Eine halbe Wassermelone auf einer türkis durchscheinenden Luftmatratze am Wasser

Bassena - unser Blog

Essen von der Laderampe Montag 2011-02-28
Was bei uns der immobile Würstelstand, ist in Los Angeles offenbar der Food Truck. Mobil, wie der Name vermuten lässt. Hunderte dieser „Gourmet-LKW“ gibt es, via Twitter und Facebook tun sie täglich ihren aktuellen Standplatz kund.
Truck Spielzeugauto 

Früher waren sie Anlaufstelle für Fabriks- oder Baustellenarbeiter, mit entsprechend einfachem Essen und zum Teil angeblich etwas fraglichen hygienischen Bedingungen. Seit zwei Jahren ist alles anders, Essen gut, alles gut. Zumindest auf immer mehr Exemplaren. Mexikanisch, marrokanisch, koreanisch, alles da. Stell ich mir auch in Wien sehr nett vor. Jeden Tag eine andere Küche vor der Haustür. Im Vergleich zu L.A. haben wir halt ein bisschen wenig Platz. Vielleicht kommt ja wer auf die Idee, das in abgespeckter Form im PKW oder Minivan anzubieten.

Quelle: Der Standard

Ruth

What was ist again? Montag 2011-02-28

Man

Man is a woman's best friend.
He will reassure her when she feels insecure and comfort her after a bad day.
He will inspire her to do things she never thought she could do;
to live without fear and forget regret. He will enable her to express her deepest emotions and give in to her most intimate desires.

 Illustration einer Katze mit Wein

He will make sure she always feels that she's the most beautiful woman in the room and will enable her to be confident, sexy, seductive, and invincible.

No wait...... sorry....... I'm thinking of wine. It's wine that does all that.
Sorry. 

Sent by syl's sister in law Jane

Ein Abend für die Geschmackspapillen Mittwoch 2011-02-23

Wenn man das Glück hat, im richtigen Moment die richtigen Leute zu kennen, die wiederum Menschen kennen, die etwas Besonderes machen und andere daran teilhaben lassen, hat man Glück.

Roland Velich, Mr. Moric, und Christian Seiler, essender, trinkender und schreibender Zeitgenosse, nahmen havel & petz mit in das Studio des irischen Künstlers John Gerrard am Loquaiplatz. Der seinen Esstisch für etwa 15 Personen und seine kleine Küche immer wieder einmal an Philipp Furtenbach und Philipp Riccabona verleiht. Ein Glück.

Ein Gang des 21-Mini-Gänge Dinners

Die beiden, die warum auch immer beim Kochen gelandet sind (was nebenbei bemerkt nur ein Teil ihrer Aktivitäten rund ums Essen ist), verarbeiten erstens einmal nur Dinge, die sie entweder selber gesammelt, gepflückt, gefunden oder sonstwie erlegt haben oder deren Produzenten sie persönlich kennen oder jemandem kennen, der diese persönlich kennt. Und sie machen das zweitens in einer Art und Weise, die einen staunen und schmecken lässt. Die Mmmmhhhhhs waren bei jedem der 21 Mini-Gänge zu hören. Das erste "Gericht" ein Glas Leitungswasser. Was bei uns völlig normal ist (Leitungswasser zu trinken, nicht es als ersten Gang serviert zu bekommen), war bei ähnlichen Koch-Events in New York, so habe ich mir erzählen lassen, weit kontroversieller. Dort trinkt im Normalfall kein Mensch das Wasser aus der Pippe, und es schmeckt nach mehr als hierzulande. Nach Chlor. Das fordert den Gaumen.

Ich kürze und raffe jetzt. Beeindruckt haben mich alle der kleinen Speisen, eine jedoch ganz besonders. Ein (soweit mein Erinnerungsvermögen stimmt) gebratenes Weißkrautblatt auf (wirklich auf, in einem kleinen Schüsserl) Weißkrautpürree. So puristisch, so geschmackvoll, so gut. Den Inhalt der Schüssel im Bild kann ich leider nicht mehr exakt wiedergeben. Was mir jedoch im Gedächtnis geblieben ist, sind die Erdnüsse, die von einer Cousine eines Freundes in Afrika (Benin?) am Strand im Sand geröstet wurden. Grandios.

