Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

Hohensinns Handicap Montag 2010-06-07

Sind es da zwei Lokale, die in einem kleinen Marktstandel am Karmelitermarkt Platz finden, die sich da drängeln wie die Sardinen oder wie Herz und Lüngerl in einem Kochtopf?

Apropos Kalbsbeuschel: etwas besseres unter diesem Titel wird auch der beste Beuschel-Scout in dieser Stadt nicht finden - oder halt wenigstens werden sie ihm nicht den Weg auf der Straße verstellen, die guten Kalbsbeuscheln. Ja, es sind zwei Restaurants, denn Josef Hohensinn kocht einfach sehr gut und das ist jetzt keine wirkliche Neuigkeit. Doch der Rest ist eine einzige Niederlage.

 Illustration eines Kellners in grünem Frack

Dieser Rest, von dem wir hier sprechen, sind nicht die Überbleibsel von Saucen, köstlichen Spaghettis mit kaum gegarten Thunfisch oder Maibockmedaillons, sondern die Art, wie die Patronne Katho Groh und ihre Entourage das Thema Empfang, Service, Beratung und Betreuung interpretieren.

Begrüßung einer Gläubigerrunde von Essern: Null. Weinberatung: Minus Zwanzig. Verabschiedung: hamma nicht.

Wir bestellen eine Flasche. Auf der Rechnung wird sie glasweise ausgewiesen. (Das Glas Knoll Smaragd über 10 Euro. Ordentlich. Da könnte sich Meinl am Graben noch was abschauen.) Die Frage: Wir haben doch eine Flasche bestellt. Die Antwort: Wir verrechnen glasweise. Der Gedanke: macht die Flasche um 30 Prozent aufwendiger und damit den Gast zur Flasche, die draufzahlen muss. Nicht bestellte, aber eingeschenkte Gläser werden verrechnet. Dem Gast, der gegen zehn Uhr nach einem Spaziergang zum Bankomaten das Standel betritt, empfängt man an der Thresen mit einem hantigen "Kann ich Ihnen helfen?" Der Gast wollte nur die Waschräume besichtigen, erfährt aber im Nachhinein: man hielt ihn für einen Marktbeamten. Sehr freundlich. So hat er es gerne, der Gast. Frau Groh macht ein gutes Ding mit ihrem Marktachtel. Doch mit den Erwartungen, die über ein akzeptables Bier oder eine Eierspeise hinausgehen, hat sie es nicht wirklich. Und wie der Kopf, so auch der Rest vom Fisch.

Marktachterl
Karmelitermarkt 96, 1020 Wien
Tel. +43 (0) 1 214 47 92 www.marktachterl.at

 Herr Rabl 

Knoll, Smaragd, Meinl et.al.

Madam Reich  10.06.2010 12:49

Sehr geehrter, hoch verehrter Herr Rabl, darf ich anmerken, dass ich den Knoll Smaragd schon vor der Einführung des Euro bei Meinl am Graben für mehr als 10 Euro, eher für das Doppelte die Flasche erwerben musste ... Was vermutlich daran liegt, dass ich eine "Toitsche" bin, daher auch den Service & die Verabschiedung "hamma nicht" schon immer gewohnt bin. Ich hoffe, Sie damit einigermaßen trösten zu können. MfG, die Deutsche ;-)

EIN CHEF'S TABLE DER BESONDEREN ART Mittwoch 2010-06-02

„Entdecken Sie die Wurzeln des Geschmacks“. So steht's geschrieben. Auf der kleinformatigen Menü-Karte, die eigentlich ein richtiges Büchlein ist. Und zu den Wurzeln sind wir wirklich vorgedrungen. Doch eins nach dem anderen.

Barbara van Melle, Journalistin, Moderatorin und Chefin von Slow Food Wien, und Oliver Scheiblauer, mehrfach ausgezeichneter „Koch-Chef“ von Adventure Catering, lernen sich in Asien kennen, und streifen – O-Ton der beiden – als zwei Verrückte, was Essen betrifft, gemeinsam durch sämtliche Märkte. Sie beschließen, zurück in der Heimat, etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Ergebnis: Ein Chef's Table der besonderen Art.

Barbara van Melle mit überdimensionalem Schneebesen und Sieb

Als Location dient die Catering-Küche im 21. Bezirk, groß, funktional, modern. Und trotzdem irgendwie heimelig. Die halbhohen Tische sind rund um die Herdstellen verteilt, alle mit Blick ins Geschehen. Auf einem dieser nehmen wir zu viert Platz und lassen den Abend auf uns zukommen. Und weil das alles so besonders und ursprünglich und wirklich ausnehmend gut war, hier das komplette Menü:

Amuse Bouche
Marinierte Rüben, knuspriger Karpfen
Crispy Pig Skin, Würzbrimsen

Äsche „Eins & Zwei“
Red Giant und Pak Choi, Roggenbrot

Äsche „Drei“
Grüner Spargel, Marillenluft, Grammeln

Aufguss vom Wachauer Safran
Mangalitzatoast, Erbsen

Gemüse
schwarze Nüsse

Schweinsbraten vom Mistelbacher Strohschwein
Kraut, Knödel

Zitronenverbene
Topaz-Apfel-Sorbet, Mohncracker

24h Wald4tler Blondvieh
Kräuterseitlinge, Senf, Spinat, Büffelricotta

Schneeschmelze

Zwischendurch servieren die beiden Protagonisten, die von einem sehr zuvorkommenden und freundlichem Team unterstützt werden, immer wieder auch Informationen. Zu den Produkten, der Philosophie, dem Zustandekommen der Zusammenarbeit. Kurzweilig, unterhaltsam und interessant. Nur zur Schneeschmelze, einem süßen Schneeball, rückt der Koch einfach gar nichts heraus. Außer: „Geheimnis der Küche“.

