und das Holocaust-Museum Yad Vashem.

Der goldene Felsendom vom Souk aus gesehen.

Ein Ort, in dem ich jedes rechte Arschloch einsperren möchte, bis auch er/sie weint. Aber auch das Restaurant Dolphin Yam Jerusalem, in dem wir den Geburtstag der Schwägerin mit israelischem Rosésekt (ganz okay) und Fisch gefeiert haben. Und dann noch ein kurzer Trip ans Tote Meer.

Das Tor zum Eingang desMuseums-Geländes

Über Arad, die sinnlose Stadt in der Wüste, und das Guest House Salt Room Arad, eine Art schräge Hotel mit massierendem Gastgeber. Hinunter auf einer rasender Fahrt durch die kargen Naturschönheiten. Dahin, wo nichts mehr ist. Nur Flimmern und Salz. Und ganz schön viele Touristen. Aber die haben wir uns einfach weggedacht.

Laptop mit dem "Paten" vor dem Meer
Facebookseite des Miznon
Facebookseite der Ouzeria
Holocaust-Museum Yad Vashem
Tripadvisoreintrag vom Dolphin Yam
Bookingseite vom Salt Room Arad
syl
In schicker Höhe Samstag 2015-06-13

Auch in einer Stadt, in der man quasi seit Jahrzehnten lebt, gibt es Lokale, die man nicht kennt. Sei es, weil sie erst kürzlich eröffneten, sei es, weil man in der Großstadt logischerweise gar nie alle Restaurants, Beiseln, Bars und sonstige Einkehrmöglichkeiten kennen kann. Wie auch immer.

Blick von der Rooftop-Bar am Ritz Carlton in Wien
Ziel meines gestrigen, also freitäglichen, Tagesausklangs war die »Rooftop Bar & Lounge« am Dach vom »The Ritz-Carlton« am Ring, an die ich von selbst nie gedacht hätte. Dank eines Freundes hatte ich nun das Vergnügen.

Die Location über den Dächern der Stadt erfüllt alle Klischees, die eine solche Bar am Dach eines solchen Hotels für mich hatte und hat. Der grandiose Blick über den Stephansdom bis hin zu den Hügeln der Umgebung versteht sich von selbst. Dazu gehören die obligaten Lounge-Möbel, in Form von Couchtischen und Korbsofas oder Barhockern mit passenden Tischen, eine kleine Karte mit kleinen – meist mediterranen – Gerichten, eine kleine Getränkekarte mit ein paar offenen Weinen, Cocktails und Longdrinks, eine DJane, die klassische Lounge-Musik auflegt.

Alles in allem eine Bar ohne allzugroße Überraschungen, jedoch schon alleine aufgrund ihrer Lage und des Gesamtambientes die perfekte Location für einen richtig mondänen Sommerabend in Wien.

Ruth

Genussvolle Distanz, entspannte Nähe Sonntag 2015-06-07

havel & petz sind Ausbildungs-junkies. Das mag etwas hart klingen, bringt es aber auf den Punkt. Denn waren wir grad noch in Linz bei diesem grenzgenialen Mathematiker und Querdenker Bruno Buchberger, vielfachem internationalen Ehrendoktor und

Eine grüne und eine helle Schnur um zwei Papierfüße, die das Distanzbedürfnis zweier Kursteilnehmer anzeigen

Österreicher des Jahres 2010 der Presse, um mehr über Ideenfindung und Innovation zu erfahren, ging es wenige Tage schon weiter ins nächste Seminar. Nebst unseren eigentlichen Masterstudien - Ruth: Organisationsentwicklung und Supervision & ich: CSR und Ethical Management - vertiefe ich mich an der Wifi-Trainerakademie in die spannenden Dinge der menschlichen Kommunikation.

Wie etwas im Rahmen des gerade stattgefundenen Moduls »Körpersprache« in das Nähe- und Distanzbedürfnis von Menschen, das immer auch im kulturellen Kontext zu sehen ist. Leute aus südlichen Ländern haben weniger Distanzbedürfnis und berühren einander viel häufiger als Menschen aus nördlichen. Das ist nichts Neues. Dass es aber innerhalb ein- und desselben Kulturkreises so große Unterschiede gibt, sehr wohl. Siehe Bild.

Die beiden hellen Flecken bezeichnen den Platz, auf dem wir standen (der helle Streifen ist ein Sonnenstrahl, also ohne Bedeutung). Die Schnüre – die helle war meine –  bezeichnen die Stellen vor und hinter einem und links rechts von einem, bis wohin wir die vier Kollegen und Kolleginnen gehen ließen, damit wir uns noch wohl fühlten. Sie kennzeichnen unsere persönliche Distanzzone, unseren Schutzraum. Die grüne Schnur zeigt die Zone eines Kollegen an, der rund 30 Kilometer entfernt von mir geboren wurde. Er lässt die Leute seitlich viel näher an sich herankommen, braucht aber nach vorne mehr Platz.

