Ein letzte Traube vor einem herbstlichen Weingarten

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Wertschöpfungskette einer Flasche Supermarktwein Donnerstag 2017-10-19

Was wohl in einer Flasche Wein um 2,99 Euro so drin sein mag? Wenn man bedenkt, dass Flasche, Etikett, Kapsel, Kork und Karton gekauft werden müssen und diverse Margen anfallen. In der Wochenzeitung Die Zeit hat man nun recherchiert. Bloß 3 % des Verkaufs-Preises bleiben dem Weingut.

Eine Miniaturausgabe einer Flaschenrafik, in der die Wertschöpfungskette aufgeschlüssel wird.

Das sind 0,9 Euro für den Weingarten, die Weingartenarbeit, die Lese, das Füllen und die oben genannten Details am Rande. Kann sich nicht wirklich ausgehen oder?

Konkret geht es um Supermarktwein aus Südafrika, das Modell ist aber nach Europa und von Deutschland nach Österreich kopierbar. Am meisten leidtragend sind die Weingartenarbeiter, sehr oft Arbeiterinnen, die für Billiglöhne und ohne jegliche Absicherung arbeiten und - weil so billig produziert wird - giftigen Pestiziden, Herbiziden und Düngern ausgesetzt sind.

Wir hier in Mitteleuropa haben immerhin Mindestlöhne und strenge Kontrollen, was die Spritzungen angeht. Wenn Wein aber um ein paar zerquetschte Euros im Supermarkt steht, kann nicht viel Gutes drin sein. Und was für Wein gilt, gilt selbstverständlich für alle Lebensmittel.

Hier geht's zum Originalartikel in der Zeit: »Warum ist dieser Wein so billig«
Zur vergrößerten Ansicht der Grafik.
Quelle: Deutsches Weininstitut, Oxfam/Ricarda Stienhans, Stand 2016
© ZEIT Grafik: Doreen Borsutzki
syl

Devastierendes Feuer in Kaliforniens Weinregionen Napa und Sonoma Donnerstag 2017-10-12

Ab und zu widmen wir uns hier auch weniger genussvollen Dingen. Wie dem Feuer in Kaliforniens Weinregionen Napa und Sonoma. Viele Weingüter sind zerstört und noch viel schlimmer, es sind dem Feuer auch Menschen zum Opfer gefallen. Zahlreiche Tote und über 500 Vermisste hat es gefordert.

Ein Screenshot mit einer vom Feuer zerborstenen Flasche der Website sfgate.com

Hunderte zerstörte Häuser und Existenzen, eine Katastrophe für die Betroffenen und die dortige Weinwirtschaft. Trockenheit und Hitze sind die Ursache, der Klimawandel macht sich erneut heftig bemerkbar. Irgendwann werden auch die US-Politiker ihn nicht mehr leugnen können und anfangen müssen, zu handeln. Unter diesem Link hier gibt's eine Grafik der Nasa, die keinen Zweifel offenlässt und auch sonst alles rund um den globalen Klimawandel. Vielleicht sollten sich das die alten weißen Männer bald einmal zu Gemüte führen. Und die in Europa auch.

Foto: Screenshot der San Franciso Cronicle, Aufnahme Eric Risberg, Associated Press
climate.nasa.gov/evidence/
syl

Zugestellt vom Bioigel – Biokistl echt regional & saisonal Freitag 2017-10-06

Gemüse aus dem Supermarkt. Wer kennt die Quälerei nicht? Jahrein, jahraus dasselbe Angebot: Melanzani, Zucchini, Erdäpfel, Tomaten, ... Bei dem man auch bei Bio-Sachen wie ein Haftlmacher auf die Herkunft achten muss, wenn's einem ein Anliegen ist. Oder eben gerade da.

Buntes Gemüse, Zwiebeln und Salate auf einem dunklen Holztisch

Mit dem Grünzeug selbst schleppt man Unmengen an Verpackungsmüll nach Hause. Einmal eingekauft = ein voller Mistsack. Wie deprimierend!

Vor Jahren schon hatten wir aus diesen Gründen ein Bio-Kistl abonniert. Es war uns aber winters zu langweilig, zumals wir's mit der Sellerie und anderen Knollen nicht so haben. Der inzwischen sehr namhafte Anbieter wurde über die Zeit immer größer und größer und hat mittlerweile Obst und Gemüse aus der ganzen Welt im Angebot. Bio zwar, aber saisonal & regional ist dort schon lange aus dem Fokus gerückt. Der Bio-Gedanke wird so ad absurdum geführt.

Vor einigen Monaten haben wir uns wegen der Supermarktmisere – auch weil den Bauern durch die Übermacht der Konzerne nicht genügend Geld ins Börsel kommt – wieder auf die Suche nach einem guten Bio-Kisterl gemacht und sind mit dem Bioigel rasch fündig und glücklich geworden. Danke, lieber Herr N., für die Recherche samt Excel-Liste mit aussagekräftigen Daten zum Vergleich von Äpfeln und Birnen!

