Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

Bassena - unser Blog

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Holy-Moly! am Badeschiff topplatziert im Kurier-Tafelspitz Samstag 2011-06-25
Gewinnende Winzer, gewinnende Wirte! Haben wir ein Glück mit unseren Kunden! Und wir haben ein gewinnendes Lächeln bei all der Freud. Das ehemals »schmuddelige Szene-Floß« hat im Kurier-Tafelspitz 89 von 100 Punkten erhalten, ist Restaurant-Aufsteiger und rangiert in Wien hinter Steirereck, Walter Bauer und Vestibül an 4. Stelle!
Holy Moly Erwähnung im Tafelspitz 2011

Tja, lieber Küchenchef, wer hätte das gedacht vor einem Jahr, als es losging?

Weil's am Bild nicht so recht lesbar ist, hier nochmals der Text: „Das war die gastronomische Überraschung des Jahres 2010: Christian Petz ging auf das bis dahin eher etwas schmuddelige Szene-Floß Badeschiff und kocht dort grandioses Essen zum Diskont-Preis. Achtung: Hier will man lässig sein und ist es auch.“

Wer sich dort jetzt sinnlos betrinken möchte: BYOB! Bring your own bottle!

www.badeschiff.at
syl
Amarantis - von der Liebe und anderen Dingen Freitag 2011-06-17
Mino Zaccaria muss man hier wohl nicht extra vorstellen. Umtriebiger italienischer Gastronom in Wien. Wo er hingreift, wächst Erfolg. An der Cantinetta Antinori und am Procacci hält er Beteiligungen und jetzt auch am neu eröffneten Amarantis am untersten Ausläufer der Mariahilfer Straße.
Gedeckter Tisch im Amarantis

Küchenchef ist Tom Wohlfarter, ebenfalls kein Unbekannter. Kennengelernt haben die beiden einander im Tantris, dann haben sich die Wege getrennt. Tom war unter anderem Souschef bei Christian Petz im Coburg, dann dort interimistisch Küchenchef, und heute ist er wie viele andere auch, froh darüber, dass das Geschichte ist.

Wir sind froh darüber, dass beider Wege sich wieder gekreuzt haben. »Amarantis« steht für die Liebe. Vom italienischen »amare« für »lieben« und von Amarant(h), dem Getreide, das eigentlich keines ist. Amarant selbst heißt wieder »der/die Eine, die nicht vergeht/ewig blüht«, womit sich der Kreis schließt.
Kalbsbeuschel mit Meeresschnecken und Ricottanockerl

Die Liebe zur guten Küche und entspannten Gastronomie eint die beiden. Mediterrane Speisen und mehr werden dort angeboten, wie hier am Bild das Kalbsbeuschel mit Meeresschnecken und Ricottanockerl. Sehr fein, nur zart sämig, die kleinen Viecher knackig und ein cooler Kontrast. Der Lachs ist hier auch wieder salonfähig gemacht, glasig und ohne diesen üppigen Beigeschmack, den er sonst so oft hat.

Diese Teigtascherl mit den kleinsten Miesmuscheln der Welt – nur so sind sie gut, für die komme ich wieder. Auch wenn ich vergessen habe, womit sie gefüllt waren. Verdammt gut waren sie auf jeden Fall! Wein gibt's auch. An die 300 Positionen, eingeschenkt in die Gabriel-Gläser. Kommt gut!
Teigtascherl mit Miesmuscheln

Der Pizzaofen vom Vorgänger ist übrigens Teil des Inventars geblieben, und Pizza in der einen oder anderen Form wird es auch geben. So zum Nebenbei-Naschen.

Enspannt wollen's Mino und Tom haben, weshalb das Lokal auch Entspannung ausstrahlt mit seinem Amaranth-geprägten Logo, das sich durchzieht. Eine Bar gibt's im vorderen Bereich, hier ist der Raucherbereich, und der Schanigarten sollte ebenfalls schon in Betrieb sein.

Von Herzen viel Erfolg euch beiden!

Restaurant Amarantis
Babenbergerstrasse 5, 1010 Wien
Tel. +43 1 5852439, E-Mail office@amarantis.at
www.amarantis.at

Weil die Website noch nicht steht, hier der FB-Link
syl

 

aber hallo!