In die Gläser kam nach dem Wasser Wein von Roland Velich. Der eine, bei der offiziellen Kostkommission durchgefallen weil "fehlerhaft", ganz ausgezeichnet, die anderen, obwohl nicht fehlerhaft, auch.

Pünktlich um 18.30 ging's los, pünktlich um 21.20 kam das letzte Gericht, pünktlich um 22 Uhr verließ die Runde den Ort des Geschehens. Den Nachbarn zuliebe. Dreieinhalb Stunden, die es wert waren.

Mehr dazu: http://aound.net/

Ruth

verpasst!

Angelika Deutsch  28.02.2011 13:38

Ich war am Freitag da! Bericht (mit Fotos) folgt noch im Salon, aber wie immer ein Erlebnis. Und nicht genug zu würdigen, was die Burschen da machen, in fast selbstloser Hingabe. Das bedarf nicht nur publizistischen Sponsorings!

mehr davon...

katha  25.02.2011 20:53

...in wien wäre schön, ich mein', mehr mit diesem anspruch, diesem zugang. bin fast ein bisserl traurig, dass ich's diesmal nicht geschafft habe bzw. schaffen werde.

Wow

Ruth  25.02.2011 08:12

Wow, du hast viel besser aufgepasst als ich, Katha. Das ganze Menü zum Nach-Schmecken, beachtlich. Tolle Fotos. Und so wie du geschrieben hast, so richtig in Worte fassen kann man das gar nicht. Es war jedenfalls einzigartig.

ein deja vu

syl  24.02.2011 22:44

wenn ich deine fotos sehe, liebe katha. hab's gestern bereut, selbst keine gemacht zu haben, die deinigen entschädigen jetzt. diesen noma-impuls hatte ich auch. es war ein wunderbarer abend. die zahl der frauen lag bei knappen 50 %. du siehst also, es wird.
lieben gruß,
syl

ao& essn

katha  24.02.2011 21:59

schön, weil ich die "ao& essn" bisher auch so erleben durfte.
hab' darüber vor etwa einem jahr auch eine fast ein bisserl zu pathetische kulinarische notiz auf esskultur.at geschrieben:
http://www.esskultur.at/index.php/2009/10/21/der-wehmut-nachster-akt/

Vollkommen dada Montag 2011-02-21

Warum in die eigenen Hirnzellen vordringen, wenn beim Hirschen schon alles bestens steht?

«Fad wie immer. Wir gestehen, HIRSCH ist DADA, ungesehen. Erst 9 Jahre, schon besonnen, hat er sich den Platz genommen. Geschmeckt, verrucht, vorhergesehen, vergnügt der HIRSCH uns ohne Wenn, nun mit dem Jahrgang 2 Null Zen.»

In der Farbe? In der Nase? Am Gaumen? Im Abgang? Wein wie Etikett ein Unikat.

Hirsch 2010 Trinkvergnügen Nr. 9

«Behirscht» hat dieses Kunstwerk die österreichisch-polnische Künstlerin Agnieszka Baniewska mit viel Ironie und Österreichbezug ... in bester Tradition zur HIRSCH-Edition.

HIRSCH Trinkvergnügen
Wie der Name schon sagt, der «HIRSCH» ist Trinkvergnügen pur. Ein reinsortiger Grüner Veltliner von Lössböden, der trotz seiner Leichtigkeit durch Tiefgang, saftig-charmante Frucht und typische Würze besticht. HIRSCH 2010 Grüner Veltliner Trinkvergnügen #9

Und so sieht Peter Schleimer, Chefredakteur Vinaria, das Trinkvergnügen Nr. 9: „Klassische Sortennase mit schöner Veltliner-Würze, pikant, Aromen von Zitrusfrüchten und grünen Äpfeln untermalt mit Pfefferoninoten; schlank, knackig und nervig mit dezent-saftiger Frucht, guter Biss, sehr lebhaft, anregend.«

©Weingut Hirsch
www.weingut-hirsch.at

Kozolvic – Antonella, Franco und ihre Weine Samstag 2011-02-19

Die Einladung kam aus Istrien direkt. Eine zweite vom hoch- geschätzten Darrel Joseph, der die Degustation bei Gino e Maria in Wien leiten sollte. Wie konnte man da widerstehen, die Malvazijas und Muskateller hatten schon im Sommer beeindruckt. Und speziell auf Darrels Expertise war man gespannt.