Seither erhalten wir vom jungen Bioigel-Team, das in Tresdorf bei Korneuburg daheim ist, wöchentlich ein buntgemischtes Kisterl voller frischgeernteter Köstlichkeiten, am Foto die aktuelle Lieferung. Die Waldviertler Mini-Kiwis haben es nicht mehr aufs Bild geschafft.

Und so steht's auf der Website vom Bioigel: »Die regionalste Biokiste für Wien und Niederösterreich. (...) Seit 2014 liefern wir Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft direkt vor deine Haus- oder Wohnungstüre. Und das umweltschonend via Lastenrad oder Carsharing. Anders als andere große kommerzielle Anbieter kaufen wir nichts aus dem Ausland zu – auch nicht im Winter. Unser Sortiment kommt ausschließlich aus der Region und entspricht dem Prinzip der Saisonalität.«

So ist es! Und wenn man ad hoc nicht weiß, was man – aus zum Beispiel dem roten Kohlgemüse am Bild – machen soll, kommt mailwendend ein Rezeptvorschlag. Super Sache! Und höchst empfehlenswert. Die Kisterl gibt es übrigens in unterschiedlichen Größen und Zusammensetzungen.

www.bioigel.at
syl

Zwei passende Artikel in Datum & Biorama

syl  08.10.2017 11:42

https://datum.at/das-bio-dilemma
https://www.biorama.eu/biomarkt-warum-wir-nicht-bio-kaufen/

Die Übergabeprofis - die Phasen der Betriebsübergabe Freitag 2017-10-06

Die Rollen aller am Übergabeprozess Beteiligten - vorher, währenddessen und danach - haben wir geklärt. Nun geht es an den Prozess an sich. Der dauert - gut und vorausschauend geplant - nicht unter fünf Jahre, manchmal auch bis zu zehn. Oft ist anfangs noch nicht klar, welches Kind einmal übernimmt und ob überhaupt.

Blaue Trauben in Arbeitshänden, die übergeben werden

Wann beginnt nun die Betriebsnachfolge?

In Familienbetrieben beginnt diese Phase dann, wenn die Kinder noch klein sind und darüber nachgedacht wird, ob wohl eines der Kinder einmal Interesse haben wird und welches.

Ernst wird es tatsächlich kurz vor dem Eintritt des Juniorchefs/der Juniorchefin oder dem Austritt der Senioren. Empfohlen wird ein 4-zyklisches Modell:

I. Eigentümer-Managementphase
Nur die Senioren sind direkt am Weingut tätig. Der/die Nachfolger/in ist nur als Familienmitglied in das Geschehen involviert.

II. Anlern- und Entwicklungsphase
Der Familiennachwuchs wird schrittweise in das Weingut eingeführt und integriert. Bis hin zu eigenen Aufgabenbereichen - gegebenenfalls einem eigenen Weingarten oder eine eigene Abfüllung - als Vorbereitung auf die zukünftigen Nachfolgeaufgaben.

III. Eltern-Kind-Partnerschaftsphase
Beide Generationen sind gleichermaßen involviert. Der Nachfolgeprozess wird sichtbarer, es wird immer mehr Verantwortung übertragen, der/die Junior/in übernimmt Führungsaufgaben. Spätestens jetzt wird die Nachfolge konkretisiert. Auch die Mitarbeitenden erkennen zunehmend, dass eine Nachfolge ansteht.

IV. Machtübergangsphase
Die offizielle Übergabe findet statt. Die Senioren geben den Schlüssel ab. Idealerweise auch in einem symbolischen Akt und mit einem Fest.

WICHTIG: Je länger die Generationen gemeinsam das Weingut führen, umso schwieriger wird der Generationenwechsel für alle Beteiligten (auch für das Team). Der Prozess braucht seine Zeit, sollte aber zügig voranschreiten. Eine schriftliche Planung unterstützt und schafft eine transparente Basis.

=> Dass es auch unterschiedliche Varianten – auch rechtlicher Natur – gibt, darauf weisen wir im nächsten Beitrag hin.
=> Hier alle Übergabe-Beiträge gesammelt.

www.uebergabeprofis.at
Und sie reifen doch! Freitag 2017-10-06

Im städtischen Bereich einen eigenen Garten zu besitzen oder wie in unserem Fall mitbenützen zu dürfen, ist ein riesengroßes Privileg. Ganz speziell dann, wenn dieser auch noch Obst und Gemüse abwirft. Bei uns Kräuter, Marillen, Kriecherl, Holler, Brombeeren und ein paar zerquetschte Zwetschken.

Eine rote und viele grüne Tomaten unterschiedlichster Größe auf einem hellen Holzbrett

Weiters viele rote Äpfel (am Wochenende wird Mus eingekocht und -gefroren) und – siehe rechts – grüne Paradeiser. Heuer waren wir im Frühjahr etwas spät dran, die Pflanzen rauszusetzen, aber egal, sie tragen immer noch. Grün halt. Oder trugen. Denn vor ein paar Tagen haben wir die letzten Früchte geerntet und ins Warme gebracht. Denn draußen reifen sie nicht mehr nach, im Inneren aber sehr wohl, wie der rote Ausreißer am Bild zeigt. Wir werden uns an ihnen und den letzten Sommer-Aromen ergötzen, wenn es soweit ist. Wohl bekomm's uns!

syl

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