Wolfgang  27.09.2011 22:35

schon lange habe ich in Wien nicht mehr so gut und preiswert (Preis=Wert) gegessen; tolle Küche und sehr nettes Ambiente - weiter so!

grotta azzurra

syl  18.06.2011 12:05

ganz genau, lieber michael. und dann war's irgendwas und dann die pizzeria der familie atri. deshalb auch der ofen. schwieriger platz aber mit dem richtigen konzept wird alles gut.

Kleine Ergänzung

Michael Pronay  18.06.2011 10:38

Das Lokal war jahrzehntelang unter dem Namen "Grotta Azzurra" bekannt, wenn ich mich nicht irre.

Was für ein Tag Freitag 2011-06-17
Wir haben's gut. Wir wandeln von einer Verkostung zur nächsten, verbringen viel Zeit in ausgewählten Restaurants, auf die Teller und in die Gläser kommt selbstredend nur das Beste vom Besten. Zwischendurch wird auch ein bisschen »gearbeitet«, aber wenn wir ehrlich sind, das bisschen Schreiben und Organisieren ist ja nicht wirklich Arbeit. Also nicht im engeren Sinn.
Zwei Goldbrassen in der Pfanne 
Letzte Woche Freitag bekamen wir den Eindruck, dass es womöglich wirklich so wäre.  Nachdem wir am Vortag am Badeschiff den Pannobile-Winzern und -Winzerinnen einen kleinen Besuch abgestatten hatten, nahmen wir im Vorbeigehen vom zum Schiff gehörenden Fischmarkt zwei Goldbrassen mit. Die wir uns am nächsten Tag zu Mittag in die Pfanne hauten. Dazu gab's Riesling aus Rheinhessen, vom Spanier.

Gerade noch rechtzeitig nach dem Mahl schafften wir es ins Büro von Willi Klinger, der uns freundlicherweise (danke Willi!) zu Roland Velich geleitete. 10 Jahre Moric, ein Tasting der Sonderklasse. Im ehemaligen Badehaus von Großhöflein offerierte Winzer Velich 18 Weine aus - eben - 10 Jahren. Nach St. Georgen Grüner Veltliner Fassprobe 2010 und seinem gefüllten Pendant 2009 (ich liebe diesen Wein!) zweimal »Moric Reserve«, Fassprobe 2010 und 2009, Neckenmarkt und Lutzmannsburg in einem sozusagen.

 Roland Velich

Danach traten die beiden Moric-Blaufränkisch Lutzmannsburg und Neckenmarkt quasi im Gleichschritt auf. Es war einmalig und lehrreich und interessant und spannend und genussvoll. Und Roland Velich verstand es wie immer, das Ganze mit seiner gelassenen Art und Kompetenz höchst animierend zu kommentieren. Meine zwei Favoriten: Neckenmarkt Alte Reben 2006 und Lutzmannsburg Alte Reben 2002. Bei beiden finde ich auf meinen Kostnotizen »perfekt« vermerkt.

Das Fest danach feierten andere für uns mit, uns riefen jeweils die von den jeweiligen Schullandwochen (oder Landschulwochen?) zurückgekehrten Kinder. Dazwischen ging sich noch ein Schlenker aufs Badeschiff aus. Und wieder sei Willi Klinger gedankt.

Alice Feiring, auf »Naturwein« spezialisierte Weinjournalistin aus New York war im Lande und Willi organisierte ein Abendessen am Badeschiff, in kleiner Runde. Dazu gab's vier mal vier Weine, blind verkostet, Natur und »herkömmlich«. havel & petz waren dabei, wenn auch leider nicht vollständig bis zum Schluss.
 Gläser am Badeschiff

Drei kräftige steirische Sauvignon Blancs und ein Gast. Der entpuppte sich als 2008 Crozes Hermitage aus Marsanne und Roussanne, très naturel, très intéressant. Dann viermal Grüner Veltliner, wiederum die kräftige Abteilung. 2005 Ried Schütt vom Knoll begeisterte die meisten am meisten. Dann Blaufränkisch aus dem Burgenland, darunter der nächste Gast. Ein Nero d'Avola 2008 von Adriano Occhipinti aus Sizilien. Ein Schelm, wer meint, das hätten alle blind erkannt. In der letzten Runde drei »internationale Burgenländer« und ein ungeschwefelter Franzose, Saint Joseph, Côte du Rhône.