Diese Erkenntnis ließ einen im Seminar etwas toleranter miteinander umgehen. Besagter Peter »klebte« nämlich geradezu an meiner Seite, als wir nebeneinander vor einer Bilderwand standen. Hatte aber nix zu bedeuten, er wollte überhaupt nichts von mir. Er braucht einfach weniger Platz um sich als ich. Eine gute Erkenntnis auch für den Alltag.

syl
Auf nach Paris oder wohin auch immer und in vollem Bewusstein. Sonntag 2015-05-31

The morning sun touched lightly on the eyes of Lucy Jordan
In a white suburban bedroom in a white suburban town
As she lay there 'neath the covers dreaming of a thousand lovers
Till the world turned to orange and the room went spinning round.

Ein Flasche Champagner, in der Ferne der Eiffelturm

At the age of thirty-seven she realised she'd never
Ride through Paris in a sports car with the warm wind in her hair.
So she let the phone keep ringing and she sat there softly singing
Little nursery rhymes she'd memorised in her daddy's easy chair.

Her husband, he's off to work and the kids are off to school,
And there are, oh, so many ways for her to spend the day.
She could clean the house for hours or rearrange the flowers
Or run naked through the shady street screaming all the way.

At the age of thirty-seven she realised she'd never
Ride through Paris in a sports car with the warm wind in her hair
So she let the phone keep ringing as she sat there softly singing
Pretty nursery rhymes she'd memorised in her daddy's easy chair.

The evening sun touched gently on the eyes of Lucy Jordan
On the roof top where she climbed when all the laughter grew too loud
And she bowed and curtsied to the man who reached and offered her his hand,
And he led her down to the long white car that waited past the crowd.

At the age of thirty-seven she knew she'd found forever
As she rode along through Paris with the warm wind in her hair ...

The ballade of Lucy Jordan, Marianne Faithful 
syl
Aus Liebe zu Olivenöl Dienstag 2015-05-19
Die Ausgangssituation: Österreicher, männlich, besitzt ein Haus am schönen Pillion in Griechenland. Auf dem dazugehörigen Grundstück stehen - no na - auch ein paar Olivenbäume. Irgendwann kommt er, oder war es die Frau an seiner Seite, auf die Idee, Olivenöl aus den eigenen Oliven pressen zu lassen. So geschehen erstmals 2013, das Ergebnis war umwerfend. Schritt zwei: Selbiger Österreicher, gut vernetzt auch in der Zweitheimat Griechenland, möchte »das Geschäft« ausweiten, damit mehr Menschen in der Erstheimat in den Leere Flaschen
formidablen Genuss kommen. Und da kommt Stamoulis ins Spiel, langjähriger Freund, Gastronom, Bürgermeister und – Olivenbäumebesitzer. Das erste Ergebnis: Drei verschiedene Öle Jahrgang 2014:

Stamoulis: Im Oktober geerntet, aus grünen, also eigentlich unreifen Oliven. Intensiver grasiger Geschmack, mit einem Hauch Schärfe. Gefiltert oder ungefiltert und somit naturtrüb.
Polixronis: Geerntet im November aus schwarzen Oliven. Milder und runder im Geschmack, gefiltert. Detail am Rande:

Olivenölflaschen
Im echten Leben kommt Polixronis übrigens die Rolle von Stamoulis' Vater zu.
Mandraki: Aus des Österreichers eigenen Oliven, die ebenfalls im November schwarz geerntet wurden. Sehr fein und mild.

So eine Idee hört natürlich nicht mit dem fertigen Olivenöl auf. Wie bringt man das Öl nach Österreich? In großen Gebinden oder schon gefüllt? Wie schaut es mit der Aufmachung aus? Braucht man eine offizielle Bio-Zertifizierung? Und schließlich und endlich die alles entscheidende Frage: Wie verkauft man den wertvollen Stoff? Der Olivenölmarkt, vor allem jener der »extra vergine«-Öle, wankt ja schon länger immer wieder einmal von einem Skandal in den nächsten. In Italien hat 2014 das Bakterium Xylella Fastidiosa zugeschlagen und die Ernte massiv reduziert. Nun hat die EU Rodungsbestimmungen beschlossen, um der Plage Herr zu werden (die Details auf news.at). Insofern kommt das griechische Bio-Olivenöl gerade recht! Sämtliche Familienmitglieder sind auch schon eifrig in den Handel eingestiegen und verkaufen das Öl brav wo auch immer sich die Gelegenheit ergibt, z.B. in der Schule. Außerdem kann es natürlich online bestellt werden. Dass die Autorin das Öl natürlich ebenfalls verwendet, versteht sich hoffentlich von selbst. Große Empfehlung!

www.ownfruit.at

Ruth

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