Was wir uns wünschen? Dass diese Art von Küche von immer mehr Menschen verstanden wird. Dass den Konsumenten die Herkunft dessen, was sie zu sich nehmen, wichtig ist. Dass nicht nur der Preis zählt. Und dass Essen als das gesehen wird, was es ist: Lebensgrundlage, Kulturgut und – GENUSS!

Das steckt hinter Slow Food Wien
Hier kocht der Chef
Noch mehr zum Chef's Table

Ruth

SCHON WIEDER DIESER SCHUBERT Dienstag 2010-06-01

Kaum hat er zwei Decanter Wine Awards abgeräumt, schlägt er schon wieder zu. Zweimal Gold bei der International Wine Challenge 2010 im Rahmen der London International Wine Fair.

Das Auswahlverfahren dieses wichtigsten und größten Weinwettbewerbs der Welt ist vierstufig. An der Spitze stehen vier Chairmen, sie verkosten alle Medaillenweine nochmals, um sicherzugehen, dass tatsächlich nur die besten gewinnen. Heuer waren das Tim Atkin MW, Charles Metcalfe, Sam Harrop MW und Derek Smedley MW.

Kai Schubert mit seinen Weinen

Schubert 2008 Pinot Noir Marion's Vineyard
The judges said: Creamy, rich, undergrowth quality. Dense, sweet fruit. Has real intensity with fleshy mid-palate. Lovely! Schubert 2008

Schubert 2008 Pinot Noir Block B
The judges said: Mid ruby, dense raspberry and smoke nose with a herb de province overlay. Juicy, jammy palate with good lift. Nice length. Luscious!

Logo der International Wine Challenge 2010 Gold

Erhältlich sind Kais Weine bei Fine Wine Trade, Kontakt über www.kracher.at
www.schubert.co.nz

syl

DAS TERROIR DER WACHAU Sonntag 2010-05-30

Wir müssen gestehen, wir waren ein wenig nervös. Die Buchpräsentation & Weindegustation „Das Terroir der Wachau” lag in unseren Händen, die Anforderungen waren hoch und das werte Fachpublikum war prominent und international. Die Veranstaltung war zudem überbucht, statt der geplanten 120 Gäste fanden - irgendwie - 134 Platz.

Grafik für das Terroir der Wachau
Toni Bodenstein/Weingut Prager

Das Buch selbst erscheint verspätet im September. Weshalb aus der Buchvorstellung eine gelungene Bildschirmpräsentation der Grafikerin und Fotografin Monika Löff, die für die Umsetzung des Buches verantwortlich zeichnet, wurde.

Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Böden und Gesteinsformationen sowie Exposituren und Kleinklimata der Wachau ist sein Inhalt. Autor Toni Bodenstein ist Experte und er schwelgt, Nomen est omen, in all diesen besonderen Formationen, deren erstaunliche Bezeichnungen zum Recherchieren anregen.

Gemeinsam mit Philipp Blom, Weinjournalist in Paris, und Sommelierweltmeister Aldo Sohm aus New York wurden 18 Weine der wichtigsten Lagen der Wachau offeriert und besprochen. Weine der Lagen Trauntal, Frauenweingarten, Süßenberg, Steinertal, Loibenberg, Schütt, Kellerberg, Klaus, Achleiten, Steinriegl, Pichl Point, Kollmütz, Hochrain-Ralais, Singerriedel, Tausendeimerberg, Setzberg und Schön der renommiertesten Wachauer Winzer.

Die Weine waren großartig, die Stimmung war gut, das Team perfekt. Wir freuen uns über diese gelungene erste Veranstaltung im Rahmen der VieVinum 2010.

Luzia Schrampf, Der Standard: „Ein echtes Highlight!”

syl
Giraffe is(s)t kosher Freitag 2010-05-28

Das Judentum mit all seinen Gesetzen und Speisevorschriften hat mich schon immer fasziniert. Warum, weiß ich nicht. Manche dieser Vorschriften scheinen absurd, aber vielleicht ist das der besondere Reiz?

Kosher/trefe, was darf sein, was nicht? Im Zweifelsfall entscheidet der Rabbi. So wie neulich einer Giraffe für kosher erklärte.

Gesicht einer Giraffe in Nahaufnahme

Was muss eine Giraffe tun, um den hohen Kaschrut (Essensregeln) zu genügen? Das Tier muss ein Paarhufer sein. Das schafft sie mit links. Wiederkäuer muss es sein. Na bitte, wer, wenn nicht sie? Auf die Schlachtung wollen wir hier nicht näher eingehen, aber das Tier muss quietschlebendig sein dabei. Geht nicht. Zu schwer, zu gross, zu kräftig, Giraffe ist ohne Betäubung nicht zu bändigen. Ans Fleisch kommt man also so nicht ran.  Schmerzhaft, aber unbedingt zu akzeptieren.

Und dann muss die gesäuerte Milch des Tiers Käsemasse bilden. Und das tut Giraffenmilch. Und genau um diese ging es. Giraffenmilch enthält Stoffe, die als Arzneimittel angewendet werden können. Damit jüdische Patienten Giraffenmilch-Pillen schlucken dürfen, wurden eine Giraffe und ihre Milch untersucht. Das Ergebnis fiel in ganzer Hinsicht positiv aus. Giraffe is(s)t kosher!

Nachzulesen im aktuellen Effilee, Mai/Juni 2010

syl
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