Was den Abend so besonders machte: die spannenden und enthusiastischen Ausführungen von Willi Klinger, die fundierte, kritische, hinterfragende und kompetente Meinung von Alice Feiring, die erfrischenden Kommentare aller in der Runde, das zwanglose Verkosten ohne Druck, das Lernen und Neues-Erfahren ganz nebenbei.

What a day.

www.alicefeiring.com

Ruth

Der Captain ist von Bord Samstag 2011-06-11
Zwei Jahre lang war Aufruhr auf hoher See. Manfred Klimeks Online-Weinzeitung CaptainCork.com hat polarisiert und Wellen geschlagen. Von »ist er jetzt vollkommen angrennt« bis »grandios« war alles drin. CaptainCork war auf jeden Fall eine Bereicherung und Diskussion. Und offenbar auch wirtschaftlich erfolgreich.
Screenshot der Captain Cork Website

Jetzt ist der Captain wegen »fehlender Kommunikation mit der Geschäftsführung« von Bord. Warum das so sein muss, erklärt Manfred Klimek bei Dirk Würz. Sehr schade auf jeden Fall. Die Weinkommunikation bleibt um ein Eck farbloser zurück.

»Dann stürzte alles in sich zusammen, und das weite Leichentuch des Meeres wallte fort wie seit fünftausend Jahren.«

wuertz-wein.de
captaincork.com
syl
Wir sind Mais Freitag 2011-06-10
Wahrscheinlich ist es ganz gut, dass wir nicht alles wissen. Auch wenn man stinksauer wird, wenn man's dann doch erfährt. Unter anderem weil wir's ja insgeheim immer gewusst haben. Männer sind Schweine! Eigentlich sind wir alle ein wenig Schweine, gemästet mit Mais. Sagt der Amerikaner Pollan in seinem Buch "The Ominvore's Dilemma".Maisernte von Oben

Aber zum eigentlichen Thema. Monsanto steht für Mais. Monokulturmais. Maissch... Monsanto ist der weltgrößte Saatgutproduzent und wegen seines gentechnisch veränderten Saatguts umstritten. Bauern sowie Umwelt- und Verbraucherschützer beklagen, dass sich das veränderte Genmaterial mit dem konventioneller Pflanzen vermischt. Nun kam ans Tageslicht, dass man seit Jahren wusste, dass Roundup, weltweit meistverkauftes Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto, zu Geburtsfehlern führen kann.

Mehrere Studien belegten schon davor die gefährlichen Auswirkungen von Glyphosat auf Mensch und Umwelt, heißt es auf orf.at. Erst 2010 etwa wurde von Wissenschaftern nachgewiesen, dass das Mittel selbst in extrem geringen Dosen Missbildungen bei Fröschen und Hühnerembryos auslösen kann. Die EU-Kommission jedoch ignoriere diese Ergebnisse offenbar und stütze sich auf deutsche Untersuchungsergebnisse, die die Auswirkungen herunterspielten.

Nicht nur Missbildungen sondern auch Hormonstörungen, DNA-Schäden und Krebs könnten durch Roundup verursacht werden. All diese Risiken seien überprüfbar. Allerdings habe die Kommission kurz nach Bekanntwerden der schädlichen Wirkung von Glyphosat eine Untersuchung des Mittels und weiterer Pestizide auf 2015 verschoben. Die Autoren des Berichts befürchten nun, dass tatsächliche Ergebnisse erst 2030 vorliegen würden.

Warum wird mir gerade wieder einmal schlecht?

Quelle: www.orf.at
Mehr zum Thema: Pollan, Michael. The Ominvore's Dilemma. A Natural History of Four Meals. Penguin Books.
syl

gifte

syl  11.06.2011 15:24

und dann noch all die hormonell wirkenden konservierungsmittel in der kosmetika, die erst dann verboten werden, wenn nachgewiesen wird, dass sie schädlich sind. super cocktail. wie gesagt zum schlecht werden.

Pflanzenschutz

Gottfried  11.06.2011 15:05

Von vielen im Weinbau zugelassenen Pflanzenschutzmitteln weiß man dass sie entweder krebserregend oder genauso den Embryo im Mutterleib verändern können. Trotzdem dürfen sie angewendet werden...
Es ist nicht angenehm nach einer Herbizidanwendung am Feld oder Weingarten hinterher im Gras nachzustapfen. Deswegen mache ich sowas nicht mehr.

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