Ein Weingarten im Frühling

Bassena - unser Blog

In die Berg bin i gern Mittwoch 2011-02-16

Fünf Tage sind vergangen, seit ich mit den Kindern dem Railjet vom Westen kommend mit Sack und Pack und Schi entstiegen und wieder östlichen Boden unter den Füßen hatte. Flachland also. Genügend Zeit um jetzt mit Distanz zurückzublicken auf eine knappe Woche Höhenluft. Der Berg hat gerufen.

Winterliche Berge in Lech

Anfang und Ende waren entbehrlich. Die Zugfahrt hin getrübt von massenhaft Jugendlichen mit lautem Organ, lauter Musik und viel Alkohol. Wer meint, das hätte nur uns schon in die Jahre gekommene Mütter genervt, irrt. Vier Kinder zwischen zehn und 14 waren auch nicht happy. Die Zugfahrt zurück nicht viel besser. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Lärmquelle in dem Fall vier Kinder zwischen zehn und 14 waren.

Egal, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Die Tage zwischen ÖBB und ÖBB. Gleich vorweg, für mich war's das erste Mal im Bergland ganz im Westen. Bis dato war Tirol die Grenze. Südtirol, Osttirol, alles schon gehabt. Der Arlberg hat noch gefehlt. Voilà.

Es hat sich gelohnt. Grund Nummer 1: die Rundum-Versorgung im Hotel. Herrliches Schifahrerkörper stärkendes Frühstück, die Zimmer jeden Tag aufgeräumt, ohne dass Mütter und Kinder streiten müssen, Pool im Haus, die Kinder nach der Piste im Wasser, die Mütter in Ruhe.

Grund Nummer 2: die vielgeliebte zentrale Lage. Zu Fuß zum Lift, zu Fuß zum Essen, zu Fuß zum - kaum notwendigen - Einkaufen. Grund Nummer 3: das Wetter. Fünf Tage durchgehend Sonnenschein. War uns aber nicht fad! Grund Nummer 4: natürlich das Schigebiet. Grund Nummer 5: Lech war nicht ausgebucht, soll heißen Lifte und Pisten waren ganz und gar nicht überfüllt.

Grund Nummer 6: Vier Kinder zwischen zehn und 14, die sich fast durchgehend blendend verstanden haben, mit denen es auf der Piste schon richtig Spaß macht und die uns am letzten Abend ein Theaterstück geboten haben, das schier großartig war.

Weil wir es uns wert sind.

Ruth

Ein kleiner fieser Bruder Montag 2011-02-14

Auf Weingenuss folgt Schlafverdruss. Nach zwei oder drei Stunden milder Träume jagt einen das eigene Herz aus dem Bett. O süßer Schlaf, ersehnte Nacht, o sanftes Ruhen in der Stille ... Vergiss es! Irgendwo sitzt ein kleines Arschloch und lässt dich nicht zur Ruhe kommen.

Schlafender Eisbär

Manche meinen, es sei das Histamin. Aber sündteure ausgleichende Medikamente erweisen sich als nutzlos. Das kleine Arschloch ist hartnäckig. Denn offenbar sitzt es im Sympathikus, einer der Komponenten des vegetativen Nervensystems. Der hindert seinen Bruder, den Parasympathikus, daran, sein Werk zu tun und für Erholung zu sorgen. Schuld daran ist der Alkohol. Schon kleine, um nicht zu sagen, winzige Mengen - bitte wir sprechen hier nicht von unmäßigem Weinkonsum - reichen aus, um den Sympathikus zu wecken, der für Arbeit und Aktivität zuständig ist. Und schon hat der Parasympathikus nichts mehr zu melden. Egal, wie oft oder wieviel Alkohol man zu sich nimmt.

Also, aufgepasst, Freunde! Alkohol gilt zwar als «Schlafmittel» und hilft beim Einschlafen, aber der, dessen Körper sensibel reagiert, wird nach zwei oder drei Stunden von ihm auch wieder geweckt. Nämlich dann, wenn der Alkohol abgebaut ist und ein Entzugseffekt auftritt. Und schon geht's wieder los: Herzklopfen, Unruhe und trockener Mund. Fieser kleiner Bruder, du nervst!

Der VINEUS Wine Culture Award 2011 Freitag 2011-02-04

Der VINEUS WINE CULTURE AWARD geht in die zweite Runde. Mitabstimmen kann man von 7. Februar bis 7. März auf www.vineus.at

C+C Pfeiffer, Alpe Adria Weindepot und havel & petz - also wir - bedanken sich auch heuer mit einem Publikumspreis bei den heimischen Gastronomen, Hoteliers, Sommeliers und Winzern für ihr Schaffen rund um den Wein. Österreich ist aufgerufen, mitzustimmen. Am 21. März 2011 ist es dann wieder soweit. Der VINEUS Wine Culture Award wird in den fünf Kategorien Sommellerie, Hotellerie, Gastronomie, Newcomer-Winzer/in und Lebenswerk vergeben.
Tischdekoration des Vineus
Unterstützung findet der VINEUS von der Österreich Wein Marketing und dem Österreichischen Sommelierverband. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer festlichen Gala in der Aula der Wissenschaften in Wien statt, moderiert wird sie von Wiens Slow-Food-Chefin Barbara van Melle. Mehr dazu unter diesem Link.
Aus der Tageszeitung "Der Standard" vom 2. Feb. 2011 Donnerstag 2011-02-03
Der folgende Text ist eine wortwörtliche Wiedergabe aus dem Einserkastel vom gestrigen Standard (2. Februar 2011). Im Normallfall tratschen wir hier mit unseren eigenen Worten. Eh klar. Der kleine Text von Gudrun Harrer verdient eine Ausnahme. Finde ich. Äußerst treffend, mir aus der Seele gesprochen und höchst unterhaltsam auf hohem Niveau.
Schnitzl mit Zitrone