Koslovics Weine zur Verkostung

Diese Gelegenheit zur Nachverkostung kam also gelegen. So warm der Empfang im Sommer war, so warm war er nun auch in Wien. Antonella begrüßte einen wie eine alte Freundin, Franco entschuldigte sich vielmals, dass er sich nicht mehr erinnern konnte. Was ihm leicht verziehen war, war er ja gar nicht am Weingut bei unserem Besuch. Franco Kozolvic zählt gemeinsam mit Matosevic in Sveti Lovrec als Erneuerer der Region, beide engagieren sich für das Zagreber Wein- und Gourmetfestival, das dieser Tage - 25. und 26. Februar - stattfindet.

Darrel hatte es nicht leicht an diesem Abend. Der Lärmpegel war bedingt durch ein gut besuchtes Restaurant entsprechend hoch, der Aufmerksamkeitslevel der Gäste am Tisch bedingt durch trinkfreudige Freunde des Hauses entsprechend niedrig. Aber Darrel schlug sich wacker und nahm's mit dem ihm eigenen Humor. Und dass ein paar Kartons damals ihren Weg nach Wien gefunden hatten, war wieder nachvollziehbar.

Der Malvazija, Malvasia Istriana und wahrscheinlich griechischen Ursprungs, ist die Hauptrebsorte des 25 Hektar großen Weinguts nahe der kroatisch-slowenischen Grenze. Die Weinberge liegen je nach Lage zwischen 15 und 6 km vom Meer entfernt, das Weingut selbst liegt weit ab von Städten und Dörfern pittoresk im Weinhang in Momjan. Die Böden bestehen vorwiegend aus Flysch, einem weißen Konglomerat aus Mergel, Ton und Sandstein.

Gefallen haben auch hier wieder die Malvazijas und der Muskateller. Der Malvazija 2010, von dem es in diesem Jahr auch nur diesen einen gibt und der noch eine Fassprobe ist, zeigte sich typisch nach Kräutern, Wacholder, Lorbeer, gelben Früchten, mit Birne und rescher Säure.

Malvazija 2009, voller Schmelz und intensiv, auch hier diese Lorbeer- und Wacholdernoten, Fenchel, Akazie, wieder diese sehr reife Birne und sehr lang.

Malvazija Santa Lucia 2008, kommt erst heuer auf den Markt, zeigt sich mit viel Reife und intensiven Akazientönen, herbalen Noten und gleichzeitig exotisch. Dieser Wein der gleichnamigen Lage wächst sechs Kilometer vom Meer entfernt und wurde zu je 10 % in Eiche und Akazie vergoren.

Malvazija Akacia 2007, ebenfall noch nicht am Markt und von der Lage Santa Lucia, sehr exotisch, getrocknete Marille, Lorbeer, Wacholder, mineralisch, rauchig  und sehr lang. Acht Monate im Akazien-Barrique, daher der Name. Die Akazien sind die Bäume der Region.

Muscat Mumjanski 2009, eine autochtone Muskatellervariante, sehr fein! Halbsüß, klare Muskatellernoten, strahlend und frisch, spicy und nach Muskatnuss. Feine Säure und sehr lang, die Muskatelleraromen bleiben. Mein Aperitif.

Teran 2008, ein mit dem Refosco verwandter authochthoner Roter, der neun Monate im Stahltank war und kein Holz gesehen hat. Intensive Pfeffernoten, schwarze Kirschen, Kräuter, viel Säure, reifes Tannin, warm, buttrig und leichte Bitternoten. Er gefällt. Ein Wein, an den sich man allerdings gewöhnen muss, nicht für jedermanns Gaumen.

Koslovic Vinogradarstvo
Valle 78, 52462 Momjan, Istrien/Kroatien
Tel. +385 52 779 177
E-Mail: info@kozlovic.hr
www.kozlovic.hr

www.zagrebwinegourmet.com

syl

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