Schnitz'l
01. Februar 2011

Unlängst stand ich tief erschüttert vor einem Restaurationsbetrieb

Bei der Besichtigung des halb wiederhergestellten Wiener Westbahnhofs stand ich unlängst tief erschüttert vor einem Restaurationsbetrieb, nicht nur wegen der kulinarischen Verfallserscheinungen, die uns allerorten umgeben, sondern wegen der grassierenden sprachlichen, in dem Fall orthografischen, wenn man das so nennen kann, Idiotie in diesem Land.

Also, dieses Lokal heißt "Schnitz'l-Land". Der hyperkorrekte Apostroph ist schon spaßig genug, aber so richtig schräg wird es erst, wenn man diese Schreibweise anhand der Speisekarte durchdekliniert. Auf der stehen nämlich auch der Apfelstrudel und die Preiselbeeren (kann mich jetzt nicht erinnern, ob die zum Schnitz'l gehören), für die ich die gleichen idiotografischen Rechte einfordere, wie fürs Schnitz'l: also Apf'lstrud'l und Preis'lbeeren (auch -beer'n wäre übrigens denkbar). Ein Ausreißer auf der Karte ist das Hendl, bei dem man den Weg des geringsten Widerstands zwischen Hendel und Hend'l wählte. Glückliches Vieh.

Gerne nimmt der mit der Bahn verreisende Mensch auch die angebotene Schnitz'lsemmel (mit der er dann im Zug die anderen Gäste anstinken kann). Abgesehen davon, dass es Schnitz'lsemm'l heißen müsste, ist nicht einzusehen, dass diese im Schnitz'l-Land und nicht im Schnitz'lland verkauft wird. Aber die Väter der 'lsemmel haben bei 'lland die Nerven weggehaut, was verständlich, aber auch irgendwie schade ist. (Gudrun Harrer, DER STANDARD Printausgabe, 2.2.2011)

Hier geht's zum Online-Original

Ruth

WENN DER PETZ ZUM WEIN KOCHT Mittwoch 2011-02-02

Auch das gehört zu unserer Arbeit. Hin und wieder einmal einen Abend opfern, um Weine, die man nicht kennt, zu trinken, und Speisen, von denen man vorher schon weiß, dass sie munden werden, begleitend zu sich zu nehmen.

So begab ich mich am Montag Abend wieder einmal aufs Badeschiff ins Restaurant Holy-Moly!. Chateau Montus und Schwesterbetrieb Chateau Bouscassé waren in Person von Önologe und Exportleiter Karl-Frédéric Reuter zu Gast.

 Chateau Montus 2007 Etikett

Alain Brumont, Besitzer beider Weingüter, sei Dank, die Rebsorten des Madiran in Südwestfrankreich, die da wären Tannat, Petit Courbu, Gros und Petit Mansen, sind mittlerweile auch außerhalb der Grande Nation ein Begriff.

Die beiden Weine, die mir von diesem Abend am deutlichsten in Erinnerung geblieben sind, ganz einfach deshalb, weil sie mir am besten geschmeckt haben, waren der Chateau Montus, Pacherenc sec 2007 und, selbes Chateau, der La Tyre 2002. Der weiße kraftvoll und elegant zugleich, die Holztöne gerade recht, leicht gereift, für mich in der Blüte seiner Jahre. Der rote ein Kraftlackel mit Komplexität, wenn's so was wie "wuchtig mit Finesse" gibt, dann passt das genau auf ihn.

Dass die gereichten Gerichte aus der Kombüse ein Gedicht waren, braucht nicht erwähnt werden, nichts anderes hab ich erwartet. Ein intensiver Arbeitsabend.

Hier geht's ins Madiran.

Und hier aufs Badeschiff.

Ruth

Weitere Einträge:
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  52  53  54  55  56  57  58  59  60  61  62  63  64  65  66  67  68  69  70  71  72  73  74  75  76  77  78  79  80  81  82  83  84  85  86  87  88  89  90  91  92  93  94  95  96  97  98  99  100  101  102  103  104  105  106  107  108  109  110  111  112  113  114  115  116  117  118  119  120  121  122  123  124  125  126  127  128  129  130  131  132  133  134  135  136  137  138  139  140  141  142  143  144  145  146  147  148  149  150  151  152  153  154  155  156  157  158  159  160  161  162  163  164 


Bookmark and Share

ruth havel & sylvia petz
fillgradergasse 15/11
1060 wien

t +43 (1) 913 42 74
f +43 (1) 581 13 50
office@havel-petz.at
www.havel-petz.at



* Wir kommunizieren und bringen Sie in die Medien!

* Wir positionieren Ihr Unternehmen und bringen Ihre Einzigartigkeit auf den Punkt!

* Wir beraten und begleiten Sie und Ihr Team für ein nachhaltiges Unternehmertum!

MEHR unter diesem LINK.